Die etwas anderen Vorsätze für das neue Jahr

Untitled design (11)

Ganz spontan habe ich das dringende Bedürfnis, meine „Vorsätze“ für 2016 mit dir zu teilen. Denn in den letzten beiden Tagen habe ich mich mit dem beschäftigt, was für mich gerade wichtig ist und wie ich das neue Jahr gestalten möchte. Inzwischen wissen wir ja, dass es nicht viel bringt, sich einfach nur etwas vorzunehmen. Man soll die Ziele in einfache Häppchen zerlegen und sich genau überlegen, wann und wie man sie erreichen möchte. Im November war ich auch noch davon überzeugt, dass das das Richtige für mich ist. Heute nicht mehr. Für dieses Jahr habe ich mir nur Dinge vorgenommen, bei denen meine Seele laut „JA!!!“ ruft. Vielleicht resoniert das eine oder andere ja auch mit dir?

Ich habe bereits an anderer Stelle über Seelenziele und Gesellschaftsziele geschrieben. Wir alle wissen, dass es sie gibt. Und dennoch machen wir immer wieder dieselben Fehler. Dennoch lassen wir uns immer mehr davon in die Irre führen, was andere von uns erwarten. Dennoch hören wir immer wieder auf unser Ego, das sich nach Anerkennung und Erfolg sehnt – jenem Erfolg, den die Gesellschaft für uns definiert. Wir sind einfach so sehr auf Leistung geprägt, dass alles andere „nicht gut genug“ erscheint.

Aber das ist es! Ja, es ist „gut genug“, sich um seine wahren Seelenziele zu kümmern und ihnen zu folgen! Die Leidenschaften auszuleben, die scheinbar „unnütz“ sind und jene Dinge zu tun, bei denen andere nur den Kopf schütteln können! Denn nur auf diese Weise können wir wirklich dauerhaft zufrieden sein und nicht nur flüchtiges Glück erleben, das einem weggenommen werden kann.

Der tolle Job kann gekündigt werden, das neue Auto bei einem Unfall zerstört werden, Beziehungen können zerbrechen, Projekte schiefgehen, Pläne sich verändern. Und erstaunlicherweise bisher war es immer so, dass genau das das Beste für mich war. Dass etwas NICHT nach Plan lief! Also wieso sollte ich mir felsenfest etwas vornehmen, obwohl ich gar nicht weiß, was im nächsten Jahr passiert? Wieso sollte ich etwas in Stein meißeln und mir künstlich damit Stress erschaffen? Nein, damit ist Schluss.

Doch das bedeutet nicht, dass ich keine „Vorsätze“ und „Pläne“ habe. Sie sehen eben nur ganz anders aus. Ich habe sie in drei Kategorien eingeteilt, die für mich Sinn machen. Vielleicht hast auch du Lust, dir zu überlegen, wie deine eigene Liste aussehen könnte? Du kannst dich aber auch einfach nur von meiner inspirieren lassen.

Geholfen hat mir dabei das wundervolle Workbook von Susannah Conway – leider gibt es das nur auf Englisch, aber dafür völlig kostenlos. In diesem Workbook darf man sich ein Wort aussuchen, das für das nächste Jahr stehen soll. Meins war mir sofort glasklar: Bewusstheit. Ich möchte 2016 ganz bewusst und klar erleben. Ich möchte mir meiner Gedanken und Fallstricke bewusst sein und möglichst wenig in alte, festgefahrene Verhaltensmuster hineinfallen. Dieses Wort hat meine „Vorsatz-Liste“ stark geprägt.

Und hier kommt sie:

Das möchte ich 2016 vermehren (weil es mir gut tut):

  • Bewusstsein und Achtsamkeit so oft wie möglich praktizieren
  • täglich Yoga und Meditation (beibehalten)
  • Neues lernen und dem folgen, was mich begeistert
  • so viel Liebe und Mitgefühl wie möglich empfinden und weitergeben
  • Dankbarkeit empfinden
  • den Moment genießen
  • selbst Alltägliches bewusst und mit Freude ausführen (z.B. Putzen)
  • frisch und möglichst bio kochen
  • bewusst essen ohne Ablenkungen
  • anderen spontan eine Freude machen
  • schreiben, worauf ich Lust habe und was sich gut anfühlt
  • spazieren gehen und wandern
  • meine Großeltern besuchen
  • auf meinen Rhythmus achten
  • inspirierende Bücher lesen und Filme ansehen
  • mich mit Menschen umgeben, die mir Energie schenken
  • Kunst machen
  • Jahreskreisfeste feiern
  • alles, was mir begegnet, als Übung für mehr Bewusstsein nutzen
  • die Dinge akzeptieren wie sie sind und mich nicht dagegen wehren, wenn ich sie sowieso nicht ändern kann (oder will!)
  • Überraschungen und unerwartete Wendungen des Lebens willkommen heißen
  • mich an das erinnern, was wirklich wichtig ist

Das möchte ich 2016 loslassen (weil es mir nicht so gut tut):

  • zu viel online sein und wahllos Informationen „konsumieren“
  • den Zwang, täglich meine Mails zu beantworten
  • zu viel essen/Dinge essen, die mir Energie rauben und nicht gut tun
  • Alkohol trinken, um etwas (z.B. eine Party) „auszuhalten“
  • To-do-Listen
  • feste Fristen und Vorgaben
  • Begegnungen, die mir Energie rauben
  • „Pflichttermine“, die bei näherer Betrachtung keine sind
  • jegliche Vorurteile gegenüber anderen (da hat jeder so seine Personengruppen, auch wenn es nicht die „klassischen“ sind)
  • ständig aufs Handy schauen
  • recht haben zu müssen
  • mich von alten Verhaltensmustern runterziehen zu lassen. Manchmal kommen sie eben. Das ist okay.
  • Den Drang, nach Erfolg, Status und Ansehen zu streben
  • „Online-Marketing“ 😀
  • für etwas kämpfen, etwas unbedingt durchsetzen wollen
  • Zwänge und Impulshandlungen

Das möchte ich 2016 ausprobieren:

Weil ich das Leben leicht und spielerisch erleben möchte, nehme ich mir hier bewusst nichts fest vor. Vielleicht interessiert mich das, was ich jetzt ausprobieren möchte, nächsten Monat nicht mehr, vielleicht klappt es erst in drei Jahren. Das ist egal. Hier geht es mir um eine spielerische und spaßige Herangehensweise.

  • PassionFlow-Podcast
  • ein Buch schreiben
  • meinen Roman an Verlage/Agenturen schicken
  • Smoothie-Fasten/Fasten
  • alleine für ein paar Tage „verreisen“
  • verschiedene Atemübungen
  • längere Meditationseinheiten
  • eine Meditationsgruppe suchen
  • spannende Workshops besuchen
  • Klangschalenmassage
  • geführte Meditationen aufnehmen
  • Yoga in der Natur
  • bei Sonnenaufgang spazieren gehen

Diese Liste wird im Laufe des Jahres wachsen und sich entwickeln. Ich werde immer wieder einen Blick darauf werfen und schauen, ob sie noch für mich gilt oder nicht. Wenn sie das nicht tut, ist das vollkommen in Ordnung. Aber ich glaube, da müsste schon viel passieren, denn sie spiegelt dieses Jahr meine innersten Werte und Seelenwünsche wider. Wünsche, von denen ich glaube, dass sie jeder auf die ein oder andere Weise hat. Vielleicht auch du?

Ganz bewusst habe ich meine „Vorsätze“ so offen formuliert, denn ich möchte mich dieses Jahr vom Leben überraschen lassen. Wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, so war immer etwas dabei, das ich in keinster Weise hätte vorhersagen können. Und das waren meist die schönsten Dinge! Und ich weiß, dass das auch 2016 der Fall sein wird – und darauf freue ich mich schon, obwohl ich keine Ahnung habe, was mich erwartet.

Vielleicht magst auch du das eine oder andere mit in dein 2016 nehmen? Vielleicht sagt auch dein Inneres laut „Ja!“ zu dem ein oder anderen Punkt. Gibt es ein Wort, das dich im neuen Jahr begleiten soll? Es kann reichen, einfach nur ein Wort zu formulieren, anstatt eine komplette Liste zu schreiben. Tu einfach das, was sich für dich richtig anfühlt! Dass du das erkennen kannst, das wünsche ich dir für 2016!

 

Hat dir dieser Beitrag gefallen?

Möchtest du regelmäßig Inspirationen? Dann trage dich kostenlos in meinen Newsletter ein (jederzeit wieder abbestellbar). Ich freue mich schon auf dich!

Deine Daten sind bei mir zu 100% sicher. Du kannst den Newsletter jederzeit abbestellen.

17 Kommentare

  1. Hallo Anna
    ganz herzlichen Dank für diese inspirierende Mail. Ich werden davon auch einiges
    für mein „Neues Jahr „mitnehmen und mir auch ein „Wort“ für 2016 aussuchen.
    Ich wünsche Dir einen guten Rutsch ins Neue Jahr und alles Gute und viel
    Glück für 2016
    Deine Anne

    • Hallo liebe Anne,
      wie schön, dass ich dich ein wenig inspirieren konnte! Vielen Dank für die guten Wünsche, die ich dir genauso zurückgebe! Ein wunderschönes 2016 dir! 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  2. Liebe Anna,
    eine sehr schöne und lange Liste. Beziehungweise Listen. In einigen Punkten komme ich mit dir und auch, wenn ich viele Aufzählungen toll finde, wären es zu viele „To-Dos“ für mich, die ich nicht schaffen würde. Ich persönlich suche mir gerne lieber wenige Punkte aus, die ich aber konzentriert angehe. Und diese wären:
    Achtsamkeit / bewusst leben.
    Auch wie bei dir an erster Stelle. Das ist etwas, das mich an mir oft stört. Dass ich viel zu sehr den Moment vertstreichen lasse, um einen in der Zukunft gelegenen Punkt zu erreichen. Völliger Blödsinn. Denn auch dieser zukünftige Punkt wird Gegenwart und nur in der Gegenwart, kann ich ihn erleben. Daher kann ich doch auch jetzt gleich in der Gegenwart leben 😉

    Und ich möchte Dinge annehmen, die kommen.
    Nicht ablehnen, mich nicht widersetzen oder mich auflehnen. Annehmen und überlegen, wie ich sie leben kann.

    Ich wünsche dir alles Gute für 2016 und viel Erfolg bei allem 🙂
    Liebe Grüße
    Bettina

    • Liebe Bettina,
      stimmt, es sind viele Punkte auf meiner Liste. Aber im Grunde genommen leiten sie sich alle aus dem Wort „Bewusstsein“ ab und sind nur Unterpunkte. Und ganz bewusst keine „To-dos“, sondern Leitlinien, an denen ich mich orientieren möchte. Die meisten dieser Punkte lebe ich jetzt schon und möchte sie ausweiten. Deswegen wird es für mich auch nicht anstrengend sein, weiterhin in diese Richtung zu gehen. Weil es gerade meine natürlich Entwicklung ist, die mich dorthin führt. 🙂 Aber schön, dass wir die Achtsamkeit und das bewusste Leben als gemeinsame Basis für das nächste Jahr haben! Und auch das Annehmen der Dinge, wie sie kommen – ohne Widerstand. Das ist mir auch sehr wichtig und dazu wird nochmal ein gesonderter Artikel von mir erscheinen. 😉
      Dir wünsche ich auch ein wundervolles 2016 – mit deinem ganz persönlichen Erfolg!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

      • Hallo Anna,
        schön, dass du jetzt schon auf dem Weg bist und so viele Punkte deiner Liste lebst.Du machst das genau richtig, wenn du deiner Entwicklung folgst! Auf deinen Beitrag zum Thema Annehmen freue ich mich jetzt schon 🙂

        Danke auch dir für die guten Wünsche!
        Ganz liebe Grüße
        Bettina

  3. Hi Anna,

    meinen Entschluss, nicht mehr so viele Blogartikel zu lesen, die in Facebook verlinkt sind, habe ich damit schon vor dem Beginn des neuen Jahres nicht durchhalten können. Also benenne ich ihn um: Nur noch ausgewählte Blogartikel von Menschen lesen, die mir wichtig sind und mit denen ich mich verbunden fühle. Und schwupps habe ich schon die Berechtigung, deine Artikel weiter zu lesen 😉

    Deine Auflistung ist super und es ist fast schon beängstigend (oder eben nicht), dass ich in jedem Bereich ungefähr 95 % Übereinstimmung mit dir habe 🙂

    Auf ein bewusstes und freudebringendes 2016!

    Vielen Dank für die tolle Arbeit, die du hier leistest und liebe Grüße

    Mischa

    • Hallo lieber Mischa und ein schönes neues Jahr dir! 🙂
      Hehehe, das mit den Blogartikeln geht mir genauso. Ich mag auch nur noch ausgewählte lesen. Und deine gehören für mich auch auf alle Fälle dazu! Das mit der Übereinstimmung ist echt genial! Ich denke, das wird ein tolles Jahr für uns und freu mich schon drauf! 🙂
      Ganz liebe Grüße dir!
      Anna

  4. Hallo Anna,
    Vielen Dank für den schönen Artikel und der tollen Liste. Du hast mir damit mal wieder wertvolle Anregungen gegeben und gute Wege aufgezeigt, wie man sich das Leben schöner machen kann und besser mit dem Alltagstrubel umgehen kann. In vielen Punkten sprichst du mir direkt aus der Seele und es beruhigt ungemein zu wissen dass es auch noch andere da draußen gibt die die Herausforderungen des Lebens ähnlich wahrnehmen und nach Lösungen suchen.
    Für das nächste Jahr wünsche ich dir von Herzen alles Gute. Ich hoffe noch viele Artikel von dir lesen zu dürfen. Liebe Grüße, Erik

    • Hallo lieber Erik,
      es freut mich sehr, dass ich dir Anregungen mit meiner Liste geben konnte. Mich beruhigt es auch immer wieder, dass es da draußen noch andere gibt, die so ticken wie ich! Yeah! 🙂 Auch dir wünsche ich für das neue Jahr alles Liebe – und ich freue mich darüber, dass du meine Artikel liest!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  5. hallo Anna,

    auch von mir eine schönes und spannendes neues Jahr. Wenn ich mal so überlege dann komme ich auf einige Wörter die da wären Freiheit und Unabhängigkeit, Neues Erleben wollen und raus aus dem alten Trott und einiges mehr, aber wenn ich so darüber nachdenke dann kann man wohl auch daraus das Überthema Bewusstheit ableiten. Ich mag deine Artikel sehr, sie bringen mich immer wieder auf neue Ideen und Anregungen.
    Mach weiter so im neuen Jahr.

    Frank

    • Lieber Frank,
      vielen Dank dir für die Neujahrswünsche – dir auch alles Liebe für 2016! So wie dir ging es mir auch: Alles endet irgendwie im Bewusstsein. Das ist mir gerade das Wichtigste und alles weitere resultiert dann daraus. 😉 Und danke dir auch für deine lieben Worte und das Lob zu meinen Artikeln!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  6. Hallo Anna,
    vielen Dank für Deinen schönen Blog, den ich – im Gegensatz zu einigen anderen Blogs – nicht abbestellt habe.
    Auch ich habe – obwohl Du meine Tochter sein könntest und unsere Lebensumstände wohl sehr unterschiedlich sein dürften – sehr viele Deiner Punkte auf allen drei Listen für mich als richtig und wichtig erkannt.
    Ich wünsche Dir – und natürlich auch all Deinen Lesern – dass sich möglichst viele der vorgenommenen Aspekte erfüllen werden. Und wenn nicht – so ist auch das eben eine Erfahrung, die uns etwas lehren kann.
    Alles Liebe
    Elke

    • Hallo liebe Elke,
      es freut mich ungemein, dass du meinen Blog nicht abbestellt hast. Ich weiß, manchmal erhalten wir einfach zu viele Informationen. Auch ich habe mit so manchem kurzen Prozess gemacht und mein Postfach „entmüllt“. Ich finde es total schön, wie du schreibst, dass auch das Nichterfüllen der Aspekte eine Erfahrung sein kann, die uns etwas lehren kann. Das kann ich absolut so unterstreichen!
      Ganz liebe Grüße dir!
      Anna

  7. Liebe Anna,

    Dein Beitrag kam gerade im richtigen Moment für mich, danke auch für den großartigen Link. Ich schreibe dir erst heute, weil ich die letzte Woche an meinem Wort des Jahres und meinem „Unravelling 2016“ gewerkelt habe. 😉 Das ist doch mal eine ganz andere Art der Jahresplanung, eine, die mich stärkt und begeistert!

    Mein Motto für 2016 ist übrigens Flow. Es beinhaltet für mich das Leben im Moment und meine Tätigkeiten richtig zu genießen. Ich will den Schreibflow bei der Fortsetzung von „Das Gift der Schlange“ auskosten, meine Mails und Blogbeiträge im Flow schreiben und ich denke, dass sich Flow auch in Beziehungen erleben lässt. Insofern ist er sogar mit deiner Bewusstheit verwandt. 😉

    Alles Liebe und ein tolles neues Jahr!
    Barbara

    • Liebe Barbara,
      es freut mich total, dass dir „Unravelling“ so gut gefallen hat! Bei mir ist es nun schon das dritte Jahr, in dem ich das mache – und ich liebe es! Dass dein Wort „Flow“ ist, finde ich der Knaller. Nicht nur, weil es in meinem Blog drinsteckt, sondern weil es 2014 auch mein Wort war! Ich hatte sehr viel Freude mit diesem Wort – es hat mich konstant durch das Jahr begleitet und mich an das erinnert, was mir wichtig war. Und ja – es lässt sich wirklich überall „anwenden“. Ich wünsche dir ganz viel Freude mit dem Flow! 🙂
      Dir auch ein wundervolles 2016!!!
      Anna

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.