Brich deine eigenen verdammten Regeln!

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Himmel, manchmal checkt man es einfach nicht, dass man sich selbst Regeln auferlegt hat. Ja, man schafft es sogar, es anderen in einer Podcast-Episode zu vermitteln, aber bei sich selbst fehlt einem einfach der nötige Abstand. Es ist schon ein wenig erschreckend, wie sehr manche Regeln uns in Fleisch und Blut übergegangen sind – so sehr, dass wir sie als solche nicht einmal mehr wahrnehmen! Ab jetzt werde ich meine Regeln brechen! Und ja, es ändert sich dadurch etwas aus diesem Blog. Das Verrückte: Ich weiß noch nicht mal, was! 😀

Da erzähle ich dir, was wichtig ist, um in den Flow zu kommen und dort zu bleiben und mache es selbst nicht.

Mir ist es jetzt erst so richtig aufgefallen. Ich habe als sehr pflichtbewusste Bloggerin begonnen. Regelmäßigkeit sei wichtig, hab ich irgendwo gelesen. Da war ich noch der Meinung, ich müsse irgendwann meinen Lebensunterhalt online bestreiten – wie auch immer. Seit ich Ende letzten Jahres von diesem Erfolgsdenken abgelassen habe, fühle ich mich sehr viel freier. Ich habe den Eindruck, dass ich hier viel mehr das schreiben kann, was mir wirklich auf dem Herzen liegt und dass ich dir dadurch viel besser helfen kann, als wenn ich aufliste, wie genau du was wann verändern sollst.

Dem eigenen Rhythmus und Energiefluss zu folgen ist super wichtig, um zufrieden zu sein – so viel habe ich bereits gelernt. Und ich habe das auch an dich weitergegeben. Meinen eigenen Rhythmus und Flow lebe ich schon recht gut, auch wenn ich weiß, dass immer noch viel Raum für Entwicklung da ist. Ich setze mir weniger Termine, mache mehr spontan und rege mich viel weniger auf, wenn etwas nicht so läuft, wie ich mir das vorgestellt habe. Dann wird es eben anders gemacht. Dass mein Job ein „Termin“ ist, ist klar. Wann ich komme und gehe ist nicht so verhandelbar. Das macht mir aber nichts, wenn ich mir in meiner „Freizeit“ nicht auch ständig Pflichten und Fristen auferlege. Ich dachte wirklich, ich tue das nun kaum noch.

Aber nix da.

Jeden verdammten Dienstag bekommst du von mir einen Newsletter…

…(wenn du ihn abonniert hast, ansonsten wird’s dafür höchste Zeit ;-)), jeden zweiten Freitag geht eine neue Podcast-Episode raus. Jeden einzelnen Tag poste ich etwas auf Facebook. Und dabei sage ich mir all die Zeit über, dass das für mich voll okay ist. Meist schreibe ich einen Artikel nicht kurz vor knapp, sonderen mehrere Tage vorher, sodass ich ihn nur noch aufhübschen und in einen Newsletter verpackt losschicken muss. Artikel schreibe ich eigentlich nie unter Druck, wenn ich dann mal losgelegt habe.

Aber mir ist bisher nicht wirklich mein Gedankenkarussell aufgefallen, das sich munter die ganze Woche in meinem Kopf dreht. „Reicht es mir, wenn ich den Artikel noch am Freitag schreibe?“, „Heute muss ich definitiv die Yogapraxis abkürzen, damit ich den Newsletter noch rausschicken kann“, „Wann habe ich Zeit, in der ich nicht abgelenkt werde, um eine Podcast-Folge aufzunehmen?“, „Ohhh, Mist! Ich kann nicht spazieren gehen, ich muss den Newsletter vorbereiten!“, „Gerade möchte ich eigentlich voll bei mir sein. Ich hab nicht die geringste Lust, den Laptop überhaupt erst aufzuklappen.“ – Jap. Solche Gedanken hab ich. Sehr oft.

Und weißt du was? Ich folge die meiste Zeit ihnen und nicht meinem Flow! Klar, da ist eine Diskrepanz, eine Stimme die ganz leise sagt: „Wenn du deinen Lesern etwas von Flow erzählst, solltest du ihm nun selbst folgen“, aber diese Stimme wird sehr oft ignoriert und von meinem ausgeprägtem Pflichtbewusstsein übertönt. Ich habe nämlich gelernt, dass Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit wichtige Tugenden sind und rege mich auch nach wie vor darüber auf, wenn eine andere Person diese Ansicht nicht teilt.

Ich bin dran!

Und da das, was uns bei anderen aufregt, auch immer unsere eigene Baustelle und Entwicklungsmöglichkeit ist, habe ich mich auf mein Meditationskissen gesetzt und mir das angeschaut. Kein Verdrängen mehr, kein Hören auf die Stimme der Gesellschaft, auf die Vernunft und die Erwartungen anderer! Nein, ICH bin dran! Wenn ich keine Energie habe, um einen Beitrag zu schreiben, wie soll er dann gut werden? Wenn mir danach ist, rauszugehen anstatt vor dem Laptop zu hocken, wie sollst du das, was ich schreibe, dann ernst nehmen?

Mein Flow fließt immer freier.

Ich räume immer mehr Hindernisse aus dem Weg. Ich werde immer glücklicher und dankbarer und ich entwickle mich weiter. Dieser Blog entwickelt sich weiter – und das bedeutet, dass er vielleicht anderen Regeln entsprechen wird als bisher! Vielleicht werden die Beiträge länger oder kürzer, vielleicht schreibe ich mal so und mal so. Und: Ich schaffe hiermit den „Newsletter-Dienstag“ und „Podcast-Freitag“ ab. Ich hab noch keine Ahnung, wohin mich das führen wird oder wie regelmäßig meine Inhalte ab heute erscheinen – ist das nicht spannend?

Hach, ich bin gerade ein wenig aufgeregt, es kribbelt überall. Es fühlt sich so befreiend und so richtig an! Und ich glaube, es war längst überfällig. Jetzt erst habe ich kapiert, dass ich meinen eigenen Regeln einen gehörigen Tritt in den Hintern verpassen muss, wenn ich will, dass das auch andere machen! 🙂

Eins weiß ich: Was auch immer passiert, es wird gut. Also, los! Trau dich! Brich deine eigenen, verdammten Regeln! Erfinde dich jeden Tag neu, folge der Kraft deines Flows, deiner Leidenschaft und sei der wundervolle Mensch, der du ohnehin schon bist! Es ist okay, heute anders drauf zu sein als morgen! Es ist okay, gestern etwas blöd gefunden zu haben, was man heute liebt! Deine Persönlichkeit ist nicht in Stein gemeißelt und das Leben ist eine riesengroße Spielwiese! Also: Tob dich aus und hab Spaß! Es ist nämlich egal, was andere von dir denken! 🙂

Wie schaut’s mit deinem Flow aus? Was sagt dir deine leise Stimme und wo hörst du immer noch auf deine selbstgesetzten Regeln, obwohl sie dich einengen?

Hör dir unbedingt meine Podcast-Episode zu diesem Thema an, in dem ich mit dem Regeln-Brechen beginne. 😉

Folge deinem eigenen Flow – breche deine eigenen Regeln!

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4 Kommentare

  1. Liebe Anna,

    ich bin schon einige Jahre damit beschäftigt Veränderungen in meinem Leben zu bewerkstelligen(was mir oft nicht leicht fällt)und weil ich in der Veränderung das größte Potential erkenne und wahrnehmen darf.Ich finde mich in deinem Block oft selbst wieder als hätte ich ihn geschrieben und ja auch ich gebe anderen Menschen ab und zu Ratschläge weiter (weil ich ihnen helfen und sie unterstützen möchte)hinter her frage ich mich…. und was ist mit mir? Was tue ich diesbezüglich was ich geraten habe ?Doch das fantastisch daran ist dann… dass ich es mir dann erst bewusst mache und dann tue ich es auch sofern es für mich von nutzen ist und meine Bedürfnisse damit gestillt werden können.Deshalb wenn ich eine Veränderung haben möchte dann kann es schonmal vorkommen dass ich es einfach mal als Tip weiter gebe dann fällt mir die Umsetzung leichter.
    Danke für deine Botschaften sie sind sehr Wertvoll für mich.

    Liebe Grüße Simone

    • Liebe Simone,
      wow, vielen Dank dir für deinen lieben Kommentar! Ich fühle mich von dir sooo verstanden! Ja, dieses Kommunizieren von Dingen, die man selbst auch nicht zu 100% (oder noch gar nicht?) umgesetzt hat, gehört zum Bewusstwerdungsprozess dazu. Finde ich echt super beruhigend, dass es anderen da genauso geht! 🙂
      Ganz liebe Grüße dir und danke, dass du meinen Blog liest!
      Anna

  2. Liebe Anna,

    Für mich war es nur eine Frage der Zeit, bis du diesen Beitrag postest 😉 Ich verstehe dich sehr gut, dieser selbstauferlegte Termindruck beim Bloggen hemmt den Flow tatsächlich, deine Überlegungen sind mir nur allzu vertraut und du hast recht: Beiträge sollte man mit Energie und Begeisterung schreiben. Danke für deine mutige Entscheidung und dass du deine Beweggründe mit uns teilst.

    Liebe Grüße
    Barbara

    • Hallo liebe Barbara,
      ehrlich, das fandest du eine Frage der Zeit? Also für mich kam das ja recht überraschend! 😀 Aber wie so oft im Leben, sehen andere etwas von außen bereits etwas kommen, woran man selbst noch nicht einmal gedacht hat. Es ist wirklich schön, verstanden zu haben – danke dir für deine Worte!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

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