Die Kreativität will durch uns fließen – wir müssen sie nur lassen! (Aber wie?)

Hach, der Passionflow ist einfach etwas Wundervolles! So wundervoll, dass ich ihm diesen Blog gewidmet habe. Er ist das Gefühl, das entsteht, wenn wir so richtig in einer Leidenschaft aufgehen oder einfach nur völlig eins mit uns und dem Leben sind. Wenn wir die Zeit vergessen und einfach nur sind. Wenn alles stimmt, wenn wir wissen, dass das, was wir tun, einfach richtig ist. Dass wir richtig sind. Ich liebe es einfach, diesen Flow in meinem Leben zu spüren und es gelingt mir jetzt wieder immer öfter. Dabei bin ich zu einigen Einsichten über Kreativität gelangt, die ich nicht für mich behalten will. Eines will ich dir schon einmal vorab verraten: Jeder kann kreativ sein!

Das Gefühl, das das Leben spannend macht

Da ist sie! Eine Idee. Ganz klein noch, nur am Rande macht sie sich bemerkbar, aber dein Herz schlägt ein wenig schneller, wenn du an sie denkst. Du und die Idee, ihr seid ein wenig verliebt. Vielleicht geht es dir wie ganz vielen Menschen da draußen und du schiebst diese Idee schnell beiseite und widmest dich den „wichtigen Dingen des Lebens“ wie Zähneputzen und aufs Klo gehen. Versteh mich nicht falsch, das ist durchaus wichtig, aber wer sagt denn, die Idee sei es nicht? Wenn wir so stiefmütterlich mit unseren Ideen umgehen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir das Gefühl haben, nicht kreativ sein zu können. Letztendlich ist Kreativität nämlich genau das: auf dieses Gefühl, das das Leben spannend macht, zu hören, anstatt es zu ignorieren.

Vielleicht wurde dir von klein auf gesagt, du wärst nicht kreativ, oder aber du hast es mehrmals gewagt und bist dem Passionflow gefolgt, nur um festzustellen, dass du keinen „Erfolg“ damit hattest, dass die Dinge sich nicht so entwickelt haben, wie du sie dir vorgestellt hattest. Das ist ganz schön entmutigend und ich verstehe es gut, dass du jetzt vielleicht keine Lust hast, dieser leisen Stimme in deinem Kopf zu folgen, die dir zuflüstert, ins Handeln  zu kommen und erneut etwas zu riskieren (das vielleicht wieder schiefgehen könnte).

Die Lebendigkeit in uns braucht Raum!

Aber der Preis, den wir zahlen, wenn wir der Stimme in uns kein Gehör schenken, ist viel zu hoch. Wir fühlen uns betäubt, sehen keinen Sinn, haben das Gefühl, dass unser Leben an uns vorbeizieht, werden vielleicht sogar depressiv. Aber hey! Wir sind am Leben und hier, um uns lebendig zu fühlen, oder? In allen von uns ist eine Lebendigkeit, die viel zu oft nicht gelebt wird. Eigentlich sind diese Lebendigkeit und Kreativität ein- und dasselbe. Bist du in keinster Weise in deinem Leben kreativ, schneidest du dich von deinem Leben selbst ab.

Kreativ zu sein bedeutet dabei nicht nur, dass du ein Buch schreiben oder ein Gemälde malen musst. Kreativ zu sein bedeutet, etwas zu erschaffen, einer Idee in dir Raum zu geben, sie ernst zu nehmen und ihr zu folgen, etwas zu beginnen, von dem du vielleicht noch nicht weißt, was es am Ende wird. Dem Prozess zu vertrauen. Das kann ein Projekt von dir sein, vielleicht willst du aber auch einen Teil deines Lebens neu erschaffen, die Dinge selbst in die Hand nehmen.

Kreativität will durch dich gelebt werden

Ich erlebe Kreativität als etwas außerhalb von mir selbst, etwas, das durch mich hindurchfließt und ausgedrückt werden will. Schon sehr früh sprach man von der „Muse“. Wenn man im Passionflow ist, hat man das Gefühl, als sei etwas Höheres am Werk. Als ich Teile meines Romans wieder las, dachte ich immer mal wieder „Wer hat das denn geschrieben? Das ist ja genial!“ Es fühlt sich tatsächlich nicht so an, als hätte ich das getan! Wenn es also eine äußere Kraft ist, die durch uns in diese Welt möchte, dann finde ich, ist es unsere Pflicht als Menschen, ihr dies zu ermöglichen. Womöglich denkst du „Wer bin ich denn, dass ich kreativ sein kann?“, ich frage dich aber: Wer bist du, dass du es wagst, dieser Kraft die Möglichkeit zu verwehren, sich durch dich auszudrücken? Stell dir mal vor, die Ideen fliegen durch die Gegend und wollen verwirklicht werden. Sie schleichen sich in die Köpfe der Menschen und werden dann weggeschickt! Wie frustrierend ist das denn bitte?

Wenn es für dich noch schwierig ist, große Dinge zu erschaffen, übe dich im Kleinen in deiner Kreativität. Höre den Ideen zu, lass sie sein, folge ihnen, gib ihnen Raum. Und schau einfach, wohin sie dich bringen. Habe keine Angst davor, Dinge auch mal fallen zu lassen, dich zu irren, von Neuem anzufangen, etwas aufzugeben. Das alles gehört dazu. Lass dich nicht von den Menschen irritieren, die meinen, dass du alles immer bis zum Schluss „durchziehen“ musst. Experimentiere zuerst, wage dich in die Welt des Erschaffens erst einmal hinein, spiele mit den unterschiedlichen Ideen, die dir im Kopf herumschwirren. Manche von ihnen kommen und wollen ein wenig gelebt werden, ihre wirkliche Zeit kommt aber vielleicht erst sehr viel später im Leben. All das ist okay und darf sein. Hauptsache, du versperrst dich der ureigenen Lebenskraft nicht.

Es geht nicht um dich

Als Menschen wollen wir immer wissen, was wir „tun“ können, um etwas zu erreichen. Wie können wir kreativ sein? Nun, je mehr wir kreativ sein wollen, desto weniger werden wir es können, so ist das leider. Kreativität lebt von Offenheit, Durchlässigkeit, Klarheit. Wir müssen es den Ideen lediglich erlauben, durch uns hindurchzufließen und sich in der Welt zu manifestieren. Erlauben, uns öffnen, empfangen. Es geht dabei nicht um uns selbst – und das finde ich höchst befreiend. Dieser Gedanken hilft mir in letzter Zeit, einen weniger ernsten Umgang mit der Kreativität zu finden und das Ganze spielerischer anzugehen. So macht das viel mehr Spaß! Ich stelle mir vor, wie das Universum mir laufend Dinge zuflüstert und ich es letztendlich nicht bin, die die Einfälle hat. Ich werde nur zu einem Kanal des Göttlichen, wenn man es so ausdrücken will. Das klingt vielleicht seltsam, aber die meisten Menschen, die den Passionflow schon intensiv erlebt haben, können genau diese Formulierung bestätigen.

Deswegen finde ich es immer seltsam, wenn ich für meine Ideen und Werke gelobt werde. Ich habe sie schließlich nicht erschaffen. Was ich getan habe, ist lediglich zur Seite zu treten und zuzulassen, dass etwas durch mich entsteht. Ich habe mein Ego zurückgenommen, all die Stimmen, die sagen, dass etwas nicht möglich ist. Beim Kreativsein geht es also überhaupt nicht ums Tun, sondern ums Ermöglichen. Und dann läuft’s. In dem Moment, in dem ich versuche, etwas mit dem Verstand zu erschaffen, gerät die Sache ins Stolpern, nichts fließt, ich habe keinen Spaß und das Ergebnis finde ich dann meist auch nicht zufriedenstellend. So ist das mit diesen Blogbeiträgen. Was glaubst du, wie oft ich einen anfange, nur um dann festzustellen, dass eine Schwere da ist, dass da zu einem Thema einfach nichts fließt? Nun, heute fließt es, und das zeigt mir, dass es ein wichtiges Thema ist, worüber ich hier schreibe. Ein Thema, von dem das Universum will, dass andere darüber erfahren!

Und dann wäre da noch der Sinn deines Lebens…

Stell dir mal vor, dass du genau aus diesem Grund auf der Welt bist! Um das zu empfangen, was durch dich gelebt werden will! Ich finde das total befreiend, denn das bedeutet, dass wir gar nicht so viel tun müssen, wie wir immer meinen. Es macht das Leben ziemlich einfach, denn dann haben wir nur eine wirkliche Aufgabe: uns ganz klar und empfänglich zu machen, um das zu hören, was gehört werden will, und dann zu handeln.

Ich weiß, das klingt einfacher, als es letztendlich ist. Unser Ego erzählt uns jeden Tag von Neuem, wie hart das Leben ist. Was für eine Lüge, auf die ich selbst ständig hereinfalle! Das Leben ist ziemlich simpel und kann mit Leichtigkeit angegangen werden, wenn wir uns nur immer daran erinnern, was unsere eigentliche Aufgabe ist.

Aber wie kommt man in einen Zustand, in dem man bereit ist für das Empfangen?

Nun, dafür gibt es kein Patentrezept, aber viele Techniken, die du ausprobieren darfst, die dir dabei helfen könnten. Zum einen ist es wichtig, dass du dich in deinem Körper gut und leicht fühlst und keine Schmerzen hast. Bewegung ist also super. Am besten in der Natur, die verbindet uns automatisch mit unserer inneren Stimme, weil dort alles so sein darf, wie es ist. Ich bin außerdem Yoga-Fan, weil mir das super dabei hilft, sämtliche Blockaden in meinem Körper aufzulösen. Zum Körper gehört natürlich auch die Ernährung. Ich hatte noch nie eine gute Idee im Ess-Koma. 😉

Sobald mein Körper sich „leicht“ anfühlt (und nicht müde ist), höre ich schon meist die Stimmen der Kreativität flüstern. Dann öffne ich mein Ideenbuch und es geht los. Ich schreibe und male alle Ideen auf, die mir im Kopf herumschwirren, spiele mit Plänen und fühle in mich hinein, wie es wäre, dem ein oder anderen zu folgen.

Manchmal ist es aber nicht der Körper, der uns davon abhält, unserer kreativen Kraft zu folgen, sondern unsere Emotionen. Wenn sich Gefühle in uns anstauen, drängen sie sich meist genau dann in den Vordergrund, wenn wir mal stehenbleiben und in uns lauschen wollen. Dann müssen ihnen erst einmal den Raum geben, den sie benötigen. Es kann sein, dass du weinen musst oder in ein Kissen schlagen oder beten oder laut lachen. Wie ich mit meinen Emotionen umgehe, habe ich bereits hier beschrieben. Sobald sie gesehen und gelebt werden, können sie gehen und zurück bleiben Frieden und Klarheit – die optimalen Voraussetzungen für Kreativität!

Was ich aber am wichtigsten finde ist: Mut! Wir brauchen Mut, wir müssen uns trauen, der Stimme in uns zuzuhören und mit ihr gemeinsam etwas zu erschaffen. Das sind die meisten von uns nämlich überhaupt nicht gewöhnt und es mag dir vielleicht seltsam vorkommen, deiner Kreativität wirklich zu folgen. Wir müssen mutig sein, um auf die Impulse zu hören, die uns gegeben werden. Wir müssen uns trauen, etwas zu beginnen, das womöglich scheitern könnte. Aber genau hier liegt doch das Spannende im Leben. Keine Sorge, du musst nicht gleich ekstatisch tanzen, wenn dir danach ist (wobei das eine tolle Idee ist!), du darfst im Kleinen beginnen. Singe leise in der Dusche, kritzle auf einen Block, schreibe dir eine Idee in die Notizen-App deines Handys, sprich mit einer Person, der du vertraust. Mache einen kleinen Schritt, und wer weiß? Vielleicht wird daraus noch einer und noch einer und noch einer? Und schon findest du dich in einem Leben voller Leidenschaft wieder?

Es kann aber auch sein, dass manche Ideen sich in Luft auflösen, dass du keine Freude mehr an etwas hast, das dir ursprünglich Gänsehaut bereitet hat. Das ist okay. Ziehe weiter. Du hast das gelernt, was du lernen solltest, nichts im Leben ist umsonst, davon bin ich überzeugt.

Lebe wild und furchtlos und folge deinem Herzen. Sei mutig, trau dich, deiner inneren Stimme mehr Raum in deinem Leben zu geben. Öffne dich weit und lass alles hinein. Werde klar und transparent für die Kraft, die durch die in diese Welt möchte. Beginne. Tu es. Mit einem Lächeln und mit Leichtigkeit.

Die Welt braucht dich und deine Ideen.

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6 Kommentare

  1. Ach liebe Anna,

    beinahe hab ich schon geglaubt, dass Du Dich für immer aus der „online Welt“ zurückgezogen hast.

    Doch wie ein Paukenschlag bist Du wieder da. Und genau mit dem richtigen Thema.

    Kreativität. Ja das ist genau meins. Die Idee. Die Idee die dann doch so viele Probleme – Aufgaben mit sich bringt. Und doch wie durch Zauberhand finden sich Lösungen.

    So schön wie Du sagst, dass es da gar nicht drum geht ein Buch zu schreiben oder ein Gemälde zu malen. Die künstlerische Arbeit finde ich eher eine wunderbare Methapher, die uns so wunderbar zeigt, wie sich eines aus dem Anderen ergibt, solange wir nur einen Fuß vor den Anderen setzen.

    Ich glaube die Übung, kreativ seine Ideen zu verwirklichen ist Heilung pur. Stück für Stück finden wir wieder ins Vertrauen. Wir werden kommunikativ, und erfahren Wertschätzung.

    Und Du liebe Anna, bringst uns das wieder in den schönsten Worten näher. Danke!!! Es ist sooo schön, dass es Dich gibt, und Du den Mut hast Dich mit uns zu teilen.

    Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute, viel Freude und alle Liebe (ich glaube auch die Kreativität ist Ausdruck dieser endlosen Liebe) dieser Welt.

    Ich drück Dich ganz doll an meine Heldenbrust – bist ein Schatz!!!

    Martl

    • Hallo lieber Martin,
      hätte ich mich für immer zurückgezogen, hätte ich schon was gesagt, keine Sorge. 🙂 Habe nur eine Pause eingelegt, das hat sich so ergeben.
      Umso mehr freut es mich, dass dir mein aktueller Artikel so gefällt! Ich finde es so schön, wie du sagst, dass es „Heilung pur“ ist, zu seiner Kreativität zurückzufinden. Das hast du toll ausgedrückt und das sehe ich genauso!
      Danke dir aus tiefstem Herzen für die liebevollen Wünsche und die tollen Worte, die du jedes Mal für mich findest!
      Liebste Grüße dir!
      Anna

  2. „Nun, heute fließt es, und das zeigt mir, dass es ein wichtiges Thema ist, worüber ich hier schreibe. Ein Thema, von dem das Universum will, dass andere darüber erfahren!“

    Danke dir, und wie! :-*
    Deine schriftlichen Kosmosexaufnahmen werden immer schöner, entzückender, wirkmächtiger! 😉

    Höchsten Ruhm und prächtigsten Lobgesang der Kreativität, dem Göttlichen! Zum Wohl!
    🙂

    • Hahaha, Jo!
      Da hast du mich aber zum Lachen gebracht mit deinen Wortergüssen! Du bist eindeutig auch von er Muse geküsst! Danke dir! 🙂
      Lieben Gruß
      Anna

  3. Liebe Anna,

    schön, wieder von dir zu hören. Ich musste letzte Woche noch an dich denken.

    Sorgen habe ich mir aber nicht um dich gemacht, weil ich sicher war, dass wir zu gegebener Zeit wieder einen spannenden Beitrag von dir lesen dürfen. Und das hast du tatsächlich auch erfüllt.

    Dein neuer Beitrag ist einfach genial! Du hast den Prozess der Kreativität so eindeutig beschrieben, dass man dem nichts hinzufügen muss (kann). Es ist nicht nur die inhaltliche Botschaft, die deinen Beitrag so wertvoll macht, sondern auch die wunderschöne, bildhafte Art die Dinge beim Namen zu nennen und zu beschreiben:“ Wer bist du, dass du es wagst, dieser Kraft die Möglichkeit zu verwehren, sich durch dich auszudrücken?“

    Ich wünsche dir weiterhin viele kreative Eingaben in deinem Leben! Und lass´ uns bitte daran teilhaben.

    Alles Gute für dich!
    Peter

    • Lieber Peter,
      danke dir vielmals für deine lieben Worte! Und danke dir fürs Annehmen meiner Botschaft, das tut so gut!
      Alles Liebe dir!
      Anna

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