Manchmal müssen wir uns völlig zerstören, um neu geboren zu werden

In den nächsten Tagen – vielleicht auch schon heute – wird es bei mir wieder so weit sein: Etwas Altes wird bis auf die Grundfesten niederbrennen, um Platz für Neues zu schaffen, eine Transformation wird stattfinden, vielleicht die größte, die ich jemals erlebt habe. Ein Teil von mir ist gerade völlig in der Auflösung, während ein anderer entsteht. Wie ein Schmetterling im Kokon befinde ich mich in einem Zustand zwischen zwei völlig unterschiedlichen Leben. Und ich weiß, wie kraftvoll und magisch dieser Zustand sein kann, denn er birgt das unglaubliche Potenzial, sich selbst völlig neu zu erschaffen! Kennst auch du diese Kraft in dir? Wenn nicht, lohnt es sich, sie kennenzulernen! Begleite mich in den dunkler werdenden Oktober und an einen Ort, an dem ein Teil von dir sterben darf, um neu geboren zu werden!

Lernen durch radikale Transformation

Auf meiner rechten Wade habe ich mir mit 19 einen Phönix tätowieren lassen. Die Symbolik hat mich schon seit jeher mitgerissen und war kennzeichnend für mein Leben. Ich verbrannte und zerstörte Teile von mir selbst und meines Lebens, bis ich das Gefühl hatte, dass nichts mehr übrig war. Oft genug war ich so am Boden angekommen, dass ich glaubte,  zu viel sei zerstört, es ginge nicht mehr weiter. Doch das war niemals der Fall. Genau dann, wenn ich der Überzeugung war, aus dem Häufchen Asche könne nichts mehr entstehen, wurde etwas völlig Neues und nie Dagewesenes daraus geboren – etwas so Wundervolles, dass ich es kaum fassen konnte. Lernen funktioniert bei mir am besten durch kraftvolle Transformation, durch ein radikales Zerstören des Alten, um Neues zu erschaffen. Inzwischen glaube ich aber nicht länger, dass ich dabei scheitern könnte, ich habe es viel zu oft getan und Vertrauen in das Leben gewonnen. Ja, ich fache diesen Prozess bewusst an, um voller Hingabe neu geboren zu werden.

Ich habe bereits in meinem letzten Beitrag darüber geschrieben, dass der Übergang in das  Winterhalbjahr für mich etwas ganz Besonderes darstellt – gerade in diesem Jahr, denn gerade bin ich mir nicht einmal sicher, ob ich diesen Beitrag zu Ende schreiben kann, bevor die Geburt meines Babys beginnt. Es kann jederzeit geschehen. Und das ist so magisch! Als ich mich für diese Veränderung in meinem Leben entschied, tat ich es, weil ich wusste, dass ich auf diese Weise mehr Liebe in diese Welt bringen kann. Und genau das war es, was ich wollte. Dass das jedoch bedeuten würde, dass ich auch mir selbst sehr viel mehr Liebe entgegenbringen würde, das war mir vorher so nicht bewusst gewesen. Was ich in den letzten neun Monaten gelernt habe, lässt sich kaum noch in Worte fassen. Ich spüre, wie aus mir schon jetzt ein völlig neuer Mensch geworden ist. Aber die Verwandlung ist noch nicht ganz abgeschlossen. Sie wird es dann sein, wenn ich wirklich in die neue Lebensphase als Mutter eingetreten sein werde. Bis es so weit ist, spüre ich, wie ich ganz bewusst nicht nur Altes loslasse, sondern Dinge, die mir nicht länger nützen, wirklich radikal verbrenne.

Welcher Teil von mir dient mir nicht mehr? Was darf „erwachsen“ werden?

In meinem Kopf zeichnet sich das Neue bereits ab, aber ich kann bisher lediglich einen Hauch davon spüren, die ganze Kraft wird sich erst entfalten, wenn ich über die Schwelle gegangen bin. Die Worte meiner Hebamme bei unserem letzten Treffen haben mich sehr inspiriert. Sie sagte: „Es wird nicht nur dein Kind neu geboren, Anna, sondern auch du selbst. Anna, das Mädchen, stirbt und Anna, die Mutter, wird neu geboren.“ Es gab (und gibt noch) Phasen während der letzten Monate, in denen mir dieser Gedanke Angst gemacht hat, aber gestern, als ich in der Badewanne lag, spürte ich die ganze Kraft dahinter. Und ich wusste: Ich bin tatsächlich bereit, Anna, das Mädchen, liebevoll zu trösten, sie zu umarmen – und sie gehen zu lassen. Fast 31 Jahre lang war sie ein so großer Teil meiner Selbst, doch ich spüre, dass ich sie nicht länger brauche.

Zu wachsen (oder erwachsen zu werden) bedeutet nicht, seine Leichtigkeit im Leben und seinen Humor zu verlieren. Es bedeutet, dass wir bewusst entscheiden können, was wir im Leben loslassen und was wir einladen wollen. Es bedeutet, sich selbst von Herzen anzunehmen, seine Bedürfnisse ernst zu nehmen, sich nicht von anderen beirren zu lassen und in seinem eigenen und ganz persönlichen Flow anzukommen. Wobei wir erkennen, dass wir niemals „ankommen“, sondern dass wir jeden Tag von Neuem ausloten, was wir brauchen und was nicht. Jeden Tag hören wir in uns hinein und fragen uns, wohin der Flow uns wohl bringen wird. Wir schwimmen auf der Welle, anstatt wie verrückt dagegenzurudern und uns in Schablonen pressen zu lassen, die niemals für uns gemacht worden sind. Wir entdecken unsere eigene Stärke, führen liebevolle Beziehungen, kommunizieren auf eine Weise, die uns bereichert, anstatt uns Energie zu rauben, und entdecken uns selbst und das Leben bewusst und jeden Tag aufs Neue.

Schenken wir dem Leben mehr Qualität!

Immer wenn mir das gelingt, spüre ich, wie das Leben eine völlig andere Qualität bekommt, eine bisher ungeahnte Tiefe, ein Ankommen, ohne wirklich anzukommen. Ich kriege eine Gänsehaut, während ich diese Worte schreibe. Hingabe an das Leben, Vertrauen und das Loslassen von Kontrolle – wenn wir das praktizieren, dann spüren wir, dass das „das wahre Leben“ ist und alles andere lediglich eine farblose Kopie, die wir so lange Zeit für das Einzige gehalten haben, das existiert.

Ich habe keine andere Wahl, als mich dem Prozess der Geburt und meinem Leben als Mutter völlig hinzugeben und darauf zu vertrauen, dass alles gut gehen wird. Oder dass es so kommt, wie es kommen muss, damit ich am meisten daraus lernen kann. Ich spüre, dass unzählige Generationen an Frauen vor mir diesen Weg der Transformation gegangen sind, und gleichzeitig wird mir auch klar, wie wenige ihn heutzutage so bewusst gehen, wie wenige die Chance ergreifen, sich davon wirklich verändern zu lassen und diese Kraft zu nutzen. Zu tief sitzt die Angst davor, die Kontrolle zu verlieren – ohne dass viele merken, dass genau dieses Loslassen von Kontrolle die mächtigste Lektion birgt. 

Welches „Baby“ darf bei dir neu geboren werden?

Auch wenn das Mutterwerden wirklich eine magische Pforte im Leben einer Frau darstellt, ist sie nicht die Einzige. Es muss kein physisches Baby sein, das in deinem Leben geboren wird. Es kann genauso gut dein Herzenswunsch sein, der endlich in Erfüllung geht, es kann eine neue Idee sein, eine besondere Reise, eine Beziehung, die neu erblüht, ein Jobwechsel oder einfach nur die Veränderung deiner eigenen Gedanken. All diese Dinge (und noch viele mehr) markieren einen neuen Lebensabschnitt, der es wert ist, ganz bewusst angenommen und gefeiert  zu werden, während ein Teil deines alten Lebens und deines alten Ichs völlig zerstört werden darf. All das sind Chancen für uns, dem Samen, der neu aufgehen will, mehr Aufmerksamkeit zu zollen und ihn mit Magie zu erfüllen. 

Vielleicht spürst du bereits, dass sich Altes auflöst, Neues aber noch nicht in dein Leben getreten ist. Brich nichts übers Knie und stürze dich ins nächstbeste Abenteuer (es sei denn, genau das fühlt sich jetzt gerade gut für dich an), sondern gib dir Zeit. Gerade jetzt, wo es draußen ruhiger wird, bietet sich dir eine wundervolle Gelegenheit, ganz bewusst zu betrachten, welche Teile deines Lebens zerstört und welche neu geboren werden wollen. Bei diesem Prozess darfst du dir bis zum Frühjahrsbeginn Zeit lassen – spätestens dann wirst du die Energie spüren, die Dinge anzupacken und die Veränderung wirklich und konkret einzuleiten. Habe dabei den Mut, wirklich radikal zu sein und denke über den Tellerrand hinaus. Lass all die Stimmen in deinem Kopf nach und nach los, die dir zuflüstern, dass man „das doch nicht macht“ oder „das doch nicht geht“. Das sind nicht deine Stimmen, es sind nicht deine Grenzen. Spüre tief in dich hinein und stelle dir vor, wie viel kraftvoller ein neues Leben wäre, in dem du wirklich deinem eigenen Flow folgst  – ohne Angst, sondern voller Vertrauen. Probiere dieses Leben voller Vertrauen ruhig ein wenig aus, bis du einen radikalen Schritt gehst. Folge einen Tag lang nur deinem Flow und schau, was passiert. Die wundervollsten Dinge werden geschehen – wie erst könnte dein Leben sein, wenn dies nicht nur einen Tag lang so wäre?

Gestalte dein eigenes Leben – und nicht das der anderen!

Verabschiede dich auch von den Vorstellungen, dass ein geniales Leben nur mit deinem absoluten Traumjob und einer Weltreise möglich ist. Das kann gut sein, aber auch das sind Leben der anderen, die mit deinem überhaupt nichts zu tun haben müssen. Du kannst dich selbst komplett transformieren, ohne dass jemand im Außen das groß bemerken würde. Mein eigenes Leben wirkt auf andere vielleicht geradezu langweilig, als hätte ich es „zu nichts gebracht“. Aber wie es auf andere wirkt, ist mir inzwischen völlig egal, denn ich weiß, wie spannend jeder einzelne Tag ist, wie viel ich lernen darf, wie viel bewusster ich durch meinen Alltag gehe und wie viel bunter meine Welt geworden ist. Und ich will diesen Weg weitergehen – ob er mich eines Tages zu meinem absoluten Traumjob oder auf die vielleicht überbewertete Weltreise bringt, weiß ich nicht. Ich bin offen für alles. Offen für jede Transformation, die ansteht.

Das Leben wird immer reicher, je älter man wird. Dass man Dinge „verpasst“, ist nur eine Lüge unserer Konsumkultur. In Wirklichkeit verpasst man etwas, wenn man von einem Laden in den nächsten, von einem Erlebnis ins nächste rennt, ohne auf dem Weg innezuhalten und die Lektionen zu lernen, die das Leben für uns bereithält. Ich habe jetzt schon mit 30 das Gefühl, dass ich in den letzten Jahren so weit gekommen bin. Wo werde ich erst sein, wenn ich 60 bin? Ich kann es kaum erwarten! Ich weiß, bis dahin werde ich Dinge, die für mich jetzt alltäglich erscheinen, ebenso zerstört haben – aber nur, damit etwas noch Wundervolleres in meinem Leben entstehen kann. Ich bin sowas von bereit dafür.

Und du?

Wofür bist du bereit?

Welchen Teil von dir willst du bewusst zerstören und welcher darf neu geboren werden?

 

 

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13 Kommentare

  1. Ach liebe Anna,

    so kurz vor Deinen Geburtswehen schreibst Du so einen Wunder vollen Beitag. Du ahnst nicht wie viel er für mich bedeutet.

    Wie viel Liebe muss in Dir wohl sein? Ich kann nur danken. Dir. Dem lieben Gott, dass er uns so einen wertvollen Menschen zur Seite gibt. Du rührst mich zu Tränen, und das will bei so einem Holzklotz wie ich es bin, etwas heißen.

    Ich bete für Dich und Dein Kind, dass es eine leichte Geburt wird.

    Alles erdenklich Gute,

    Martin

    • Mensch, Martin, was du mir immer schreibst! Mir fehlen da einfach die Worte. Eine kleine Stimme in mir sagt „Ach Quatsch, jetzt übertreibt er es, ich hab das gar nicht verdient.“ Die andere sagt: „Danke. Von Herzen.“ Ich höre auf die letztere.
      Die liebsten Grüße dir!
      Anna

  2. Liebe Anna,

    vielen Dank für deinen neuen Beitrag. Das war zu erwarten, dass die bevorstehende Geburt einen Transformationsprozess bei auslösen würde. Darüber freue ich mich mit dir.

    Ich verstehe durchaus was du uns mit deinem Beitrag sagen willst. Aber „zerstören“ müssen und sollten wir nichts. Im Gegenteil! Wie ich dir schon einmal geschrieben hatte, müssen wir lernen uns selbst so zu lieben wie wir sind. Und wenn uns das gelungen ist, können den Weg der Transformation gehen.

    „Du kannst dich selbst komplett transformieren, ohne dass jemand im Außen das groß bemerken würde.“

    Und dazu kann ich dir jetzt wirklich nicht zustimmen. Transformation bedeutet ja letztlich, dass wir durch die Schöpfermacht unserer Gedanken ein neues Leben erschaffen können. Durch die Macht unserer Gedanken erzeugen wir genau das Resonanzfeld, das die Menschen und Ereignisse anzieht, die wir für den Transformationsprozess benötigen. Also wird das im Außen durchaus bemerkt. Wir befinden uns gerade jetzt auch in einem Transformationsprozess unserer Erde.

    Dazu möchte ich dir empfehlen, dich einmal mit den Lehren von Robert Betz zu beschäftigen. Zum Beispiel als Einstieg durch dieses Interview auf youtube: „Der Weg zu Lebensglück, Erfolg und Selbstbewusstsein“

    Zu der bevorstehenden Geburt wünsche ich dir das Allerbeste. Halte uns bitte auf dem Laufenden.

    Liebe Grüße
    Peter

    • Lieber Peter,
      ich empfinde das Zerstören durchaus als etwas Positives und ich bleibe bewusst bei diesem Begriff, der eine gewisse Dunkelheit mitschwingen lässt, die für mich unumgänglich ist. Hingegen habe ich zu Robert Betz keinerlei Zugang, ich habe ein Buch von ihm angefangen, aber er spricht mich überhaupt nicht an. So ist das mit der Transformation – jeder hat da eben seine eigene Sprache, die er auch durchaus so wählen darf, wie er will. So merke ich auch immer wieder, dass mich die Wahl deiner Worte nicht anspricht, sondern ich das Gefühl habe, dass du mich gerne belehren willst. Das mag von deiner Seite vielleicht so nicht beabsichtigt sein, aber es kommt bei mir so rüber und erzeugt keinerlei Resonanz, sondern Abwehr. Da bin ich jetzt mal ganz ehrlich zu dir, vielleicht weißt du das zu schätzen. 😉 Für jemand anderen hingegen mag das genau das Richtige sein.
      Die Erfahrung, dass Menschen im Außen – natürlich nur die, die mich nicht gut kennen – nicht bemerken, was mit mir geschieht, hab ich schon oft gemacht. Sie fragen nach dem Job, der in den letzten Jahren bei mir völlig unspektakulär war und wundern sich, wieso ich keine „Karriere“ mache oder auch, wieso ich nicht aus der Kleinstadt weggezogen bin. Für sie ist Fortschritt eben etwas anderes und ihnen zu erklären, was in meinem Inneren geschehen ist, wäre müßig.
      Danke dir für die lieben Wünsche für die Geburt!
      Liebe Grüße
      Anna

      • Liebe Anna,
        interessanterweise kamen auch mir Peters Kommentare ‚immer‘ ein wenig anmaßend belehrend vor. Bestätigt wird dieses Gefühl/ diese Annahme für mich dann durch seinen Folgekommentar, wo es drei mal „sollten/solltest“ heißt … obwohl er darin beteuert, dass dies nicht seine Intention sei. Das ist, wie wütend zu schreien: „Ich schreie nicht!“ oder: „Ich bin nicht wütend!“ … 😉
        Ich find’s klasse, dass du (auf) deine Intuition achtest! Das ist quasi die Emanzipation vom paternalistischen Hegemon namens Verstand, die zum (faktischen, nicht juristischen) Erwachsenwerden dazugehört, meine ich (ich bin nämlich auch gerade dabei, dies zu erfahren). Womit wir beim Thema deines genialen Blogeintrags wären …
        Ach, Anna, Mensch, ich liebe dich – auch wenn ich dich ja eigentlich gar nicht kenne, fühle ich mich mit dir i.d.R. so verbunden, wenn ich deine Blogeinträge lese. Ich hab’s hier ja schon öfter geschrieben, dass deine Blogeinträge immer genau meine aktuellen Themen treffen. Aber mit diesem hier „schießt du echt den Vogel ab“ bei mir! (Nein, nicht den Phönix … ;-)) Ich hab jede einzelne Zeile nur so verschlungen – das fing schon in der Blogeintrag-Benachrichtigungsmail an -, sodass ich mich dazu anhalten musste, hier und da mal innezuhalten beim Lesen, um nicht vor „Mitflowing“ bei gleichzeitigem Stillsitzen (fürs Lesen) durch die steigende, nicht abreagierbare Aufregung die Fähigkeit zu minimal reflektierend-verstehendem Lesen zu verlieren. 😀 So, jetzt lese ich ihn am besten erst noch einmal in Ruhe, bevor ich hier weiterschreibe. 😉 Oben das Geplänkel zu Peter war wohl eh nur zur Ablenkung … 😀
        So.
        Seit Mai bin ich in drei Etappen (inkl. mystischer Erfahrungen) dabei, erwachsen zu werden. Die dritte dauert noch an und begann damit, dass ich gegen Ende des letzten Monats meine alte Wohnung, die ich im Grunde schon lange nicht mehr bewohne, aber aus „strategischen“ Gründen noch hielt, für Ende des Jahres endlich gekündigt habe, obwohl ich noch nicht weiß, wie es dann nun weitergeht (zumal ich als erwerbsarbeitsloser H4-Bezieher auch – euphemistisch gesagt – nicht freie Wohnungswahl habe ;-)), und auch immer mal wieder ein wenig Angst bekomme, ob es nicht vielleicht doch ein Fehler war, dies zu machen, ohne schon „eine klare Perspektive zu haben“. Aber es fühlte sich einfach so richtig an – und das tut es eigentlich noch immer, auch wenn es nun eben spannend wird. 😉 Das war für mich der Schritt über den Rubikon, meiner Intuition zu vertrauen – bei einer (zumindest verstandesgemäß) riskanten, folgenschweren Aktion für mich.
        Nun bin ich total dazu herausgefordert, mich im Vertrauen, im Loslassen zu üben. Uiuiui …! Da werde ich ganz schön mit mir konfrontiert. Und das stößt auch bei mir einiges an intensiven Heilungs- und Wachstumsprozessen an zurzeit – befreiend!
        Ich wollte dir auf jeden Fall noch sagen, dass dieser Blogeintrag genau das Richtige ist, was ich gerade brauche (vielleicht weil er mich so in meinem vertrauensvollen Schritt bestätigt, ermutigt, inspiriert, berührt, motiviert). Vielen, vielen Dank! 🙂 Ich werde ihn womöglich noch ein paar mal in nächster Zeit lesen. Er bringt mich in die richtige Verfassung für meine aktuelle Herausforderung.
        Ich wünsche dir, deinem Lebenspartner und eurem Kind von Herzen alles Gute!
        Liebe Grüße
        Josh

  3. Liebe Anna,

    deine ehrlichen Worte weiß ich durchaus zu schätzen.

    Nein, belehren möchte ich dich sicher nicht. Aber letztlich ist es doch so, dass wir alle voneinander lernen (lernen sollten). Was du beschreibst, sind deine eigenen Erfahrungen und deine eigenen Ansichten von der Welt und dem Sinn des Lebens. Das ist gut so und das solltest du auch weiter tun.

    Aber du solltest auch die Erfahrung und die Meinung deiner Mitmenschen beachten –nicht bewerten. Robert Betz spricht mich sehr an, weil sich seine Lehren und Aussagen genau mit meinen persönlichen Erfahrungen decken.

    Ich freue mich immer von dir zu hören und bewundere deinen ausdrucksvollen Stil, durch den du die Erfahrungen, die du schon in deinem jungen Lebensalter gesammelt hast zum Ausdruck bringst.

    Liebe Grüße
    Peter

    • Du hast recht, Peter, mit dem Lernen. Aber zu manchem hat man eben einen „Zugang“ und zu anderem nicht – oder zu einer anderen Zeit. Und das ist auch okay so. Ich glaube, es ist da voll okay, nach seiner Intuition zu gehen und sich die Wege auszusuchen, die einen wirklich ansprechen. Wenn das für dich Robert Betz ist – genial! 🙂
      Alles Liebe dir!
      Anna

  4. Dieser Betz riecht mir regelrecht nach den Maschen die auch von Sekten angewandt werden:
    Erst erzeugt man in Menschen das negative Gefühl, ein unvollständiger und armer hilfsbedürftiger Mensch zu sein, ohne natürlich irgendwelche wissenschaftlichen Quellenverweise. Bietet dann selbst aber keinerlei Lösungsvorschläge an sondern verweist auf weitere Bücher, CDs und Kurse die man bei ihm für viel Geld kaufen kann. Gefährdet sind alle, die es nicht schaffen, Informationen mit einer angemessenen inneren Distanz zu verarbeiten. Daher sollte man bei solchen Bauernfängern einen großen Bogen um irgendwelche Youtube-Videos machen, denn mit Videos ist es noch leichter, Menschen zu manipulieren.

    Einfach mal „Betz“ bei Amazon in den Suchschlitz schmeißen und sich die negativen Bewertungen durchlesen.

    Anna, ich wünsche dir alle Kraft und viel Glück für die Zeit, die du vor dir hast 🙂

    • Vielleicht ist es ein wenig dieser Touch, Tobias, den ich bei Herrn Betz auch bemerkt habe. Aber ich will mir selbst kein Urteil über ihn bilden, da ich mich einfach viel zu wenig mit ihm beschäftigt habe. Am meisten lerne ich einfach in meinem Alltag. Ich lese gerne Bücher und lasse mich inspirieren, aber man ist dann doch eben selbst der beste Guru für einen selbst. 😉
      Danke dir von Herzen für die lieben Wünsche!
      Anna

  5. Ein wundervoller Beitrag, Anna!
    Mögest Du an Deinem Kind wachsen, ihr gemeinsam spielerisch die Welt neu erkunden und genießen!
    Ich liebe Deine Artikel und vor allem Deine gespürten Gedankengänge.
    Ich bin bei Euch. xxoxx

  6. Hallo Anna,

    kurz und knapp…einfach wieder nur wundervoll geschrieben!

    Du bist eine Inspiritation und ich bin dankbar, dass es Deinen Blog gibt.

    Mach weiter so! 😉

    Alles Gute für die Geburt – Licht und Liebe für Euch!

    Liebe Grüße
    Thorsten

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