Warum der Mond der ideale Taktgeber für Veränderungen in unserem Leben ist

Ich bin schon lange ein großer Fan vom Mond. Nein, ich gärtnere nicht nach ihm (ich gärtnere überhaupt nicht) und ich schneide meine Haare auch nicht an bestimmten Tagen. Aber seit einigen Monaten führe ich ein kleines Neumondritual durch, das bereits jetzt schon so viele positive Veränderungen in meinem Leben ausgelöst hat, dass ich diese Praxis mit dir teilen muss. Der Mond hat mir dabei geholfen, mein Leben bewusster wahrzunehmen und aktiv so zu gestalten, wie ich es mir erträume. Dass ich gerne eine Hexe bin, weißt du ja schon – in diesem Betrag erfährst du, warum ich gerade an Neumond so gerne ein Ritual mache, wie es aussieht und warum du das auch unbedingt ausprobieren solltest!

Ein wiederkehrender Taktgeber

Zuerst einmal: Du musst nicht an die Kräfte des Mondes „glauben“, um mit ihm zu arbeiten. Ich selbst denke nicht, dass er uns ständig beeinflusst. Aber ich finde ihn schön. Mystisch. Magisch. Und er hat eine unglaublich praktische Eigenschaft: Er hat einen wiederkehrenden Rhythmus, den man stets beobachten kann. Und genau diesen Rhythmus können wir alle uns zunutze machen, um unser Leben aktiv zu gestalten.

Ein Mondzyklus dauert 29,5 Tage, und ich persönlich glaube nicht, dass es Zufall ist, dass wir Frauen einen ähnlichen Menstruationszyklus haben. Das alleine zeigt uns schon unsere Verbindung zu dem Himmelskörper. Aber seit ich mit ihm arbeite, habe ich auch eine ganz persönliche Beziehung zu ihm aufgebaut.

Warum sollte ich mit dem Mond arbeiten?

Eine Mondpraxis kann so spirituell sein, wie du es brauchst und willst. Du kannst ein großes Ritual gestalten oder aber auch ganz still und leise für dich mit dem Mond arbeiten. Alles darf sein, denn hierbei geht es ganz alleine um dich und darum, wie du dich wohl fühlst! Das mal vorab. Aber warum solltest du überhaupt mit dem Mond arbeiten?

Nun, in unserer hektischen Zeit haben viele von uns den Zugang zu den Rhythmen der Natur verloren – in den stets beleuchteten Büros gehen die Jahreszeiten an uns vorbei, unser Tag-und-Nacht-Rhythmus wird durcheinander gebracht und oftmals verlieren wir auf diese Weise unseren eigenen Flow. Wir passen uns anderen (künstlichen) Taktgebern an, die unserer innersten Natur jedoch widersprechen, und fühlen uns dann auf unerklärliche Weise leer. Unserem Leben fehlt es an Bedeutung, wir haben nicht den Eindruck, aktiver Gestalter unserer eigenen Realität zu sein, fühlen uns wie betäubt.

Wenn wir zu den Rhythmen der Natur zurückfinden, kehren wir an unsere eigenen Wurzeln zurück. Wir kommen in uns selbst an, spüren, wenn etwas nicht stimmt und sind bereit, in unserem Leben Veränderungen einzuleiten. Und genau dafür eignet sich eine Mondpraxis ganz hervorragend.

Dein wichtigster Tag: der Neumond

Auch wenn der Vollmond eine unglaubliche Kraft hat und der Mond uns meist nur an diesem Tag so richtig auffällt, ist für mich der Neumond der Grundstein meiner Praxis und der Tag, an dem ich mein Hauptritual abhalte. Der Neumond steht nämlich für einen Neubeginn, das bedeutet: An diesem Tag setzen wir unsere Absicht für den Rest des Mondzyklus‘. Dieser Absicht folgen wir anschließend für genau 29,5 Tage.

Wir fühlen also an diesem Tag (oder auch schon kurz vor Neumond, bei mir zeichnet sich die Absicht dann bereits ab) in uns hinein und fragen uns, was es ist, das wir gerade jetzt in unserem Leben brauchen und wollen. „Was würde ich gerne erschaffen?“, „Worauf möchte ich bis zum nächsten Neumond meinen Fokus legen?“, „Was ist mir gerade wichtig?“, „Wie möchte ich mich in den nächsten Wochen fühlen?“ sind dabei Fragen, die dir helfen können, deine Absicht festzulegen.

Ich persönlich setze meine Absicht gerne etwas allgemeiner und leite dann aus ihr mehrere „Projekte“ ab, die ich den Zyklus über angehen möchte. Meine letzte Absicht war beispielsweise „Kreativität“. Darunter fiel dann: ein Bild malen, einen Song schreiben, ein Projekt planen, Fotos mit meiner Freundin machen. Aber diese Dinge zu erledigen finde ich dann gar nicht so wichtig, vielmehr wollte ich das Gefühl der Kreativität genießen. Ich wollte mich leicht und durchlässig fühlen für die Dinge, die durch mich hindurch entstehen wollten. Ich wollte mich inspiriert und voller kreativer Energie fühlen.

Weitere Beispiele für Neumondabsichten sind: „Körper“ (sich gesünder ernähren, einen neuen Kurs beginnen, sich eine Massage gönnen,…), „Schwesternschaft“ (sich einer Frauengruppe anschließen, mit der Mutter ein lange überfälliges Gespräch führen, einen Blogpost darüber schreiben), „Dankbarkeit“ (ein Dankbarkeitstagebuch beginnen, ein Dankbarkeitsritual gestalten,…). Deiner Fantasie sind hierbei keinerlei Grenzen gesetzt! Übrigens: Meine aktuelle Neumondabsicht ist: „Ankommen“.

Und was ist mit dem Vollmond?

Ich persönlich verfolge eine Praxis von insgesamt acht Mondphasen, die im Wechsel unsere aktive und passive Seite ansprechen. Besonders gefällt mir der Ansatz von Dr. Ezzie Spencer, ihr Buch gibt es bisher jedoch leider nur auf Englisch. Wenn du Lust hast, dich tiefer mit den Mondphasen zu befassen, empfehle ich dir, dich ein wenig einzulesen, aber nötig ist das nicht. Du kannst auch nur mit Neumond und Vollmond eine wundervolle persönliche Praxis gestalten.

Der Vollmond dient uns bei unserem Vorhaben als „Halbzeit“. Wenn es möglich ist, versuche ich auch hier ein kleines Ritual abzuhalten und mir anzuschauen, ob meine Neumondabsicht wirklich gut und sinnvoll war, oder ob ich meinen Kurs vielleicht korrigieren sollte. Ich ziehe Bilanz, wie es mir bisher ergangen ist, was unnötig ist und was in den nächsten beiden Wochen noch Aufmerksamkeit benötigt. Der Vollmond ist auch ausgezeichnet dazu geeignet, sich in Dankbarkeit und Fülle zu üben sowie den Moment zu genießen sowie alles, was wir nicht mehr benötigen, loszulassen. Wenn ich in einer Vollmondnacht alleine draußen bin, fühle ich mich auch besonders „ganz“ und „perfekt“. Er gibt mir das Gefühl, dass ich genau an dem Punkt in meinem Leben bin, an dem ich sein muss, um die Lektionen zu lernen, die noch vor mir liegen.

Meine eigene Mondpraxis

Ich selbst spüre bereits einige Tage vor Neumond, in welche Richtung meine nächste Absicht gehen könnte. Während meiner „Kreativität“-Mondphase war ich sehr im Tun. Das war zwar sehr schön und inspirierend, aber ich merkte am Ende der Phase, dass ich wieder mehr „Sein“ in meinem Leben benötigte und wählte deswegen das Wort „Ankommen“ für die aktuelle Phase. Da ich ein sehr visueller Mensch bin und gerne schreibe und zeichne, setze ich mich am Neumondtag oder kurz vorher mit meinem Block hin und widme mich dem Thema, das mich als Nächstes begleiten darf. Nachdem ich das Wort groß auf die Seite geschrieben habe, sammle ich schlagwortmäßig alles, was mir dazu einfällt – manchmal bereits in Kategorien geordnet, manchmal ganz wild und durcheinander. Das ist sozusagen meine Vorbereitung aufs Ritual, sie kann bei dir jedoch auch ganz anders aussehen. Sobald sich eine Absicht abzeichnet, könntest du darüber meditieren, einen langen Spaziergang machen, mit einem Freund darüber sprechen, darüber schreiben, ein Musikstück komponieren oder eine Geschichte verfassen – ganz so, wie es sich für dich richtig anfühlt.

Vielleicht reicht dir bereits diese Beschäftigung mit deiner Absicht. Ich jedoch mag es gerne noch ganz „offiziell“. Mein Ritual kreiere ich dabei ganz intuitiv. So suche ich mir die für mich passenden Kristalle heraus, das passende Räucherwerk und sonstige Gegenstände, die für mich von Bedeutung sind. Oftmals schreibe ich meine Absicht auf einen Zettel, den ich dann verbrenne, falte und in ein Glas schiebe oder einem Fluss überlasse. Manchmal lasse ich die Ritualgegenstände nach meine Ritual auch als Erinnerung stehen, trage einen kleinen Stein in meiner Tasche, der mich erinnert oder schreibe mir das Wort auch mal auf die Hand.

Das Ritual selbst führe ich entweder in der Badewanne oder draußen in der Natur durch. Dort weiß ich, dass ich völlig ungestört bin. Mein Partner kennt mich da schon und hält mir den Rücken frei, indem er sich um unser Kind kümmert. Er weiß schon ganz genau, was es bedeutet, wenn ich sage „Am Mittwoch ist Neumond, Schatz!“. Und er versteht das sehr gut, denn auf diese Weise fülle ich meine Energie auf kann dann voller Kraft für die beiden da sein.

Für mein letztes Ritual packte ich meine Gegenstände und machte mich auf an einen ungestörten Ort in der Natur. Unterwegs fand ich eine wunderschöne Feder, die ebenfalls Teil meines Rituals sein durfte. Als ich ankam, legte ich ein Tuch auf das Gras, stellte eine Kerze auf und zündete sie an, platzierte meine Kristalle, die Feder sowie mein Wort auf einem Zettel, dazu verräucherte ich etwas Salbei. Dann atmete ich tief ein und aus und kam in der Natur an. Mit einem Lächeln auf den Lippen bedankte ich mich bei mir selbst für die tollen Dinge, die ich unter meiner letzten Absicht geleistet hatte und ließ die neue Absicht in mein Herz sinken, spürte tief in mich hinein, wie sie sich anfühlte. Das klingt komisch, aber an dieser Stelle spreche ich gerne mit mir selbst oder dem Universum. Ich erzähle ihm oder mir alles, was mir auf dem Herzen liegt und schenke mir zur Feier des Tages ein Schlückchen Wein ein. Dann verweile ich ein wenig an dem Ort und genieße die Zeit mit mir alleine. Und das ist eigentlich auch schon alles.

Kreiere deine eigene Praxis!

Du kannst meine Mondpraxis gerne als Inspiration nutzen, aber auch etwas völlig Neues und für dich Passendes erfinden! Es geht hier schließlich nur um dich und darum, dein Leben bewusst zu gestalten. Ich liebe es, Bilanz zu ziehen, zu sehen, worauf ich in meinem Leben stolz sein kann und was es noch zu tun gilt. Mich erfüllt es, Dinge, die ich schon immer mal tun wollte, endlich anzugehen. Ich finde es einfach toll, mein Leben aktiv mithilfe des Rhythmus der Natur zu gestalten. Ich will nicht eines Tages feststellen, dass ich unbewusst vor mich hin gelebt habe, dass ich das Wunderschöne nicht gesehen habe, dass ich meinem Flow nicht gefolgt bin. Ich mag vielleicht bei dem ein oder anderen Vorhaben scheitern, aber man kann nicht sagen, dass ich es nicht versucht habe.

Wenn du magst, möchte ich auch dich dazu einladen, den Mond ganz aktiv als Taktgeber für dich und dein Leben zu nutzen. Wenn du es probieren willst, bin ich total gespannt auf deine Erfahrungen! Teile sie unbedingt mit mir! Und wenn du bereits mit dem Mond arbeitest, kann ich es kaum erwarten, zu lesen, wie du das denn machst! Vielleicht kannst auch du eine Inspiration für mich sein!

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6 Kommentare

  1. Liebe Anna,

    dein Artikel spricht mich unmittelbar an, und zwar weil ich auch genau so eine Praxis durchführe!

    Dazu habe ich mir in 2018 Faktoren der Achtsamkeit vorgenommen. An jedem Neumond wähle ich eine aus, der ich meine Aufmerksamkeit widme, die ich wachsen lasse. (Zum Beispiel Konzentration.)

    An Vollmond überlege ich dann, was im Weg steht und was ich bis zum nächsten Neumond verringern will. (Zum Beispiel Ablenkung.)

    Es bringt mir sehr viel, so bewusst eine Absicht festzulegen. So wie du sehe ich auch den Mond als eine natürliche Erinnerungshilfe. Es ist das Rhythmische, das ich so unterstützend finde.

    Sehr inspirierende Artikel schreibst du auf deinem Blog. 😊

    Liebe Grüße, Jana

    • Liebe Jana,
      wie wundervoll von deiner Praxis zu erfahren! Wie du den Vollmond angehst, finde ich echt super, ich werde das auch mal versuchen! Ich wünsche dir weiterhin wundervolle „Mondtage“!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  2. … klingt total schön, Anna, was du dir da kreiert hast.
    In mir gibt es einen Teil, der solche Rituale heftig ablehnt. Obwohl ich sie von der Sache her eigentlich schön finde, gibt es da auch etwas, das sich fürchtet.
    Was genau es damit auf sich hat, habe ich noch nicht herausgefunden. Ich achte aber das Gefühl und versuche, mutig hinzuspüren…

    Dir wünsche ich weiterhin einen tollen Sommer mit vielen schönen Ritualen!

    Alles Liebe,

    Katrin

    • Liebe Katrin,
      das klingt sehr interessant, was du da schreibst – dass ein Teil von dir Rituale ablehnt. Es wäre wirklich spannend herauszufinden, was das ist und warum. Hast du eine schlechte Erfahrung gesammelt? Widerspricht das vielleicht dem, wie du erzogen wurdest? Ist das „zu wild“? Als ich als Jugendliche mit Ritualen begonnen habe, habe ich es auch niemandem erzählt, aus Angst, dann für verrückt gehalten zu werden. Heute finde ich es ganz normal und ich fände es auch nicht schlimm, wenn mich draußen ein Spaziergänger sieht. Davor hatte ich früher immer so große Angst, dass ich kaum abschalten konnte. Ich denke, tief in uns brauchen wir Rituale, sie sind in unseren Genen. Unsere Vorfahren hatten ganz viele von ihnen und jetzt sind sie verloren gegangen. Ich bin schon sehr gespannt, ob du etwas über dich selbst herausfindest!

      Ganz liebe Grüße dir!
      Anna

      • Puh, liebe Anna, ich ringe hier grade mit Worten, die sich stimmig anfühlen – wenn ich da hinein spüre, merke ich, dass es mit Gefühlen von Ohnmacht, Bedrohung und Überwältigung verbunden ist. Mit nicht intakten Grenzen. Ich gebe Macht an etwas im Außen ab und verliere den Einfluss auf das Ergebnis – irgendwie so. Ich belass es mal dabei und beobachte weiter …

        Ich habe übrigens grade eine Einladung zum Wild Women Summit, einem im September stattfindenden Onlinekongress, erhalten und an dich gedacht – da gehts auch um Rituale und als Dankeschön fürs Eintragen gibts das ‚Moon Magic Special‘ Ebook. Klingt spannend und vielleicht ist das ja auch was für dich 🙂

        Happy Sunday & ganz liebe Grüße
        Katrin

        • Hallo liebe Katrin,
          wie spannend deine Gefühle klingen! Ich glaube, da darfst du noch vieles über dich lernen – und dass du eine Einladung zum Summit bekommen hast, ist ja auch kein Zufall, oder? Vielen Dank dir fürs Weitersagen! Ich schaue mal rein!
          Ganz liebe Grüße dir!
          Anna

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