Mein Körper und ich – Die ungeschminkte Wahrheit

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Ich habe Probleme mit meinem Körper und meinem Aussehen, auch wenn mir das manche nicht glauben werden. Die Dinge, die eine fiese Stimme in mir mir immer wieder an den Kopf wirft, sind alles andere als schön. Aber ich will ihr nicht länger Glauben schenken. Ja, ich habe Angst, darüber zu schreiben und hier Fotos von mir einzustellen, auf denen ich ungeschminkt bin – aber ich will mich nicht von ihr davon abhalten lassen. Denn wie kann es sein, dass ich dich ständig dazu ermutige, deine eigene Wahrheit zu leben, während ich es nicht einmal schaffe, ungeschminkt aus dem Haus zu gehen? Heute will ich mit dir meine Geschichte über meinen Körper und mich teilen. Das fällt mir verdammt schwer, denn es ist keine Liebesgeschichte. Aber vielleicht kann sie dich dazu ermutigen, dich auf denselben Weg der Akzeptanz und Wahrheit zu machen – denn ich weiß: Wenn wir uns völlig annehmen (und dazu gehört auch unser Körper), stellt sich der Flow ganz von selbst ein.

Mein Körper und ich – keine Lovestory

Ich habe eine wirklich wundervolle Entwicklung hinter mir, in der es mir immer besser gelingt, meine eigene Großartigkeit zu sehen und sie auch nach außen hin zu zeigen. Aber ich habe einen ebenso weiten Weg noch vor mir. Das wurde mir erst letztens so richtig bewusst. Als ich mich mit einem Freund ungeschminkt getroffen habe und die ganze Zeit Angst hatte, dass er mich „hässlich“ findet, wusste ich: Das ist ein Punkt, an dem ich noch sehr viel arbeiten darf. Und genau das mache ich – ich bin mutig und zeige mich dir. Das erfordert von meiner Seite aus recht viel Überwindung, denn mein Körper und ich sind immer noch nicht so wirklich gute Freunde.

Mir das einzugestehen, fällt mir verdammt schwer. Ich merke, dass diese Thematik eine ist, die ich immer wieder verdrängt habe, an die ich mich bisher noch nicht so wirklich herangetraut habe, weil sie einfach zu angstbehaftet war. Außerdem ist es mir so sehr zur Gewohnheit geworden, mich vor dem Spiegel zu kritisieren, dass ich es nicht einmal bewusst wahrgenommen habe. Aber in letzter Zeit häuften sich die Zeichen dafür, dass es Zeit wird, sich mit dem Bild, das ich von meinem Körper habe, auseinanderzusetzen.

Auf einem Fest, auf dem ich kürzlich war, wurde ich erstaunlich oft von Männern angesprochen. Sobald ich auch nur eine Sekunde alleine stand, wurden mir sofort Getränke angeboten oder mir gesagt, ich sehe gut aus. Dabei hatte ich nichts Aufreizendes an, um mich herum waren auch sehr viele gutaussehnde Mädels. Inzwischen nehme ich solche Komplimente dankend an und ich fühle mich für einen winzigen Augenblick gut. Doch diesmal fiel mir auf, wie leer mich das zurücklässt, ja, dass mir das manchmal sogar wie blanker Hohn vorkommt!

Denn wenn ich nach Hause komme, wische ich mir das Make-up aus dem Gesicht und schaue in den Spiegel. Fast jedes Mal ist mir dabei nach Heulen zumute. Ich entdecke hier einen Pickel, dort eine weitere Falte, und sogar ein paar graue Haare habe ich schon. Im unbarmherzigen Licht der Badezimmerlampe finde ich mich alt, meine Augen zu klein, meine Nase zu breit, meine Haut zu ungleichmäßig. Manchmal mache ich ein Selfie, das mich eigentlich davon überzeugen soll, dass ich gar nicht so „schlimm“ aussehe – doch das geht meist nach hinten los. Ich finde dann, dass ich noch furchtbarer aussehe, als ich mich fühle. Sofort lösche ich das Bild oder mache so viele weitere, in unterschiedlichen Lichtverhältnissen, mit verschiedenen Filtern, bis ich mir einigermaßen gefalle. Alle „hässlichen“ Bilder lösche ich natürlich sofort.

Ja, das ist die Wahrheit. So unangenehm es mir jetzt ist, sie aufzuschreiben. Doch dass ich mich ungeschminkt kaum ertragen kann, ist nicht mein einziges Problem. Ich beschimpfe innerlich meinen ganzen Körper. Ich bin groß (1,74m) und schlank (nah dran an 90-60-90) und ich weiß, dass ich eigentlich keinen Grund zu meckern hätte, aber ich finde immer irgendetwas, das nicht passt. So habe ich beispielsweise keine gerade Körperhaltung. Als Kind war ich schon immer eher groß, wollte mich aber immer klein machen, um nicht aufzufallen. Auch jetzt noch stehe ich selten in meiner vollen Körpergröße da – immerhin wird mir das inzwischen bewusst. Wenn ich mir meine „krumme“ Körperhaltung im Spiegel anschaue, könnte ich heulen.

Auch beim Yoga gibt es Positionen, die ich partout nicht kann. Ich tendiere stark dazu, sie deswegen nie zu machen, weil ich mir sonst so „jämmerlich“ vorkomme. Bei meiner letzten Yogastunde stiegen mir die Tränen in die Augen, weil ich bei einer Haltung mit Abstand die „Schlechteste“ war. Ich brauchte besondere Hilfe von der Lehrerin und wäre am liebsten aus dem Raum gerannt. Da war eine verdammt laute Stimme in mir: „Und du bildest es dir ein, eine Yogalehrer-Ausbildung machen zu wollen? Wenn du nicht einmal das hinkriegst?!“ Aber ich blieb. Und ich akzeptierte schließlich, dass manches bei mir länger dauert. Das war sehr heilsam, aber gleichzeitig wurde mir wieder einmal klar, dass ich noch einen weiten Weg vor mir habe, dass mir noch oft Tränen in die Augen steigen werden.

Es gibt auch Körperteile an mir, die ich grundsätzlich nicht mag und sie deswegen so gut wie niemals berühre. Das ist total verrückt, oder? Ich ging auch jahrelang nicht ins Freibad, weil ich mich so für meinen Körper schämte. Ich hatte regelrechte Panik vor den Blicken der anderen, es war fast paranoid. Mir fielen 1000 Körperstellen ein, die nicht perfekt waren! Würden sie mich beurteilen? Verurteilen? Genauso traute ich mich auch viele Jahre lang nicht, Sandalen anzuziehen, weil ich meine Füße nicht mochte. Wenn ich daran zurückdenke, dann habe ich doch schon sehr viele dieser Ängste losgelassen. Aber eben nicht alle. Die Angst vor dem Ungeschminktsein zum Beispiel.

Inzwischen weiß ich, dass vieles von meiner Erziehung herrührt, wo es so einige (kulturell bedingte) Tabus gab und alles, was mit Nacktheit zu tun hatte, schambehaftet war. Diese Ängste verschärfte meine erste Beziehung noch. Ich war 17 und glaubte, die Liebe meines Lebens gefunden zu haben. Stattdessen geriet ich in eine gewalttätige Abhängigkeit von einem Mann, der psychisch noch mehr Probleme hatte als ich. Das sah ich damals natürlich nicht. Damals war er der strahlende Ritter, der es schaffte, mir weiszumachen, dass Gewalt und ein respektloser Umgang mit dem Körper des anderen (!!!) zu einer „gesunden“ Beziehung „dazugehörte“. Dass das sowohl für meinem Selbstwert als auch für mein Körpergefühl fatal war, erkannte ich erst viele Jahre später.

Warum ich dir das alles erzähle?

Puhhh, das zu schreiben ist für mich so schwer. Ich muss weinen. Wie ich mich all die Jahre behandelt habe, wie ich es immer noch tue! Das ist doch beschissen, echt! Das kann doch nicht sein, dass ich diesem wundervollen Körper, der so viel für mich tut und mich niemals im Stich lässt, so etwas antue – dass ich ihm ständig sage, dass etwas an ihm nicht stimmt! Gerade fühle ich Traurigkeit und es tut mir so leid… Ich will meinem Körper sagen, dass ich mich bessern werde, dass er Liebe verdient hat und nicht die Schimpferei, die er ständig abkriegt!

Ich bin sehr traurig, aber gleichzeitig fühle ich auch, wie sich etwas auflöst, wie etwas in mir heilt. Hier zu schreiben, meine Geschichte mit dir zu teilen, heilt mich. Denn das Schreiben zwingt mich, bewusst hinzuschauen, bewusst alle Gedanken zuzulassen, die gerade auftauchen – mir die fiesen Worte anzusehen, die sich mein Ego für meinen Körper ausdenkt. Und dieses Hinschauen und das Bewusstmachen sind immer der erste Schritt. Immer. Ich weiß, dass ich nichts weiter zu tun brauche, als immer wieder hinzusehen und mir immer wieder darüber bewusst zu werden, was da gerade in mir passiert, welche Gedanken ich denke. Dadurch öffnet sich etwas in mir und es erscheint etwas Neues – zögerlich noch, aber doch nicht zu übersehen: Akzeptanz. Freundschaft. Und Liebe.

Hast du auch eine Anti-Lovestory?

Hast auch doch solche Ängste und Zweifel, was deinen Körper betrifft? Vielleicht welche, die du noch nie wirklich angesehen hast, die du immer hingenommen hast? Vielleicht gehst auch du niemals ins Freibad, hast dich inzwischen aber so sehr damit abgefunden, dass es dich nicht länger stört? Vielleicht sagst du dir, dass es dort sowieso zu heiß und zu laut ist, obwohl du eigentlich nur nicht willst, dass andere deinen Körper sehen?

Als Frau ist es ja schon fast normal, überkritisch mit dem eigenen Aussehen ins Gericht zu gehen. Das gehört doch irgendwie dazu, dass man sich als zu dick, zu blass oder zu ________ (hier dein Lieblingsadjektiv einsetzen) bezeichnet. Doch wenn du ein Mann bist, hast du vielleicht ähnliche Probleme, sprichst aber nicht darüber. Oder aber, es ist dir bisher noch gar nicht aufgefallen, dass du dich nicht ________ genug findest. Das Fiese ist: Wir merken das so oft nicht einmal!

Ich dachte so lange Zeit, ich hätte Freundschaft mit meinem Körper geschlossen, weil ich inzwischen ins Freibad gehe, Sandalen trage und manchmal sogar nur mit Wimperntusche aus dem Haus gehe. Auf meinen Fortschritten habe ich mich gemütlich ausgeruht. Aber meine Güte! Da ist noch soooo viel zu tun! Wie ist das bei dir? Sei jetzt mal ganz ehrlich! Beobachte dich mal ganz genau, wenn du das nächste Mal vor dem Spiegel stehst: Was sagt die Stimme in deinem Kopf zu dir? Wie kritisiert sie dich? Gibt es an dir einen Teil, den du nicht einmal ansehen oder anfassen willst? Wofür schämst du dich? Du musst das niemandem sagen, nur du selbst musst die Wahrheit kennen. Und: weine, wenn dir nach Weinen zumute ist! Entschuldige dich bei dir selbst, lass alles kommen, was kommen will.

Eine Geschichte lässt sich umschreiben…

Als ich meinen Roman geschrieben habe, wusste ich: Ich habe viel geschafft. Doch gleichzeitig war mir klar, dass die eigentliche Arbeit erst jetzt beginnt: das Überarbeiten. Du glaubst gar nicht, wie froh ich darüber bin, dass wir im Zeitalter von Word und Co. leben. Wir können komplette Szenen löschen, sie nach Belieben woanders wieder einfügen. Wir müssen nichts mehr mühsam per Hand oder auf der Schreibmaschine aus einem Guss erstellen. Nichts muss auf Anhieb perfekt sein. Wenn wir eine Geschichte geschrieben haben und im Anschluss feststellen, dass sie beschissen war, können wir einfach eine neue beginnen oder bestimmte Szenen umschreiben, bis sie uns gefallen. Genauso ist das auch bei der Geschichte zwischen dir und deinem Körper.

Auch wenn Lovestorys manchmal ausgelutscht klingen, will ich eine schreiben. Nein, sie wird nicht flach, denn die Liebesbeziehung hatte in der Vergangenheit mit vielen Hindernissen zu kämpfen. Aber: Sie bekommt ein Happy End, so viel weiß ich. Und auch, wenn es anstrengend ist, an dieses Happy End zu gelangen: Ich will es tun. Heute mache ich den ersten Schritt in diese Richtung. Ich werde mir bewusst über all das fiese Zeug, das ich zu mir sage – und auch, wenn ich nicht von heute auf morgen damit aufhören werde, weiß ich, dass ich eine Entwicklung in Gang gesetzt habe. Sie hat damit begonnen, dass ich Bilder von mir gemacht habe, auf denen ich ungeschminkt bin. Und auf denen ich am Ende lache.

Wie sieht deine Geschichte aus? Wo kannst du sie umschreiben? Welche ungeschminkte Wahrheit musst du dir noch sagen?

Hier noch ein wenig was für dich zum Lesen:
Wie ich lernte, die Großartigkeit in mir und anderen zu sehen
Warum wir unseren Schatten brauchen
Bringt deine Vergangenheit dich aus dem Flow?

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10 Kommentare

  1. Hallo Anna, ich kenne das leider nur zu gut und je älter ich werde, desto schlimmer wird es. In meinem Freundeskreis habe ich beobachtet, dass gerade die schönsten Frauen die größten Komplexe hatten. Warum das so ist, weiss ich nicht Vielleicht vergleichen wir uns zu sehr mit den HochglanzPhotoshopBildern. Solche Phasen, dass man sich selbst verzerrt sieht und nicht der Realität entsprechend kann auch eine leichte bis mittelschwere Form von Dysmorphophobie sein. Bei mir ist es besser geworden, aber es gibt immer noch Phasen, wo ich mich alt, hässlich, fett, faltig und absolut unzulänglich finde. Ich habe beschlossen, diese Gedanken nicht mehr zu bekämpfen und sie einfach sein zu lassen, ihnen aber auch nicht noch mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Es gelingt mir immer besser, auch wenn ich ab und an Rückfälle habe :-D. Liebe Grüße Flamingo

    • Lieber Flamingo,
      ich kann mir vorstellen, dass das bei den schönsten Frauen gerade deswegen problematisch ist, weil sie sich mit ihrem Äußeren viel mehr identifizieren und es gewohnt sind, ständig gesagt zu bekommen, dass sie gut aussehen. Wenn dann mal nichts kommt oder sie das im krassen Vergleich zu ihrem wahrgenommenen Bild von sich sehen, ist das ziemlich krass. Natürlich spielen die Magazine und Bilder in der Werbeindustrie eine große Rolle. Sie gaukeln uns vor, dass es ein Ideal gäbe, das gar nicht existiert. Aber auch wenn du und ich manchmal Rückfälle haben – lass uns einfach damit weitermachen, uns selbst zu lieben und zu akzeptieren! 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  2. Pingback: Die ungeschminkte Wahrheit? – Infantilblog

  3. Du siehst auch ungeschminkt toll aus; macht einen viel natürlicheren und „echteren“ Eindruck. Ich mag es! Aber das weißt du ja schon 🙂

    • Ja, da weiß ich, lieber Elias, danke dir trotzdem für deine Worte. Ich „kämpfe“ da immer noch mit mir. Ich finde mich geschminkt einfach schöner. Aber ich frage mich… Was spricht denn dagegen, sich ein wenig zu schminken, wenn man sich bewusst dafür entscheidet? 😉

  4. Hach ja diese Probleme kenne ich auch gut. Als Teenager war ich übergewichtig, pickelig und wurde gehänselt… Selbst Jahre später, nachdem ich abgenommen habe, fühle ich mich oftmals immer noch wie das hässliche Entlein. Besonders belastend sind immer noch meine Hautprobleme. Ich hasse meine Pickel und viel zu großen Poren. Dazu kommt dann noch mein „Hängeauge“ wie ich es immer nenne… Also die Lidfalte auf der einen Seite hängt runter, was meiner Meinung nach die Symmetrie stört und mich fast täglich deprimiert.
    Allerdings habe ich mich auch schon ein bisschen weiterentwickelt. Ich bin auch jahrelang nicht schwimmen gegangen aus Angst und Scham. Inzwischen denke ich mir wie bescheuert es war, meine Lebensqualität so einschränken zu lassen.
    Ich versuche mich auch mehr darauf zu konzentrieren, das Körper nun mal verschieden sind und dass es viel wichtiger ist gesund zu sein als irgendeinem allgemeinen Schönheitsideal zu entsprechen.
    Übrigens finde ich es persönlich nicht schlimm sich zu schminken, wenn man es tut, weil es Spaß macht, weil man Freude daran hat verschiedene Facetten an einem zu zeigen. Tut man es allerdings um anderen zu gefallen und weil man denkt ungeschminkt nicht so gemocht zu werden ist es wohl bedenklich.

    • Liebe Katja,
      es tut mir leid, dass auch du keine so tolle Zeit mit deinem Körper hattest. Es ist verrückt, wie vielen es eigentlich so geht, oder? Es ist schön, dass du jetzt versuchst, dich darauf zu konzentrieren, dass Körper verschieden und auf ihre eigene Art und Weise schön sind. Und wenn wir von innen heraus strahlen, wem fallen dann noch Pickel oder irgendwas anderes auf?
      Mit dem Schminken hast du recht. Ich merke aber, dass ich damit noch nicht ganz so den gesunden Umgang gefunden habe, denn ich kann mir z.B. absolut nicht vorstellen, ungeschminkt in die Arbeit zu gehen. Aber ich arbeite daran – auch wenn es nur Babyschritte sind.
      Ganz liebe Grüße und alles Liebe dir noch auf deinem Weg!
      Anna

      • Danke für deine liebe Antwort, Anna! 🙂
        Ich habe letztens mal mit einer Freundin darüber gesprochen, wie unwohl ich mich wegen meiner Pickel fühle und sie meinte auch, dass das kaum auffällt. Wahrscheinlich ist es wirklich so, dass man selbst am meisten darauf achtet. Ich denke man ist mit sich selbst immer viel kritischer als andere es sind oder man es selbst mit anderen ist. Mir geht es jedenfalls so, dass mich Dinge, die mich an anderen nicht stören, an mir selbst stören. Verrückt, oder? Wieso kann man bei anderen ein paar Kilos zu viel sogar hübsch finden, aber man selbst fühlt sich als dicke Kuh? An solchen Sachen habe ich auch noch zu arbeiten.

        Ich kann jedenfalls nachvollziehen, dass du dich noch nicht traust ungeschminkt zur Arbeit zu gehen, aber das wird bestimmt noch klappen. 🙂 Vielleicht kannst du an einem guten Tag, an dem du dich auch ungeschminkt schön fühlst einfach kurz ungeschminkt rausgehen und das dann einfach immer steigern. Man merkt ja dann wie die anderen reagieren oder auch eben nicht reagieren. 😀

        Ich wünsche dir auf jeden Fall auch alles Liebe auf deinem Weg!

  5. Hi Du Hübsche !
    Du siehst wunderschön aus. Auch ungeschminkt.
    Aber ich kenn das nur zu gut, dass es wenig Wirkung hat, wenn es der Andere sagt und man selbst so überhaupt kein Kompiment für sich übrig hat.

    Danke, dass Du meine (äh, entschuldige), Deine 😉 Anti-Lovestory erzählt hast.

    Diese Antilove kann ja dann so weit gehen, dass man sogar an sich rumschnipseln lässt.
    Ehrlicherweise gebe ich zu, dass das schon auch ein bisschen beiträgt, die eigene Antilove-Story für sich rosiger zu gestalten.
    Aber möglicherweise ist das nur die Lovestory des Egos.

    Was auch noch ist: ich selbst nörgle ja nicht nur an mir selbst aussehensmässig an mir herum, sondern auch an Anderen: „Die ist nicht hübsch“, „das ist nicht hübsch“ , „oh mein Gott, schau ich auch so aus ? Das ist dann gar nicht boshaft gemeint, sondern es gefällt mir einfach nicht.
    Vielleicht hiflt es auch für sich selbst, auch am Anderen jene Punkte zu suchen, die man DENNOCH schön an ihm findet. Irgendwas gibt es immer. Vielleicht die Farbe und Intensität der Augen oder was auch immer.

    Ich hoffe, dass Deine Antilove-Story schon ganz weit zu einer intensiven, strahlenden, warmen Liebe geworden ist.
    Alles andere wäre nämlich absoluter Unsinn !

    • Liebe Renate,
      Danke dir für deine Worte! Inzwischen hat sich tatsächlich schon sehr viel bei mir getan. Schönheit hat für mich eine tiefere Dimension bekommen – nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen. Ich entferne mich immer weiter von den Schönheitsvorstellungen der Hochglanzmagazine und komme näher heran an eine wahre, natürliche Schönheit. Es macht mir immer weniger aus, ungeschminkt rauszugehen und allgemein weniger „aufzulegen“ – eine wundervolle Reise voller Bewusstsein, die einfach nur Sinn macht.
      Ganz liebe Grüße dir!
      Anna

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