Eine Welt, in der alle ihre Leidenschaften leben – nur ein Traum?

2015-08-25 12.06.14

Immer wieder begegnet mir die Frage: „Ja, aber was wäre denn, wenn alle ihre Leidenschaften leben würden?“, wenn ich  von meinem Blog erzähle. Zum einen antworte ich darauf meist, dass wir noch weit davon entfernt sind, zum anderen aber wird mir klar, dass eine solche Welt ziemlich anders aussehen würde, als die jetzige. Lass mich dich heute auf ein Gedankenexperiment mitnehmen – in eine Welt, in der alle Menschen gelernt haben, ihre Leidenschaften auszuleben!

Kindliche Neugierde

In einer Welt voller Leidenschaft wächst du schon als Kind ganz anders heran. Das oberste Ziel deiner Erziehung ist es, dass du dich selbst entfalten kannst. Im Kindergarten wird dir dafür jeder erdenkliche Raum gegeben – du darfst vieles selbst ausprobieren und so lange dabei bleiben, wie du magst. Du wirst auch durch die Erzieherinnen ermutigt, deinen Interessensimpulsen zu folgen. Das Ganze geschieht so wertfrei wie möglich – wenn dich etwas interessiert, wird es nicht in Kategorien wie „nützlich“ und „sinnlos“ eingeteilt, sondern einfach nur freudvoll bestärkt.

Du fühlst dich ernst genommen und erfährst dadurch Selbstwirksamkeit. Du hast schon als Kind das Gefühl, gebraucht zu werden und ein wichtiger Teil der Gesellschaft zu sein. Bereits jetzt weißt du schon, dass du mit deinen Gaben, Talenten und Interessen die Welt bereichern wirst.

Reifende Ideen

Du hast mal gehört, dass früher in der Schule alle an Tischen gesessen und an die Tafel gestarrt haben, während der Lehrer etwas erklärt hat. Das stellst du dir furchtbar vor. Gott sei Dank ist es nicht mehr so! Du lernst gemeinsam mit anderen Kindern unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft viel in Projekten und durch anschauliche Materialien. Das, was dich interessiert, darfst du jederzeit vertiefen, doch es ist auch nicht schlimm, wenn du von Thema zu Thema hüpfst und dich für vieles begeistern kannst.

Deine Ideen werden ernst genommen und in Absprache mit den Lehrern kannst du sie gemeinsam mit anderen umsetzen. Es gibt Raum, deine Projekte, die du alleine oder ebenfalls gemeinsam mit anderen gestaltet hast, vorzustellen – auch vor deinen Eltern. Niemanden stört es, wenn du dich nicht „deinem Alter entsprechend“ entwickelst, denn schließlich weißt du selbst genau, was für dich am besten ist und in welcher Reihenfolge du Dinge erlernen möchtest.

Deine Lehrer sind auch sehr offen für ungewöhnliche und scheinbar verrückte Ideen. Niemand belächelt dich, niemand sagt dir, dass du von etwas lieber die Finger lassen solltest, nichts ist „zu groß“. Es wird immer nach einer Lösung gesucht, deine Ideen und Pläne zu verwirklichen.

Und nun geht’s an die Umsetzung!

Durch die verschiedenen Projekte und das viele Ausprobieren in deiner Schulzeit weißt du nun, was du so richtig liebst, was dir unheimlich viel Freude bereitet. Du weißt, dass es etwas einfaches wie Gärtnern oder etwas Hochkomplexes wie Quantenphysik sein kann – das ist völlig egal, solange du dieses Kribbeln spürst. Das liebst du nämlich. Und jetzt, da du so vieles gelernt hast, wird dir immer klarer, wie du es anwenden kannst. Deine Ideen stoßen auf offene Ohren und dir werden Türen geöffnet, um deinem Herzen zu folgen.

Du weißt, dass es früher so etwas wie 8-Stunden-Tage gab. Die meisten Menschen sind 8 Stunden am Tag einer Arbeit nachgegangen, die ihnen nicht besonders viel Spaß gemacht hat und oftmals nicht viel Sinn hatte. Viele dieser Arbeiten werden nun von hochtechnisierten Maschinen übernommen, während den Menschen nun Zeit für sich selbst, ihre Leidenschaften und soziale Kontakte bleibt. Geld ist unwichtig geworden – die Dinge, die es zu kaufen gibt, sind hochwertig und lange haltbar und können auch mit anderen getauscht werden. Viele helfen in Gemeinschaftsgärten, Essen anzupflanzen, das wirklich nährstoffreich ist. Auch verbringst du viel Zeit in der Natur und in der Stille. Alles ist gut. Du bist zufrieden, du fühlst dich angenommen.

Eine Utopie. Ich weiß. Und dennoch ist sie wichtig.

Du merkst: Eine solche Welt ist sehr weit weg von derjenigen, in der wir jetzt gerade leben. Sie ist ziemlich utopisch und natürlich stark von meinen eigenen (pädagogischen) Vorstellungen geprägt, die sich vielleicht von deinen unterscheiden. Würden wirklich alle ihren Leidenschaften folgen, gäbe es das heutige Wirtschafts- und Gesellschaftssystem so nicht mehr. Die Menschen würden nicht nach mehr gieren und ihre Zeit für Geld eintauschen, nur um sich dann unnötige Dinge zu kaufen. Sie würden ihre eigene innere Stimme und andere Menschen viel mehr wertschätzen. Im Kleinen gibt es das heute schon: Es gibt Lebensgemeinschaften, in denen geteilt wird, in denen andere respektiert werden, wie sie sind. Doch leider bilden sie immer noch die Ausnahme.

Wozu ich dieses utopische Bild entwerfe, wo es doch so weit entfernt von der Realität ist? Ich finde, wir brauchen Utopien. Wir müssen wissen, welche Entwicklungsrichtung für unsere Gesellschaft wünschenswert ist, wir müssen wissen, wie wir die nächsten Generationen gerne aufwachsen sehen würden. Und dann können wir kleine Schritte dorthin unternehmen, dann können wir damit beginnen, ganz langsam etwas zu verändern.

Die Welt hat sich schon oft gewandelt, wir haben viele unterschiedliche Paradigmen hinter uns – kaum vorzustellen, dass man früher angenommen hat, die Erde sei flach oder dass die Evolutionstheorie unbekannt war! Aber Menschen, die Utopien im Kopf hatten, wussten, in welche Richtung sie wollten. Und sie sind dieser neuen Richtung gefolgt, auch wenn andere sie für verrückt hielten.

Warum auch das Schlimme von Bedeutung ist

Nur, weil ich hier eine kleine Utopie entworfen habe, bedeutet das nicht, dass ich mir eine Welt wünsche, in der ganz genau alles so läuft. Ich denke, wir brauchen manchmal das Schlimme, das Dunkle, den Schatten, um das Schöne und Gute wertzuschätzen. Wenn ein Kind in einer perfekten Welt aufwächst, wie soll es dann wissen, dass sie so toll ist? Unser Denken, unser Leben ist von Dualität geprägt: Es gibt kein Leben ohne den Tod, keine Gesundheit ohne die Krankheit. Und genau das ist auch gut so, denn so können wir für alles Schöne dankbar sein. Weil es nicht selbstverständlich, sondern vergänglich ist.

Ich glaube, dass sich unsere Gesellschaft gerade in einer schweren Krise befindet. Sie beginnt in der Verwirrung eines beinahe jeden einzelnen Menschen und setzt sich in sämtlichen gesellschaftlichen Systeme fort. Und vielleicht brauchen wir genau diese Krise, um zu erkennen, was es da draußen Wundervolles gibt – um uns Dinge vorzustellen, die anders sind, die gegenteilig verlaufen. Die ganzen schlimmen Dinge können uns die Kraft geben, die wir für Veränderung benötigen. Wirklich tiefgreifende Veränderungen geschehen oft nur, weil davor Krisen passierten. Und dann geschehen sie schlagartig. Vielleicht sind wir gerade kurz davor, vielleicht stehen wir vor einem epochalen Wandel.

Ich weiß noch nicht, wie dieser Wandel aussehen wird, aber ich will mit allem, was ich kann, dazu beitragen, dass er gut ausgeht. Ich will, dass Leidenschaften und Begeisterung und ganz, ganz viel Liebe darin eine große Rolle spielen. Und ich bin mir sicher, dass jeder von uns einen Beitrag dazu leisten kann – sei er noch so klein. Wenn wir damit beginnen, auf unser Herz zu hören und unser wundervolles Inneres nach außen zu tragen und mit der Welt zu teilen, dann kann nur etwas Fantastisches dabei entstehen.

Und du bist ein Teil davon.

DU bist wichtig.

Also los: Folge deinen Leidenschaften und lass uns gemeinsam die Welt verändern! 🙂

Wie sieht deine kleine Utopie aus? Träumst auch du von einer „besseren Welt“ voller Leidenschaften?

Halt! Hier findet du noch mehr zum Thema: 😉
Leidenschaftslosigkeit – eine gesellschaftliche Norm?
Wie du Gegenwind als Antrieb nutzen kannst
Wie du Krisen erfolgreich bewältigst – Teil 1

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25 Kommentare

  1. Liebe Anna,

    mir gefällt dein Beitrag. Das erste Wort das mir in den Sinn gekommen ist, ist „VERTRAUEN“. Wir können vertrauen und positiv sein und uns für das Schöne und Leichte öffnen. Denn ich glaube es fängt bei einem Selbst an, diese Veränderung. Ganz klein und behutsam aber sehr liebevoll und von da aus kann sie wachsen. Wenn wir anfangen in unserem Leben unsere Leidenschaft zu leben, der Stimme unseres Herzens folgen und uns Veränderung erlauben, dann bin ich mir sicher, stupsen wir genau diese Qualität auch in einigen unserer Mitmenschen an, die sich dann ebenfalls auf den Weg machen. Es tut sehr gut sich zu verbinden, zu sehen das es Menschen gibt wie dich selbst, die mit dem „alten“ schluss machen und etwas ganz Neues wagen. Das gibt Kraft und verstärkt die Vision und das Vertrauen in eine neue liebevolle Zukunft!

    Danke für deinen Beitrag.
    Herzensgrüße, Lia

    • Liebe Lia,
      stimmt. Vertrauen spielt in meiner Utopie eine große Rolle. Und Vertrauen kann sie jetzt schon anleiten oder uns zumindest in die Richtung bringen. Ich bin mir sicher, dass die Veränderung in uns selbst beginnt. Wo denn sonst? Also auf die Fee, die mit dem Zauberstab wedelt und alles wird gut, verlass ich mich mal nicht. 😉
      Genau, das Anstupsen in anderen Menschen – vielleicht kann das ja ein Domino-Effekt sein, bei dem mehr und mehr Steine fallen, bis sich schließlich etwas Großes bewegt. Lasst uns das gemeinsam angehen!!! 🙂
      Ganz liebe Grüße dir und danke für den wunderschönen Kommentar!
      Anna

  2. Anna, Anna, Anna…

    Ich kann meine Bewunderung über deine Texte gar nicht mehr in Worte fassen. Alle bisherigen waren schon super und dieser ist der Oberknüller! Ich finde es richtig genial, wie Du uns auf diese kleine Gedankenreise mitnimmst.

    Gerade diese Tage habe ich auch noch darüber nachgedacht, wie die Welt wohl wäre wenn… Ich selbst hänge nämlich mit meiner Firma etwas im klinsch, da diese viel fordern und wenig geben wollen. Das ist gegen meine persönlichen Werte. Und dann kommen natürlich zum einen die Gedanken an meinen Blog durch (einfach meine Träume nun mal verfolgen statt die der anderen zu leben) und versch. Menschen die sagen „Aber man kann ja froh sein überhaupt etwas zu haben“ oder „heutzutage muss man sich das einfach gefallen lassen“. Meine Frage: Muss man das?! Nein!

    Ich bin der Meinung, dass man mit einer Anstellung oftmals nur die Leidenschaften der Firma verfolgt und viele verraten dabei ihre Leidenschaften oder können diese, durch eine 40-80 Std. Woche, nicht mehr leben. Dann kommen Floskeln wie „Wenn ich in Rente bin“ oder ähnliches. Doch wie genial wäre es, wenn nun alle einfach ihr Potential, ihre Leidenschaft und ihr Leben leben. Die Wirtschaft, wie sie nun besteht, würde keinen bestand mehr haben – Zum Glück! Die Welt wäre voller fröhlicher, erfüllter und glücklicher Menschen. Ist das nicht eine bessere Zukunftssicht als die der älteren „Die-Zeiten-Werden-Immer-Schlimmer“-Generation. Fokussieren wir uns nicht auf das Schlechte, sondern starten eine REVOLUTION der Freude. In solch einer Welt möchte ich gerne leben, in einer herzlosen Wirtschafts-Welt eher weniger. Und JEDER von uns kann ein Teil sein, denn Glück kennt keine Gebrechen, Schwächen, Aussortierung. JEDER hat einen Teil den er dazu beitragen kann.

    Wow, ich könnte mich in Rage schreiben, weil diese Vorstellung so kraftvoll ist.

    Liebe Anna, Du und deine Texte sind ein Teil dieser Revolution und ich bin sooooo dankbar, dass es dich gibt.

    Herzlichst
    Alex

    • Lieber Alex,
      es ist erstaunlich, wie unterschiedlich Eigen- und Fremdwahrnehmung manchmal sind. Ich dachte bei diesem Artikel kurz, ich könnte ihn in die Tonne treten, das interessiert sicher keinen, wie ich mir so eine Welt vorstelle. Aber falsch gedacht! Und zum Glück hab ich auf die fiese, kleine Stimme nicht gehört. 😉 Umso mehr freut es mich, dass dir dieser Beitrag von mir so gut gefällt. Du siehst also: Die Stimmen der anderen sind manchmal so hartnäckig, dass man sie mit der eigenen verwechselt. Gut, dass du sie erkennst und „Nein!“ sagen kannst! Ja, wenn man mal in Rente ist… Das kann ich auch nicht mehr hören. Bis zur Rente hat man sich dann die Gesundheit kaputt gearbeitet und dann ist’s auch bald vorbei.
      Du hast mich jetzt zu einem weiteren Artikel in die Richtung inspiriert. Das Thema hatte ich schon auf meiner Liste, aber jetzt mit dem Feedback bekomme ich einen ganz neuen Schwung: Ja, es könnte eine Revolution der Freude sein! Wäre das nicht wundervoll! So schön, wie das in Worte fasst! Danke dir dafür! 🙂
      Und ich bin auch sehr dankbar, dass es dich und deine fantastischen Kommentare gibt. Ich freue mich jedes Mal von Neuem über sie! DANKE!!!
      Allerliebste Grüße
      Anna

  3. Liebe Anna, es tut sehr gut diese Zeilen zu lesen, denn deine Utopie teile ich nur zu genau. Ich selbst war in meinem Leben an einem Punkt , wo ich vor lauter Funktionieren mir irgendwann nach einer Krankheit und somit Zwangsauszeit die Frage gestellt habe, was denn eigentlich meine Leidenschaften sind und ich völlig ratlos war. Da hatte ich wohl etwas auf der Strecke gelassen. Vielleicht berührt mich genau deswegen das Thema so sehr und möchte Menschen darin unterstützen, ihren eigenen Weg zu gehen. Schon allein mit meinem Motto „Mir ist egal, was meine Kinder machen, Hauptsache sie sind glücklich“, stoße ich oft aus Unverständnis. Es ist tatsächlich dieses „Ja, das ist schon richtig, aber…“ Mit der Schule ecke ich da natürlich oft genug an und habe mich da etwas zurückgezogen, denn sie scheint mir oft noch im Mittelalter zu stecken und es erscheint mir mühselig zu erklären, dass die Erde doch eine Kugel ist. Ein echter Konflikt, wenn ich zu Hause die Kinder darin ermutige, zu tun, was sie für richtig halten und sich zutrauen und sie es in der Schule anders gesagt bekommen. Wenn sie in der Schule dringend die Uhr lernen sollen und ich es total klasse finde, dass sie im Augenblick leben und gar keine Uhr brauchen. Nicht immer einfach, doch wir sind hier alle ziemlich entspannt. Von meinen Großen hab ich schon öfter gesagt bekommen, dass sie sehr glücklich sind, dass ich sie nie einschränke oder Vorschriften mache, das tut sehr gut. Ich halte diesen Weg auch für eine Entwicklung zu genau einer solchen Welt, wie du sie beschrieben hast und da ich festgestellt habe, dass ich im Großen noch nicht so recht anhaften kann, tue ich es im Kleinen und lebe einfach meine Ansicht und rede darüber und ermutige andere, wo ich auch da schon schönes Feedback bekommen habe. Ja, das hat mich sehr berührt, die Dinge im Kleinen zu bewegen, wie du es geschrieben hast. Ja, ein wirklich wunderbares Thema und du hast mich da doch ermutigt, am Ball zu bleiben. Mir fallen da Dinge ein wie z.B. wenn ich Kindern sage, dass sie so, wie sie sind, genau richtig sind und sie mich anschauen, als hätten sie das noch nie gehört, wo sie doch den ganzen Tag hören, was sie falsch machen. Menschen überhaupt das Gefühl zu geben, sie ernst zu nehmen, wie wunderbar. Derweil ich dies hier schreibe, schaue ich unentwegt verträumt aus dem Fenster und mir kommen wieder so viele Gedanken dazu. Ich könnte ein ganzes Buch damit füllen, so scheint mir. Ja, wie herrlich, da ist etwas angetriggert und die Ideen fließen wieder. Vielen Dank! 🙂
    Mir ist übrigens ein Kommentar von Robert Betz eingefallen der auf die Frage „Wo wir denn hinkämen, wenn alle machen, was sie wollen“ antwortet „Ins Paradies“. Es ist noch ein Weg, doch wie du schon sagst, die Krise zur Veränderung ist da. Viele Dinge geschehen, die die Menschen wachrütteln. Gerade gestern hab ich über die Flüchtlinge nachgedacht, wo sich einige Eltern gegen die Integration in den Schulen wehren, weil die eigenen Kinder dann nix mehr lernen und ich feststelle, dass sie genau mit so etwas wieder Menschlichkeit lernen. Und dann lernen wir auch wieder, dass sich Menschen gegenseitig unterstützen mit dem, was sie haben und können. Diese Vision teile ich voll und ganz. 🙂
    Ich wünsche dir noch einen ganz wundervollen Tag und bis zum nächsten Mal,
    ganz viele liebe Grüße, Daniela

    • Liebe Daniela,
      wow! Danke dir für diesen ausführlichen und wundervollen Kommentar! Das, was du über die Erziehung deiner Kinder schreibst, hat bei mir eine dicke Gänsehaut verursacht. Ich bewundere dich dafür, dass du deinen Weg gehst und sie ihren eigenen Weg gehen lässt, auch und trotz Schule und anderen Menschen, die ihnen vielleicht etwas ein- und ausreden wollen. Stimmt, unser Schulsystem steckt tatsächlich noch im Mittelalter, es ist unglaublich, welche Erkenntnisse es zum Lernen schon in den 80er-Jahren gab und dass sie immer noch nicht angewendet werden! Echt toll, dass deine Kinder mit deiner Art, die Dinge zu sehen, glücklich sind. Das ist doch DIE Bestätigung für dich, dass du alles richtig machst! 😉
      Robert Betz‘ Antwort auf die Frage mit den Leidenschaften ist wirklich einfach und genial. Vielleicht sage ich das ja beim nächsten Mal, wenn mich jemand fragt. 🙂
      Es ist schön, zu wissen, dass du meine Vision teilst! Let’s change the world!!!
      Ganz liebe Grüße dir!
      Anna

  4. Liebe Anna,

    dazu fällt mir ein Wort von Nikolaus B. Enkelmann ein, sinngemäß:

    Aus dem kleinsten Funken kann ein riesiges Feuer werden.

    Herzliche Grüße

    Artur

    • Lieber Artur,
      du hast es wirklich auf den Punkt gebracht, danke dir dafür! Lass uns gemeinsam der Funke für das Feuer sein! 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  5. Hi Anna.

    Deine Utopie gefällt mir. Da würde ich mich zu einem grossen Teil wohl fühlen. Ich finde es wichtig wenn du ihr folgst und alles daran tust sie in die Realität umzusetzen. Ich komme mit, denn meine Vision ist sehr ähnlich…

    In meiner Welt leben wir unsere Leidenschaft, unsere Berufung und Bestimmung, Wir entfalten uns, sind kreativ, schöpferisch und eine Inspiration für unsere Mitmenschen. Wir sind inspirierend und lassen uns gegenseitig inspirieren.

    Danke für deinen Beitrag!
    Markus

    • Hi lieber Markus,
      wie schön, dass auch du mitkommst! Je mehr, desto besser! 🙂 Ja, Kreativität und Inspiration sind wundervolle Werte, die auch in meiner Vision nicht fehlen dürfen! Let’s get there! 😉
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  6. Liebe Anna,

    was für eine fantastische Utopie 🙂

    Beim Lesen des Titels bin ich innerlich erst ein bißchen zusammengezuckt. Weil es ja auch Menschen gibt, die im hier und jetzt etwas undifferenziert herumposaunen, man solle doch nur seiner Leidenschaft nachgehen und alles werde gut.

    Aber dann hast Du mich überzeugt. Als Orientierungspunkt für die (dringend nötige!!!) Wende ist Deine Utopie goldrichtig. Und es ist so wichtig, dass es Menschen wie Dich gibt, die das auch immer wieder aussprechen.

    Das System, in dem wir aktuell leben, ist zum Scheitern verurteilt. Und genau wie Du hoffe ich, einen winzigen Teil dazu beitragen zu können, dass der vor uns stehende Wandel gut ausgeht.

    Let’s keep on saying it loud 😀

    Alles Liebe und weiter so!
    Suzanne

    • Liebe Suzanne,
      es freut mich, dass ich dich überzeugt habe! 😉 Du hast vollkommen recht: Nicht alles wird sofort gut, wenn man seinen Leidenschaften folgt – und das ist überhaupt nicht schlimm, wenn man akzeptiert, dass Krisen eben auch zum Menschsein und Leben dazugehören. Leidenschaften sind nur ein Teilaspekt einer dringend nötigen Veränderung – etwas, das sich von alleine ergibt, bzw. aus dem dann alles weitere folgen kann.
      Wie schön, dass auch du einen Teil zum Wandel beiträgst! Ich glaube, der Beitrag eines Einzelnen ist viel wichtiger, als wir uns das selbst oft eingestehen. Und du leistest deinen (werde mir nachher deine Seite anschauen, sie sieht sehr vielversprechend aus)!
      Ganz liebe Grüße und auch an dich ein „Weiter so!“ 🙂
      Anna

  7. Liebe Anna,

    ein sehr schöner Beitrag.
    Wen wundert es, dass in einem System, in dem alle in dieselbe starre Richtung gedrängt werden, Millionen Menschen jährlich die Schule verlassen und vor dem großen Nichts stehen.
    Und das obwohl unsere Möglichkeiten heute größer denn je sind. Aber weil wir nie ausprobieren durften, wer wir eigentlich sind und was uns erfüllt, kennen wir nur, was unsere Eltern machen, was gut angesehen ist und was viel Geld einbringt.
    Und das diese Auswahl nicht zu einem glücklichen und erfüllten Leben führt, wird niemand verwundern.
    Ich wünschte mir auch eine Welt, in der Menschen mehr dazu ermutigt werden sie selbst zu sein. In der wir uns verwirklichen dürfen und nicht für unsere Wünsche belächelt werden. In der jeder gleich viel wert ist, unabhängig davon, für welchen Weg er sich entschieden hat…

    Vielleicht ist das Schulfach „Glück“, das in einigen Schulen Deutschlands bereits eingeführt wurde, ja ein kleiner Anfang in Richtung dieser besseren Welt.

    Liebe Grüße,
    Katharina

  8. Liebe Anna,

    das erste was mir dabei eingefallen bzw. sofort in meinem Herz war – „Visionen“. Es ist wirklich, wirklich ein ganz wunderbarer Beitrag von dir. Ich lese sowieso gerne bei dir. Es ist so wahr – so tiefgehend und ja…manchmal dürfen wir auch noch die Schatten sehen und sie dann integrieren bzw. loslassen.
    Ich nenne es übrigens, die eigenen SeelenGaben leben.
    Es bedarf einfach auch Mut und ich glaube auch, Verantwortung. Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und nicht anderen das Leben überlassen.

    Herzensgrüße zu dir
    Silvia

    • Liebe Silvia,
      vielen Dank dir für deinen lieben Kommentar. Ja, Visionen – das ist es. Die brauchen wir! SeelenGaben ist wirklich ein wunderschönes Wort. Denn das ist es ja: Es sind Gaben – Geschenke, für die wir dankbar sein können. Auch mit Verantwortung hast du recht. Wenn man merkt, dass man nicht immer auf etwas von außen warten kann und muss, sondern selbst sein Leben gestalten kann, dann kommt man den eigenen Visionen näher und wer weiß? Vielleicht leben wir ja doch bald in einer Welt voller Leidenschaften? 😉
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  9. Liebe Anna, dein Artikel berührt mich und die Welt wäre sicher eine andere. Wenn jeder nach seinen Interessen und Fähigkeiten lebt, sich frei entfalten könnte und tut würde, was ihm Freude macht, wären die erzielten Ergebnisse ganz sicher besser und die Menschen glücklicher und gesünder ?
    Alles Liebe Jutta

    • Liebe Jutta,
      ja, die Welt wäre tatsächlich eine andere, wenn jeder seine Leidenschaften leben würde. Vielleicht wäre sie so anders, dass wir uns das nicht einmal angemessen vorstellen können. Vielleicht wäre es ja noch großartiger als in meiner kleinen Utopie? Ich würde echt viel dafür geben, das herauszufinden! Im Kleinen sehe ich es jetzt schon, und dafür bin ich wahnsinnig dankbar. 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  10. Hi Anna,

    nette Überlegungen. Ich denke auch oft drüber nach wohin sich unsere Welt entwickeln wird und bin da durchaus so optimistisch zu glauben, dass irgendwann der gesunde, aufgeklärte Menschenverstand siegen wird.

    Bis sich das in der Gesellschaft durchgesetzt hat und „normal“ geworden ist, ist eben noch jeder selbst dafür verantwortlich, seine eigene „Utopie“ zu schaffen und zu leben.

    Lg
    Steffi

    • Hallo liebe Steffi,
      wie schön, dass auch du dem Ganzen optimistisch entgegen siehst. Alles andere ist auch nicht wirklich eine Option, wenn man nicht in der totalen Verzweiflung enden will. 😉 Ich wünsche mir wirklich, dass wenn ich mal alt bin und in meinem Schaukelstuhl sitze (auf den freue ich mich schon!), dass ich dann noch miterlebe, wie das „Normal“ sich verschoben hat. In eine erfreulichere Richtung. Solange müssen wir sie uns – wie du so schön sagst – selbst erschaffen.
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  11. Liebe Anna,

    dies ist ein wunderschöner Beitrag! Und ich bin da ganz bei dir, dass mit Sicherheit sehr viel mehr Utopie möglich ist, als sich viele Menschen jetzt vorstellen können. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass sich die aktuelle Krise in diese positive Richtung entwickelt.

    Ich selbst habe mir ja einen kleinen Teil dieser ’neuen Utopie‘ vorgenommen. Ich möchte allen Menschen das Recht einräumen, kreativ zu sein und sich als Künstler bezeichnen zu dürfen. Die Kreativität ist natürlich nur ein Element, aber mein ganz besonderer Traum. 🙂

    Liebe Grüße,
    Marie

    • Hallo liebe Marie!
      Du leistest einen so wundervollen Beitrag zu meiner kleinen Utopie mit deinem Blog! Kreativität spielt eine ganz große Rolle. Ohne Kreativität kommen wir kaum zu unseren Leidenschaften, denn Kreativität erfordert, dass wir uns für ungewohnte Sichtweisen außerhalb der Norm öffnen und sie empfangen. Genau so finden wir zu uns selbst. Jeder Mensch ist ein Künstler und kreativ – manchmal muss man es einfach wieder ein bisschen ausgraben und die Stimmen der anderen beiseite schieben. Mach ganz genauso weiter – ich find’s so toll, dass du ein Teil dieser „Bewegung“ bist! 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  12. Es gibt sicher einige, die das Geschriebene als Spinnerei abtun…Ich finde das erstmal interessant und sicher lohnenswert, solche Gedanken zu verfolgen und vielleicht sogar ein Stück weit danach zu leben.
    Mir fällt das sehr schwer, musste aber auch doppelt so alt werden wie du, um zu merken, dass irgendwas schief läuf…
    Dass Utopien wichtig sind, beschreibt Harald Welzer sehr gut in seinem Buch ‚Selbst denken‘. Weiterhin gibt es zu dem Thema die Stiftung ‚Future II‘.
    Daran musste ich denken, als ich deine Gedanken las.

    Weitermachen 😉

    • Hallo lieber Ulli,
      es freut mich, dass du meine Gedanken interessant findest und sie nicht gleich als Spinnerei abtust. Das Buch und die Stiftung kenne ich gar nicht, werde aber gleich mal danach schauen – ich danke dir für die Tipps!
      Weitermachen werde ich auf alle Fälle – du aber auch (auch wenn du doppelt so alt werden musstest)! 😉
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  13. Hey Anna,

    deine Utopie hört sich im Großen und Ganzen nicht schlecht an. Aber wie du geschrieben hast brauchen wir eben auch das Schlechte, um das Gute wert zu schätzen. Außerdem bin ich mir nicht so sicher, ob sich in einer solchen Utopischen Gesellschaft potentiell mehr Leidenschaften entwickeln, bzw. Leute die ihnen Folgen.

    Denn in einer solchen Gesellschaft hat man nie gelernt sich auch mal durch zu kämpfen und durch zu halten. Wenn man seiner Leidenschaft folgt, wird es definitiv auch schwere Zeiten geben und genau denen geht man in einer solchen Utopie aus dem Weg.

    Schöner Artikel, der mich nachdenken lässt.

    Grüße
    Dario

    • Hallo Dario!
      Stimmt, ich weiß auch nicht, was in einer solchen utopischen Gesellschaft tatsächlich geschehen würde. Vermutlich lauter seltsame Dinge. 😉 Aber das ist ja auch gar nicht wirlklich relevant, denn noch sind wir nicht dort und falls wir uns dorthin nähern, können wir uns immer noch genug Gedanken um die dann auftretenden Probleme machen.
      Ich finde es übrigens nicht schlimm, wenn man nicht kämpft und durchhält. Seltsamerweise mache ich das seit einer Weile nicht und mein Leben ist viel besser geworden. Es gibt zwar die schweren Zeiten, von denen du sprichst, aber durch Kämpfen habe ich sie nicht überstanden. Aber vielleicht ist das auch etwas typisch Männliches, dieses „sich durchbeißen wollen“. Ich will das niemandem absprechen, habe aber festgestellt, dass es nicht nötig ist. Wenn es dich interessiert, kannst du hier meine Gedanken dazu lesen:
      http://www.passionflow.de/warum-du-aufhoeren-solltest-zu-kaempfen/
      Ganz liebe Grüße dir!
      Anna

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