Es geht dir nicht gut? Das ist okay.

IMG_6704

Mir geht es immer noch nicht gut. Das Wochenende war alles andere als erholsam. An Leidenschaften ist nicht zu denken, wenn die Motivation auf dem Nullpunkt liegt und man sich fühlt, als sei man festgefroren. Die Seele kalt und voller Angst, Misstrauen, Wut und Hilflosigkeit. So hatte ich mich lange nicht mehr gefühlt. Aber weißt du was? Das ist okay. Du musst nicht jeden Tag so tun, als seist du happy und super motiviert und voller Energie. Wenn es dir mies geht, dann darf das sein!

Eigentlich ist es nicht wirklich relevant, warum es mir so mies ging und ich erst jetzt langsam wieder „zu mir komme“. Es mag an den furchtbaren Ereignissen in unserem Nachbarland gelegen haben, dass sich eine düstere Grundstimmung in mir ausbreitete. Diese zog ich trotz Ablenkung mit in den Sonntag – wo dann wirklich alles der Reihe nach schief ging. Nichts Weltbewegendes, aber eben ausreichend, um den Laptop zuzuschlagen, das Handy auszumachen und sich mit einem Buch ins Bett zu schmeißen. Bevor noch mehr passierte.

Kennst du solche Tage, an denen du am liebsten alles in die Tonne schmeißen würdest und einfach nur darauf hoffst, dass alles ganz schnell vorbei geht? Du magst dann kein Akteur mehr in deinem Leben sein, am liebsten würdest du zur Seite treten und den blöden Film ausmachen, der da läuft. An solchen Tagen helfen dann auch keine ach-so-tollen Affirmationen mehr, keine aufmunternden Worte von Freunden und schon gar nichts, was dich „motivieren“ soll. Im Gegenteil: Sowas bringt dich nur noch mehr auf die Palme.

Weißt du was?

Das ist okay!

Ja, es ist okay, mies drauf zu sein! So mies, dass man am liebsten der ganzen Welt einen ordentlichen Schlag ins Gesicht versetzen würde. So mies, dass man nur noch heulen will. So mies, dass man in Ruhe gelassen werden will, selbst von jenen, die es gut mit einem meinen. So mies, dass man sich einfach nur noch unter der Bettdecke verkriechen will, um dort darauf zu warten, dass die Welt „weggeht“.

Diese Dinge gehören zu uns dazu, weil wir Menschen sind. Wir sind manchmal verdammt irrational und bescheuert und unfair zu anderen. Wir enttäuschen andere, wir blamieren uns. Wir machen uns selbst fertig, wir hassen die Welt. Manchmal sind wir wütend und sauer und aggressiv, und manchmal endlos traurig, entsetzt und nicht zu trösten. Ja, so ist das Leben! Das hört nicht auf, wenn man damit begonnen hat, „das Leben zu lieben“. Und vielleicht liebt man es ja auch gerade deswegen.

Am Leben zu sein, bedeutet, es in Kauf zu nehmen, dass diese Tage kommen werden. Und dass man auf sie nicht vorbereitet sein wird. Nein, sie erwischen einen vollkommen unvorbereitet – wie ein ordentlicher Schlag in die Fresse.

Und dann sind „Leidenschaften“, „positives Denken“ und „Glücklichsein“ plötzlich so weit weg wie UDFy-38135539 (eine Galaxie und eines der am weitesten entfernten bekannten Objekte im Universum). Und das ist verdammt nochmal okay so!

Wenn wir diese Gefühle von uns wegschieben, wenn wir nicht in ihnen versinken, dann schieben wir uns selbst weg. Ich habe es versucht am Sonntag. Die Gefühle „passten“ nicht in die Situation, ich schob sie beiseite. Aber ich war nicht ich selbst! Ich habe nicht den Eindruck gehabt, mich normal zu verhalten. Erst als ich heim kam, und mich die Emotionen so richtig erwischten, hatte ich wieder das Gefühl, dass es besser wird. Ich war mittendrin in einem schwarzen Loch und doch näher bei mir selbst.

Erst jetzt geht es mir langsam wieder besser, habe ich echten Abstand zu diesem Loch, in das ich gefallen war. Das geht aber nur, indem man die negativen Gefühle zulässt, anstatt sie wegzuschieben. Sie gehören einfach zu uns! Und das ist okay!

Ja, verdammt nochmal – mir war überhaupt nicht nach Leidenschaften oder nach Fröhlichsein! Und es gibt diese Tage! Und wenn sie kommen, lasse ich einfach alles zu. Ich fluche und weine und ziehe mich zurück und bin unausstehlich.

Aber es geht vorbei. Das Eis um unsere Seele schmilzt irgendwann und lässt dann wieder die Schönheit hindurch. Es war bisher immer so. Und deswegen komme ich mit solchen miesen Tagen klar. Weil ich (im Vergleich zu früher) jetzt weiß, dass sie nicht für immer bleiben, dass sie vorübergehen. Deswegen kann ich sie akzeptieren und deswegen kann ich sagen: „Das ist okay. Ich bin (trotzdem) okay. Alles wird okay.“

Wenn du keine Leidenschaft fühlst und keine Begeisterung in dir spürst, ist das eben so. Solange das nicht 365 Tage im Jahr so ist, kannst du das getrost akzeptieren. Du kannst auch einfach akzeptieren, dass du vielleicht jemanden enttäuscht hast oder dass du auf dich selbst sauer bist. Wenn du dich dagegen wehrst, wird das Ganze nur noch länger dauern.

Lass es zu und lass es dir gut gehen. Verwöhn dich. Lasse heißes Wasser in die Badewanne, ließ das gute Buch, bestell Essen (vielleicht sogar „böses“ Fastfood), schau dir deinen Lieblingsfilm an und iss die ganze Tafel Schokolade! Trink das Glas Wein, wenn du Lust darauf hast! Schick alle weg, die du nicht um dich haben willst! Sei grummelig und ein unliebsamer Zeitgenosse. Und dann geh ins Bett, atme tief durch und schlafe ein. In der Gewissheit, dass morgen ein neuer Tag mit einer neuen Chance beginnt. Und wenn der auch nicht so doll werden sollte, dann wiederhole das Ganze eben. 😉

Wann hattest du einen solchen Tag? Wie gehst du damit um, wenn es dir so richtig mies geht?

Hat dir dieser Beitrag gefallen?

Möchtest du regelmäßig Inspirationen? Dann trage dich kostenlos in meinen Newsletter ein (jederzeit wieder abbestellbar). Ich freue mich schon auf dich!

Deine Daten sind bei mir zu 100% sicher. Du kannst den Newsletter jederzeit abbestellen.

15 Kommentare

  1. Hach ja diese Tage, an denen ich mir immer so viel vornehme um endlich wieder voranzukommen.. und dann ZACK. Kommen Gefühle hoch, die mir gerade nicht so passen. Aber wie du schreibst, sie wegzuschieben macht es doch noch schlimmer und verlängert die ganze Prozedur. Wenn ich merke, dass es mir nicht gut geht und ich trotzdem an dem weiterarbeite was ich mir vorgenommen habe, dann wird es nur halbherzig gemacht oder ich mach Fehler, bin mit dem Kopf sowieso nicht ganz bei der Sache usw.

    Und es stimmt, da hilft manchmal einfach NICHTS mehr in so einer Gefühlslage. Affirmationen kann man dann gar nicht mehr hören, oder diese positive Denken. Ich konnte mir auch länger keine Blogs mehr richtig durchlesen, wenn es um Produktivität und fleißig Arbeiten usw. ging. Ich konnte es nicht mehr hören, dass man sich auch einfach mal den Arsch aufreißen muss und einfach TUN soll. Aber in manchen Phasen geht es einfach nicht.. man kann sich nicht immer zwingen. Manchmal hat man gerade noch genug Energie mit sich selbst und dem Alltag klarzukommen und dann muss man halt doch auf einen besseren Zeitpunkt warten.

    Dein Plan an so einem „Scheiß-Tag“ klingt so wie meiner. Einfach das ganze Rauslassen, sich selbst bemitleiden und hoffen, dass der morgige Tag besser wird 🙂
    Essen muss dann immer ziemlich bei mir herhalten, das grenzt schon beinahe an Vergewaltigung 😀 Film schauen ist auch gut, obwohl es mich meistens an solchen Tagen in die Natur zieht und ich lange spazieren gehe, das befreit sehr und macht den Kopf frei 🙂 Für mich ist es wichtig, es nicht zu streng zu sehen. Die Dinge die man sich vornimmt, sind nicht so lebenswichtig, dass sie gerade heute erledigt werden müssen.

    Hugs,
    Linda

    • Liebe Linda,
      vielen Dank dir für deine wertvollen Ergänzungen! Ja, mit anderen Blogs und Büchern geht es mir ähnlich. Manchmal muss man eben – so wie du sagst – auf einen besseren Zeitpunkt warten. „Sich selbst bemitleiden“ finde ich übrigens einen tollen Punkt, auch wenn es echt blöd klingt. Aber wenn man Mitleid mit sich selbst hat, bedeutet das ja auch, dass man sich selbst in dem Moment wichtig ist. Auch wenn man jammrig wird. Aber so manches Mal ist so ein blöder Tag ja auch ein deutliches Signal dafür, nach sich selbst zu schauen und alles andere stehen und liegen zu lassen. Ohne den großen Knall merken wir das nämlich gar nicht.
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  2. Hey Anna,

    ich finds super, dass Du hier so offen schreibst, denn es ist einfach ehrlich und wie ich finde auch normal – wer kennt das nicht in unterschiedlichster Hinsicht?

    Ich persönlich finde, es ist dann grad wie es ist…man kann dann gucken woran es liegt und es ggf. angehen und dann ändern, aber je nachdem, was der Auslöser ist, ist es dann eben gerade auch wie es ist….

    Also zulassen, fühlen und dann gehts weiter. Das klingt jetzt vielleicht so gesagt, das ist es je nach Situation in den jeweiligen Zeiten natürlich nicht. Ich persönlich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass es leichter ist, es grad so zu akzeptieren – und dann gehts auch wieder weiter – oft mit mehr Weitblick.
    Ich finde kann man im positiven Fall aus solchen Zeiten auch etwas über sich selbst lernen, z.B. was einem guttut – und was eben auch nicht… Alles Liebe für Dich

    • Hallo liebe Emma!
      Ich finde, du hast es ganz toll auf den Punkt gebracht, auch wenn es „leichter gesagt“ klingt. Manchmal ist es ja auch einfacher, als einem der Kopf weismachen will. „Zulassen, fühlen, weiter geht’s“ – das ist die kleine, magische Formel. Vielen lieben Dank dir dafür! 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  3. Liebe Anna,
    mir ging es gerade am Freitag so. Morgens ein Hangout mit Kollegen, wo ich nur dumm angemacht wurde… Das hat mich so runtergezogen, ich hab bestimmt noch ne Stunde nach Ende des Gesprächs in meinem Kopf mit denen gestritten… Bis ich mir dann dachte „Es reicht“ und mich einfach vor dem Mittag schon wieder ins Bett gelegt hab. Nach einem kleinen (2h) Schläfchen waren zumindest die Stimmen weg, aber produktiv oder gut gelaunt wurde der Tag auch nicht mehr. Ich hab mir dann einfach gedacht „sch… drauf“ und gab statt meinen ToDos das gemacht, worauf ich Lust hatte und zum ersten Mal im Leben ohne schlechtes Gewissen und mit dem Gefühl „das gehört zum Leben dazu, das darf sein, das ist menschlich“ Und es fühlt sich gut an (auch wenn jetzt noch jmd meine Seminararbeit schreiben muss… ähm) 😉
    LG Steffi

    • Liebe Steffi,
      ach, bei dir also auch. Wie schön, dass auch du die Erfahrung gemacht hast, dass es auch ohne die ganzen ToDos geht und dass du in dem Moment einfach wichtiger bist. Diese Lektion lerne ich immer und immer wieder. Wenn man akzeptiert, dass das dazugehört, ist es sehr viel leichter, damit umzugehen. 🙂
      Ganz liebe Güße
      Anna

  4. Stell dir vor du hättest nicht über das Fernsehen sondern über eine Zeitung erst Tage oder Wochen später von den Ereignissen in Paris erfahren. Was würdest du dann tun? Vielleicht würdest du dann eine Kerze anzünden und andächtig und mitfühlend der Opfer gedenken. Mehr kannst du nicht tun.

    Terrorismus kann seine zerstörerische Wirkung erst durch die regelrecht hyperventilierenden TV-Journalisten entfalten. Die Bilder und die Art und Weise der Präsentation durch diese auf Krawall gebürsteten Journalisten haben eine verheerende Wirkung auf alle, die sich das distanzlos antuen. Warum machen die das? Vielleicht Medien ohne die Aufmerksamkeit der Menschen nicht existieren können?

    Macht das irgendeinen Sinn, dass sich nicht nur die Angehörigen der Opfer schlecht fühlen, sondern der Rest der Menschen auch? Die Angehörigen können sicherlich Zuspruch und aufrichtiges Mitgefühl gut gebrauchen. Das ist aber etwas völlig anderes als der derzeit stattfindende Medienterror.

    Wer es schafft, sich selbst gegenüber achtsam und mitfühlend zu verhalten, der lässt diesen Medienterror nicht zu und schaltet einfach ab. (ist m.E. sowieso der wichtigste Knopf der Fernbedienung :-))

    Man kann nur aus einem vollen Brunnen Wasser schöpfen! Wenn ich mir ständig die Energie von Leuten rauben lasse, die nur bad vibriations verbreiten, würde sich mein Brunnen in atemberaubender Geschwindigkeit leeren. Und was dann nur bleibt ist ein unsagbares Gefühl von Leere und die völlige Abwesenheit von Freude.

    lots of hugs
    Tobias

    • Hallo lieber Tobias,
      vielen Dank dir für deine Worte. Ich muss sagen, ich habe mich nicht lange an der Berichterstattung aufgehalten und der Fernseher ist eh nie an. Aber da ich ein sehr sensibler Mensch bin, bekomme ich die Gefühle auch von anderen sehr leicht mit. Und dann als Frau in einer Zeit, in der Mann ohnehin noch dünnhäutiger ist als sonst. Da hätte auch was anderes sein können und ich wäre vermutlich ebenso in dem Loch drin gewesen. Also denke ich nicht, dass es bei mir in erster Linie daran lag, was in Paris geschehen ist. Es kam halt auch noch hinzu. Normalerweise fällt es mir inzwischen leichter, die „Bad Vibrations“, wie du so schön sagst, von mir abzuhalten, aber am Wochenende ging das eben nicht. Und das ist okay. Jetzt ist es besser und ich fülle erst einmal meinen Brunnen wieder auf. 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  5. Liebe Anna,

    Sieh es doch mal so: Wer Leidenschaften intensiv erleben kann, erlebt auch die Kehrseite intensiv. Dauer-Begeisterung geht nicht, dann wären wir auch wie auf Drogen und würden das Schöne gar nicht mehr erkennen. Jemand, der immer auf Sparflamme köchelt, kommt vielleicht besser mit solchen Tiefpunkten klar, weil sie bei ihm flach sind. Aber wir Leidenschaftlichen und Begeisterungsfähigen brauchen das Extrem – im Negativen wie im Positiven.

    Auch ich kenne solche Phasen, wenn sie sich auch anders äußern. Aber wie du ja geschrieben hast, sie gehen vorbei. Und dann kommt der unvergleichliche Höhenflug 🙂

    Liebe Grüße
    Barbara

    • Hallo liebe Barbara,
      ja, das mit der Kehrseite sehe ich schon seit langer Zeit so. Allerdings kann ich sie jetzt (im Vergleich zu früher) annehmen und gut mit ihr klar kommen, anstatt mich gegen sie zu wehren. Ich nutze sie als ein Zeichen dafür, dass Ruhe und Stillstand angesagt ist – denn nur aus dem Stillstand kann Wachstum entstehen. Jetzt merke ich, wie da wieder ein Pflänzchen wächst! 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  6. Hey liebe Anna,

    ein wirklich sehr toller und vor allem ehrlicher Artikel. Ich habe auch diese Tage und es mag vielleicht am Wetter liegen, an meiner Arbeit, an X, an Y oder oder oder. Was jedoch wichtig ist – und das sagst Du sehr schön – ist der Fakt, dass man diese Gefühle zulässt. Es ist so, dass wir IMMER den Preis zahlen. Sprich nach guten Tagen kommen schlechtere, nach Erfolgen kommen Gegenschläge und nach Euphorie kommt auch Niederschlag. Man kann nicht immer nur auf Vollgas leben und alles ist aus rosa Zuckerwatte. Die Welt basiert auf der Polarität und das zieht sich durch alle Themen durch. Wenn Du also versucht immer deine Gefühle zu verleugnen und dabei eine Rolle spielst, die dir derzeit nicht entspricht – ja Du errätst es vielleicht schon – dann zahlst Du den Preis. Du wirst vielleicht einen noch heftigeren Schlag erleben, depressiv oder noch viel schlimmeres.

    Gefühle wollen gelebt werden ob glücklich oder weniger glücklich. Gehe in dich und folgen deinen Gefühlen. Wenn das bedeutet dich für ein paar Tage zurück zu ziehen. dann tue das! wenn Du Zeit für dich brauchst: nimm sie dir. Mache die Dinge, die sich für dich richtig anfühlen und Du wirst schon bald wieder in deine Kraft finden!

    In diesem Sinne: lasst uns den Gefühlen wieder Raum im Alltag geben.

    Liebe Grüße
    Alex

    • Hallo lieber Alex,
      ich sehe das ungern als „Preis zahlen“, denn dann bekommen die leidenschaftlichen Phasen etwas Negatives. Inzwischen versuche ich, beide Phasen neutral zu betrachten, ohne sie zu bewerten. Nach dem Motto: „Aha, jetzt steht also Leidenschaft und Energie an“, oder eben: „Okay, jetzt geht meine Energie in mich hinein. Okay.“
      Aber du schreibst ja auch, dass man „den Preis zahlt“, wenn man sich verleugnet und die Down-Phasen nicht akzeptiert. Genau das tut man. Wenn man sie annehmen kann, kann man jedoch von ihnen profitieren und sich selbst den Raum und die Zeit nehmen, damit Neues entstehen kann.
      Und: Ich habe nun neue Kraft gefunden – ich wusste, dass die Phase vorübergeht! 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  7. Hey Anna, schön zu sehen, dass es dich ‚online noch gibt‘. Ich hab mich gefragt, was bei dir geht und war froh, noch Leben auf deinem Blog zu sehen. 😀

    Daumen Hoch für die Ehrlichkeit und Offenheit! Ich hatte 2014 mal eine Zeit lang echt viel über negative Emotionen geschrieben. Dann erfuhr ich über 3 Ecken, dass im Freundeskreis, ohne mich, über mich und meine Gefühlszustände gesprochen wurde. Das hat mich richtig schockiert, da ich nie erwartet hätte, dass diese Leute meinen Blog lesen würden. Damals habe ich aber ’nur objektiv‘ über negative Gefühle geschrieben und so hat sich jeder Leser schön selbst herbei interpretiert, was wohl emotional bei mir los sein musste. Da finde ich deinen proaktiven, offenen und direkten Ansatz deutlich cooler, da du damit falschen Interpretationen vorbeugst. 😀

    Ich schau demnächst mal wieder vorbei.

    Beste Grüße aus Bielefeld
    Micha

    • Lieber Micha,
      wie schön, von DIR zu lesen!!! 🙂
      Was du schreibst, ist echt interessant. Ich glaube, ich habe früher auch „nur objektiv“ von meinen Gefühlen erzählt. Aber seit ich weiß, dass ich nicht meine Gefühle „bin“, sondern diese nur „habe“ – und sie sich ständig verändern, habe ich kein Problem mehr damit, über sie zu berichten. Mein wirkliches Ich bleibt davon unberührt.
      Ganz liebe Grüße
      Anna

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.