Warum wir gar nichts müssen (und wir freier sind, als wir glauben)

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„Du musst gar nichts. Nur sterben.“ Das hat mein Vater früher unglaublich gerne gesagt, wenn ich in Stress geriet. Ich bin ihm sehr dankbar für diesen wundervollen Satz, der mich immer wieder zum Nachdenken gebracht hat. So oft haben wir das Gefühl, dies und das unbedingt zu müssen. Dabei denken wir nie „fertig“. Wir denken nie darüber nach, ob denn tatsächlich etwas schrecklich Schlimmes passieren würde, wenn wir es nicht täten. In den allermeisten Fällen ist das nämlich nicht der Fall. Die Welt dreht sich auch ohne uns weiter. Für manche mag das schlimm klingen, aber in Wirklichkeit ist das doch verdammt befreiend, oder?

Wir haben gelernt, zu müssen

Wir sind nicht für alles verantwortlich. Und wir müssen auch nicht alles kontrollieren. Es reicht, einfach nur zu sein. Als mir dieser Gedanke zum ersten Mal begegnete, fand ich ihn geradezu radikal. Schließlich ist er ja genau das Gegenteil von dem, was uns unser Leben lang gesagt wurde. Wir müssen aufs Töpfchen gehen, wir müssen lieb sein zu anderen, wir müssen wie alle anderen in den Kindergarten und in die Schule. Wir müssen höflich sein und nicht auffallen. Wir müssen gute Note schreiben und einen angesehenen Beruf erlernen. Wir müssen einen Partner kennenlernen und gemeinsam mit ihm Geld sparen, um uns davon ein Haus zu bauen. Wir müssen Kinder kriegen, die wir dann liebevoll erziehen müssen. All die Zeit über müssen wir Versicherungen abschließen – scheinbar, um zu überleben – und für die Rente sparen.

Hast du auch die Schnauze voll von alldem? Also ich schon. Ich mag kein einziges „Du musst“ mehr hören. Von anderen nicht, aber auch nicht von mir selbst. Aber dazu komme ich gleich.

Was passiert, wenn ich Versicherung XY nicht abschließe?

Letztens hatte ich einen Banktermin, bei dem mir eingeredet wurde, dass ich diese und jene Versicherung unbedingt abschließen müsse, weil sonst… „Ja, was sonst?“, fragte ich den Berater. „Ja, sonst enden Sie in völliger Armut in Ihrer Rente!“ Ich habe gespürt, wie die psychologische Taktik, die dieser Mensch anwandte, an mir zu nagen begann. Aber ich musste dennoch müde lächeln. „Ich habe das Schlimmste in meinem Leben überstanden“, sagte ich ihm. „Ich habe von einem Lohn gelebt, den das Taschengeld ihrer Teenager-Tochter sicherlich übersteigt. Und Sie werden es mir kaum glauben, aber dabei ging es mir gut! Besser als den allermeisten Menschen um mich herum!“ Tja, das saß. Der Berater schwieg einen kurzen Augenblick, nur um da anzusetzen, wo er aufgehört hatte. Schade.

Von den x Versicherungen, die er so wichtig fand, habe ich letztendlich keine einzige abgeschlossen. Auch wenn er mir noch so oft sagte, dass ich das müsse. Nein, muss ich nicht. Überhaupt nicht. Denn was könnte im schlimmsten Fall geschehen? Dass ich wenig Geld habe? Kein Problem, das kenne ich schon. In Deutschland kann uns doch eigentlich nichts wirklich Schlimmes passieren. Es greift immer irgendein Sicherheitsnetz. Und wenn nicht, dann habe ich meine Familie und meine Freunde, die mich sicher nicht auf der Straße wohnen lassen. Und selbst wenn ich auf der Straße wohnen müsste, ich käme zurecht. Und das ist nun wirklich das Allerschlimmste, was passieren könnte. Mit diesem unglaublich unwahrscheinlichen Fall kann ich leben.

Es ist nicht so, dass ich zu geizig wäre, Geld zur Seite zu legen – das mache ich von ganz alleine, weil ich sehr geringe Ausgaben habe. Aber ich möchte entscheiden, wie ich das mache und wann ich es tue. Ich möchte mir nie wieder anhören, dass ich das auf die und die Art tun müsse.

Wenn ich das Wort schon höre, dreht sich bei mir der Magen um. Dann stockt jeglicher Flow bei mir und ich fühle mich schlagartig wieder in ein unmündiges Kleinkindalter zurückversetzt. Ich kann mich in dem Moment nicht einmal wirklich dagegen wehren. So ließ ich mir einen weiteren Termin bei der Bank aufquatschen. Ich kam heim und war einfach nur fertig. Ich war ganz weit weg von mir und wieder voll drin in irgendwelchen Ängsten, die eigentlich gar nicht mehr wirklich zu mir gehörten, sondern zu jenem schüchternen Mädchen, das ich früher war. Als ich den Termin absagte, fielen all diese Ängste wieder von mir ab.

Das selbstgemachte Müssen

Doch eigentlich sind die „Ich muss“-Situationen viel seltener solche wie bei der Bank. Viel häufiger mache ich sie mir selbst. Mit Sicherheit werden solche Situationen auch dir bekannt vorkommen: Ich muss jetzt was für meine Fitness tun. Ich muss jetzt dringend etwas essen. Ich muss diese angefangene Flasche Wein noch zu Ende trinken. Ich muss mich jetzt belohnen. Ich muss diesen Blogartikel unbedingt bis morgen fertig machen. Ich muss mich jetzt beeilen. Ich muss dieses Projekt bis Freitag beendet haben. Ich muss mich um diesen Job bewerben. Ich muss ein liebevoller Partner sein. Ich muss sofort duschen.

Wenn es mehrere Dinge sind, die wir tun müssen, macht uns das beinahe ohnmächtig. Wir geraten in Stress. Wir wissen nicht, wie wir all das in unserem Tag unterbringen sollen. Wir können uns nicht vorstellen, wie wir es allen recht machen und uns auch noch um uns selbst kümmern sollen. Das Gedankenkarussell nimmt seinen Lauf… Der Flow ist so weit entfernt wie noch nie und die Klarheit mit ihm. Dass wir einst mal in einem völlig ruhigen und harmonischen Zustand waren, können wir uns jetzt vor lauter Müssen nicht mehr vorstellen.

Aber wie viel von alldem müssen wir eigentlich wirklich? Was würde passieren, wenn wir eins von diesen Dingen einfach nicht tun? Bei dem Beispiel mit den Versicherungen habe ich das absolute „Worst-Case-Scenario“ ja schon angedeutet. Bei einem selbstgesetzten „Ich  muss“ kommen wir jedoch meist nicht einmal auf die Idee, so weit zu denken. Also ich zumindest meist nicht. 😉

Müssen wir unsere Ansprüche wirklich einhalten?

Nehmen wir einmal das Beispiel mit dem Blogbeitrag, weil es bei mir gerade so aktuell ist. Letzte Woche kam ich aus London zurück und dachte mit Grauen daran, dass ich mich ja daran machen müsste, einen neuen Blogbeitrag zu schreiben. Dabei war ich hier noch gar nicht wirklich angekommen, es gab so viel zu tun und ich hatte auch noch die längere Schicht bei der Arbeit. Panik brach in mir aus, als ich daran dachte, einen Beitrag schreiben zu müssen. Und zwar so, wie ich sie vorher kaum erlebt hatte. Ein unglaublicher Druck lastete auf mir. Schließlich habe ich ja den Anspruch, jeden Dienstag „abzuliefern“. Ein Anspruch, den ich angefangen habe, zu überdenken, nachdem mir aufgefallen war, wie mich der Gedanke an einen Beitrag geradewegs aus dem Flow, in dem ich seit London war, herauskatapultiert hatte.

Ich habe, seit ich diesen Blog gestartet habe, noch niemals darüber nachgedacht, wieder mit dem Bloggen aufzuhören. Ich habe das Konzept der Seite überdacht, habe überlegt, ob die Art, wie ich schreibe, okay ist und auch mal den ein oder andern Zweifel gehabt, ob das, was ich veröffentliche da draußen wirklich jemanden interessiert. Alles normal. Doch vor ein paar Tagen habe ich wirklich den Gedanken zu Ende gedacht, was passieren würde, wenn ich mit dem Bloggen aufhörte. Ich habe gemerkt, dass es nicht mein Plan war, dass es mir aber wichtig war, darüber nachzudenken. Mir fielen einige Vorteile ein: Ich hätte mehr Zeit, um etwas anderes zu machen, beispielsweise. Aber auch Nachteile: Ich hätte nicht mehr den Kontakt zu meinen Lesern, könnte meine Gedanken nicht mehr niederschreiben.

Als ich darüber nachdachte, war das ziemlich nüchtern. Mir war klar: Meine Welt würde keineswegs zusammenbrechen, wenn ich morgen verkündete, dass es PassionFlow nun nicht mehr geben würde. Es wäre schade, wie bei jedem Abschied, aber mein Leben würde weitergehen und ich wäre auch glücklich. Dann dachte ich über Kompromisse nach. Ich könnte seltener Blogartikel schreiben. Oder unregelmäßig, sodass ich  keinen Termindruck mehr hätte. Und plötzlich war der Druck, unbedingt einen Beitrag schreiben zu müssen, weg. Die Welt sah nun farbig aus und nicht mehr schwarz-weiß. Es gab viele Möglichkeiten und das Müssen war weggefallen.

Ich gab mir einen Tag, um einfach gar nicht an den Blog zu denken. Inzwischen weiß ich, dass ich meiner Intuition vertrauen kann. Sie würde mich schon leiten und mir sagen, was das Richtige war. Und dann kam mir die Idee, genau darüber einen Beitrag zu schreiben! Und hier ist er nun! 🙂 Zufällig kann ich ihn pünktlich zum Dienstag veröffentlichen, ohne dass ich mir Druck gemacht hätte. Ich hatte Freude beim Schreiben und konnte etwas in Worte fassen, das mir aktuell wichtig ist. Was nächsten Dienstag passieren wird? Ich weiß es nicht. Vielleicht kommen die Beiträge nun, da ich sie nicht mehr dienstags abliefern muss, von ganz alleine (wie meist bei mir), vielleicht wird es auch mal einen Dienstag geben, an dem du nichts von mir liest. Dann weißt du, dass ich lieber meinem Flow gefolgt bin, als der „Du musst“-Stimme in meinem Kopf. 😉

Und genau hierin liegt die Freiheit

Es ist wirklich so einfach. In dem Moment, in dem uns klar wird, dass wir nichts wirklich müssen, dass es immer auch andere Möglichkeiten gibt, dass aber auch dann nichts furchtbar Schlimmes passiert, wenn sich doch nur die eine Möglichkeit bietet, fühlen wir uns frei. Und durch diese Freiheit kann der Flow wieder fließen. Dann kommt wieder die Klarheit und die Kreativität. Und sie gibt uns so viel Kraft, dass wir das, was wir ursprünglich mussten, nun vielleicht wollen. Und es im Flow anstatt mit Druck und Zwang „erledigen“.

Das auf dem Bild ist „mein“ Milan. Er ist vor Kurzem aus dem Süden (wohin er wohl fliegt?) zurückgekehrt. Vielleicht ist er auch eine Sie. Wenn ich auf dem Balkon sitze, sehe ich seine anmutige Gestalt immer wieder über mir schweben. Manchmal so tief, dass ich ihm in die Augen blicken kann. Jedes Mal, wenn ich diese majestätischen Flügel sehe, wird mir klar, wie frei wir eigentlich sind. Wir alle sind gleich frei. Das Gefängnis ist nur in unserem Kopf. Wir alle können uns entfalten und unseren Flow ausleben, wenn wir das Wörtchen „müssen“ aus unserem Leben streichen – oder zumindest kurz innehalten, sobald es uns begegnet. Entweder von außen, oder aber auch von uns selbst.

Wie geht es dir mit dem Müssen? Begegnet dir das Wort häufig? Wie frei fühlst du dich?

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15 Kommentare

  1. Hey Anna,

    inspriert durch deinen Beitrag ist mir gerade ein cooles Motto für den heutigen Tag (die Woche? das Jahr? das Leben?) eingefallen:

    „Lebe im Fluss;
    Alles kann, nichts muss!“

    =D

    Konnt ich nicht für mich behalten 😉

    LG Norman

    • Hi Norman,
      hahaha, wow! Das ist einfach genial! 😀 Nur seitdem mein Freund sich über „Lebe im Fluss“ immer kringelig lachen muss, weil er sich dann automatisch ein Leben mit Fischen und Flusskrebsen vorstellt, fällt es mir ebenso schwer, diese Vorstellung loszulassen. 😀
      Ganz liebe Grüße und einen wunderschönen Tag dir!
      Anna

    • Hallo lieber Oliver,
      vielen lieben Dank für das Lob! Hast du denn ein paar Dinge gefunden, die du bisher glaubtest, zu müssen? 😉
      Liebe Grüße
      Anna

  2. Liebe Anna,

    wie immer, wunderbar. Ich habe in den letzten Jahren das Gefängnis in meinem Kopf ziemlich weit abgerissen und habe auch mit meinem Herzen schon zu einem großen Teil kapiert, dass ich ziemlich wenig muss.

    Mir geht es damit besser, obwohl ich als Konsequenz deutlich weniger Geld habe („ich muss diesen Job nicht machen, nur weil er so super gut bezahlt ist“).

    Was ich gerne noch hinzufügen würde ist, dass man schon ganz schön anecken kann, wenn man sich von diesem Denken des Müssens befreit. Viele Menschen tun viele Dinge nur, weil sie denken, sie müssten sie so tun. Wenn man manchen sagt: Du musst gar nicht, Du hast Dich dafür entschieden – gibt’s ab und zu ordentlich Protest 😉

    (Und ich bin da keinesfalls extrem missionarisch unterwegs…)

    Na ja, ich finde Deinen Artikel jedenfalls wieder voll auf den Punkt!

    Alles Liebe,
    Suzanne

    • Hallo liebe Suzanne!
      Oh ja! Nieder mit den Gitterstäben! 🙂
      Bei dem Protest kann ich dir eifrig nickend nur zustimmen – ja, den gibt es! Und wie! Ich selbst protestiere dagegen auch ab und zu. Als Opfer ist es in dem Moment einfacher, als wenn man die Verantwortung übernimmt. Aber auf Dauer geht’s einem mieser, das ist Fakt. Aber so ist das eben. Wir müssen lernen, das zu akzeptieren und uns dann zu sagen, dass wir zwar impulse heben können, aber niemals für andere verantwortlich sein müssen. Da ist Abgrenzung wichtig.
      Vielen lieben Dank dir für deinen Kommentar!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  3. Liebe Anna,
    wieder mal ein sehr guter Beitrag 🙂
    Ich hatte vor einiger Zeit die Erkenntnis, dass nur ICH es bin, die es sich schwer macht!
    Heißt also im Umkehrschluß, wenn ich es mir leicht mache, ist alles leicht und ich bin frei!
    Grandiose Erkenntnis, nur nicht immer so leicht in der Umsetzung, finde ich.
    Ich kenne auch diese „Du musst-Stimme“ im Kopf und oft ist sie ganz schön laut.
    Positiv ist, dass sie mir mehr und mehr
    bewusst ist und so frage ich mich öfter, ob ich etwas wirklich tun WILL oder ob ich einfach nur meine es tun zu MÜSSEN, weil irgendwer bzw. meistens ich selbst es von mir erwarte.
    Das ist schon mal ein großer Schritt in
    Richtung Freiheit, finde ich 🙂
    Dir noch eine schöne Woche!
    Alles Liebe, Kathrin

    • Hallo liebe Kathrin,
      die Erkenntnis, die du da hattest, ist wirklich lebensverändernd, aber nicht leicht umzusetzen. Wir „vergessen“ sie im Alltag einfach viel zu oft. Und dann kommt die „Du-musst-Stimme“ voll durch. Aber es wird immer besser, wie du ja auch selbst berichtest. Das Erinnern fällt immer leichter. Ich habe ja auch so meine kleinen Rituale wie das Meditieren, Yoga, Spazierengehen oder das Lesen mich inspirierender Bücher, die mich immer wieder daran erinnern, dass ich entscheide, ob ich unglücklich oder glücklich sein will. Hast du da auch deine Tricks? 🙂
      Ich wünsche dir auch noch eine wundervolle Woche!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  4. Liebe Anna,

    das „muss“ geht wirklich sogar durch die Hobbys. Ich gehe in eine Malgruppe, die eine Freundin leitet. Ist kein Kursus. Schon fühle ich mich verpflichtet, da jede Woche hinzugehen. Eine zeitlang hatte ich soviel Stress, dass ich oft abgesagt habe. Dann sagt man mir dort, (wir sind sehr freundschaftlich miteinander)dass ich unbedingt reduzieren müsste. Da war ich ja schon bei, ich habe Termine abgesagt und meine Hobbys mal ausfallen lassen. Manche sagen dann: du musst kürzer treten…und denken: aber nicht bei uns. Geht eben nicht immer alles. Wenn ich genug Ruhe habe, fange ich von selber wieder an zu malen. Ich mag manchmal schon gar nicht mehr solche regelmäßigen Aktivitäten mitmachen wegen dem Druck. Es soll auch noch Freude machen.
    Ich kann das gut verstehen, wenn du mal am Dienstag nicht schreibst. Die Welt geht nicht unter…
    Liebe Grüsse und Frohe Ostern

    • Hallo liebe Linda,
      du hast ja so recht! Mir geht es da ganz genauso wie dir mit deinem Malkurs! Ich ging jahrelang ins Zumba, zu der Kursleiterin habe ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Als ich gemerkt habe, dass irgendwas nicht mehr so ist wie vorher und es mir nicht mehr so viel Spaß macht, war es schwierig für mich, mir das selbst und auch ihr einzugestehen. Das Leben kam mir da zur Hilfe und erstaunlicherweise musste ich immer an dem Tag länger arbeiten, sodass ich es nicht mehr in den Kurs schaffte. Es hatte wohl eindeutig für mich entschieden. 😉 Ja, regelmäßige Aktivitäten bringen immer Druck mit sich, das ist wirklich ein Haken, auch wenn es grundsätzlich schon noch Spaß macht. Es ist jedoch wichtig, sich da rechtzeitig abzugrenzen, bevor das Ganze kippt und wir keine Freude daran haben und das vielleicht nie wieder machen.
      Vielen Dank für das Ansprechen dieses unglaublich wichtigen Themas!
      Ganz liebe Grüße und auch dir wunderschöne Ostern! 🙂
      Anna

  5. Hey Anna,

    dein Artikel passt zu meiner gegenwärtigen Situation.
    Ich versuche gerade verschieden Wörter und Gedanken zu streichen, weil ich festgestellt habe, dass sie mir nicht nützen und mich unter Druck setzen.

    Folgende Sätze versuche ich zu streichen:
    Ich mach noch schnell…Ganz kurz… Ja, aber… Ich muss noch…

    Es ist schwieriger als ich dachte, weil diese Denkweise so festgefahren ist. Trotzdem ist es schaffbar.

    Ich wünsche allen noch schöne Ostern.
    Dario

    • Hi lieber Dario,
      die Sätze, die du nennst, kenne ich. Man sagt zwar immer, dass man sie „streichen“ müsste, aber das wäre ja dann schon wieder ein Muss. 😉 Bei mir ist es, dass in meinem Kopf eine Art Alarm losgeht, nach dem Motto: Pass jetzt gut auf! Ich denke, bei dir ist das dann ähnlich, oder? Manchmal überhören wir den Alarm, aber in vielen Momenten können wir schon gegenlenken, bevor er überhaupt schrillt. Also, ja, ich stimme dir zu: es ist schaffbar! 🙂
      Dir auch noch schöne Ostern!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  6. Was für ein toller Beitrag!
    Ich habe mir für 2016 vorgenommen, „ich muss“ aus meinem Wortschatz zu streichen. „Ich möchte“ klingt doch viel toller. Und wenn ich Sachen nicht möchte, dann muss ich sie auch nicht machen. Kleine Umformulierung mit großer Wirkung 🙂
    Da passt dein Beitrag natürlich jetzt super zu meinem kleinen 2016-Vorhaben.

    • Hallo Corali,
      wie passend dein Vorhaben zu meinem Beitrag ist! 🙂 Ja, „ich möchte“ klingt wirklich so viel toller. Alles, was in diesem Moment in unserem Leben ist, haben wir irgendwann mit „ich möchte“ entschieden. Und wir können nach wie vor entscheiden! Bei deinem Vorhaben wünsche ich dir nur das Beste – aber ich glaube, das wird sich von ganz alleine bei dir einstellen!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

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