Wie viel Wildheit steckt in dir?

Je mehr ich mich mit der Natur verbinde, desto mehr entdecke ich auch meine wilde, ungezähmte Seite. Und damit meine ich nicht das, was oft darunter verstanden wird: Wildheit im Bett ist oft die einzig sozial erwünschte Wildheit. Alles andere soll in geregelten Bahnen verlaufen. Überall sonst sollen wir uns zivilisiert und „gezähmt“ verhalten. Die Wildnis ist etwas Gefährliches, Unberechenbares, und wir Menschen scheinbar nicht länger ein Teil von ihr. Das ist meiner Meinung nach die Ursache vieler Probleme, die wir heutzutage haben. Um sie zu lösen, lohnt es sich, genau diese Wildheit wieder in sich selbst zu entdecken, sie sich zu erlauben, sie zuzulassen und zu ihr zu stehen. Denn tief in uns wissen wir es doch alle: Wir sind ein Teil der Wildnis und in uns ist längst nicht alles so gezähmt, wie wir oft meinen. Hast du Lust, gemeinsam mit mir deine Wildheit zu entdecken und zu umarmen?

Die frühe „Zähmung“

Ich war ein sehr wildes (= bewegungsfreudiges = normales) Kind, das wurde (und wird) mir immer wieder gerne von meiner Mutter, Oma und damals noch Uroma gesagt. Die drei fanden, dass das bedeutete, dass mit mir etwas nicht stimmte. Ich wurde als kleines Kind zu diversen „Teufelaustreiberinnen“ geschickt, die mich doch bitte „angepasster“ machen sollten. Kein Witz, das war in Weißrussland damals wohl so üblich. In der sowjetischen Kultur war es nämlich noch wichtiger als hier, nicht aufzufallen. „Pscht!“, „Nicht so laut!“ oder „Benimm dich!“ waren meine mich täglich begleitenden Worte.

Meine Oma meinte einmal als Witz, ich hätte einen Bandwurm, der dafür sorgte, dass ich nicht stillsitzen konnte. Ich schlug im Lexikon nach und war seither überzeugt davon, einen zu haben – schließlich war ich auch ein sehr schlankes Kind. Das brachte mir Jahre voller Panik und zwanghafter Verhaltensweisen ein – aber das nur am Rande. Meine Uroma betete sehr laut (und täglich) dafür, dass Gott doch bitte den Teufel, von dem ich eindeutig besessen sei, austreiben möge. Ich wurde sehr geliebt – versteh mich hier nicht falsch -, diese Liebe nahm jedoch manchmal echt seltsame Formen an.

Vielleicht erinnerst du dich an ähnliche Geschichten aus deiner eigenen Kindheit? Ereignisse, mit denen dir deine kindliche und mehr als nur normale Wildheit ausgetrieben wurde, Worte und Taten, die dich schließlich „gezähmt“ haben? Es müssen nicht die eigenen Eltern gewesen sein, vielleicht haben sie dir deine Wildheit erlaubt, aber in der Schule wurde sie nicht länger geduldet? Wie waren deine „Verhaltensbeurteilungen“ von den Lehrern damals? Und: Wenn du dich an die Zeit der Wildheit zurückerinnerst – wie war sie?

Hattest du auch eine wilde Kindheit?

Meine wilde Kindheit habe ich als etwas Wundervolles in Erinnerung. Ich kletterte auf Bäume – und zwar nicht nur ein bisschen, sondern auf die höchsten Wipfel – und stellte mir vor, ich sei ein Affe. Ich galoppierte auf allen Vieren über die Wiese vor unserem Haus – das konnte ich so schnell, dass ich mich wie ein Pferd fühlte! Ich baute mir Lager und Verstecke in den Hecken, lag stundenlang auf der Wiese und starrte in den Himmel, beobachtete die Tiere um mich herum. Ich war eins mit der Natur und es war mir schnurzpiepegal, was die Leute von mir dachten, während ich über die Wiesen galoppierte oder laut lachend durch den Regen tanzte. All das war einfach Ausdruck meines Wesens, meines Seins. Ich fragte mich, wieso Erwachsene all diese wundervollen Dinge nicht mehr taten. Heute weiß ich es: weil sie gezähmt wurden.

Auch ich wurde irgendwann gezähmt, auch mir wurde es irgendwann wichtiger, korrekt einen Glitzerlidstrich aufzutragen und mir Socken in den BH zu stopfen, als auf allen Vieren über die Wiesen zu preschen. Den Kontakt zur Natur verlor ich glücklicherweise nie, dafür sorgte schon mein Hund, mit dem ich nach wie vor auf der Suche nach dem Sinn des Lebens durchs Gebüsch kroch. Damals war mir nicht bewusst, wie nahe ich ihm war.

Was mich zähmte, weiß ich gar nicht so genau. Es waren meine Eltern, die Schule als Institution, in der alles so sachlich und geordnet zuging, wo wir Kinder verlernten, auf unseren Körper zu hören, um ihn stattdessen mit anderen zu vergleichen und irgendwie immer schlechter abzuschneiden. Plötzlich war es so viel wichtiger, dazuzugehören und angepasst zu sein. Was hat dich gezähmt und wann? Fällt dir vielleicht ein besonderes Ereignis ein? Hattest auch du eine wilde Kindheit und bist du auch mit deinem So-Sein oft angeeckt?

Doch ich wusste, da war mehr…

Obwohl ich in meiner Jugend sehr darum bemüht war, dazuzugehören, wusste ich doch, dass da mehr war, dass die Natur mich heilte. Ich beschäftigte mich schon damals mit Meditation und Ritualen, traute es mich aber gar nicht recht, es anderen zu erzählen. Meine Eltern hatten Sorge, ich würde dem Okkultismus zum Opfer fallen, nur weil ich Räucherstäbchen anzündete. Zugegeben, es war schon sehr rauchig, aber hätten sie mir damals zugehört, hätten sie verstanden, dass ich mich durch all das nur mit mir selbst und der Natur verbinden wollte.

Ich driftete in Phasen, in denen ich meine Wildheit schließlich weniger in der Natur, sondern vielmehr in der Rockmusik auslebte. Zunächst hatte ich keinerlei Probleme, nüchtern auf Konzerte zu fahren, letztendlich wurde das aber langweilig und es kam Alkohol ins Spiel. Nie in bedenklichen Mengen und sehr oft, aber doch so, dass ich merkte, dass ich nur nach ein paar Drinks meinen Kopf ausschalten und loslassen konnte. Der Alkohol führte mich zu der Wildheit, nach der ich mich so sehr sehnte und von der ich einfach nicht wusste, wie ich sie sonst ausleben sollte. Es ging mir auf Dauer nicht sonderlich gut damit.

Wie der Passionflow mich immer mehr zur Wildheit führte

Als ich vor einigen Jahren meinen Passionflow fand und ihn endlich ernst nahm, ihm folgen wollte, anstatt immer wieder meinem Verstand die Kontrolle zu überlassen, spürte ich, dass ich langsam zu jener Wildheit zurückkehrte, nach der ich stets gesucht hatte. Ich folgte einer natürlichen Energie, und das bedeutete oft, auch Unkonventionelles zuzulassen und breitgetretene Pfade zu verlassen. Mit der Zeit wurde es mir immer weniger wichtig, was Außenstehende von mir dachten bzw. wurde es für Freunde und Familie ebenfalls zu etwas „Normalem“.

Seither gehe ich immer weiter, verlerne systematisch Dinge, die ich beigebracht bekommen habe, hinterfrage alles. Ist das noch heute für mich sinnvoll? Wenn ja, wieso? Ist das wirklich etwas, das ich will oder handle ich nur aus Angst vor Ablehnung? Diese Ablehnung muss dabei nicht einmal offensichtlich sein, es reicht schon der Gedanke daran, dass andere denken könnten, ich sei XYZ (was sie höchstwahrscheinlich nicht einmal tun). Lebensjahr um Lebensjahr lasse ich gesellschaftliche Konventionen hinter mir, will viel weniger das brave Mädchen sein. Nein, viel lieber bin ich nun die wilde Frau.

Was bedeutet Wildheit für mich?

Und genau das bedeutet Wildheit für mich: sich von gesellschaftlichen Zwängen Schritt für Schritt loszusagen, dem Fluss des Lebens immer bedingungsloser zu folgen, dem Leben zu vertrauen, es auszukosten, weniger Wert darauf zu legen, was die anderen denken, sich mit der Natur zu verbinden, mit dem eigenen Körper, mit der Bewegung, nach dem ihm gerade ist, Gefühle zuzulassen und mit ihnen mitzuschwimmen, anstatt sich gegen sie zu sperren.

Ich fühle mich wild(er), wenn ich einen Baum umarme, kein Make-up trage, barfuß über eine taunasse Wiese gehe, laut lache, meine offenen Haare vom Wind durchpusten lasse, tanze, ohne darauf zu achten, wie es aussieht, laut singe, einen Freudenschrei auslasse, wütende auf ein Kissen eindresche, „mein“ Yoga mache, ein Ritual inmitten der Natur zelebriere, meine Beine nicht rasiere, einen Menschen einfach so umarme und ihm sage, wie sehr ich ihn liebe, wenn ich nachts auf einer Wiese sitze und dem Vollmond etwas vorsinge, und wenn ich im See schwimme. Ich fühle mich wild, wenn ich mich weigere, mich modisch zu kleiden, Schneeflocken mit der Zunge fange, selbstgesammelte Kräuter verräuchere und Obst direkt von den Bäumen esse. Ich fühle mich wild, wenn ich plötzlich eine Tätigkeit abbreche und etwas anderes mache, weil mir danach ist, weil meinen Passionflow zu ignorieren sich völlig falsch anfühlen würde.

Je wilder ich mich fühle, desto mehr komme ich bei mir selbst an. Im Hier und Jetzt. Die Natur ist die beste Lehrerin. Sie lehrt mich, was wirklich wichtig ist. Und das ist nicht das, was uns so viele Menschen ständig einreden. Unsere Wildheit sagt uns: Du gehörst zur Natur und alles andere ist schönes Beiwerk, ein Theater, das man mal mitmachen kann – durchaus mit Freude -, aber unser Zuhause ist woanders.

Der „Verwilderungsprozess“

Es lohnt sich wirklich, sich immer mehr selbst zu verwildern. Meist ist das ein Prozess, der nicht über Nacht geschieht, sondern Zeit braucht. Genauso, wie die Natur Zeit dafür braucht, ein einst bebautes Gebiet wieder zurückzuerobern. Aber sicher kennst du die Pflanzen, die ungenutztes Brachland innerhalb weniger Wochen besiedeln. Vielleicht wachsen solche Pionierpflanzen ja bereits in dir und werden immer mehr? 

Ziel ist dabei nicht, sich völlig von der Gesellschaft zu entfremden, sondern die eigene Wildheit in sie zu integrieren, auf diese Art und Weise vielleicht eine neue Gesellschaft zu kreieren. Wäre es nicht wundervoll, wenn es völlig normal wäre, nachts unter dem Vollmond zu tanzen, gleichzeitig aber am nächsten Morgen die Annehmlichkeiten von fließend Wasser und einem Smartphone zu genießen? Ich denke, wir können beides: zivilisiert und wild zugleich sein. Die Wildheit kommt gerade nur ziemlich zu kurz. Vielleicht hast auch du Lust, ihr gemeinsam mit mir ein wenig mehr Platz in deinem täglichen Leben zu geben. Vielleicht hast du jetzt schon Ideen, wie du wieder mehr Wildnis in deinen Alltag integrieren kannst. Teile sie unbedingt mit mir, ich bin schon sehr gespannt auf sie!

Liebst auch du das Gefühl der Wildheit? Wann fühlst du dich besonders wild? Wo hast du Lust, mehr Wildheit in deinen Alltag zu integrieren?

 

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9 Kommentare

  1. Danke liebe Anna,
    Ich liebe deine gelebte Wildnis und deine Erinnerung auch meine verkümmerte – tief in mir schlummernde Wildnis wieder immer mehr zuzulassen.
    Ich war auch immer ein sehr wildes Kind – alle sagten ich sei ein „halberder Bua“, obwohl sich meine Eltern immer so “ ein richtiges“ Mädchen gewünscht hätten.

    Leider hab ich mich dann auch immer mehr angepasst –

    Aber ich möchte jetzt auch meine wunderbare Wildnis wieder leben.

    Danke, danke – 1000 Dank für deine inspirierenden Worte

    • Liebe Sabine,
      wie schön, dass ich dich dazu ermutigen konnte, deine Wildheit wieder mehr ausleben zu wollen! Alles, was wir erlebt haben (in deinem Fall, dass du dich immer mehr angepasst hast), können wir auch verlernen. Das erfordert viel Arbeit und Bewusstsein, aber es lohnt sich! Auf deinem Weg wünsche ich dir alles Liebe! 🙂
      Anna

  2. Liebe Anna,

    wunderschön, wie du den „Verwilderungsprozess“ beschreibst. Deine Offenheit ist so erfrischend, dass ich dich beim Lesen deines neuen Blogs in Gedanken umarmt habe.

    Ja, ich kann deinen Gedanken sehr gut folgen. Dein Lebensweg deckt sich recht genau mit meinem Weg. Nachdem ich „gezähmt“ worden war, musste ich auch wieder damit beginnen wilder zu werden. Aber je nachdem wie man durch seine Aufgaben eingebunden ist, kann der Prozess sich über Jahre erstrecken.

    Bei mir hat es Jahre gedauert. Und ich fühle mich sehr gut dabei, jetzt wieder eins mit der Natur zu sein. Mich an den Ausdrucksformen der Natur zu erfreuen.

    Du schreibst: Diese Ablehnung muss dabei nicht einmal offensichtlich sein, es reicht schon der Gedanke daran, dass andere denken könnten, . . .

    Hast du dich schon einmal mit der Macht deiner Gedanken beschäftigt? Wenn nicht, solltest du das unbedingt tun. Mit unseren Gedanken erschaffen wir unsere Realität! Achtsamkeit ist der Schlüssel. Achte auf deine Gedanken, besonders auf die, die dir einreden wollen, dass du dich anpassen musst um dazuzugehören. Die Macht unserer Gedanken ist grenzenlos, wir müssen das nur erkennen.

    Für deinen „Verwilderungsprozess“ wünsche ich dir das, was du dir durch deine Gedanken erschaffen wirst.

    Liebe Grüße
    Peter

    • Hallo lieber Peter!
      Vielen Dank dir für deine Worte! Ja, der Gedanke daran, was andere denken könnten… Man könnte eine kleine Comedy-Show daraus machen! Mit der Macht der Gedanken habe ich mich schon sehr oft beschäftigt – für mich fühlt der Weg aber eher über das Fühlen und eben die Wildheit. Je bewusster ich mit meinen Gefühlen umgehe, desto besser habe ich auch meine Gedanken „unter Kontrolle“, denn die resultieren aus den Gefühlen. Kennst du das auch?
      Lieben Gruß
      Anna

  3. Wow Du wilde Frau, Anna!

    Born to be wild, von Steppenwolf war immer schon mein Lieblingslied.

    Ja, auf Bäume klettern, auf allen vieren über die Wiese galoppieren, auf dem Küchensofa wild rumhüpfen und Saltos schlagen, durch die Wälder streifen, … das war auch für mich als Kind das Größte.

    Und auch ich ließ mich zähmen. Die Schule hab ich da noch ganz gut überstanden. Ich gab ihr keine Bedeutung. Doch meine Mama, die Kirche, mein Umfeld in der Lehre, … alles hobelte mich ganz langsam zu etwas das ich nicht war.

    Und die größte Beschneidung tat ich mir selbst an. Eine falsch verstandene Spiritualität machte aus einem emotionalen Martin, einen der vom Kopf her total blockierten Menschen.

    Doch ich erobere mich zurück. Ratgeber und Weisheiten finde ich in mir.

    Es ist spannend. Dein Passion Flow ist der einzige Blog den ich noch lese. Und ich lese ihn mit Begeisterung. Keine ach so weise Sprüche, kein über die Wiesen fliegender selbsternannter Engel, keine selbstkasteienden Regeln und Disziplin Maßnahmen.

    Nur eine mutige Frau, die ganz einfach über ihr Leben schreibt, sich nicht ihrer Schwächen schämt, die mir so ein Vorbild geworden ist. Anna ich knuddel Dich mal ganz doll.

    Mich dem Fluss des Lebens hingeben, ist das was mir dauerhaft gelingt. Unzählige Male habe ich schon versucht, die Methoden der unzähligen Ratgeber in Buch und Youtube anzuwenden, Gott sei Dank ist es mir nie gelungen dran zu bleiben.

    Es ist auch Selbstliebe, seinem Fluss zu folgen. Und mittlerweile liebe ich mich sehr.

    Für mich bedeutet es den wilden Mann zu leben, immer wieder meinen Platz neu einzunehmen und ihn zu erfüllen. Tun, was ich weiß was zu tun ist. Zu lassen was eben zu lassen ist. Zu meinen Werten zu stehen. Ja sagen, wo ich ja meine, nein sagen wo ich nein meine. Und gegebenenfalls meine Meinung zu revidieren wenn ich erkannt habe dass sie so nicht mehr stimmt. Mich mit meiner Wildheit der Welt zu zeigen. Jemanden zu beschützen, weil ich im Moment sehe dass die gerade nötig ist. Meine Person nicht zu wichtig nehmen, dafür meine Anliegen. Auch auf schier aussichtslosem Posten zu kämpfen, wenn ich weiß dass es diesen Kampf wert ist. Mich auch mal entschuldigen, wenn ich in meinem Temperament wieder mal zu weit gegangen bin. Und trotzdem mein Temperament zu leben. Berge zu besteigen. Musik machen die mir gefällt. Meine Grenzen immer wieder neu auszuloten. Mich so zu zeigen wie ich im Moment eben bin. Andere auch so sein lassen, wie sie sich fühlen und ihr Naturell ist. Trotzdem fragwürdige Geisteshaltungen eben in Frage stellen. Und vor allem das Leben jeden Tag neu feiern. Das was ich tue, in Begeisterung und Dankbarkeit tun. Leidenschaft zeigen. Und auch demütig meinen Platz einnehmen.

    So könnte ich noch ewig weiter schreiben.

    Liebe Anna, es ist ganz einfach wunderbar, immer wieder so Schönes und Wildes zu lesen.

    Bleib herrlich wild, frei und wunderbar!

    Alles Liebe Dir

    Martin

    • Lieber Martin,
      danke dir von Herzen für deinen soooo schönen Kommentar! Da wird mir ganz warm und ich freue mich, dass ich dir mit meinen Texten so viel Schönes bescheren kann! Ja, die falsch verstandene Spiritualität kommt mir auch bekannt vor. Darin kann man sich richtig verlieren, wenn man nicht aufpasst. Aber zum Glück hast du dich nun wieder gefunden! Und deine Wildheit! Was du darüber schreibst, beschert mir eine ordentliche Gänsehaut! Ganz stark ist das von dir, wie du dich selbst lebst! Du kannst stolz darauf sein, das war bestimmt ein ordentliches Stück Arbeit, verbunden mit sehr viel Bewusstsein und Selbstkritik.
      Ich bin dankbar, dass es dich gibt, Martin, und dass du hier bist und mich auf meinem Weg begleitest!
      Die liebsten Grüße dir!
      Anna

  4. Wildheit ist ein gutes Thema.

    Doch was bedeutet sie für einen Mann?
    Heute?!

    Letztens musste ich ein Alten Freund von Zuhause wild heraus prügeln, weil er nicht gehen wollte. Ich bat ihn höflich zu gehen, doch er hörte nicht zu und redete auf mich ein, ich soll ihm zuhören. Dann kam er mir zu nah…und baamm…ich gab ihm ne Kopfnuss.
    Dann schlug er auf mich ein. Das machte mich so wild, dass ich ihn zusammenschlagen musste, bis er endlich einsah, dass bei mir die Grenze erreicht war. Er wollte sogar noch mehr Schläge, weil er schon sein Schmerzensgeld gezählt hat.
    Jetzt klagt er mich deswegen an.

    Manchmal fühl ich mich in dieser Gesellschaft wie ein Tiger im Käfig.

    Tiger sind an sich liebe Wesen.
    Sie wollen schlafen und essen und von Zeit zur Zeit Sex.
    Das holen sie sich dann einfach…oder eben nicht(Wenn die Jagt erfolglos ist dann ist das eben so)
    Aber wenn man einem Tiger dumm kommt und ihn reizt, ist es besser man macht sein Testament vorher.
    Ein Artzt sagte mal zu mir ich hätte Anpassungsschwierigkeiten.

    Auf jeden Fall!

    Nur weil ich Reden kann und einen menschlichen Körper besitze, bedeutet das nicht ich gehöre zu dieser hinterhältigen,selbstzerstörerischen und arroganten Rasse die sich Menschheit nennt.
    Goethe sagte einst:
    „Vernunft nennt er es, um dann eben durch jene noch tierischer als das Tier zu sein.“
    Wie recht er doch hat.

    Manche Menschen töten andere durch Falschaussagen und Trickserei.
    Manche produzieren Waffen um sie dann denen zu geben, welche vor Verzweiflung und aus Blindem Glauben dann sich gegenseitig erschiessen.
    Die selben Produzenten sitzen dann mit Politikern an einem Tisch und überlegen wen Sie in die nächste Krise stürzen können.
    Dann stellen Sie sich im Anzug vor das Volk und reden wie zivilisierte Menschen von Humanitären Hilfen.

    Die Schwächsten Menschen verüben die gemeinsten Taten, weil es Ihnen Ihr selbstgemachte Rechtssystem erlaubt.
    Ihre Furcht stinkt bis zum Himmel!

    Doch unsereins wird angeklagt wenn er mal jemandem die Fresse poliert um seine Freiheit und sein Eigentum zu verteidigen.

    Das macht mich wild vor Wut.
    Und Wut ist so rein wie die Liebe.
    Sie ist der Sturm den der Himmel schickt um wegzufegen was verdorben und ungerecht ist.
    Sie ist die Kraft die wir brauchen um Dinge zu bewegen die sich nicht bewegen lassen wollen.
    Oh heilige Wut!
    Mögest Du im Herzen aller aufflammen die sich nicht mehr Lügen ins Hirn scheissen lassen wollen!

    Wenn Dein Sohn mal wütend wird, so lass Ihn schreien und toben!
    Sieh Dir dieses prächtige Feuerwerk aus der Tiefe seines Herzens an und lerne es Gelassen zu sehen.
    Lerne von Ihm was Freiheit bedeutet!
    Er wird lernen damit umzugehen.
    Und sei für Ihn da wenn danach die Tränen fliessen.

    Wir Männer haben uns in dieser Welt selbst ein Grab geschaufelt mit Atombomben, Fabriken und Abtreibungen.
    Wir haben uns kastrieren lassen.
    Und so mancher Tiger ließ sich die Zähne ziehen, nur um der Liebe ein Frau Willen und um sich anzupassen.

    Doch Freiheit erfordert Kraft und Mut.
    Die wünsche ich Dir und allen die noch irgendwo in sich die Wildheit fühlen,die sie überleben lässt in einer Gesellschaft von Halblebendigen Homo Sapiens.
    Ich bin entweder das Bindeglied zwischen dem was war und ist, oder zwischen dem was ist und noch kommt😼👾

    Danke für Deine Arbeit,Deine Inspiration und mach weiter!

    Dein Yosh
    (denn Robert hab ich umgebracht! Das war der Name den mir Eltern gegeben haben die mir die Zähne ziehen wollten. Ich habe Ihn nicht gemocht. Also riss ich sein krankes Herz heraus und ersetzte es mit Geist und Heiliger Wut😎)

  5. Hallo Anna,
    ein wundervoller Artikel!!! Vielen Dank dafür …. er wird mich auf jedenfall die nächste Zeit begleiten ….. auf dem Weg in ein wildes Leben ❤

    • Vielen Dank dir, liebe Sabine! Das freut mich sooo sehr! Ich wünsche dir auf diesem Weg jede Menge wundervolle Erfahrungen!

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