Der letzte Rat, den du brauchen wirst

Ich hatte in den letzten Wochen eine absolut folgenschwere Erkenntnis. Eigentlich könnte ich diesen Blog hier jetzt sein lassen, so durchdringend war sie. Ich habe nämlich festgestellt: Wir brauchen sehr viel weniger Ratschläge, als wir denken. Genau genommen reicht ein einziger Rat, um all unsere Probleme zu lösen. Das klingt nach Scharlatanerie und Hokuspokus und außerdem zu leicht, um wahr zu sein, aber ich verspreche dir: Wenn du diesen Rat wirklich beherzigst, werden deine Probleme verschwinden. Solche Worte bekommst du hier ansonsten eigentlich nicht zu lesen, ich weiß. Ich bin nicht dein Guru und ich habe nicht den Stein der Weisen gefunden. Aber der Rat, den ich dir heute mit auf deinen Weg geben werde, wird – solltest du ihn wirklich konsequent beherzigen – dein Leben verändern.

Das Problem ist nicht das Problem

Ich weiß, ich spreche gerade in Rätseln, aber weißt du, wie fantastisch dieser Satz ist, wenn er mal so richtig eingesickert ist? Ich liebe ihn! Aber eins nach dem anderen: Meist suchen wir nach einem Rat, wenn wir ein Problem haben, das unlösbar erscheint. Wir erhoffen uns von einer anderen Person eine andere Perspektive auf unser Problem, etwas, woran wir selbst noch nicht gedacht hatten. Denn scheinbar scheint unsere eigene Problemlösekompetenz in einer Sackgasse angekommen zu sein, wo es für uns nicht mehr weitergeht. Mir fällt jedoch sehr oft auf, dass die wenigsten Menschen tatsächlich einen Rat benötigen, wenn sie danach fragen. Oft wollen sie ihren eigenen Standpunkt bestätigt wissen. Ich bin da keine Ausnahme. Wenn ich mal drin bin in meinem „Wahn“, sehe ich nur noch schwarz und weiß. Wenn mir da jemand eine Alternative vorschlägt, argumentiere ich sofort vehement dagegen, ohne mir die Möglichkeit tatsächlich anzusehen. Erst wenn sich die emotionalen Wogen ein wenig geglättet haben, bin ich tatsächlich in der Lage, einen Rat anzunehmen.

Gerade deswegen wird dich mein Rat vielleicht ein wenig erstaunen, denn im Grunde genommen ist er kein richtiger Rat, so wie dein Problem kein richtiges Problem ist. Was ich immer wieder feststelle, ist nämlich: Das Problem erscheint immer auf einer anderen Ebene als auf der, auf der es gelöst werden kann. Es gibt also immer ein Problem „dahinter“ und wieder „dahinter“, bis man zum wahren Kern des ganzen vorstößt. Sobald einem das gelungen ist, setzt man an dieser tiefsten Ebene mit der Lösung an und arbeitet sich dann die Ebenen wieder hoch. Das klingt vielleicht seltsam, aber es funktioniert jedes einzelne Mal! Und zwar so gut, dass ich immer noch völlig begeistert von der Einfachheit des Ganzen bin.

Die Ebenen eines Problems

Lass mich dir das Ganze anhand eines Beispiels aus meinem täglichen Leben erklären. Ich hatte es nie so wirklich leicht mit meiner Mutter. Wir beide sind so unterschiedlich wie die Sonne und der Mond – was bedeutet, dass wir uns nur in den seltensten Fällen und wenn, dann nur für kurze Zeit, denselben Himmel teilen. Es gibt einiges, von dem ich finde,  das es in meiner Herkunftsfamilie völlig verquer angegangen wurde bzw. gar nicht erst aufkommen durfte. Jetzt, wo ich mir Gedanken darum mache, wie mein Baby aufwachsen soll, kommen ganz automatisch Dinge aus meiner eigenen Kindheit an die Oberfläche. Und mir fällt auf, wie sehr ich mich verändert habe, seit ich nicht mehr zu Hause wohne. Mit meinem Partner und meinen Freunden konnte ich eine völlig neue Ebene der Kommunikation erlernen, die vorher einfach unmöglich war. Jedes Mal, wenn ich meinen Eltern – vor allem meiner Mutter – nun begegne, fällt mir das so deutlich auf wie nie zuvor. Und damit kommen die Vorwürfe.

Obwohl ich mich enorm weiterentwickelt habe, merke ich, dass ich im Kontakt mit meiner Mutter immer noch dieselbe geblieben bin. Sobald wir zusammen sind, werfen wir uns Dinge an den Kopf, nörgeln aneinander rum und finden, dass die andere alles falsch macht. Sehr unreifes Verhalten, das absolut nicht mehr in mein Leben passt. Mein Problem war jedoch, dass ich keinen Ausweg wusste. Ich wollte gerade jetzt, wo ein weiteres Familienmitglied hinzukommt, Frieden mit meiner Mutter schließen, doch bei jedem Treffen musste ich erleben, dass das völlig unmöglich schien. Wir verstrickten uns nur noch mehr in unseren gegenseitigen Anschuldigungen! Das belastete mich sehr. Wie so oft bei Problemen glaubt man schließlich, es gäbe nur zwei Möglichkeiten. In meinem Fall wäre das der absolute Kontaktabbruch gewesen oder dass wir beide so weitermachen wie bisher. Eigentlich hätte ich am liebsten eine dritte Möglichkeit gehabt: dass meine Mutter sich endlich ändert – das wäre meiner Meinung nach nämlich gut für uns alle. Da diese dritte Möglichkeit aber nicht eintrat, war ich dauerhaft frustriert, denn ich wollte weder einen Kontaktabbruch noch so weitermachen wie bisher.

Dabei vergaß ich völlig, worum es wirklich ging. Wie so oft in letzter Zeit lag ich am frühen Morgen mit diesen Gedanken wach und quälte mich. Als ich schließlich aufstand, mich auf meine Matte setzte und eine Kerze anzündete, spürte ich jedoch plötzlich einen tiefen inneren Frieden und merkte geradezu körperlich, wie ich eine Ebene tiefer im Problem vordrang. Ich verstand: Es gab eine Diskrepanz zwischen dem liebevollen Umgang, den ich gerne mit meiner Familie hätte und dem aktuellen Zustand. Ich musste weinen. Es ging noch tiefer. Ich liebte meine Mutter und ich wollte nur Liebe für uns alle. Ich weinte noch mehr. Ich spürte. Ja, Liebe. Die fehlte. Ich spürte sie nicht, wenn ich mit meiner Mutter zusammen war. Ich ruhte nicht in mir. Ich war abgetrennt von mir selbst und meiner innersten Quelle. Und genau hier befand sich das eigentliche Problem: die Trennung von der Liebe.

Wenn wir abgetrennt sind von der Liebe

Vielleicht kommt dir das bekannt vor. Ich kann mich noch an ein Referat von mir in Reli erinnern, in dem es um die Ursünde der Menschheit ging. Erst fand ich das Thema blöd, aber dann merkte ich, dass es gar nicht um Adam und Eva ging, sondern um die Trennung von Gott als Auslöser für all unsere Probleme auf der Welt. Nenne es wie du willst: Trennung von Gott, vom Universum, von deiner Quelle, von dir selbst, von der Liebe. Das ist irrelevant und bezeichnet alles genau denselben Sachverhalt.

Durch diesen Zustand der Trennung (in dem sich viele von uns sehr oft und lange befinden – und das meist täglich) entstehen all unsere Probleme. Weil ich abgetrennt war von der Liebe, konnte ich das Problem mit meiner Mutter nicht lösen. Denn ich versuchte es immer nur dann, wenn ich abgetrennt war! Ich versuchte, das Problem mit meinem Verstand zu lösen, der dafür aber völlig ungeeignet war. Das mag jetzt radikal klingen, aber er ist für die meisten unserer Probleme völlig ungeeignet. Jedenfalls für die wirklich wichtigen und tiefen. Hier müssen wir mit dem Herzen ran. Das hatte ich bisher völlig übersehen! Echt verrückt, wie groß die eigenen blinden Flecken manchmal sind!

Und dann geht es die Ebenen wieder hinauf

Jetzt aber, wo ich auf meiner Matte saß und in der Ruhe des Morgens die Liebe in meinem ganzen Körper spürte, war plötzlich alles so einfach! Es schien, als gäbe es gar kein Problem mehr! Aus dieser Liebe, dieser Mitte heraus begann ich nun, die Ebenen wieder „emporzuklettern“. Mein Herz arbeitete in absoluter Harmonie mit meinem Verstand und die beiden waren in der Lage, eine Art „Problemlöseplan“ für dieses spezifische Problem zu erstellen. Ich habe tatsächlich einen Stift zur Hand genommen und angefangen zu schreiben, damit ich mich auch in den folgenden Tagen an meine Erkenntnis erinnern konnte. Das hier entstand dabei:

  1. Ich nehme mir vor: Ich will das. Ich will eine liebevolle Beziehung zu meiner Mutter.
  2. Ich will glauben, dass es möglich ist, obwohl ich nicht alle Möglichkeiten sehe.
  3. Ich will diese Beziehung einer höheren Macht übergeben und vertrauen, dass mithilfe der Liebe alles möglich ist.
  4. Ich will wachsam sein bei gegenseitigen Schuldzuweisungen, wenn ich mit meiner Mutter spreche
  5. Ich will ihre Fehler bewusst übersehen.
  6. Ich will ihr mehr danken und sie mehr anerkennen in all dem, was sie wundervoll macht.
  7. Ich will vertrauen. Vertrauen. Und noch mehr vertrauen.

Ich kann es selbst nicht glauben, aber ich habe das Gefühl, seither hätte sich alles verändert zwischen meiner Mutter und mir. Buchstäblich alles. Obwohl sie nichts von meinem „Plan“ weiß. Aber durch mein verändertes Verhalten scheine ich ihr zu kommunizieren, wie ich unsere Beziehung gerne hätte. Und das ganz ohne Vorwürfe, dafür aber mit viel Liebe.

Es gibt für alles eine Lösung

Vertrau mir, wenn ich dir sage, dass diese Handlungsschritte dir von ganz alleine kommen werden, sobald du im Zustand der Liebe und Verbundenheit bist. Sie sind nichts, was ich mir logisch und mühevoll ausgedacht habe, sondern kamen mitten aus dem Flow aus mir heraus. Das, was in einem Zustand der Trennung niemals so reibungslos abgelaufen wäre, war plötzlich das Natürlichste der Welt. Ich wusste genau, was zu tun war. Und ich wusste: Egal welches Problem sich mir stellt – wenn ich in diesem Zustand bin, dann werde ich für alles eine Lösung finden. Und diese Lösung wird immer die richtige für alle Beteiligten sein. Denn die Liebe irrt sich nicht. Es war so eine tiefe und durchdringende Erkenntnis, dass ich sie körperlich bis ins Mark gespürt habe und vor Glück weinen musste.

Seither habe ich vier weitere „Probleme“ auf diese Art gelöst. Und ich spüre, dass sie auf diese genau so nicht mehr auftreten werden. Es ist, als würde man durch eine Membran gehen, durch die es kein Zurück mehr gibt. Man ist dann „auf der anderen Seite“, man ist reifer und weiser geworden.

Ich weiß jetzt: Das ist die einzige Art und Weise, wie wir Probleme überhaupt lösen können. Wir brauchen sie gar nicht erst anzugehen, wenn wir das Gefühl haben, nicht mit uns selbst im Reinen und nicht völlig mit der Liebe verbunden zu sein. Das wäre pure Zeitverschwendung. Unsere oberste Priorität muss also genau diese Liebe sein. Wir müssen uns verbinden, wir müssen unsere Basis finden, wir müssen in die Liebe hineinsinken, bevor wir wirklich und nachhaltig ein Problem lösen können.

Mit diesem einen Ratschlag wirst du in der Lage sein, all deine Probleme selbst zu lösen. Manchmal vergessen wir das nur. Aber es ist die einzige Erinnerung, die wir wirklich brauchen. Vielleicht können wir zu all unseren Freunden und unseren Partnern sagen, dass sie uns genau das sagen müssen, wenn wir sie um Rat fragen: „Kehre zurück in die Liebe.“ Vielleicht spüren wir die Wahrheit dahinter, wissen aber in diesem Augenblick nicht, wie das geht. Dann sollten wir Verschiedenes ausprobieren: Meditation, Yoga, spazieren gehen – was auch immer für jeden von uns funktioniert. Am besten, wir machen uns unsere „Lieblingsmethoden“ zur täglichen Gewohnheit, wir gewöhnen uns daran, jeden Tag Frieden und Liebe zu empfinden, sodass es uns leichtfällt, dorthin zurückzufinden, wenn wir es am meisten brauchen. Wenn ich mich auf meine Matte setze und die Kerze anzünde, ist das bei mir beinahe schon ein Garant dafür, in diesen Zustand hineinzugleiten. Und von hier aus ist plötzlich alles klar. Die Liebe weiß immer, was zu tun ist.

Komme in die Liebe. Das ist der einzige Rat, den du für den Rest deines Lebens brauchen wirst. Es packt alle Probleme an ihrer Wurzel an und sorgt dafür, dass sie sich nicht wiederholen. Wenn wir diese Praxis in unser tägliches Leben einführen, entwickeln wir uns rasant weiter – bis wir immer weniger Erinnerungen daran brauchen und bis immer weniger Zeit vergeht, ehe wir erneut in die Liebe finden. Und das ist es doch letztendlich, was wir alle wollen. Wir wollen die Trennung aufheben, die uns an diesem wundervollen und uns angeborenen Zustand hindert. Wir wollen ein Leben im Flow. Und es ist möglich. Hier und Jetzt.

Hast du bereits Erfahrungen mit dem Rat gemacht, den ich dir hier gegeben habe? Hast du ihn bereits bekommen? Wie ist dir die Umsetzung gelungen? Leicht? Schwer? Hast du diesen Rat vielleicht auch schon selbst gegeben? Ich kann deinen Kommentar kaum erwarten! Lass mich wissen, was du vom letzten Rat, den du brauchen wirst, hältst!

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23 Kommentare

  1. Liebe Anna,
    Dein Artikel war der beste, den ich in der letzen Zeit gelesen habe. So simpel und doch so weitreichend. Er hat mir die Augen geöffnet. 1000 Dank dafür.
    Von ganzem Herzen alles Liebe für Dich
    Heike

    • Liebe Heike,
      ich danke dir für deine Worte. Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich darüber freue, dass dir dieser Artikel so gut gefallen hat!
      Auch für dich alles Liebe!
      Anna

  2. Schön, dass Du das für Dich so erlebt hast.
    Auch wenn ich ganz und gar nicht weiß, wie das geht….
    Danke für s Teilen.
    Und BITTE den Blog weiterschreiben !

    Ganz liebe Grüße

    • Liebe Renate,
      die konkrete Umsetzung – WIE man in die Liebe kommt -,ist für jeden individuell. Was ist es denn, dass dich total glücklich macht und bei dem du das Gefühl hast, um Flow und im Reinen mit der Welt zu sein? Fällt dir da etwas ein?
      Ganz liebe Grüße dir!
      Anna

  3. Liebe Anna,

    ich freue mich mit dir, dass Du zu dieser großartigen Erkenntnis gekommen bist. Ich durfte diese Erfahrung bereits selbst machen.

    Jetzt erlaube ich mir einfach mich selbst zu zitieren. Am 08.06.2017 hatte ich dir folgen Kommentar geschrieben:

    „Die Hilfe, die Du sucht, wirst Du nicht im Außen finden! Du musst lernen, Dich selbst so zu lieben wie Du bist. Mit allen Schwächen und Stärken! Und vor allem Loslassen! Loslassen von den Gedanken an die Vergangenheit. Die Vergangenheit kannst Du nicht mehr ändern. Wenn die Bilder in Deinem Geist auftauchen, dann betrachte sie und lass sie liebevoll vorbeiziehen.

    Fokussiere Deine Gedanken auf die Zukunft. Auf die wunderbare Zukunft, die vor Dir liegt.

    Wenn Du Dich selbst so lieben kannst wie Du bist, wirst Du frei werden von Wünschen und Zweifeln! Du erschaffst Dir dann das Resonanzfeld, das genau das anzieht, was Dir entspricht und was für Dich wichtig und gut ist. Dann musst Du auch nicht mehr um Hilfe bitten. Die Hilfe, die Du benötigt, kommt dann zu Dir!“

    Das ist genau Deine Erkenntnis in Kurzfassung! Ich freue mich mit Dir!

    Liebe Grüße
    Peter

    • Lieber Peter,
      tja, ich bin – wenn ich mal so richtig in der Tiefe angekommen bin – völlig beratungsresistent, zumindest auf Vernunftsebene. Begegnet man mir mit Liebe und einer ausgestreckten Hand, erinnere ich mich ganz von selbst an das, was ich eigentlich schon weiß. 😉 Gerade strecken so viele Menschen die Hand aus – unter anderem auch ich selbst. Weißt du, in dem Moment, wo ich erkannt habe, dass ich leide, war das ein Akt der Selbstliebe, der all die andere Hilfe in mein Leben gezogen hat. Passt also alles zusammen. 😉
      Ganz liebe Grüße dir!
      Anna

  4. Mal wieder ein Beitrag, der genau den Nagel auf den Kopf trifft! Überhaupt finde ich Deinen Blog sehr lesenswert, hat mich schon oft zum Nachdenken gebracht – vielen Dank, Anna! Und bitte unbedingt weiter schreiben…

    • Lieber Jens,
      vielen Dank dir für die lieben Komplimente. Dass dieser Beitrag für dich genau das Richtige war, freut mich sehr! Und ich denke, es gibt immer noch so viel zu lernen, dass ich hier weiterschreiben werde… 😉
      Ganz liebe Grüße dir!
      Anna

  5. Hallo Anna,
    ich habe sehr gerne deinen neuen Artikel über die Liebe gelesen. Zu solchen Schlüssen bin ich auch schon gekommen, nämlich dass die Liebe die Lösung für fast alle Probleme ist und umgekehrt, dass Liebesmangel die Ursache für fast alle Leiden ist. Angefangen hat alles damit, dass die ersten Menschen sich von der Liebe Gottes abgetrennt haben. Das heißt für mich, dass ich mich der Liebe und Gott auch wieder zuwenden kann und alles wird für mich gut. Ich bin auch gerade am üben, wie ich in der Liebe bleiben kann. Es gelingt mir nicht immer, aber ich krieg auch schon etwas Erfahrung damit ………fühlt sich jedenfalls grossartig an in der Liebe zu sein.
    Ich finde, dass das heutzutage eine der größten menschlichen Leistungen ist, die Liebe zu leben, denn das haben wir schlicht und ergreifend nicht gelernt.
    Meine riesengroße Anerkennung gehört denen, die es versuchen.
    Vielen Dank für solche Artikel, liebe Anna …… ich freue mich schon immer auf den Nächsten ……….
    P.S.: Der Gott der Liebe, der sich uns in der Bibel offenbart, wird die Liebe auf der Erde auch wiederherstellen, so wie er es am Anfang bei den ersten Menschen wollte. Dann werden wir es nicht mehr so schwer haben………♡

    • Hallo liebe Sabine,
      wie schön, dass auch du eine „Übende der Liebe“ bist! Ich kann dir nur zustimmen: Es fühlt sich wirklich großartig an! Glaubst du, es liegt nur an Gott, die Liebe wiederherzustellen oder ist er dabei auf uns „angewiesen“, können wir alle etwas dazu beitragen? Und können wir ihn auch daran hindern, indem wir uns mit dem Getrenntsein identifizieren? Ich stelle mir das so vor, dass wir alle unseren Beitrag geleistet haben, um beim Getrenntsein anzukommen, jetzt aber genauso das Gegenteil bewirken können, wenn wir uns nur bewusst dafür entscheiden. Und Gott wartet mit offenen Armen darauf. So oder so ähnlich… 😉
      Ganz liebe Grüße dir!
      Anna

  6. also ich sehe das so, dass wir alle unseren Teil tun können, uns also Gott und der Liebe wieder zuwenden können und er freut sich echt über jeden, der das wieder will. Ich finde da eine Frage sehr interessant: Was wäre passiert, wenn sich die Menschen erst gar nicht von Gott abgewendet hätten? Wie wäre also die Menschheitsgeschichte verlaufen, wenn alle in der Liebe geblieben wären?
    Gott hat in der Bibel aufschreiben lassen, dass er diesen ursprünglichen Zustand wiederherstellen wird …….. Das freut mich total, wir fangen jetzt an und Gott ermöglicht den Rest (d.h., er wird dafür sorgen, dass es keine Kriege, keine Krankheiten, den Tod, Naturkatastrophen, andere Unglücksfälle mehr geben wird)
    Grüsse Sabine

    • Vielen Dank für deine Antwort, Sabine! Das ist in der Tat eine wunderschöne Vorstellung vom „Himmel“. Ja, wie wäre wohl die Menschheitsgeschichte verlaufen… Wir wissen es nicht und mit all dem Leid um uns herum fällt es uns auch nicht so leicht, uns das vorzustellen. Aber das heißt nicht, dass es unmöglich ist. Ich will daran glauben, dass wir in die Liebe kommen können. Wir alle. Die ganze Welt.

  7. Liebe Anna,

    ganz ganz lieben Dank, für dieses Wunder, das Du hier mit uns teilst. Und es uns noch so einfach und praktisch erklärst. Dich muss man einfach lieben.

    Es passieren zu Zeit scheinbar gleichzeitig Wunderbare Veränderungen. Ich durfte diese, letztes Wochenende bei einer „eigentlich“ sehr sehr schmerzhaften Erfahrung in meiner Beziehung, erleben. Augenblicklich wusste ich, dass ich mich nun unbedingt in der Energie der Liebe halten muss, da ich sonst innerlich verbrenne.
    Und … seit dem bin ich der glücklichste Mensch der Welt.

    Ist spannend, dass Du ein Referat über die Ursünde gehalten hast. Ich hab mir schon tausend mal den Kopf darüber zerbrochen. Unsere scheinbare Erkenntnis über Gut und Böse, die wir uns anmaßen. Die uns abtrennt von der Liebe.

    Und endlich habe ich es vom Herz her kapiert.

    Ja auch ich glaube, dass wir in ein Bewusstsein der Einheit zurückkehren, und Liebe wieder die Führung übernimmt.

    Anna, Du bist so ein Geschenk für uns hier, und ich bin Dir endlos dankbar.

    Alles Liebe,

    Martin

    • Lieber Martin,
      was du beschreibst, klingt einfach nur fantastisch! Dieses „vom Herzen her kapiert“ – das ist die mächtigste Art von Erkenntnis, die wir haben können. Vielleicht vergessen wir es an der Oberfläche wieder, aber in der Tiefe werden wir immer wissen, dass da „mehr“ ist. Und wir werden uns daran erinnern.
      Du bist auch ein Geschenk für uns alle – jeder von uns ist ein Geschenk für diese Welt, wenn wir uns für die Liebe entscheiden! 🙂
      Auch dir alles Liebe!
      Anna

  8. Der Mensch könnte im Paradies leben…was es teilweise noch ist !
    nur lebt er gefangen in Zeit, Sprache, Grenzen und Systemen auch in der Religion.

    Der Mensch ist auch reif für diese Liebe (wie du es nennst)
    innerlich muss etwas passieren…das was schon seit Jahrtausenden gelehrt wurde, aber fast immer missverstanden oder „missbraucht“ wurde…
    Jeder Mensch ist Gott mit seinem sein ! Wir müssen nicht auf irgendetwas warten…es passiert Jetzt in diesem Moment !

    Ich bin jeden Tag am arbeiten an mir selbst, mit verschiedenen Methoden der Esoterik, deshalb fühle ich mich wohl in diesem blog…und lese gespannt die weiteren Artikel.
    danke Anna

    • Lieber Silvio,
      du hast recht damit, wenn du sagst, dass wir jetzt schon im „Paradies“ sein können. Ja, dieser wundervolle Zustand der Liebe, der ist das Paradies. Ich wünschte mir, jeder einzelne Mensch könnte ihn erleben. Ich wünschte auch, ich könnte lernen, ihn noch öfter zu erleben. Aber so wie du arbeite ich täglich daran, und ich bin sicher, dass sich dadurch Dinge dauerhaft in der Welt verändern lassen! 🙂
      Ganz liebe Grüße dir!
      Anna

  9. Liebe Anna,

    es ist so schön, dass auch Du jetzt angekommen bist. Der größte Lehrer und das beste Vorbild für Liebe und Mitgefühl ist für mich immer schon Jesus Christus gewesen. Studiere und lebe seinen Charakter und du wirst sehen, dass dein Leben voller Sinn und Glück sein wird. Mehr gibt es (wie du so schön erkannt hast) dazu nicht zu sagen. Und nun geh (mit der wertvollsten Erkenntnis, die ein Mensch im Leben haben kann) und lerne.

    Ich wünsche euch alles Liebe und Gute.

    Herzliche Grüße
    Michael

  10. P.S.: Du hast es so wunderbar in Worte gefasst, dass mir die Tränen gekommen sind. Ich freue mich so sehr für dich. Du hast so ein großes Talent zum Schreiben, liebe Anna. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du damit deinen ganz persönlichen Weg findest.

    • Lieber Michael,
      den Weg habe ich schon längst gefunden. Ich musste nur meine Augen dafür öffnen. Und das Schreiben, ob das Talent ist, weiß ich nicht. Ich habe das Gefühl, dass ich am besten schreibe, wenn es „einfach kommt“. Das ist wohl der ganze Trick dabei, so weiß ich, dass hier auf dem Blog nur das Beste landet. 🙂
      Alles Liebe dir!
      Anna

  11. Liebe Anna,
    ein sehr schöner Artikel und bei allen Problemen die nur einen selbst betreffen auch absolut wahr. Allerdings würde ich das so, zumindest so wie ich dich verstanden habe, nicht auf den Umgang mit allen Mitmenschen übertragen. Denn so bin ich immer mit meinen Mitmenschen umgegangen und habe daraus gelernt.
    Wahre Nächstenliebe, Güte und Geduld mit anderen war für mich mein ganzes Leben lang selbstverständlich. Ich bin auch immer noch der Meinung, dass das wichtige grundlagen für den Umgang mit seinen Mitmenschen sind. Das Problem daran ist aber, wenn diese Menschen selbst immer noch völlig abgeschnitten sind, löst das die Beziehungsprobleme nicht, es gibt dem anderen nur mehr Angriffsfreiheit. Wenn du in dir selbst ruhst, bist du zwar weniger tief verletzbar, aber das heißt ja nicht, dass man sich von anderen alles gefallen lassen muss.
    Ich hoffe, dass sich das Verhältnis zu deiner Mutter auf Dauer bessert, ich selbst habe aber die Erfahrung gemacht, dass es das eher schlimmer macht. Mit meinem Vater bin ich genauso umgegangen, also hat er sich immer schlimmer benommen, er konnte es sich ja leisten. Manchen Menschen kann man nicht mit Liebe begegnen, wenn man ein friedliches Leben führen will. Da muss man meiner Meinung nach genug Selbstliebe haben, sich von diesen Menschen zu lösen. Wichtig ist, keinen Groll mehr mit sich zu tragen, sondern sich wirklich von der Person zu befreien, sowohl innen als auch außen. Dann ist man auch mit der Liebe verbunden.

    Ich hoffe sehr, du schreibst hier weiter, und wünsche dir und deiner kleinen Familie alles Gute =)
    Sandra

    • Liebe Sandra,
      ich danke dir für die Ergänzung. Du hast völlig recht, bei manchen Menschen gibt es nur den einen Ausweg: die Beziehung zu beenden und sich zu lösen. Ich habe mich jetzt gezwungen gesehen, das mit einem Menschen zu tun, der mir eigentlich sehr wichtig ist. Aber auch diese Entscheidung fiel aus der Liebe heraus. Die „Lösung“ mit meiner Mutter ist jetzt für den Moment die richtige, sie ist es, die mir in meinem friedvollen Zustand in den Sinn kam – aber sie ist nicht auf alle Beziehungen und vielleicht auch nicht für alle Zeit anwendbar. Mit einer anderen Beziehung war genau diese Lösung nicht diejenige, die mir als die richtige erschien. Jedoch war es da so, wie du schreibst: Ich habe nicht aus Groll reagiert und den Kontakt abgebrochen, sondern weil ich wusste, dass wir beide nur so unseren Frieden finden werden. Und vielleicht ändert sich das auch eines Tages wieder. Also gilt mein „Tipp“ immer noch: erst in die Liebe kommen. Was danach geschieht, kann abhängig von den Menschen und Situationen völlig unterschiedlich sein. Und das sollte es auch!
      Ganz lieben Dank dir für deinen Kommentar!
      Anna

  12. Hallo.

    Das mit der Liebe ist mir seit längerem bewusst. Das Problem ist bei mir nur, dass ich von einem Menschen so schlimm verletzt wurde, dass es jedesmal Qualen sind, wenn ich in mich kehre und die Verbindung wieder herstellen will.

    Ich habe dann ein tagelanges klopfendes Herz, dass ich immer wieder beruhigen muss und das ist ziemlich kraftzehrend…vorallem in dieser lauten Welt.

    Manchmal gibt es auch Tage, wo ich denke, ahhh jetzt habe ich die tiefste Ebene erreicht und dann merke ich Tage später, dass es immer noch Ebenen gibt.

    Das kann dann schon frustrierend werden.

    Aber gut, ich versuche positiv zu bleiben…schließlich habe ich schon einige sehr anstrengende Ebenen hinter mir.

    • Hallo liebe Lisa,
      ich kann dich wirklich gut verstehen, auch ich hatte schon Phasen, in denen ich eigentlich „wusste“, dass da die Liebe sein muss, aber ich konnte sie nicht fühlen. Die gute Nachricht ist, dass das wirklich nur Phasen sind. Und das bedeutet, dass sie vorübergehen, auch wenn sie sehr schmerzhaft sind und auch wenn sich das in der Situation absolut nicht so anfühlt. Wenn ich mich an dieser Stelle befinde, hilft es mir sehr, in dieses Gefühl hineinzustürzen und zu sehen, was es mir sagen will, welche alte und tiefe Verletzung es in mir berührt. Das bedeutet nicht, die Geschichte immer und immer wieder im Kopf zu wiederholen, sondern wirklich nur bei dem Gefühl zu bleiben. Darüber möchte ich demnächst noch einen Artikel schreiben, vielleicht hilft dir das ein wenig weiter. Aber denk daran: Du machst niemals Rückschritte, auch wenn sich das so anfühlt. In Wirklichkeit lernst du gerade etwas sehr Wichtiges. Und wenn du schreibst, dass du versuchst positiv zu bleiben, dann hab ich da ein gutes Gefühl bei dir, dass du auch diese Ebene mit viel mehr Erkenntnis verlassen wirst als du sie betreten hast. Dabei wünsche ich dir viel Mut und Durchhaltevermögen!
      Alles Liebe!
      Anna

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