Wie lange soll das noch weitergehen?

Ein Fels in der Brandung

Es gibt so viele Menschen, die dir sagen (oder sagen werden), dass du deinen Leidenschaften nicht folgen sollst. Sie meinen es nicht böse. Auch sie sind in einer Gesellschaft groß geworden, die es als wichtiger betrachtet, zu funktionieren, als dem Ruf seiner Seele zu folgen.

Du hörst auf diese Menschen?

Diese Menschen raten dir, lieber nichts zu riskieren und im sicheren Hafen zu bleiben. Weil sie sich um dich sorgen. Und obwohl du weißt, dass es richtig ist, deinem Herzen zu folgen, hörst du immer wieder auf sie. Du lässt dich immer wieder von ihren gutgemeinten Ratschlägen einlullen, knickst immer wieder ein, gibst immer wieder nach, gibst ihnen immer wieder recht.

Vielleicht ist deine innere Stimme von den Stimmen der anderen so überschattet, dass es dir schwer fällt, zu entscheiden, was du selbst glaubst und was von den anderen kommt. Vielleicht hast du die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass du glücklich sein kannst, auch wenn du die Stimme ignorierst. Vielleicht kommt das Glück ja endlich mit dem nächsten Gehaltscheck oder mit dem neuen Auto? Man weiß ja nie.

Und so belügen wir uns jahrelang, übergehen das, was unsere Intuition mit lauter Stimme ruft, was sie uns am liebsten ins Gesicht schreien würde. Und wundern uns. Wundern uns darüber, dass einfach nichts besser wird, obwohl wir uns doch so sehr anstrengen.

Ich möchte heute die Stimme sein, die du vielleicht nicht zu hören bekommst. Die Stimme, die dir immer wieder dieselbe Frage stellt, die du dich weigerst, zu beantworten:

Wie lange soll das noch weitergehen?

Wie lange musst du noch leiden, bis dir klar wird, dass sich nichts – aber auch rein gar nichts – ändert, solange du die Reißleine nicht ziehst und dir endlich den Platz zugestehst, den du verdienst: Den ersten Platz. Den Platz des dir wichtigsten Menschen in deinem Leben.

Wie lange wirst du etwas hinterherjagen, von dem du glaubst, dass danach alles besser wird, nur um am Ende – wieder einmal – enttäuscht zu werden?

Wie lange willst du immer wieder darauf reinfallen, dass tatsächlich alles gut wird, wenn du deine Situation einfach nur aushältst?

Wie lange willst du dich immer wieder im Kreis drehen?

Wie lange willst du verzweifelt nach einer Lösung suchen, krampfhaft versuchen, etwas zu verändern?

Wie lange willst du dir selbst vormachen, dass deine innere Stimme es nicht wert ist, gehört zu werden?

Wie lange willst du es anderen recht machen?

Wie lange willst du dir selbst noch dabei zusehen, wie es dir schlechter und schlechter geht?

Klingt das hart?

Gut, denn ich möchte, dass du diese Frage niemals vergisst. Sie ist der Schlüssel dazu, dass du eines Tages – vielleicht heute – sagst, dass es so nicht weitergehen kann. Dass du einen Schlussstrich ziehst und endlich das tust, was deine Intuition dir schon seit Jahren sagt. Manchmal muss man radikal sein. Manchmal muss man sich radikal selbst lieben. Manchmal muss man radikal den anderen sagen, dass heute der Tag ist, an dem es vorbei ist.

Dass heute der Tag ist, an dem du dich wichtig nimmst.

Dass heute der Tag ist, an dem du endlich deinen Leidenschaften folgst.

Dass heute der Tag ist, an dem aus der Raupe ein Schmetterling wird.

Dass heute der Tag ist, an dem du beginnst, zu leben.

 

Du brauchst noch einen kleinen Ruck? Dann kann dir meine Audio-Inspiration dabei helfen! 🙂

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13 Kommentare

  1. Als ich vor einigen Tagen zum ersten Mal deine Seite fand, war mir noch nicht bewusst, dass ich davon so beeinflusst werde.

    In den letzten 10 Jahren hatte ich immer mehr Zeit für Familie und Arbeit gebraucht, dass ich lieber auf Hobbies (auf meine Leidenschaften) verzichtete und meinen Tagesablauf so organisierte um es allen anderen Recht zu machen.
    Klar, irgendwo in der Kindheit liegt der Ursprung als die Eltern immer sagten: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Doch was ist, wenn die Arbeit nie vorbei ist?

    Ich leide lieber als egoistisch zu wirken. 😉
    Aber genau hier ist der Punkt erreicht: „Wie lange soll das noch weitergehen?“

    Ich mag deine Artikel, da sie mich sehr zum Nachdenken anregen. Vor allem hatte mich das heutige Bild an Gomera erinnert, wo ich früher oft mit Freunden den Urlaub verbrachte. Eine schöne Erinnerung und vielleicht auch der Anfang für ein Leben mit Leidenschaften.
    Danke, für deinen Blog.
    Andreas

    • Hallo lieber Andreas!
      Wie schön, dass du meinen Blog gefunden hast und dass ich dich zum Nachdenken anregen kann. Dein Satz „Ich leide lieber als egoistisch zu wirken“ ist vermutlich in vielen Köpfen verankert. Den gilt es durch gesunden Egoismus zu ersetzen!
      Das Bild erinnert dich an La Gomera, weil es auf La Gomera entstanden ist! 🙂 Die Überreste einer alten Bananenverladestation bei Vallehermoso. Wir alle haben feste, funktionierende Überreste in uns, aus denen sich etwas Neues, Wundervolles bauen lässt!
      Alles Liebe dir!
      Anna

      • Ich war oft an dieser Stelle. Neben der Verladestation gab es ein Naturbad, was nie geöffnet war.
        Das Bild passt für mich zu dem Thema“ Wie man die Macht des Zufalls nutzen kann“.
        Ich denke oft Gomera, da ich bis vor 10 Jahren am Jahresende 1 Woche dort war.
        Doch dann kam der Nachwuchs und meine Selbstständigkeit und es gab einfach nicht mehr die Zeit.
        Danke für diese Bild
        Grüße
        Andreas

        • Richtig, das Naturbad! Das war geöffnet, als ich dort war, aber ich hab es mir nur von oben angesehen. Wie du vielleicht gemerkt hast, gibt es auf diesem Blog noch mehr Bilder von La Gomera und den anderen Inseln. Ich bin ein großer Kanaren-Fan! Vielleicht solltest du in Erwägung ziehen, bald wieder dorthin zu reisen? Deinen Worten zufolge habe ich den Eindruck, dass es dir gut tun könnte. 😉
          Liebe Grüße
          Anna

  2. Liebe Anna,
    per Zufall entdeckte ich heute Deinen Blog und bin extrem davon beeindruckt.
    Die Klarheit und Erkenntnis, mit der Du schreibst, zeugt von großer Reife und ich wünschte, ich hätte sie im Alter von 28 Jahren auch schon gehabt.
    Inzwischen bin ich 45, habe viel gelernt, und weiß, dass nur, wenn ich glücklich bin, ich auch andere glücklich machen kann. Trotzdem fällt es mir noch immer schwer, meinem Herzen zu folgen, mir Freude, Glück und Leidenschaft zu gönnen und diese auch anzunehmen.
    Ich freue mich sehr auf Deinen Newsletter und danke Dir schon im Voraus für die Audio-Inspiration, die wohl ein ganz tolles Geschenk ist.
    Liebe Grüße auf Frankfurt am Main
    Kerstin

    • Liebe Kerstin!
      Vielen lieben Dank für deine schönen Worte! Auch mir fällt es manchmal schwer, immer und überall meinem Herzen zu folgen. Und das ist auch vollkommen okay so. Wir sind eben alle Menschen. Ich denke, es ist auch wichtig, seine dunklen Tage anzunehmen und Rückschritte zu akzeptieren. Und dann geht es Schritt für Schritt voran in Richtung Leidenschaften. Das Tempo ist nicht relevant. 🙂
      Ich hoffe, wir lesen uns nochmal!
      Ganz liebe Grüße dir!
      Anna

  3. Gelungener Artikel! „Zufällig“ war ich heute Abend auf einem psychologischen Vortrag über „Das Geheimnis der Partnerschaft“. Was dort auch gefallen ist, dass der persönliche Leidensdruck erst sehr hoch sein muss bevor eine Charakteränderung stattfinden kann.

    Das kann ich aus meiner Erfahrung auch so bestätigen. Ich merkte nach meinem Uni-Abschluss schnell, dass der Job im Online Marketing nichts für mich war…auch schon vorher im Praktikum, aber damals habe ich es mir ausgeredet, dass es mir keine Erfüllung bzw. ein gutes Gefühl gibt. Naja, den ersten Job habe ich dann gekündigt, aus dem 2. wurde ich gekündigt und dann habe ich knapp 1.5 Jahre einfach vor mich hingelebt, viel gefeiert, nur gelegentlich gejobbt. Bis ich irgendwann alleine war und fertig mit den Nerven, weil ich keinen Plan hatte was ich im Leben wollte, ich hatte Schuldgefühle wegen der „verpatzen“ letzten fünf Jahre…mir war damals einfach alles zuviel und ich hatte so eine kleine Panik-Attacke.

    Auch wenn das echt unangenehm war, hat mich das doch stark wachgerüttelt und ich wusste, dass ich jetzt endlich proaktiv wieder was aus meinem Leben machen musste. Ein halbes Jahr später hab ich mehr Klarheit, arbeite gerade regelmäßig und arbeite nebenbei an einer Personal Training Lizenz, weil ich das auf Dauer machen möchte. Es hat lange gedauert, aber eine Richtung zu haben und danach zu gehen fühlt sich gut an 🙂

    • Lieber Daniel,
      das mit dem Leidensdruck kann ich nur bestätigen. Ich habe mich schon selbst dabei ertappt, dass ich den Leidensdruck absichtlich erhöht habe, weil ich wusste, dass sich nur so etwas verändert. So haben Krisen immer ihre positiven Seiten, wenn man sie denn richtig nutzt. Ich bin inzwischen für jede kleine Krise in meinem Leben dankbar, denn sie hat mir immer etwas zu zeigen. Ich finde es toll, dass du nun deinen Weg gehst – Umwege gehören dazu und ohne sie wären wir nicht die Menschen, die wir heute sind. Ich wünsche dir sehr viel Freude und Erfolg bei deiner Lizenz! Wenn es sich gut anfühlt, ist es das Richtige! 🙂
      Liebe Grüße
      Anna

  4. Hi Anna,

    guter Artikel 🙂 Ich weiß genau, wie lange es noch weitergehen wird, aber ich arbeite daran, meinen Traum in die Tat umzusetzen. Vielleicht ist es mangelndes Vertrauen zum Leben, vielleicht bin ich in meinem Alter nicht mehr so ganz risikofreudig, um mich einfach so in das Abenteuer zu stürzen, aber ich denke, ich habe für mich einen erträglichen Weg gefunden. Ich denke, ein fester Zeitpunkt hilft, wenn man (noch) nicht bereit für eine große Veränderung ist, denn dann kann man seinen Weg planen und weiß, wohin man will. Geht mir zumindest so 😉

    Liebe Grüße,
    Ivana

    • Liebe Ivana!
      Sehr gut, dass du genau weißt, wie lange es weitergehen wird. Da bist du schonmal einen Schritt weiter als 98% der Bevölkerung! Glückwunsch! 🙂 Nimm dir deine Zeit für Veränderungen und gehe sie Schritt für Schritt. Das Entscheidende ist es, die Schritte überhaupt zu machen – das ist es, wovor sich so viele scheuen – du nicht! Ich bin mir sicher, dass du deinen Weg gehen wirst und dass er wunderbar wird! 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Anna

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