Wie ich lernte, die Großartigkeit in mir und anderen zu sehen

Design ohne Titel (2)

Irgendetwas passiert da gerade mit mir. Ich lebe nun schon seit einer Weile immer bewusster, löse alte Muster auf (auch wenn sie immer wiederkommen) und habe wohl eine recht optimistische Lebenseinstellung. Das Leben und ich sind endlich Freunde geworden. Doch in letzter Zeit geschieht noch mehr. Ich spüre unglaublich viel Liebe. Liebe für mich, Liebe für andere, Liebe für das Leben. Ich habe das Gefühl, dass alle Menschen um mich herum großartig sind, dass auch ich großartig bin – und das scheinen andere zu spüren. Fasziniert beobachte ich immer wieder, wie ich eine regelrechte Positivspirale damit in Gang setze und wie es mir tatsächlich gelingt, die Welt ein wenig zu verändern. Ja, ich habe eine Weile gebraucht, um an diesen Punkt zu kommen. Aber wenn ich das geschafft habe, schaffst du das allemal. Und glaube mir: Es lohnt sich!

Liebe dich selbst

Mein Leben hat sich von Grund auf verändert, als ich beschlossen habe, mich selbst an erste Stelle zu setzen, es nicht mehr anderen recht zu machen, sondern das zu tun, was für mich wichtig ist. Die Energie, die sich schon bald darauf einstellte, war einfach überwältigend. Ich musste sie teilen. Und so funktioniert gesunder Egoismus. Aus einer leeren Tasse kann ich nichts herausgießen, deswegen muss ich dafür sorgen, dass meine Tasse stets gefüllt ist. Das tue ich, wie schon mehrfach erwähnt, mithilfe von Alleinsein, Meditation, Yoga, Spaziergängen und mit dem Folgen meiner Leidenschaften.

Aber das sind alles Methoden. Der Schalter, der das alles in meinem Hirn von negativ auf positiv umgelegt hat, war folgender: Ich habe verstanden, dass da etwas völlig Ganzes und Wundervolles in mir ist, das niemals kaputt gegangen ist. Es wurde nur überlagert von Zweifeln, Ängsten, Wut und Schmerz. Aber es war immer da. In meiner Vorstellung ist es ein sanft-gelbes Licht, das auf alles um mich herum ausstrahlt. Und dieses Licht, das ist mein wahres Ich – nicht all die Meinungen und Konstrukte die ich all die Jahre von mir selbst hatte oder meinte, dass andere sie haben. Und plötzlich, von einem Moment auf den anderen, war ich in der Lage, mich selbst mit diesem Licht zu akzeptieren und zu lieben. Es war tatsächlich so einfach. Ich erkannte: Ich bin nicht mein Job, mein Status, mein Ruf oder mein Aussehen. Ich bin mehr.

Wir alle sind mehr

Als mir das klar wurde, wurde mir auch bewusst, dass ich nicht der einzige Mensch mit diesem „Licht“ bin. Nein, dieses Licht haben alle Lebewesen. Auch die Menschen, die grummelig und mies gelaunt sind, haben es. Es ist nur unter unendlich vielen Schichten vergraben – so tief, dass sie es selbst nicht sehen. Und diese Lichter sind auf eine seltsame Art und Weise miteinander verbunden, sie kommunizieren ohne Worte. Ich kann das nicht rational erklären und vielleicht hältst du mich jetzt für irre, aber ich weiß einfach, dass es so ist. Inzwischen gibt es Messungen des Magnetfeldes unseres Herzens, das unerwartet stark und weit ist. Vielleicht ist es das, was wir bei anderen spüren.

Es war wirklich verrückt. Als ich das „Licht“ in mir zum ersten Mal „sah“, musste ich weinen. Es tat mir so leid, dass ich es all die Jahre vernachlässigt habe, dass ich es nie gesehen oder lieb gehabt habe. Und gleichzeitig weinte ich vor Freude, weil ich es nun endlich konnte. Irgendetwas in mir hatte sich an diesem einen Morgen für immer verändert. Ich kann mich noch gut erinnnern, dass ich später am Tag in die Stadt ging und plötzlich alle Menschen anstrahlen musste, weil ich genau wusste, dass auch sie – ganz gleich, wie grimmig sie schauten – alle dieses Licht in sich trugen. Und in mir wurde der Wunsch wach, anderen dieses Licht zu zeigen. Daraus entstand dann dieser Blog. Online kann ich viele Menschen erreichen, und wenn meine Texte auch nur einem da draußen helfen, sein Licht zu sehen, macht mich das glücklich.

Was wäre, wenn das alle könnten?

In mir wuchs diese Vision von einer Welt, in der alle Menschen ihre „Lichter“ sehen können, in der sie wissen, wer sie wirklich sind. Utopisch, ja. Doch ich glaube: noch. Um mich herum gelingt es immer mehr Menschen – und das ist so überwältigend! Das macht mich so hoffnungsvoll! Ich merke: Je mehr ich mein Licht sehe und zeige, je öfter ich mich daran erinnere, desto mehr erinnern sich andere an ihr eigenes Licht.

In letzter Zeit habe ich mich immer wieder darauf konzentriert, aus meinem Inneren heraus zu leben und die Gefühle, die dabei entstehen, nicht zurückzuhalten. Ich habe anderen Menschen die Wahrheit gesagt, wenn sie mich berührten und inspirierten. Und auch all jenen, bei denen ich den Eindruck hatte, dass sie eine Erinnerung daran gebrauchen können, dass sie wundervoll sind. Mir gelingt es immer besser, die Einzigartigkeit in jedem Menschen zu sehen, hinter die Fassade zu blicken und das Großartige dahinter zu entdecken. Das macht mir so viel Freude, dass ich dadurch noch stärker „leuchte“. Es kommt zu einem Hochschaukeln von positiver Energie, zu einem wundervollen „Teufelskreis“.

Sieh das Großartige ganz bewusst

Vielleicht hast du das auch schon erlebt, sehr häufig kennen wir das Gefühl von der ersten Phase des Verliebtseins. Ich glaube, während wir verliebt sind, sehen wir das wahre Ich der anderen Person. Wir sehen all das Wunderbare – und später sehen wir auch das Störende. Das ist okay, solange wir wissen, wie wir uns auf das Wunderbare fokussieren und uns daran erinnern können. Wichtig ist dabei, mit ganz viel Bewusstsein heranzugehen. So können wir gegensteuern, sobald wir die Liebe für uns selbst und für andere aus dem Auge verlieren und unsere Lieblingsmethoden (Meditation, Yoga, Natur,…) anwenden, um wieder dorthin zurückzukommen.

Wenn wir uns immer wieder die Zeit dafür nehmen, dann hält die Phase des Verliebtseins an. Dann sind wir plötzlich verliebt in die ganze Welt und in das Leben. Und nein, das ist kein ständiger Endorphinrausch oder eine verklärte Sicht auf die Welt. Denn dabei lassen wir alle Gefühle zu. Auch die Wut darüber, dass es uns entglitten ist, die Frustration darüber, dass wir nicht wissen, wie wir in diesen „Liebestaumel“ zurückfinden.

Also, bewusstes Hinschauen und Handeln ist hier sehr wichtig. Dass wir das Großartige in uns selbst und in anderen sehen können, stellt sich selten von alleine ein. Wir müssen uns immer wieder dazu „aktivieren“. Aber es macht Spaß, das zu tun. Ich genieße es jeden einzelnen Tag. Ich genieße es, dass ich großartig bin, dass du großartig bist und das Leben großartig ist.

Die gute Nachricht ist: Auch du kannst heute damit beginnen. Jetzt gleich. Siehst du dein Licht? 🙂

In welchen Situationen fällt es dir besonders leicht, das Großartige in dir und anderen zu sehen? In welchen findest du es schwierig?

Zum Weiterlesen hier entlang:
Priorität Nr.1: Dein WohlergehenWie Philipp, der Postbote mich lehrte, die Wahrheit zu sagen
Wie können wir der Liebe das antun?

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2 Kommentare

  1. Hi Anna,
    du hast so recht. Hab mich in letzter Zeit auch sehr mit mir selbst, vergangenen Muster, alten Problem und Handlungsweisen, die völlig überholt waren, auseinandergesetzt.
    Unglaublich wie erleichternd das war. Und wie diese gewonnene Freiheit und Liebe mir selbst gegenüber mein „Sein“ und meine Gefühle verändert haben.
    Besonders krass fand ich dies bei Menschen in meinem Leben, mit welchen ich vorher Problem, unangenehme Gefühle usw. verbunden haben. Einfach herrlich diese zu sehen, ohne selbst von Gefühlen oder Ängsten geplagt zu werden bez. sich beeinflussen zu lassen.
    Seither verstehe ich erst richtig, was es heißt, nicht die Welt ändern zu müssen, sondern in sich zu schauen und „sich selbst zu ändern!“
    Wünsch dir weiterhin alles Gute! Und freundliche Wandlungen im Leben.
    Kein Lottogewinn, kein Glückstreffer, sondern viel mehr tiefe Freunde und Friede mit dem wie wir selbst sind (und wie die Welt ist). Unserer Eigenheiten und dem Wunder, was jeder ist.
    LG Pit

    • Hallo lieber Pit!
      Wow, bei dir ist das Thema gerade auch aktuell? Echt spannend! Dass du da so eine Veränderung gespürt hat, ist wirklich fantastisch zu lesen! Dein Wunsch an mich mit den tiefen Freundschaften und Frieden hat mich total berührt. Ich spüre, dass ich genau das jetzt in meinem Leben habe und das auch immer mehr wird – gerade auch dadurch, dass ich immer mehr mit mir selbst ins Reine komme.
      Und genau deswegen wünsche ich dir dasselbe! Danke dir von Herzen für deinen Kommentar!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

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