Wie entsteht Unklarheit?

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Fühlst du dich gerade ein wenig benommen? Nicht ganz bei dir? Und nein, damit meine ich nicht unbedingt den vielen Glühwein, den du vielleicht in diesem Monat hattest. Obwohl der auch sein Übriges dazu beigetragen haben könnte, dass du dich nun in einem verwirrten Zustand befindest. Und selbst, wenn du den Eindruck hast, dass es dir gerade eigentlich ganz gut geht, so wirst du Zeiten der Unklarheit bestimmt kennen. Und vielleicht, wenn du wirklich aufmerksam in dich hineinspürst, erkennst du auch jetzt noch etwas Schwammiges in dir. Völlige Klarheit wäre jetzt schön! Doch um diese zu erlangen, ist es manchmal hilfreich zu verstehen, woher Unklarheit eigentlich kommt. Und genau darum geht es heute.

Der Mensch – eine Denkmaschine

Hast du dir schon mal so richtig bewusst gemacht, wie viel wir eigentlich denken? Im Buddhismus wird unser Geist gerne mit einem Affen verglichen, der ständig von Ast zu Ast springt. Beobachte mal für einen kurzen Augenblick deine Gedanken. Du wirst verwundert sein, wie verrückt und teilweise völlig unzusammenhängend sie sind. Manchmal beißen sie sich auch an einem bestimmten Thema fest und kreisen dann unaufhörlich darum. Dann scheint es, als könntest du sie gar nicht beruhigen und als trieben sie ein Spiel mit dir.

Ich kann mich noch mehr als gut an eine Zeit erinnern, in der ich absolutes Opfer meiner Gedanken war. Ich konnte sie einfach nicht kontrollieren! Trübe Gedanken schlichen sich in meinen Kopf und sorgten dafür, dass mir alles völlig sinnlos erschien. Es war so, als würden sie unaufhaltsam auf mich einströmen, als wäre ich völlig machtlos gegen sie. Über „denk doch mal positiv“-Sprüche konnte ich nicht einmal mehr müde lächeln. Wie denn? Wie zum Teufel soll das gehen? Wie kann man seine Gedanken kontrollieren und sie in eine andere Richtung lenken?

Ich kann dir sagen, ich fühlte mich wie in einem verdammt schlammigen See. Von Klarheit keine Spur. Nein, es war ein ständiges Hin und Her – von einem Gedanken zum nächsten. Ständig auf der Suche nach einem „guten“, an den ich mich dann geklammert habe wie an einen Rettungsanker. Zu dumm nur, dass das nichts brachte. Auch er verging wieder.

Doch es waren nicht nur Gedanken, die mich malträtierten…

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust!

Was Goethes „Faust“ wohl so erfolgreich macht? Wieso wir uns in diese Figur immer noch so gut hineinversetzen können? Weil Faust menschlich ist und genau das darstellt, was uns auch täglich plagt. Das Zitat mit den zwei Seelen in der Brust ist ziemlich häufig überaus passend. Wer kennt sie nicht, die intensiven Gefühle, die völlig unlogisch sind und sich auch noch so oft widersprechen?

Wir wollen dies, aber auch jenes. Oder beides nicht. Oder wir wollen, aber können nicht. Und verharren in diesem Zustand der völligen Ausweglosigkeit. Sind in einem Strudel von gegensätzlichen Gefühlen – außerstande, einem von ihnen den Vortritt zu lassen.

Nicht nur große Weltliteratur handelt von heftigen Gefühlen – auch sämtliche Kunst, Musik, Dichtung wäre ohne sie kaum denkbar. Es sind immer wieder dieselben Dinge, die die Menschen beschäftigen. Vor vielen Tausend Jahren genauso wie noch heute. Der Ausweg aus diesen Gefühlen scheint entweder ein sehr tragisches Ende zu sein oder ein übertrieben glückliches. Meist haben wir darauf keinen Einfluss.

Klarheit? Pustekuchen. Eher Verwirrung auf ihrem Höhepunkt.

Informationsflut 2.0

Und als ob uns unsere eigenen Gedanken und Emotionen nicht schon genug verwirren würden, preschen unzähle Informationen auf unser sensibles System ein. Immerhin blieb Goethe das erspart. Vor den großen Gefühlen bewahrte es ihn allerdings nicht.

Jeder spricht von der wahnsinnigen Informationsflut des digitalen Zeitalters, die unser Gehirn heutzutage zu bewältigen hat. Und doch haben die Medien so viele Vorteile, dass die wenigsten wirklich auf sie verzichten. Obwohl jeder von uns genau weiß, wie erholsam eine Wanderung in der Natur – zufällig ohne Empfang – sein kann.

Zwar entdecken Menschen ihre Leidenschaften und bemühen sich darum, zu sich selbst zu finden, aber die Ablenkungen um uns herum machen es uns nicht gerade leicht, längere Zeit an einer Sache dranzubleiben. Mir selbst geht es da nicht anders. Ich setze mich hin, um einen Blogbeitrag zu schreiben und bleibe bei Coach X oder Y hängen – in der Überzeugung, dass er oder sie mir bei meinen Problemen helfen wird. Natürlich gibt es viele tolle Coaches, aber wenn man ständig sucht und weiterklickt und nach etwas Besserem Ausschau hält, ist das für die Klarheit nicht unbedingt förderlich.

Und natürlich ist da noch die Meinungsbildung. Je nachdem, mit welchen Menschen wir uns in unserem sozialen Netzwerk umgeben, welche Seiten wir liken, bilden sich unsere Meinungen aus. Wir suchen automatisch nur nach jenen Informationen, die unsere ohnehin schon vorgefasste Meinung bestätigen und ignorieren den Rest. Dass wir wirklich etwas Neues erfahren, ist ziemlich selten.

Hierzu zähle ich auch die ständig auf uns einströmenden Werbebotschaften und den damit verbundenen „Konsumzwang“. Darüber brauche ich nicht viel zu schreiben. Er ist in aller Munde und du weißt sicher auch selbst, wo hier deine eigenen Fallstricke liegen.

Informationsflut ganz traditionell

Doch nicht nur die Medien füttern uns mit Meinungen, die wir haben sollen und mit Empfindungen, die wir empfinden müssen. Wir legen großen Wert auf das, was unser Partner, die Familie oder der Freundeskreis von uns halten. Vielleicht ist das für dich sogar die wichtigste Instanz. Wenn du in einer Familie voller Metzger aufgewachsen bist, wirst du es als Vegetarier/in ziemlich schwer haben. So schwer vielleicht, dass du den Gedanken daran, ausgeschlossen zu werden, viel schwerer ertragen kannst als ein schlechtes Gewissen beim Essen.

Natürlich ist Erziehung wertfrei unmöglich. Aber viele von uns kriegen ein Zuviel an Werten ab. Überlege dir mal, was dir als Kind als „gut“ und als „schlecht“ vermittelt wurde. Vieles davon wird seinen Sinn gehabt haben. So ist das Anfassen einer heißen Herdplatte beispielsweise nicht so gut, aber manches war sicherlich einfach nur die persönliche Meinung deiner Eltern, die du ungefragt übernommen hast. Mein Vater hatte eine starke Abneigung gegen Rapmusik. Für ihn war das „keine Musik“, „reden“ konnte schließlich jeder. Ich teilte seine Meinung natürlich. Irgendwann begann ich damit, diese Einstellung infrage zu stellen, versuchte, Rap nicht per se als schlecht zu sehen. Doch es ist mir nie gelungen. Ich versuche offen zu sein, aber meine Lieblingsmusik ist dennoch eine andere.

Wenn wir uns unserer anerzogenen Meinungen nicht bewusst werden (das heißt nicht, dass wir sie verändern müssen), wird das früher oder später zu Unklarheit führen. Werden wir mit anderen Meinungen konfrontiert, wissen wir plötzlich nicht mehr, was richtig und was falsch ist. Du selbst wirst sicher genug Beispiele aus deinem eigenen Leben finden, in denen deine bisherige Meinung plötzlich doch nicht so richtig war, wie du all die Zeit lang angenommen hattest.

„Ich bin im Stress!“

Wenn wir ständig im Außen sind, immer nur Reagieren und die ganze Zeit etwas unternehmen, fühlen wir uns selbst nicht richtig. So haben wir ständig das Gefühl, eine Rolle zu spielen und Aufgaben erfüllen zu müssen. Wir lassen uns von der Fremdbestimmung leiten, halsen uns noch mehr Fremdbestimmung auf.

Ich kenne das. Ich habe das lange Zeit gemacht, um mich von meinen auf mich einströmenden Gedanken und Emotionen abzulenken. Ohne es zu wissen, bin ich dadurch von einer Sorte Unklarheit in die nächste gerutscht. Ich kann es sehr gut verstehen, wenn sich jemand seinen Tag so sehr vollstopft, bis man nur noch von einem Termin zum anderen hetzt. Und dann klagt man über all die Pflichten, die man sich letztendlich selbst auferlegt hat. „Ich bin so im Stress!“ lasse ich inzwischen nicht mehr gelten. Ich habe bisher niemanden gefunden, der nicht locker mehrere Aktivitäten (die ihm nicht einmal gut tun!) aus seinem Alltag streichen könnte. Es erfordert nur ein wenig Mut und Selbstreflexion.

Weniger ist mehr – abgedroschen, aber wahr

Du merkst sicher schon, wo das Problem liegt. Unklarheit entsteht durch ein „Zuviel“. Ein paar Gedanken sind okay, zu viele von ihnen verwirren und sorgen dafür, dass du nicht mehr weißt, was eigentlich los ist. Emotionen sind sehr wichtig und machen uns als Menschen aus. Sind sie jedoch stark und gegensätzlich, können sie dich geradewegs in den Wahnsinn treiben. Gezielte Mediennutzung kann unseren Horizont erweitern und uns weiterbringen (wie z.B. das Lesen dieses Beitrags 😉 ), verlieren wir uns jedoch im digitalen Taumel, sind wir weit entfernt von einem friedlichen Zustand der Klarheit. Auch kann es dich zur Verwirrung führen, wenn du uneingeschränkt jedem, der in dein Leben tritt, Glauben schenkst. Wer hat denn nun recht?

Ohne dass ich bisher den Begriff des „Minimalismus“ hier auf meinem Blog verwendet habe, ist ein Reduzieren dieser Faktoren etwas, das dich ziemlich bald zur Klarheit führen wird. In erster Linie möchte ich heute über das schreiben, was Unklarheit verursacht, doch ich will dir auch nicht gänzlich vorenthalten, was du dagegen tun kannst. Deswegen ganz kurz und knapp eine kleine Zusammenfassung:

1. Weniger Gedanken und Emotionen

Vielleicht kannst du deine Gedanken nicht völlig abschalten, aber das ist auch gar nicht nötig. Während der Meditation lernst du, sie zu beobachten und bewusst wahrzunehmen. Sie dürfen sein. Aber sie müssen nicht mehr ihr Unwesen mit dir treiben. Du musst dich nicht mehr von ihnen leiten lassen und du musst auch nicht mehr unter ihnen leiden. Du kannst sie einfach da sein lassen und ihnen zusehen. Dich als Menschen mit Gedanken und Gefühlen wahrnehmen. Sie zulassen, wenn sie dir gut tun und sie einfach nur beobachten, wenn nicht.

2. Weniger Informationen und Konsum

Die Meditation hilft dir auch dabei, Prioritäten bei den Informationen zu setzen, die auf dich einprasseln und sie bewusster zu konsumieren. Du wirst merken, dass alles, was du wissen musst, bereits in dir ist. Einige ausgewählte Impulse von außen – besondere Webseiten, Bücher, die dir gut tun, oder auch Filme sind oft das Salz in deiner Lebenssuppe. Aber du weißt, was passiert, wenn dir aus Versehen das ganze Päckchen in den Topf fällt…

Überlege dir in einer ruhigen Minute einmal, was wirklich nötig ist. Gibt es Tricks und Kniffe, wie du dich weniger von Facebook & Co. ablenken lassen kannst? Vielleicht tut dir ein völlig medienfreier Tag in der Woche gut? Vielleicht gibst du dir selbst die Erlaubnis, nur an bestimmten Tagen deine E-Mails zu beantworten? Und: Brauchst du wirklich das 20. T-Shirt? Vielleicht kaufst du stattdessen das nächste Mal eines, das qualitativ hochwertiger und zeitloser ist, sodass du nicht jedem Trend hinterher rennen musst?

3. Weniger Beeinflussung von anderen

Um dich weniger von anderen Meinungen beeinflussen zu lassen und um die für dich relevanten (vielleicht auch neuen?) Impulse zu dir vordringen zu lassen, ist es wichtig, dass du dir dessen bewusst bist, welche deiner Glaubenssätze und Meinungen von wem stammen und ob du sie wirklich für wahr hältst. Auf „Du bist ein Versager“ von deinem Vater wird letzteres nicht unbedingt zutreffen. Sei kritisch gegenüber allem, was dir begegnet. Spüre in dich hinein, ob es dir gut tut, bestimmten Meinungen und Konzepten zu folgen. Wenn du ein lautes „Ja!“ in dir fühlst, dann steig ruhig ein. Es mag sich dann immer noch als Fehler herausstellen, aber genau das ist ja Entwicklung. Und genau so macht sie auch Spaß!

4. Weniger „zu tun“

Reduziere auch hier. Gefällt dir das Hobby, das du vor zwanzig Jahren angefangen hast, wirklich immer noch oder führst du es nur noch aus Pflichtbewusstsein aus? Nachdem du ein wenig Zeit geschaffen hast, beginne damit, dich selbst wahrzunehmen. Es braucht gar nicht so viel Zeit mit dir selbst, um Klarheit zu spüren. Und dann kannst du daran gehen, sie immer mehr auszuweiten. Wo sie zu Beginn vielleicht nur in der Meditation für dich erfahrbar war, wirst du sie mit der Zeit auch mitten im stressigen Alltag spüren, der dann plötzlich vielleicht gar nicht mehr so stressig wird. Denn wenn wir bewusst sind, dann haben wir die wahre Kontrolle über eine Situation.

Ständige Bewusstheit und Beobachtung als Schlüssel Nr.1

Also du merkst – das A und O, um mit Unklarheit umzugehen ist die Bewusstheit. Wenn du dir darüber bewusst wirst, was deine Quelle für die Verwirrung ist und diese gezielt angehst, wirst du gleich schon viel klarer sehen. Vor allem, wenn du den Eindruck hast, dass deine Unklarheit gerade sehr stark ausgeprägt ist, wird es hilfreich für dich sein, von „außen“ drastisch zu reduzieren, also die äußeren Bedingungen auf möglichst viel Klarheit zu setzen. Auf diese Weise kannst du dir selbst wieder näher kommen.

Aus der Klarheit entsteht echte Leidenschaft

Und sicher wirst du es kennen, dass du einer Leidenschaft von dir gefolgt bist und schließlich feststellen musstest, dass sie dich in die Unklarheit brachte. Plötzlich wusstest du nicht mehr, in welche Richtung du gehen solltest. Ist es sinnvoll, mit deiner Leidenschaft Geld zu verdienen, wie so viele sagen? Oder verlierst du dann womöglich den Spaß daran, wenn Druck aufkommt? Sollst du das tun, was deine Freunde dir raten oder das, was dein Herz dir sagt? Das kann so weit gehen, dass du die Leidenschaft schließlich aufgibst, weil du das, was du zunächst wundervoll fandest, nur noch mit Unklarheit verbindest.

Wenn du jedoch zunächst Klarheit aufbaust – durch Bewusstheit und durch Reduktion von Störfaktoren -, wirst du auch in deiner Leidenschaft Klarheit finden. Du wirst schon ehe du mit der Tätigkeit beginnst wissen, wohin du damit möchtest. Vielleicht nicht mit dem Verstand, aber immer mit dem Herzen. Und dem kannst du getrost vertrauen.

Fallen dir noch weitere – vielleicht ganz persönliche – Quellen von Unklarheit ein? Was ist dein Weg, wieder in die Klarheit zu kommen?

Wenn du dich mehr für dieses Thema interessierst, empfehle ich dir meinen dreiteiligen Beitrag über den Umgang mit Krisen. Darin geht es auch hautpsächlich um die Klarheit.
1. Wieso brauchen wir Krisen?
2. Wieso Klarheit?
3. Wie geht es weiter?

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9 Kommentare

  1. Liebe Anna

    Und wieder einmal sprichst du mir aus der Seele! Heutzutage gilt man ja schon fast als Spinner, als esoterisch oder erntet zumindest Kopfschütteln, wenn man sogenannte Wahrheiten hinterfragt. Ich habe im letzten Jahr wieder einmal die Erfahrung gemacht, wie sehr Intuition, in sich hineinspüren und Reduktion für Klarheit sorgen, und unterschreibe dein Credo nach Bewusstheit sofort. Ohne Selbstbestimmung, (Selbst)reflexion und Reduktion kann ich mir ein leidenschaftliches, intensives und glückliches Leben kaum mehr vorstellen 🙂 Stress habe ich manchmal trotzdem, aber ich weiß immer, dass er selbstgemacht ist 😉

    Liebe Grüße und ein neues Jahr voll Klarheit, Selbstbestimmung und Leidenschaft!
    Barbara

    • Liebe Barbara,
      wie schön, wenn ich auch dir aus der Seele sprechen kann. Die Worte kamen auch aus meiner Seele. Anders wird ein Blogbeitrag auch nicht mehr verfasst, das habe ich mir fest vorgenommen! 🙂 Dass man als Spinner gilt, wenn man „Wahrheiten“ hinterfragt, habe ich schone in paar Mal erlebt. Aber ich steh drüber und vertrete das auch so. Seltsamerweise nimmt das meine Umwelt auch so an und stimmt mir (ich sehe es an den Gesichtsausdrücken) darin auch zu, obwohl die Worte vielleicht etwas anderes sagen. Schmunzeln musste ich über den „selbstgemachten Stress“. Jetzt nach den ganzen Weihnachtsgeschenken klingt das für mich wie „selbstgebastelt“ – und genauso ist es ja auch! 😀
      Danke dir von Herzen für die wunderschönen Wünsche für das neue Jahr, liebe Barbara! Ich kann sie dir ganz genauso nur zurückgeben – denn wenn diese in Erfüllung gehen (und dafür sind wir selbst verantwortlich), dann fügt sich auch der Rest von ganz alleine.
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  2. Liebe Anna,

    wieder ein sehr anregender Beitrag von Dir 🙂 Danke!

    Er trifft bei mir in diesen Tagen besonders einen Nerv, weil ich gerade meine Vision/Ziele/Pläne für 2016 erarbeitet habe – und irgendwas daran fehlt. Ich fische gerade noch total im Trüben, was das sein könnte… und hoffe, dass ich es herausfinde, wenn ich mich selbst und meine Gedanken noch bewusster beobachte in den nächsten Tagen.

    Was mich übrigens sehr interessieren würde: Wie bist Du genau zur Meditation gekommen, was war Dein Weg und was hat Dir geholfen, meditieren zu lernen?

    Liebe Grüße
    Suzanne

    • Liebe Suzanne,
      so wie es dir geht, ging es mir noch bis vor ein paar Wochen. Ich hatte damit angefangen, ein Workbook auszufüllen und habe festgestellt, dass mein Jahr 2015 ziemlich „erfolglos“ war, was mich echt deprimiert hat. Also habe ich damit begonnen, eifrig Ziele für das neue Jahr zu setzen und spürte, dass sich da etwas ganz und gar nicht gut anfühlt. Dann kam mein Yoga- und Meditations-Retreat im Ashram und danach hab ich’s kapiert. Was wirklich wichtig ist. Ich habe das Buch weiter ausgefüllt, aber GANZ anders. So, dass bei jedem Satz, den ich schrieb ein lautes „Ja!“ aus meinem Inneren hochkam. In den letzten Tagen habe ich mich an ein anderes Workbook gemacht. Und was soll ich sagen? „Ja! Ja! Ja!“ 😀 Ich glaube, es wird heute oder morgen noch einen außerplanmäßigen Blogpost mit meinen – etwas anderen – Zielen und Vorhaben für das neue Jahr geben. Vielleicht können sie dir ja auch weiterhelfen?
      Über meinen Weg zur Meditation habe ich bereits einen Artikel veröffentlicht: http://www.passionflow.de/mit-meditation-zu-dir-selbst-finden/ Er ist allerdings schon ein wenig älter. Inzwischen handhabe ich das etwas anders – darüber sollte ich wohl auch demnächst einen Beitrag schreiben. Vielen Dank für den Tipp! 😉
      Ich wünsche dir bei deinen Plänen für das nächste Jahr viel Inspiration. Vielleicht hilft dir ja das: Denke nicht zu viel. Das hilft bei den meisten Problemen. 😀
      Ganz liebe Grüße
      Anna

      • Hi Anna,

        boah, vielen Dank für die ausführliche Antwort! Werde mir den Artikel zur Meditation nachher direkt durchlesen!

        Und dass Du im Ashram warst find ich ja auch schon wieder megaspannend… werde gleich mal schauen, ob Du darüber auch geschrieben hast. Offenbar kenne ich viel weniger von Dir als ich dachte 🙂

        Deinen Ziel-Blogpost würde ich natürlich auch gerne lesen – bin selbst gerade an meinem dran (und lasse mich wie man sieht schön durch tolle andere Blogs ablenken 😉 )

        Danke Dir nochmal!
        Suzanne

        • Liebe Suzanne,
          der Post erscheint übermorgen. Ein wenig gedulden musst du dich also noch. Über meinen Aufenthalt im Ashram habe ich nicht exlizit geschrieben. Da ist einfach all das, was ich gelernt habe, direkt in die Artikel eingeflossen. 😉
          Ganz liebe Grüße
          Anna

  3. Hallo Anna,
    vielen Dank für den ausführlichen Beitrag.
    Das habe ich auch manchmal, diesen „Nebel im Kopf“ und dann liegt irgendwie alles lahm. Ich kann mich dann für nichts richtig entscheiden. Alles ist zuviel, mein Interesse an allem ist auf null. Dann ist das wohl so eine Art Reizüberflutung.
    Für mich ist das Gebet zu Gott dann das Wichtigste. Aber auch das zur Ruhe kommen und loslassen ist dann nicht so schnell getan. Auch Spazierengehen und Radfahren hilft dann oft. Aber dazu müsste ich mich dann erstmal entscheiden können.
    Frohes neues Jahr wünsche ich

    • Hallo liebe Linda,
      ja, den Nebel im Kopf kenne ich auch gut. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Gebet dir hilft. Bei mir ist es die Meditation, da verbinde ich mich auch mit „dem großen Ganzen“, was für mich dasselbe wie Gott ist. Das Entscheiden ist nicht immer einfach, wenn man gerade im Nebel hockt. Das kenne ich. Daraus resultiert dann auch das, was wir „Langeweile“ nennen, glaube ich.
      Ich wünsche dir auch ein wunderschönes neues Jahr!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  4. Und mir viel grad noch ein, dass aufschreiben mir auch immer hilft wieder Klarheit zu bekommen.
    Lg Linda

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