Kann es sein…?

Kann es sein, 
dass es genau diejenigen sind,
die so gerne anderen helfen,
die völlig außerstande sind,
selbst Hilfe anzunehmen?

Kann es sein, 
dass sie früher enttäuscht wurden,
als sie ihre Hand nach Hilfe ausstreckten?
Mit Worten und Gesten zurückgewiesen wurden
und jetzt die Hilfe,
die sie selbst niemals bekamen,
anderen zukommen lassen wollen?
Um ihnen die Zurückweisung zu ersparen,
die sie selbst erlebt haben?

Kann es sein, 
dass diejenigen,
die genau wissen,
dass wir uns öffnen und ehrlich zu uns selbst sein müssen,
sich nicht einmal richtig gegenüber sich selbst öffnen können?
Weil manches einfach zu tief steckt
und weil ihnen so oft gesagt wurde,
dass sie übertrieben oder sich nicht so anstellen sollten,
dass es nur eine Phase sei, nur die Hormone,
dass alles doch ganz  normal sei,
bis sie es selbst glaubten?

Kann es sein, 
dass diejenigen,
die anderen so unbedingt helfen wollen,
sich mit dieser Rolle so sehr identifizieren,
dass sie sich selbst jegliche Hilfe verweigern,
weil sie ja eigentlich wissen,
was zu tun ist,
weil ihnen ja klar ist,
dass es nur Gedanken sind,
die uns leiden lassen.

Kann es sein,
dass diese Menschen,
die anderen raten,
ihre Grenzen zu ziehen und ihre Bedürfnisse zu kommunizieren,
selbst keinerlei Grenzen haben,
von schlechtem Gewissen geplagt werden,
sobald sie mal nicht so funktionieren,
wie sie es selbst von sich erwarten?

Kann es sein,
dass auch, wenn man ein sehr bewusstes Leben führt,
manche Dinge einem so spät auffallen?
Weil sie so tief gesteckt haben,
weil sie niemand sehen durfte,
weil die eigene Bedürftigkeit ein absolutes Tabuthema ist?

Kann es sein,
dass es diesen Menschen schwerfällt,
sich selbst in die Augen zu sehen,
sich und die eigenen Schattenseiten liebevoll anzunehmen,
und sich an jemanden zu wenden,
der helfen könnte?
Weil sie der Überzeugung sind,
dass es ihnen inzwischen doch so viel besser gehe,
dass sie im Vergleich zu anderen
keine wirklichen Probleme hätten
und sie diejenigen sein sollten,
die Hilfe anbieten?

Kann es sein, 
dass diese Menschen anderen immer wieder sagen,
dass es eine Stärke sei,
die eigene Schwäche anzunehmen,
sich aber selbst die Schwäche nicht zugestehen?

Kann es sein,
dass ich nicht von irgendwem spreche,
sondern von mir?
Darf ich das überhaupt?
Oder bilde ich mir das nur ein?

Kann es sein, 
dass ich Hilfe brauche?

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26 Kommentare

  1. Liebe Anna,
    wie immer ein sehr schöner Gedankengang von Dir!
    Sollte das, was Du beschreibst, den Tatsachen entsprechen…. dann muss unbedingt am eigenen Selbstbewussten gearbeitet werden… dann müssen die eigenen Werte und Prinzipien hinterfragt werden, um auch klare Grenzen abstecken zu können.
    An erster Stelle muss man immer selbst dafür sorgen, dass es einem gut geht….dass ist mit dieser Einstellung kaum möglich! Etwas dauernd zu tun, um es anderen recht zu machen, führt unweigerlich dazu sich selbst aufzugeben, sollte man dann noch die eigenen Werte und Prinzipien missachten, lebt man nicht sein eigenes Leben sondern das Leben der anderen! Du hast eine gesunde Einstellung zu Deinem Leben, ich lese Deine Beiträge schon sehr lange…deshalb frage ich mich, warum Dich solche Gedanken belasten… zumal Du auch an das kleine Würmchen denken musst, dem Du mit Sicherheit die richtigen Werte mit auf dem Weg geben wirst! Ich hab‘ Dich lieb und drück‘ Dich ganz fest?

    • Ja, liebe Ina,
      wie arbeitet man am eigenen Selbstbewusstsein? Ich habe das Gefühl, ich tue so viel und oft gelingt es mir auch, die Grenzen zu ziehen und mir selbst etwas Gutes zu tun. Aber heute nicht. Jetzt gerade nicht. Jetzt fühle ich mich, als hätte ich all das nicht verdient – ein altbekanntes Gefühl von früher. Ich wünschte, ich hätte genau jetzt jemanden, der mich an der Hand nimmt und da rausholt. Ich weiß, dass ich diejenige sein muss, die das tut, aber ich kann es gerade eben nicht. Ich weiß, das geht vorbei, aber gerade fühlt es sich nicht so an…

    • DANKE DANKE DANKE… Anna..für diese tollen Worte und Respekt, das DU sie aussprichst..
      ich lese und finde mich gerade soooo extrem in deinemText wieder..ich stehe dazu und finde nicht das es mit einem geringen Selbstwertgefühl zu tun hat..es geht um Erfahrungen die uns prägen, die uns dann aber doch zu dem machen, der wir sind.. und wenn du morgen in den Spiegel schaust, sei zufrieden mit dem was dich ausmacht, letztendlich, da bin ich mir ganz sicher, gibt es doch auch in deinem Umfeld Menschen die dich genau dafür lieben. ich schliess mich jetzt mal genau all denen an..DU bist toll

  2. Wow, Anna…das waren sehr tiefgehende Worte…als wenn du mir aus der Seele gesprochen hast

  3. Hallo Anna,
    ich bin immer wieder beeindruckt von Deiner Offenheit hier auf dem Blog und der Tiefe Deiner Auseinandersetzung mit Dir selbst.
    Beim Lesen kam mir der Gedanke: „Ja, es kann sein“, aber auch : „Nein, es ist nicht immer so.“. Was ich damit sagen will: Bei allen Menschen, mit denen ich bislang zu tun hatte, ist – wenn man genauer hinschaut – nicht so oder so. Sondern jeder trägt das Potential (und auch die Erfahrung) zu verschiedenen Erlebnis- und Verhaltensweisen in sich: Stark sein und schwach, helfen und auf Hilfe angewiesen sein usw. – in unterschiedlichen Kontexten und Lebensphasen. Zu wissen, das es nicht so oder so ist, sondern, dass man auch wieder mit den anderen Seiten von sich selbst in Kontakt kommen kann, ist oft hilfreich.
    Liebe Grüße und alles Gute,
    Oliver

    • Lieber Oliver,
      wow, das ist sooo hilfreich, was du hier schreibst! Ja, ich stecke gerade wieder im Schwarz-Weiß fest, sehe sogar schon die Tatsache, dass ich aktuell keine Hilfe annehmen kann, als persönliches Versagen. Mir geht es gerade nicht gut und ich habe keine Kapazität, anderen zu helfen. Aber das ist gerade so und kann morgen schon ganz anders aussehen. Es kann beides nebeneinander existieren, da hast du so recht. Und bei mir tut es das. Vielen, vielen Dank dir für deinen Kommentar!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  4. Liebe Anna,

    wie oft kommen die alten Muster wieder hoch. Da hatte man doch den Eindruck, schon so viel über sich selbst zu wissen. Hat sich mit den Schattenseiten wieder und wieder beschäftigt und durfte oft dadurch Heilung erleben. Dann kommen wieder gute Zeiten, wo es wunderbar läuft in unserem Leben. Ich habe für mich feststellen können, dass es gerade die Schattenseiten oder die trüben Tage in meinem Leben sind, die mich so intensiv lernen lassen. In dieser Zeit gönne ich mir besonders viel Ruhe,meditiere oder bete, gehe viel in die Natur. Vertraue einfach, du hast die Kraft und die Stärke in dir. Es ist immer wieder eine neue Herausforderung sich dem zu stellen, was gerade gesehen werden möchte.Es ist nicht immer einfach, aber es ist möglich.
    Alles Liebe für Dich.

    • Liebe Kirsten,
      du sprichst mir wirklich aus der Seele. Ja, ich lerne und lerne und lerne. Auch indem ich das Gelernte (oder noch zu Lernende) hier teile. Ich werde jetzt ein wenig in die Natur gehen und mal all das, was jetzt hochkam, sinken lassen. Und ich weiß, dass ich danach wieder ein stücken schlauer und stärker sein werde. Danke dir für deine Unterstützung!
      Dir auch alles Liebe!
      Anna

  5. Liebe Anna,

    JA! WOW! Ich verneige mich vor dir dich so zu zeigen! Nimm es an wie es ist, es zeigt sich nur noch einmal um gefühlt zu werden. Gerade in der Schwangerschaft zeigen sich gerne noch einmal viele alte Muster, der eigene kindliche Schmerz um transformiert zu werden. In meiner zweiten Schwangerschaft habe ich irgendwo ein Interview zum Thema „Ganzheitliche Schwangerschaftsbegleitung/Geburtsvorbereitung“ gesehen. WOW! Ich habe diese Schwangerschaft danach so viel bewusster als weiblichen Initiationsprozess wahrgenommen. Es ist eine Zeit, in der unsere eigenen schmerzhaften Erfahrungen gesehen und transformiert werden wollen. Denn nur so können Mütter wahrhaftig für ihre Kinder da SEIN. Nur wenn wir auch die tiefsten unangenehmsten Gefühle in uns wahrnehmen, geben wir sie nicht an unsere Kinder weiter. Unsere Herzen öffnen sich dann noch weiter um wirklich bedingungslos lieben zu können.
    Liebe Anna, ich lese deine Artikel seit letzten Herbst und bin immer wieder begeistert. Mir hast du mehrfach schon geholfen. Jetzt bist du halt an der Reihe dich gehalten zu fühlen.

    Du bist auf einem wundervollen Weg!

    Alles Liebe wünsch ich dir und deinem Kind! Liebe Grüße – Sandra

    • Liebe Sandra,
      mein Güte, du hast ja so recht! Ich habe das Gefühl, seit ich schwanger bin, permanent „auf der Grenze“ entlangzuwandern. Ein Schritt nach links und ich bin im absoluten Glück, ein Schritt nach rechts und ich falle in ein dunkles Loch. All das, was ich bisher vor mir verborgen gehalten habe, ist jetzt unter einer viel dünneren Decke als ohnehin schon. Es ist direkt da und will wahrgenommen werden. Es zu verdrängen ist nicht länger eine Option, der Drang, zu lernen und zu transformieren war noch nie so groß. Manchmal mache ich mir Sorgen, ob das nicht dem Baby schadet, wenn ich weine. Aber nach jedem negativen „Gefühlsschub“ fühle ich mich besser, weil ich immer etwas tue, Konsequenzen ziehe, verändere. Und dann darf das Gefühl gehen und – du schreibst es so wunderschön – unsere Herzen können sich öffnen, um bedingungslos zu lieben. Noch mehr öffnen. Noch mehr lieben. Ja, das ist der Weg, auch wenn er an manchen Tagen über dunkle Pfade führt.
      Fühl dich ganz doll gedrückt, liebe Sandra!
      Alles Liebe auch dir!
      Anna

  6. Liebe Anna,
    es tut mir leid zu erfahren, dass es dir gerade nicht gut geht. Du bist nicht alleine damit. Ich habe heute auch mal wieder heulen müssen. Ich habe auch schon Übung damit ……. Gefühle wahrnehmen, zulassen, akzeptieren, und dann geht es auch schon wieder. Was mir echt hilft, dass ist der Gedanke, dass das Schlimme, mit dem wir und andere täglich konfrontiert sind, für uns Menschen gar nicht vorgesehen war. Wir hätten eigentlich niemals solches Leid erleben müssen. Es wird auch nicht immer Leid auf Erden geben. Das ist nicht normal und wird so auch nicht bleiben. Dieses Wissen gleicht für mich vieles aus, was sonst unerträglich oder auch unerklärlich wäre.
    Ich finde deine Offenheit sehr schön und heilsam und wünsche dir von Herzen weitere Heilung
    Liebe Grüße Sabine

    • Liebe Sabine,
      ich danke dir für deinen lieben Kommentar. Es geht schon etwas besser, das meiste hab ich jetzt wohl durchfühlt und es ist von ganz alleine gegangen. Magst du mir erklären, wie genau du das meinst, dass das Schlimme für uns nicht vorgesehen war? Du darfst mir gerne auch eine E-Mail dazu schreiben.
      Ganz liebe Grüße dir!
      Anna

  7. Liebe Anna!
    Ja, es kann sein!
    Ja, Du spricht von Dir!
    Das darfst Du und das sollst du auch!

    Du hast einen Hilferuf von Deiner Seele empfangen und eindrucksvoll niedergeschrieben. Und den Schlüssel hast du auch schon gefunden: Sich selbst in die Augen sehen und die eigenen Schattenseiten liebevoll anzunehmen.

    Die Hilfe, die Du sucht, wirst Du nicht im Außen finden! Du musst lernen, Dich selbst so zu lieben wie Du bist. Mit allen Schwächen und Stärken! Und vor allem Loslassen! Loslassen von den Gedanken an die Vergangenheit. Die Vergangenheit kannst Du nicht mehr ändern. Wenn die Bilder in Deinem Geist auftauchen, dann betrachte sie und lass sie liebevoll vorbeiziehen.

    Fokussiere Deine Gedanken auf die Zukunft. Auf die wunderbare Zukunft, die vor Dir liegt.

    Wenn Du Dich selbst so lieben kannst wie Du bist, wirst Du frei werden von Wünschen und Zweifeln! Du erschaffst Dir dann das Resonanzfeld, das genau das anzieht, was Dir entspricht und was für Dich wichtig und gut ist. Dann musst Du auch nicht mehr um Hilfe bitten. Die Hilfe, die Du benötigt, kommt dann zu Dir!

    Liebe Grüße und eine wunderbare Zeit für Dich!
    Peter

    • Lieber Peter,
      dass ich die Hilfe letztendlich nicht im Außen finden werde, weiß ich. Ich habe jedoch Phasen, in denen ich so tief drin bin, dass der Impuls, sich da rauszumanövrieren nicht von mir kommen kann. Und ich habe das Gefühl, dass es mir sehr hilft, wenn mir jemand zuhört, der mich wirklich ernst nimmt. Schon beim Erzählen merke ich, wie sich die Dinge ordnen und Erkenntnisse reifen. Denn es fällt mir leichter, mich selbst zu lieben, wenn ich mich – und daher auch meine Vergangenheit – verstehen kann. Ich glaube, das ist es, was ich mir jetzt gerade wünsche. Jemanden von außen, der mir sagt (immer und immer wieder), dass es okay ist, zu fühlen, zu weinen. Das vergesse ich nämlich so oft und verurteile mich dafür.
      Ganz liebe Grüße
      Anna

      • Liebe Anna,
        es ist ok, zu fühlen und zu weinen (nein, es schadet deinem Kind nicht – im Gegenteil: es würde dir dafür danken, wenn es könnte, glaube ich). Du bist richtig, wie du bist; selbst dass du dies (manchmal) nicht annehmen kannst, ist ok.
        Dass es dir grade so gar nicht gut geht, dass es gerade so aufwühlend bei dir ist, ist interessant. Es geht mir zurzeit nämlich auch so, und ich merke – ich bin ein sehr feinfühliger Mensch – und höre vermehrt, dass es grade vielen Menschen in Deutschland so geht oder dass den Leuten „was passiert“ (ist).
        Sturm … kommt … auf …! Im Auge des
        Herzliche Grüße
        Joshua
        PS: Ja, es kann sehr gut sein (ist aber auch ok, dass es – noch immer? – so ist) – Spiegelgesetz. 😉 Danke! Du hast wieder genau das Thema getroffen, das sich bei mir im Leben grade zeigt (siehe beispielsweise oben). 😉 Ich war wie hypnotisiert beim Lesen – obwohl ich mittlerweile doch langsam schon mal mit sowas rechnen könnte beim Lesen deines Blogs … hihi. 🙂

  8. Liebe Anna,
    das, was Du fühlst und wahrnimmst, ist ein Ausdruck, Deiner feinen Seele.
    „Grobe Menschen“, also die, die das Sehen, Wahrnehmen von Anderen und von sich selbst noch nicht so entwickelt haben oder nicht den Mut, die Kraft oder die Notwendigkeit dazu haben, nehmen natürlich auch die beschriebenen Gefühle von Leere, Entwurzelung und Kühlheit nich so wahr, wie Du.

    Aufgrund Deiner offensichtlichen Sensibilität und Intensität im Inneren, erkennst Du natürlich auch diese – auf den ersten Blick – unangenehmen Gefühle deutlicher als Andere.

    Ich kenn das. Und wenn man schon so einen weiten, intensiven und auch kraftaufwändigen Weg gegangen ist, fragt man sich dann, warum dieser Weg nicht mit mehr „Geschenken“, wunderbaren Gefühlen und Bestärkungen gepflastert ist. Wenn man mehr „hineingibt“, sollte es doch auch eine Belohnung geben: besonderes Glück, besondere Harmonie, besondere Gelassenheit rumdum.

    Wir haben uns für den Weg der intensiveren Innenschau entschieden.
    Und begegnen dort natürlich auch intensiveren „unangenehmen Gefühlen“.

    Doch das ist die Chance und ein guter Weg, genau diese auch zu heilen. Loszulassen, indem wir sie nochmal erleben (woher auch immer sie ursprünglich gekommen sind).

    Nur, wenn Du dorthin gehst, ins Dunkel, kannst Du auch Licht hineinbringen. Wenn Du nie dorthin gehst, wäre es immer dunkel geblieben. Und hätte auch auf Dich gewirkt. Aber die „dunkle“ Wirkung wäre geblieben und immer wieder aufgetaucht.

    Aber, so wie Du es schreibst, bist Du gerade in einem Raum der Dunkelheit, um dort Licht zu machen.

    Knips es an. Alleine schon, weil Du dort bist, kann und wird es es dort heller werden.

    Ich hoffe für Dich und wünsche Dir, dass Du diesen dunklen Raum schon mit Licht erstrahlst, weil das dann dort – aus irgeneiner heilenden Magie – ganz automatisch geht.

    Dass Du das fühlen und recht bald erleben und wahrnehmen kannst, wünsche ich Dir sehr.

    Renate

    • Hi lieber Christian,
      was für eine einfache und doch so wunderschöne Frage. Ich danke dir. Ich habe mir einen spontanen Wochenendtrip gegönnt, der mir wieder Kraft und Vertrauen in das Leben gegeben hat. Gestern war wieder eine Kleinigkeit, die es mir schwerer gemacht hat, aber heute ist es wieder besser. Ein ständiges Auf und Ab. Inzwischen glaube ich schon, dass es zu einem Großteil die Schwangerschaftshormone sind, aber da muss ich jetzt durch. 😀 Du darfst mir ruhig auch Kommentare oder Nachrichten schreiben, in denen es um dich geht. Aber ich kenne das, wenn einem alleine schon das Niederschreiben hilft. 😉
      Danke dir nochmal für deine liebe Nachfrage!
      Anna

  9. Hi Anna,
    dein Beitrag ist ja von Donnerstag und deine Kommentare auch, daher habe ich mich gefragt, wie es heute wohl aussieht und in meinem vorherigen Kommentar habe ich dich das ja dann auch so gefragt. Dabei dachte ich, dass diese Stimmung von Donnerstag ja vielleicht schon wieder Schnee von gestern für dich ist, vielleicht ja aber auch nicht. Das hat mich dann dazu gebracht, einige Gedanken im Kommentar niederzuschreiben, sodass dieser recht lang wurde und meine Frage unterging. Denn im restlichen Kommentar ging es um mich, was ich so ab und zu empfinde etc. und wenn du darauf geantwortet hättest, wärst du auf diese (meine) Empfindungen eingegangen, dabei wollte ich doch wissen, wie es dir geht. Daher habe ich dann alles außer der ersten beiden Zeilen wieder gelöscht. 😉
    Das Niederschreiben hatte mir gereicht, eine Antwort auf meine Gedanken war dann garnicht mehr nötig. Sowas bringt auch manchmal Ruhe in mein Inneres. 🙂 Danke!
    Da du das aber nicht wissen kannst, wenn du nur die beiden Zeilen liest, habe ich jetzt noch diesen zweiten Kommentar geschrieben.
    Liebe Grüße
    Christian

  10. Liebe Anna,

    ich kann nur den Hut ziehen vor Deinem Mut, Dich uns so schonungslos zu öffnen.

    Ja auch ich kann Hilfe nur schwer annehmen. Und um Hilfe zu bitten, meine Bedürftigkeit und meine Begrenztheit eingestehen, das geht noch ein gutes Stück schwerer. Wie einfach ist es da, für mich zu helfen. Ja, dies war früher meine Strategie Nr.1 um mich ja nicht mit mir und meinen Schatten zu befassen müssen.

    Aber wir lernen. Wir erkennen, und in dem wir unsere Themen in Liebe annehmen und aussprechen, beginnen wir zu heilen. Immer und immer wieder.

    Liebe Anna, Du bist so mutiges, tapferes und liebevolles Wesen. Ich wünsch Dir das Allerbeste, und Danke für Dein DA Sein.

    • Ach Mensch, Martin, deine Worte… DANKE DIR!!!
      Ja, wir lernen. Ich habe seit diesem Beitrag sooo viel gelernt. Es war schmerzhaft, aber verdammt gut und hat sich gelohnt! 🙂
      Ich wünsche dir auch das Allerbeste, lieber Martin!
      Anna

  11. Liebe Anna,

    hier hast du mit jedem Wort das getroffen, was ich bei einem meiner liebsten Menschen täglich miterlebe. Ich habe den Link hierher sofort weitergeleitet.
    Vielen Dank und toll gschrieben!

    Tom

    • Hallo lieber Tom,
      manchmal hilft es, wenn man sich selbst oder jemand anderen in Worten wiedererkennt. Schon so kommt man der Lösung ein Stück näher. Es freut mich, wenn ich hier die richtigen Worte treffen konnte.
      Ganz liebe Grüße
      Anna

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