Schluss mit Entwicklung, her mit den Chips!

Untitled design

Du liest diesen Artikel. Es wird vermutlich einer von vielen sein und dieser Blog nicht der einzige, dem du folgst. Auf deinem Nachttisch stapeln sich womöglich gelesene, ungelesene und halb gelesene Bücher, die alle eins zum Thema haben: die Selbstentwicklung. Du merkst, wie du Fortschritte machst, wie langsam ein neues Leben dich willkommen heißt. Und du willst mehr davon. Es gibt so vieles, was sich noch auszuprobieren lohnt. Diese Meditation, jene Technik will geübt werden. Inspiration macht auch mir sehr viel Spaß und ich hatte erst eine Woche, die voll damit war. Doch was ich nicht erwartet hatte, war, dass ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückwollte. Ich wollte in die „normale“ Welt. Ohne Bücher über Persönlichkeitsentwicklung, ohne Buddhas und ohne Duftöle. Dafür aber mit einer Tüte Chips.

Was hat das denn jetzt mit Chips auf sich?

Jetzt wirst du dich vermutlich fragen, ob ich ein klein wenig vom Essen besessen bin. Erst lobe ich in einem Beitrag die Schokolade in den Himmel und nun kommen die Chips? Ja, richtig, die als so ungesund verschrienen Chips. Und das sag ich als kleiner, militanter Gesundesser – der jedoch auch gerne Ausnahmen macht. Sei es bei Schokolade oder bei Chips. Denn manchmal erfordert das Leben einfach diese verdammte Tüte mit dem salzigen Kartoffelsnack. Denn sie lassen uns so herrlich wieder auf dem Boden der Tatsachen landen, wenn wir mal wieder himmelhoch geflogen sind und dabei waren, uns in Selbstentwicklungs- und -optimierungsmaßnahmen zu verlieren. So eine Woche habe ich jetzt hinter mir. Sie war schön, aber ich bin froh, wieder „hier“ zu sein.

Chips sind für mich etwas, das ich mit gemütlichen Hauspartys bei Freunden verbinde. Ab und an gibt es sie auch ohne einen solchen Anlass. Aber immer, wenn es sie gibt, erlaube ich sie mir ausdrücklich. Jetzt, da ich die etwas gesündere (aber genauso leckere) Variante der Gemüsechips entdeckt habe, ein wenig öfter als davor. Chips habe ich gegessen, als ich zum ersten Mal Flaschendrehen spielte und meine große Liebe dabei küssen durfte. Ich habe sie gegessen, als mein Lieblingsfilm endlich auf DVD rauskam. Ich habe sie gegessen, als ich meine Freundinnen zu einem geheimen Horrorfilmabend eingeladen habe. Und auch, um nach einigen Sekt zu viel an Silvester wieder etwas im Magen zu haben. Ich habe also ausschließlich positive Erinnerungen mit diesem Zeug.

Vor einer Weile hat sich mein Leben wirklich verändert. Ich habe nicht nur meine Ernährung, sondern meine gesamte Lebens- und Denkweise umgestellt. Es sind viele neue Menschen in mein Leben getreten und einige der alten haben sich verabschiedet. Und mit ihnen sind die Chips-Abende ein wenig seltener geworden. Das ist okay, das Leben verändert sich eben. Es ist eine Veränderung, die bei mir ganz natürlich vonstatten ging und mit der es mir sehr gut geht. Aber das bedeutet nicht, dass es in der Zeit vor dieser Veränderung keine tollen Momente gegeben hat. Die hat es. Manche davon waren eben von Chips begleitet. Und deswegen sind sie für mich etwas, das mich in die einfache, aber schöne Alltagsrealität zurückholt. Denn genau dieses Zurückholen habe ich vor Kurzem gebraucht!

Auf der Selbstentwicklungswolke…

… war ich eine komplette Woche lang. Genauso habe ich es mir gewünscht. Mein Trip nach London letzten Monat war fantastisch, aber so eine Großstadt ist für einen so sensiblen Menschen wie mich auch immer tierisch anstrengend. Solange das nicht nonstop so geht und ich anschließend Zeit für mich habe, ist das auch vollkommen in Ordnung. Da ich unbedingt eine Woche Fasten ausprobieren wollte, legte ich diese „Zeit-für-mich-Woche“ also vor Ostern. Passt ja auch gut in den Frühling – sich von allem Unnötigen zu verabschieden.

Du wirst mir gar nicht glauben, wie schwer es war, diese eine Woche vollkommen frei von Terminen oder Verabredungen zu halten. Und wie schwer es ist, jemand Außenstehendem zu erklären, was und warum man das eigentlich tut. „Nein, ich will nicht abnehmen“, war dabei mein Standardsatz. Natürlich habe ich abgenommen (welch Wunder, ich habe ja auch nichts gegessen – aber ein Hoch auf den Jojo-Effekt), und so mancher fand darin seine Bestätigung, dass ich bescheuert bin. Sei’s drum. Jedenfalls habe ich es tatsächlich geschafft, die Woche vollkommen ohne irgendwelche Vorgaben und möglichst frei von Erwartungen anderer zu halten.

Es war nicht nur die Tatsache, dass das Essen währenddessen wegfiel, sondern auch, dass ich mich intensivst mit mir selbst beschäftigt habe. Meditation, Yoga, Spazierengehen und Lesen sind ja auch so schon ein großer Teil meines Lebens, aber nicht in dem Extrem, in dem ich es in dieser Zeit praktiziert habe. Es tat sehr gut. Eine Auszeit von allem. Manchen gelingt das ja scheinbar nicht, wenn sie zu Hause sind, aber ich kann das recht gut. Ich liebe mein Zuhause. 🙂

Ich hatte erwartet, dadurch Erkenntnisse über mich und mein Leben zu erhalten. Und meine Erwartungen wurden diesbezüglich auch nicht enttäuscht. Mir ist etwas sehr Wichtiges über meine Vergangenheit und meine Familie klar geworden, das einen Knoten gelöst hat. Ich fühle mich nun viel freier und habe den Eindruck, dass ich meiner Familie auf einer völlig neuen Ebene begegnen kann. Ja, dass ich den Sinn von Familie nun zum ersten Mal wirklich begreife – und zwar nicht nur mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen.

Doch eine Erkenntnis hatte ich überhaupt nicht erwartet. Sie meldete sich am 5. Fastentag. Etwas in mir schrie nach Chips. Natürlich ordnete ich das als etwas ein, das beim Fasten wohl normal ist. Man sehnt sich irgendwann einmal nach Essen. Doch es war nicht nur das. Ich schaute mir das genau an, ging dem Ganzen auf den Grund. Ich konnte keinen Tee mehr sehen, auch keinen Saft mehr, nicht einmal Gemüsebrühe und am Ende wollte ich auch kein Wasser mehr – all das hatte vorher gut funktioniert, wenn der Hunger kam. Doch am 6. Tag wollte ich auch von Meditation und Yoga nichts mehr wissen – und schon gar nichts mehr von irgendwelchen Büchern, in denen es um Entwicklung ging. Ich nahm freiwillig meinen Roman zur Hand, den ich für die Fastenzeit unterbrochen hatte, und versank in ihm. Da wurde mir klar: Ich werde einen Tag vorher abbrechen. Ich bin durch mit alldem. Ich will wieder Chips.

Also habe ich ein klein wenig geflunkert, als ich dir erzählt habe, dass ich eine Woche gefastet habe. Genau genommen habe ich 6 Tage gar nichts gegessen, zwei Tage davor gab es Rohkost und Smoothies und auch in den beiden darauffolgenden Tagen nur Schonkost. Und nun sitze ich mit einer Tüte Chips am Laptop und strahle über beide Ohren.

Die Entscheidung, das Fasten einen Tag eher abzubrechen, war zu 100% die richtige. Ich habe auf meine Intuition gehört und nicht auf meinen Verstand, der etwas „durchziehen“ wollte. Meine Intuition sagte mir ganz deutlich, dass ich das gelernt hatte, was ich lernen wollte und dass ich nun wieder in die normale Welt zurückkehren kann. Und ich wollte nichts sehnlicher als das! Ich wollte wieder unter Leute, ich wollte meine Familie sehen, ich wollte lecker Essen gehen und auch mal ein Gläschen Wein trinken. Ich war bereit dafür, mit Sorgen anderer belastet zu werden und meine E-Mails wieder zu beantworten. Und ich freute mich wie verrückt auf meinen Job!

Klingt das ein wenig seltsam für dich? Ganz ehrlich, es war ein Gefühl, das ich wirklich nicht erwartet hatte. Meist sehne ich mich nach dem Alleinsein, nach Ruhe und Erholung und ausgiebiger Zeit für mich. Manchmal stöhne ich unter meinem „Freizeitstress“ (der sich wirklich in Grenzen hält) und mir ist alles zu viel. Dann wünsche ich mir ein Leben im Kloster in Tibet oder in einer einsamen Hütte in den Wäldern Kamtschatkas – oder so ähnlich. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass es ein „Zuviel“ an Erholung und „Zeit für mich“ gibt. Aber das gibt es. Ich habe es erlebt. Und das finde ich total genial, denn nun weiß ich, dass ich für ein Leben im Kloster nicht geeignet wäre.

Ich habe beide Tendenzen in mir: Manchmal bin ich unglaublich introvertiert und will von der Welt nichts wissen. Und in Phasen wie der jetzt gerade möchte ich raus, mich mit Menschen treffen, reden und einfach nur „normale“ Dinge tun: arbeiten gehen, die Wohnung putzen, einkaufen – das Übliche eben. Das, was einen manchmal ganz schön nervt.

Ein Balanceakt

Ich habe verstanden, dass ich ein Leben in der Einsamkeit nicht möchte, dass das lediglich eine Fluchtfantasie ist, auf die ich in stressigen Zeiten zugreife. Und das darf ich auch. Sie hilft mir nämlich, diese durchzustehen. Dass ich ein Leben in völligem Stress und mit ständigem Halligalli auch nicht möchte, ist mir schon seit Längerem bekannt.

Jetzt gilt es für mich, diesen Balanceakt zu meistern und in der Mitte zu leben. In der Mitte zwischen Verzicht, Rückzug und Askese und Fülle, Gesellschaft und – Chips. Ich habe festgestellt, dass ich ganz genau diese Mitte liebe! Ich liebe diese Unterschiede in meinem Leben, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Ich liebe es, morgens ausgiebig Yoga zu machen und zu meditieren, dann „ganz normal“ zur Arbeit zu gehen und abends auf der Couch vor einer guten Serie eine Tüte Chips zu mampfen. Oft habe ich danach dann wieder Lust auf ein inspirierendes Buch.

Ich weiß, auch wenn ich gerade nicht so viel auf Partys unterwegs bin, wird es dennoch die eine oder andere geben, die ich genießen werde. Weil ich dann, wenn ich hingehe, es nicht aus Pflichtbewusstsein tun werde oder weil jemand anderes mich darum gebeten hat, sondern, weil mir nach vielen Menschen und lauter Musik ist – weil ich dann die Energie und das Leben spüren will!

Ich bin echt dankbar dafür, dass bei mir dieser Punkt kam, an dem meine Intuition „Schluss mit Selbstentwicklung!“ geschrien hat. Wenn man das nämlich ignoriert, endet man vermutlich wie irgendein selbsternannter Guru, der gar nicht mehr wirklich von dieser Welt ist. Erstaunlicherweise muss ich daran denken, dass auch Buddha sämtliche Lebensweisen ausprobiert hat, um sich schließlich für den „mittleren Weg“ zu entscheiden. Wenn der nämlich mit Bewusstheit gelebt wird, kann er ebenso in den Flow führen wie zehn Jahre in Tibet. Da bin ich mir inzwischen ganz sicher.

Das ist eine verdammt gute Nachricht, denn sie bedeutet, dass du nicht erst 20 000 rituelle Verneigungen hinter dich bringen oder um die halbe Welt gereist sein musst, um die Füße eines Heiligen zu küssen. Du kannst dich daheim ganz prima entwickeln. Und das Gute an Daheim ist, dass du jederzeit, wenn du die Schnauze voll hast von Entwicklung, einfach zur Tüte Chips greifen kannst.

Lebe den mittleren Weg aus vollem Herzen

Denn die hilft dir, nicht abzuheben in Sphären, aus denen du nicht mehr herunterkommst. Sie hilft dir dabei, fest geerdet auf dem Boden zu bleiben und das Leben so zu sehen, wie es ist. Und genau das ist nötig, um die Welt zu verändern. Denn wenn wir alle mit unserem Frieden im Herzen in den Gipfeln des Himalaya leben würden, dann würde unsere Botschaft doch gar nicht ankommen.

Nein, es ist gut so, dass wir da sind, wo wir sind. Mitten im manchmal uns verrückt machenden Alltag. Es ist einfach, in der Isolation so zu tun, als sei man erleuchtet. Die wirkliche Kunst ist es, die Liebe, die wir in uns entdeckt haben, in anderen zu entdecken und sie weiterzutragen. Und das funktioniert sehr gut genau da, wo du dich jetzt gerade befindest.

Das wäre dann etwas unglaublich Praktisches, wofür du all die Bücher, Yogaübungen und Meditationen gar nicht unmittelbar brauchst. Denn was nützen sie uns schließlich alle, wenn wir unsere Erkenntnisse nicht mit der Welt teilen? Nicht unbedingt durch Worte, sondern einfach durch unser Verhalten und unsere Ausstrahlung?

Halte gut Ausschau nach der Falle, die dich dazu bringt, dich immer weiter und weiter entwickeln zu wollen. Womöglich bist du sogar hier einer falschen Vorstellung von Erfolg aufgesessen. Der Flow des Lebens hat einen Rhythmus, der sich auf und ab bewegt. Wir müssen unsere Balance ständig wiederherstellen. Für mich machen das die Chips. Und für dich? 😉

Kennst du auch das Gefühl, dass du die Schnauze voll von der Selbstentwicklung hast? Was tust du, um wieder im Alltag anzukommen? Ich bin schon gespannt auf deine „Methoden“! 🙂

Hier gibt’s noch mehr zu Lesen:
Die Rhythmen deines Lebens – wie du lernen kannst, sie anzunehmen und zu lieben
Ich starte in den Tag und in den Flow – Machst du mit?
Hab keine Angst, dein Leben zu verpassen!

 

Hat dir dieser Beitrag gefallen?

Möchtest du regelmäßig Inspirationen? Dann trage dich kostenlos in meinen Newsletter ein (jederzeit wieder abbestellbar). Ich freue mich schon auf dich!

Deine Daten sind bei mir zu 100% sicher. Du kannst den Newsletter jederzeit abbestellen.

11 Kommentare

  1. hallo anna,
    ich bin ganz bei dir, wenn du schreibst, es kann auch zuviel von allem sein. vielleicht beschäftige ich mich zuviel mit mir, lese
    zuviel „gscheite“ bücher usw. und….vor alllem, denke ich zuviel… und… hab trotzdem keine ahnung, wie das mit akzepieren und annehmen geht. pull shit!!!
    ich mach es mir jetzt mit einem schönen glas rotwein und chips gemütlich.
    liebe ❤️liche grüsse, margot

    • Hallo liebe Margot,
      na, wie war dein Abend mit Rotwein und Chips? Übrigens eine tolle Kombination! 😉
      Mach dir mal keine Gedanken, ob du zu viel liest oder denkst. Fühl einfach in die hinein. In dir ist schon die Antwort, ob es bei dir gerade zu viel ist oder nicht. Ich merke, wie meine Lust auf Bücher jetzt gerade wieder kommt – aber auf andere Bücher, weniger schwere kost, sondern was Frisches, Flippiges voller Energie. 🙂
      Dass du so tolle Erfahrungen mit dem Home Retreat gemacht hast, freut mich natürlich besonders. Es nach außen zu tragen ist tatsächlich nicht immer einfach und vielleicht auch eine lebenslange Aufgabe. Aber du machst das sehr richtig, wenn du sagst, dass du das der göttlichen Ordnung übergibt. Das meiste regelt sich von ganz alleine, wenn man aufhört, es unbedingt zu wollen. 😉
      Ich wünsche dir noch eine tolle Woche!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  2. muss nochmal….. ich hatte ja auch für eine woche so eine art home retreat. ES WAR HERRLICH?❤️?????❤️
    soviel liebe für mich selbst, ich war zum ersten mal für mich da ???
    doch, so wie du sagst, in der isolation ist es EINFACH!!!
    jetzt habe ich angst, mich all den „situationen“ die sich nicht verändert haben, zu stellen.
    und die liebe, die ich für mich fühle nach aussen zu tragen!!!
    HERAUSFORDERUNG PUR ??
    ich übergebe diese situation einfach mal der göttlichen ordnung !!
    alles liebe margot

  3. Ohh liebe Anna, DAS kann ich grad so gut nachvollziehen! Ich hab das auch letzte Woche gelernt, dass es mal genug sein muss mit der ständigen suche nach Weiterentwicklung und ich mit dem, was ich habe genug das Leben verschönern kann. Bei mir geht es seitdem zwar ganz schön rund mit irren Erkenntnissen jeden Tag, aber die sind überhaupt nicht mehr so „stressig“, früher dachte ich immer, ich müsste irgendwas mit denen machen^^ Aber sie tatsächlich einfach nur (an)zu erkennen, scheint vollkommen zu reichen… Hihihi danke für die Erleuchtung wozu die Chips gut sind. Und ich dachte schon, ich sei crazy, dass ich so unbändige Lust auf Chips hatte 😀
    Sei liebst gedrückt!
    Ruth

    • Hallo liebe Ruth,
      ha, das kenne ich, dass man das Gefühl hat, etwas mit den Erkenntnissen „machen“ zu müssen. 😀 Und du hast vollkommen recht: es reicht einfach nur, sie (an)zuerkennen, das hast du ganz treffen formuliert. Echt witzig, dass du auch so Lust auf Chips hattest. Ich finde, da kann man sie dann auch ohne schlechtes Gewissen genießen! Viel Spaß beim Snacken! 😀
      Fühl dich auch ganz lieb von mir gedrückt!
      Anna

  4. Liebe Anna,

    wunderschön geschrieben und es steckt viel Wahrheit in diesem Artikel 🙂 Habe das ähnlich auch schon für mich selbst festgestellt!

    Alles Liebe
    Suzanne

    • Liebe Suzanne,
      dein Roundpost hat mich ein wenig zu diesem Thema angeregt, wie du bestimmt schon gemerkt hast. 😉 Sind es bei dir auch die Chips? 😀
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  5. hallo liebe anna,
    mich hat’s a bissl herausgeworfen ?aus dem so angenehmen flow zustand. da mutter erde ihre schwingung so rasant erhöht, wirkt sich das wohl oft recht unterschiedlich aus.
    aber, wie gesagt, bin ich voll vertrauen, dass meine wundervolle seele den weg kennt,
    und dass, das allerbeste für mich geschieht.?? ich übe mich im fallenlassen und NIX zu TUN.
    sei ❤️lich umarmt von mir?margot

    • Nimm das so hin, dass du rausgeworfen wurdest. Das passiert den Besten von uns. 😉 Aber es ist so schön zu lesen, dass du voller Vertrauen bist! Das klingt ganz wundervoll!
      Fühl dich auch umarmt! 🙂
      Anna

  6. Ja Anna,

    Du kannst so herrlich ehrlich sein. Und das macht Dich groß. Du hüpfst direkt in mein Herz hinein.

    Ich war dieses Jahr in Kissleg auf einen Spirituellen Veranstaltung, die sich „Tanz der Wahrheit“ nannte. Ich freute mich riesig drauf. 5 Tage Liebe, Transformation und Gemeinschaft. Es gab nur vegane Küche, und es schmeckte mir erstaunlich gut, nur mein Darm reagierte mit vermehrter Gasbildung. Wir heilten unser Inneres Kind, haben viel miteinander gesungen, und ich war unendlich glücklich dort.

    Doch am 5. Tag war plötzlich alles anders. Ich hatte die Schnauze voll, von so viel Liebe. Es fühlte sich nicht mehr stimmig an. Und ich wollte Tier essen. So hab ich mittags die erleuchtete Gesellschaft kurz verlassen, bin ins Städchen gefahren und hab mir 3 Leberkässemmel gekauft. Mit Senf. Bauarbeiter Dinner. Gleich während der Rückfahrt unachtsam vernichtet.

    Und am Seminarhotel kam ein durch und durch freudestrahlender Martin an. Das war so heftig, dass mich alle fragten was denn mit mir los sei.

    Ja liebe Anna, Du hast recht, es kommt auf das rechte Maß an.

    Ich liebe Deine frohe und freie Art zu schreiben.

    Alles Liebe,

    Martin

    • Lieber Martin,
      wie schön, dass dieser Artikel so gut zu deinem eigenen Erlebnis passt! Als ich letztes Jahr auf einem Retreat war, musste ich auf dem Weg nach Hause an einer Raststätte anhalten und mir eine komplette Tafel Schokolade einverleiben. 😀
      Ganz liebe Grüße
      Anna

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.