Du bist nicht „zu kaputt“ für das Glück!

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Mein ganzes Leben lang dachte ich, ich sei innerlich irgendwie kaputt, anders als die anderen – hätte eben einfach einen an der Klatsche. Nach außen hin ordnete ich mich den gesellschaftlichen Erwartungen unter, aber innen fühlte ich mich komplett daneben. Ich hatte auch gute Phasen, aber eben leider auch viel zu viele schlechte. Ich hatte es akzeptiert, dass das Leben nunmal kacke ist und dass es dich hin- und her wirft und du ein Spielball der großen Götter bist. Kennst du solche Gedanken?

Kaputtsein

Ich dachte, das sei eben eine unabänderliche Tatsache. Ich hatte keinerlei Vertrauen, dachte, dass mein Leben für immer so weitergehen wird und hoffte auf etwas Gutes, das aber immer nur vorübergehend eintreten wollte. Kaum geschah etwas Negatives, warf es mich wieder vollkommen aus der Bahn. Ich hatte praktisch kein Selbstbewusstsein.
Fühlst auch du dich oftmals fehl am Platz? Hast auch du das Gefühl, durch das Raster der Gesellschaft zu fallen und fühlst dich anders?

Der wichtigste Schritt für mich war, mir selbst einzugestehen, dass ich der wichtigste Mensch in meinem Leben war. Punkt. Mit dieser Einstellung begann ich, sehr viel auszuprobieren: Meditation, Yoga, Achtsamkeit. Und ich fand plötzlich eine Ruhe und Gelassenheit in mir selbst, die ich niemals für möglich gehalten hatte. Ich hatte den Eindruck, dass da in mir noch eine andere Person wohnt; eine Person, die komplett unberührt von meinem kaputten Wesen ist. Eine Person, die vollkommen heil ist.

Auch in dir wohnt eine solche Person!

Kontakt zu deinem heilen Ich

Als Jugendliche probierte ich mich an Phantasiereisen und Führern in meiner Traumwelt. Diese Bilder sind auch heute noch für mich tröstlich und ich mag es, mir den Ort beim Meditieren vorzustellen. Dort habe ich eine Führerin in Gestalt einer Frau, die stets ruhig und gelassen ist und immer weiß, was zu tun ist. Sie spricht mir immer gut zu und ist für mich da. Sie weiß immer eine Lösung, sieht alles positiv und ist alles in allem unglaublich weise.

Das Erstaunliche an der Führerin ist, dass sie ein Teil von mir ist; und zwar der Teil, der ganz und heil ist. Und sie war schon immer da. Diese Erkenntnis war für mich unfassbar revolutionär, obwohl doch gleichzeitig so einfach. Ich habe ein weises, inneres Ich. Wir alle haben eins. Es ist gänzlich unberührt von Traumata, Problemen, schlechten Erfahrungen. Nichts kann diesem Teil unserer Persönlichkeit etwas anhaben; es ist wie bei einem Pfirsich: Das Innere Ich ist der Kern, der nicht zerstört werden kann, während das Fleisch vielleicht schon längst gegessen ist.

Dieser Gedanke bedeutet nun umgekehrt: Wenn man einen Kern pflanzt, kann ein ganzer Baum aus ihm entstehen; in einem Kern ist das Potential eines Baumes vorhanden. Alles, was er braucht, ist etwas Erde, Wasser und Sonne.

Du kannst vollkommen heil werden!

Du kannst all deine schmerzhaften Erlebnisse einfach hinter dir lassen, indem du dich auf deinen wahren Kern besinnst, indem du so oft wie möglich in Kontakt zu diesem Inneren Ich trittst.

Es gibt mehrere Wege, diesen Kontakt herzustellen:

1. Suche nach deinem inneren Führer

Vielleicht magst auch du dich gedanklich an einen Ort versetzen, an dem du deinem inneren Führer oder deiner Führerin begegnest? Unser Gehirn liebt Bilder und Symbole! Setze oder lege dich an einen ungestörten Ort und lasse die Bilder einfach in deinen Kopf strömen. Beobachte sie ganz neutral. Denke dir – wie früher als Kind – einen Ort aus, der dir gefällt. Ganz egal, wie er aussieht. Und vielleicht begegnest du dort einem Wesen? Einem Menschen, aber vielleicht auch einem (Fabel)-tier? Lass die Gedanken einfach strömen und höre dir an, was deine Füherin oder dein Füherer dir zu sagen hat!

2. Gehe in die Meditation

Wenn es dich nicht anspricht, einen bildhaften Führer zu suchen, kannst du dich einfach so in die Stille begeben. Vielleicht magst du dir die Frage: „Wer bin ich wirklich?“ stellen und auf die Antworten in deinem Inneren lauschen? Welche Gedanken kommen dir, während du ganz ruhig bist?

3. Schreibe mit deinem inneren Ich

Ich habe einmal einen Dialog mit meiner inneren Führerin geführt. Und zwar habe ich am PC eine Frage gestellt, anschließend die Schriftart gewechselt und so die weise Frau in mir zu Wort kommen lassen. Es ist erstaunlich, was da an Anworten aus mir herausströmte! Wenn ich  mir die Unterhalten jetzt durchlese, scheint mir, als hätte ich damals schon das Wissen von heute gehabt! Vermutlich war es so und ich habe es bloß nie wirklich zu Wort kommen lassen. Lasse die Worte einfach aus deinen Fingern fließen. Diese Übung eignet sich besonders gut, wenn du vor einer schwierigen Entscheidung stehst.

4. Vertraue deiner Intuition im Alltag

Versuche auch im Alltag immer wieder auf die Stimme in dir zu hören. Sie spricht aus dem Kern heraus zu dir und sagt dir vielleicht auch Dinge, die du (noch) nicht wahrhaben möchtest. Dass du von einer bestimmten Person Abstand nehmen solltest, dass du deinen Leidenschaften folgen solltest oder den Job kündigen – all das weiß deine Intuition. Eigentlich brauchst du weder Bücher, noch Blogs wie diesen. Alles, was du brauchst, ist die Fähigkeit, jederzeit auf deine innere Stimme, dein inneres Ich, deine Intuition zu hören. Du bist dein eigener Führer in dieser Welt. Du bist nicht kaputt.

Entfache die Begeisterung neu – werde ganz!

Wenn deine Begeisterung für das Leben erloschen ist, spürst du etwas in dir, das darauf hindeutet, dass da mehr ist. Gehe sehr sorgsam mit dir um, wie mit einem Kind, das erst mit dem Laufen beginnt. Nimm dich selbst an die Hand und mache kleine Schritte vorwärts. Falle hin. Steh wieder auf. Gehe weiter.

Du kannst dich selbst führen, denn auch du hast einen sehr weisen Teil in dir, der immer weiß, was zu tun ist. Höre ihm gut zu. Er will, dass du glücklich bist. Gehe den Weg, den dieser Teil dir weist – hin zu mehr Freude, hin zu den Leidenschaften und weg von Schmerz, Leid und dem Gefühl, kaputt zu sein. Spüre, wer du wirklich bist.

Du bist vollkommen und ganz und das warst du schon immer.

Kennst du das Gefühl, kaputt zu sein? Glaubst du daran, dass du wieder ganz werden kannst?

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4 Kommentare

  1. Dieses innere Ich nenne ich bei mir „inneres Genie“ 🙂

    Seitdem ich ihm folge, verbessert sich mein Leben ständig. Gleichzeitig aber erlebe ich auch viele Herausforderungen, zu denen mich das innere Genie führt. Ich versteh inzwischen auch weshalb. Diese Herausforderungen helfen mir, die „falsche Maske“ die mein inneres Ich verdeckt (soziale Konditionierungen, Glaubenssätze, Ängste) noch einmal herauszufordern – und dadurch abzulegen.

    Deshalb folge ich meinem inneren Genie auch weiterhin durch Tag und Nacht. 😀

  2. Witzigerweise habe ich diesen Blogpost geschrieben BEVOR ich auf deinen Blog gestoßen bin – ein Beleg dafür, dass wir die Sache mit dem inneren Genie genau gleich sehen. 😉

    Hoch lebe es!!!

  3. Mir kam auch gleich das „innere Genie“ von Micha’s Blog in den Kopf. Nichtsdestotrotz gefällt mir der Artikel sehr gut – und ich werde sicher wieder her kommen und weitere lesen. 🙂

  4. Freut mich sehr, dass dir mein Artikel gefällt und du öfter hier vorbschauen möchtest, lieber Christian! 🙂

    Es ist witzig, in wie vielen Namen das „innere Ich“, das „innere Genie“ usw. vorkommt. Und dabei ist immer wieder das selbe gemeint – in ganz vielen Kulturen und auch Religionen, die das vielleicht als „Gott“ bezeichnen. Für mich ist es zumindest immer dieselbe Kraft.

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