Wieso ein Blog über Leidenschaften?

IMG_5890Es gibt so viele Bücher darüber, wie es sich besser leben lässt, wie man optimistischer denkt, wie man Dinge annimmt und gelassener sieht – kurzum: Wie man ein glücklicheres Leben führt. Denn wer will das nicht? Ist es nicht das, wonach sich jeder sehnt? Wie kommt es dann, dass so viele von diesen Ratgebern verkauft werden, aber immer weniger Menschen glücklich sind?  Und: Wer braucht einen weiteren Blog, der dasselbe wiedergibt?

Glück wird oftmals kleingeschrieben.

Wie kommt es, dass in einem Land wie Deutschland, wo buchstäblich Milch und Honig fließen, die Menschen so unglücklich sind? Im Netz kursieren unterschiedliche Statistiken über „die glücklichsten Länder der Welt“, doch Deutschland dümpelt immer irgendwo im Mittelfeld umher. Es scheint, als würde eine breite Absicherung, ein gutes Gesundheitssystem (verglichen mit anderen auf der Welt), und ein Mittelschichteinkommen nicht ausreichen, um glücklich zu sein.

Allgemein habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass die Deutschen viel und gerne jammern und sich über alles Mögliche (am allerliebsten den Nachbarn) beschweren. Für alles gibt es einen Gesetzestext, über alles lässt es sich herrlich beschweren, alles lässt sich reklamieren. „So geht das nicht!“ scheint ein Leitspruch geworden zu sein.

Wie? Shoppen macht nicht glücklich?

Kann es sein, dass das Durchschnittsleben, wie es sich gehört, wie man es sich vorstellt, gar nicht so glücklich macht? Kann es sein, dass die meisten sich nach Wünschen orientieren, die gar nicht die ihren sind? Kann es sein, dass uns die Dinge, die wir als Kinder wirklich wollten, aberzogen wurden, bis wir schließlich mit dem Strom schwammen, „weil man das so macht“? Und kann es sein, dass all das uns leer zurück lässt; auf der Suche nach etwas, mit dem Wissen im Hinterkopf, dass da irgendwie noch mehr sein muss? Kann es sein, dass wir etwas verloren haben und nun verzweifelt versuchen, diese Sehnsucht mit anderen Mitteln zu stillen? Mit Mitteln, die andere – und mehr als häufig die Werbung – uns weismachen wollen, dass wir sie unbedingt brauchen? Macht Shoppen gar nicht dauerhaft glücklich und werden wir süchtig nach dem Rausch, immer mehr und immer Neues zu brauchen?

Wenn man all das nicht in Frage stellt – wenn man die Werte lebt, von denen man denkt, sie seien die eigenen, die aber in Wirklichkeit fremde sind – wie können dann all die Glücks-Ratgeber helfen?

Tiefgreifende Veränderung kann man nicht kaufen

Vor einem dreiviertel Jahr habe ich beschlossen, einen Strich unter meinem bisherigen Leben zu ziehen und von vorne anzufangen. Mir ging es so schlecht, dass ich wusste, wenn ich so weiter mache, holen mich die weißen Männchen und legen mir das Hab-Mich-Lieb-Jäckchen um. Es ging also um alles oder nichts. Ich beschloss:

Ich kümmere mich ab jetzt nur noch um mich selbst und sorge dafür, dass es mir gut geht. Das hat höchste Priorität. Alles andere kommt danach.

Das war die beste Entscheidung meines Lebens. Denn was ich unbewusst ahnte, hat sich schließlich bestätigt: Sobald ich anfing, mich richtig gut zu fühlen, fügten sich meine anderen Lebensbereiche – einer nach dem anderen.

Was ich daraus gelernt habe, ist: Veränderung entsteht immer von innen. Man kann sie nicht kaufen. Die meisten Menschen finden ihr Leben nicht besonders gut, sie warten auf den großen Knall, auf irgendetwas von außen. Doch sie warten vergeblich, denn der Knall kommt nicht. Sie haben tausend Ausreden, warum sie sich nicht um sich selbst kümmern können: Da wäre der Job, die Kinder, der Partner.

Es ist ihrer Meinung nach die Welt, die sie davon abhält, glücklich und zufrieden zu sein. Doch sie missverstehen etwas: Das Leben ist kein Kampf. Viele kennen es nicht anders, als zu kämpfen und unzufrieden zu sein. Manchmal, wenn ich mich mit Leuten unterhalte, können sie es immer noch nicht nachvollziehen, dass ich mich nicht anstrenge, um glücklich zu sein. Doch genau hier liegt der Knackpunkt: Sobald man Dinge tut, die einem Freude bereiten, die einem ein wunderbares Gefühl geben und die Zeit vergessen lassen, wird das Leben fantastisch. So einfach ist das; kein Kampf nötig.

Das Leben vor der verschlossenen Tür

Als mich diese Erkenntnis zum ersten Mal traf, musste ich weinen, weil ich nicht glauben konnte, dass es tatsächlich so einfach ist. Um es verständlicher zu machen, benutze ich gerne folgende Metapher:

Stelle dir vor, du stehst vor einer verschlossenen Tür. Du versucht mit aller Kraft, sie zu öffnen; du drückst, ziehst, probierst das Schloss aufzuschlagen, trittst dagegen. Doch du siehst nicht, dass du nur ein paar Meter weitergehen musst, um in den Raum zu gelangen und die Tür von innen zu öffnen.

Warum treten wir überhaupt gegen die Tür? Ich sehe die Erklärung darin, dass es „nun mal so gemacht wird.“ Bereits als Kinder wurde uns beigebracht, zu kämpfen, der/die Beste zu sein, Leistung zu erbringen, indem wir andere hinter uns lassen. Aber ich bin mir inzwischen sicher, dass jeder diese Tür von innen öffnen kann. Ich habe niemals geglaubt, dass ausgerechnet mir das gelingen würde, aber ich habe es geschafft – ich, die die letzten 15 Jahre dem Leben auf Kriegsfuß stand.

Doch auch um die Tür von innen zu öffnen, benötigt man einen Schlüssel. Vielleicht ist dieser Schlüssel nicht für alle Menschen der richtige, doch für mich war er es.

Der Schlüssel ist unsere Leidenschaft

Leidenschaft ist der Sprit, der unser Leben in Fahrt bringt. Ohne Leidenschaften, Interessen, Begeisterung, sind wir wie ein Auto, das auf einem Parkplatz geparkt wurde und sich nicht vom Fleck bewegt. Manchmal wird das Auto abgeschleppt und an einen anderen Ort gebracht, aber es kann nichts von sich aus tun. Mit ein paar Tropfen Benzin kann das Auto sich selbst bewegen, mit einem vollen Tank kann es in jede nur erdenkliche Richtung fahren.

Und genau deswegen schreibe ich einen Blog über Leidenschaften.

Tank dein Auto auf – ich garantiere dir, die Spritpreise sind vollkommen umsonst! 🙂

Und jetzt du: Warum bist du hier auf meinem Blog? Welche Frage beschäftigt dich? Vor welcher Hürde stehst du gerade?

Hier gibt’s noch mehr über Leidenschaften zu entdecken:
Wie lange soll das noch weitergehen?
Warum du aufhören solltest, zu kämpfen
Wessen Ziele lebst du?

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2 Kommentare

  1. Diese Momente hab ich auch öfter, in denen ich zu weinen beginne, weil ich es oft einfach nicht fassen kann, wie viel sich einfach von selbst regelt, wenn man positiv gestimmt ist und den Weg der Leidenschaft und Freude geht.

    Toller Blog, die Welt braucht mehr Menschen wie dich 🙂

    • Vielen Dank für die Blumen! 🙂 Die Welt braucht mehr Menschen wie UNS! Mehr Leidenschaftsentdecker! YEAH!!! 🙂

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