Wieso ich gerne Hexe bin und Rituale und Symbole liebe

Ich entzünde ein wenig Palo Santo (hmmm, hast du das schon probiert?), schließe die Augen und komme an, stelle mir vor, wie alles von mir abfällt. In meiner rechten Hand halte ich den Rosenquarz, der mich stets an die Liebe erinnert. Eine rosa Kerze erhellt mein Badezimmer und der Geruch des brennenden Holzes erfrischt meine Sinne. Ich öffne ein kleines Säckchen und fülle es mit selbst getrockneten Rosenblüten, lege einen Zettel mit meinem Wunsch hinein, den Rosenquarz ebenso, und schnüre alles fest zu. Das Säckchen halte ich in der Hand, lächle sanft und murmele ein leises Dankeschön. Dann lasse ich mich in das warme Wasser der Wanne gleiten und weiß, dass mein Wunsch sich erfüllen wird. Nicht unbedingt, weil Zauberei im Spiel ist (und wenn doch, ist das doch genial!), sondern weil es mein Herz öffnet – und dann ist der Erfolg garantiert!

Von Kristallen und Kelten

Mit 14 war ich ein absoluter Fan von allem, was mit Magie zu tun hatte. Ich liebte Räucherstäbchen, fühlte mich zu Edelsteinen hingezogen, stöberte in der Esoterik-Abteilung der Buchhandlung, kaufte mir einen Kessel, ein Pendel und Tarotkarten und schnitzte mir einen Zauberstab. Parallel dazu verschlang ich alles über keltische Mythologie, denn die Kelten lebten auf dem Land, das meine Heimat ist. Ihre Feste, Riten und Bräuche faszinierten mich zutiefst. Ich war völlig begeistert von ihrer Art, mit der Natur und den Rhythmen der Erde zu leben, anstatt gegen sie zu arbeiten, sowie von den Göttinnen, die als Erschafferinnen und gleichzeitig Zerstörerinnen verehrt wurden. Es gab Licht und Schatten und alles war eins. Alles Leben war heilig.

Irgendwann rückten bei mir schließlich andere Dinge in den Fokus und meine Edelsteinsammlung samt Pendel und Tarot auf den Dachboden meiner Eltern. Letztes Jahr habe ich meine Schätze wieder „gehoben“ und nicht schlecht gestaunt, was sich alles angesammelt hatte. 17 Jahre später hatte das Ganze eine richtige Patina erhalten! Vor einigen Jahren entdeckte ich auch die Welt der Kelten wieder, denn hier in der Gegend werden fantastische Themenwanderungen rund um deren Feste und Bräuche angeboten und meine Freundinnen und ich nahmen begeistert daran teil und begannen auch (wieder), für uns selbst zu feiern.

Ich liebe es, eine Hexe zu sein!

Ich merkte, wie ich immer mehr Freude daran hatte, mir einen schönen Alter in meiner Yogaecke herzurichten und meine Zeit dort gerne zeremoniell und feierlich zu gestalten. Und ich glaube, inzwischen kann ich mit Fug und Recht behaupten: Ich bin eine Hexe und ich liebe es, eine Hexe zu sein! Esoterik hin oder her: Fakt ist, dass unser Gehirn es liebt, mit Symbolen und Ritualen zu arbeiten und Zeremonien kommen in unserer Gesellschaft viel zu kurz. So rational, wie wir es gerne hätten, sind wir nämlich gar nicht! Es darf ruhig ein wenig mehr Magie und weniger Analyse in unserer Alltag Einzug halten, finde ich! Wenn wir uns intuitiv von Kristallen oder Heilkräutern angezogen fühlen, wenn uns ihre Schönheit oder ihr Duft magisch berühren und uns einfach gut tun, wieso nicht mehr von diesem Zauber in den Alltag integrieren? Das habe ich mich Ende letzen Jahres gefragt und mir vorgenommen, in diesem Jahr genau das zu tun: mehr Magie, mehr Intuition, mehr „Hexe sein“, bitte!

Ich will mit der Natur und mit meiner weiblichen Intuition arbeiten, wie Generationen meiner Ahninnen es bereits vor mir getan haben! Ich will mich in der Badewanne vom Vollmond bescheinen lassen und meinen Körper mit natürlichen Ölen verwöhnen, ich will barfuß auf der Erde laufen und mit offenem Haar allen Gottheiten danken, dass ich am Leben bin! Ich will die Schätze von Mutter Erde in meinen Händen halten, meine Klangschale anschlagen und in Stille auf meiner Matte verweilen, um meinem Herzen zuzuhören. Ich will mich mit anderen Frauen treffen und ihnen meine Seele offenbaren.

Das alles hat für mich nichts mit Religion zu tun, sondern ist einfach Ausdruck meiner Kreativität. Ich erschaffe mein Leben, und dabei darf es ruhig feierlich zugehen. Jeder hat seine eigenen Symbole, die vielleicht auch dem eigenen Glauben entsprechen, die hier zum Einsatz kommen dürfen. Sehr viele von ihnen sind universell anwendbar, manche erhalten vielleicht eine ganz besondere Bedeutung, die nur uns bekannt ist, andere sind ein Geschenk einer besonderen Freundin oder wir fanden sie in der Natur. Alles, was uns anspricht und keinem anderen schadet, ist erlaubt!

Durch Rituale zu sich selbst finden

Ich habe so viel Freude an diesen Dingen und merke, wie ich ganz intuitiv meine eigenen Rituale und Zauber erfinde, wie mich diese tief in meiner Seele berühren. Und wirken! Ein Ritual oder einen Zauber zu machen, bedeutet, sich mit sich selbst zu verbinden und sich auf eine Sache komplett zu konzentrieren, sich klar darüber zu werden, was man möchte und warum. Seine Absichten klar formulieren und sie dann dem Universum zu übergeben. Auf diese Weise konnte ich Ängste loslassen, Beziehungen heilen und es sieht so aus, als würde ein großer Traum von mir schon sehr bald in Erfüllung gehen!

Ich glaube, dass so etwas einfach ganz tief in unser Unterbewusstsein sinkt und uns die Kraft gibt, Dinge wirklich anzugehen. Wir erinnern uns mit Freude an unser Ritual, tragen als Erinnerung vielleicht einen kleinen Stein in unserer Hosentasche und handeln sowohl unbewusst als auch bewusst in die Richtung der Erfüllung unserer Absicht.

Inseln der Rituale im Alltag schaffen

Seit mein Baby da ist, schaffe ich mir ganz bewusst Zeiten und Orte für solche Rituale und Zauber. Die Badewanne eignet sich dafür ganz hervorragend! Zuerst darf mein Sohn gemeinsam mit mir plantschen, dann holt ihn Papa raus und Mama darf sich im Kerzenlicht entspannen und sich mit ihrer Intuition verbinden. Ich liebe diese Zeiten so sehr und ich denke, dass vor allem Mamas sie dringend in ihrem Alltag gebrauchen können.

Auch wenn Vincent tagsüber schläft, kann ich mir Zeit für mich selbst nehmen und in meiner schönen Ecke wieder zu mir finden. Dort sind ganz viele Symbole, die mich an das erinnern, das mir wichtig ist. Morgens stelle ich mir gerne meinen ganz persönlichen „Altar“ zusammen, in dem ich intuitiv eine Figur auswähle, einige Edelsteine anordne (jeder hat eine ganz besondere Bedeutung, und die muss nicht einem Buch entstammen, sondern kann ganz intuitiv vergeben werden), eine Kerze entzünde, etwas Palo Santo oder ein ätherisches Öl als Duftkomponente dazunehme, meine Klangschale anschlage und eine Karte für den Tag ziehe, deren Botschaft mich begleiten darf. Hier sitze ich einen Moment, gehe in mich, sage Dank und mache Yoga, wenn ich die Zeit dafür habe. Oh, und wenn ich gerade Blumen da habe, dürfen auch sie nicht fehlen.

Wenn es wärmer wird, freue ich mich schon darauf, gemeinsam mit Vincent die Natur zu entdecken, mit ihm auf einer Decke am See zu sitzen und dort schöne Dinge zu sammeln. Dabei darf er mir dann fleißig helfen und zusammen mit mir Blätter, Blumen, Schneckenhäuser oder Stöcke zu Kunstwerken legen. Zusammen werden wir dann unserer großen Mutter Natur danken!

Vielleicht konnte ich dich mit meiner Begeisterung für Rituale und Symbole ja ein wenig anstecken und du hast Lust, selbst etwas auszuprobieren? Folge dabei ganz deiner Intuition und tue das, was sich für dich richtig anfühlt!

Welche Rituale praktizierst du schon und hast auch du Symbole, die dir in deinem Alltag helfen? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen! 

 

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14 Kommentare

  1. Liebe Anna,

    dieser Beitrag berührt wirklich alle Sinne. Deine Worte vermitteln eindrucksvoll die Wandlungen, die sich in deinem Leben vollziehen. Ich freue mich mit dir.

    Und hierzu kann dir absolut zustimmen:
    „Ein Ritual oder einen Zauber zu machen, bedeutet, sich mit sich selbst zu verbinden und sich auf eine Sache komplett zu konzentrieren, sich klar darüber zu werden, was man möchte und warum.“

    Leider nehmen wir uns alle zu wenig Zeit für diese wichtigen Phasen der Besinnung. Und warum? Weil wir ihnen nicht die Bedeutung zugestehen, die sie für uns haben. Bleibt zu hoffen, dass sich möglichst viele Leserinnen/Leser von deinen Worten inspirieren lassen.

    In einem Tag und 6 Stunden ist wieder Vollmond!

    Liebe Grüße
    Peter

    • Liebe Anna,

      Deinen Artikel fand ich sehr ansprechend, obgleich ich anfänglich etwas irritiert war über den Titel. Zugleich bin ich aber auch neugierig geworden was Du da diesmal schreibst 😉

      Ich stimme Dir voll zu, dass es absolut wichtig ist mehr Rituale ins Leben zu integrieren und vor allem Phasen im Alltag zu haben, wo man mal ganz still wird, seinen Körper bewusst wahrnimmt und in seinem Herz hört, was einen gerade so bewegt. Die Zeit ist oft so schnell, dass ich gar nicht so viel bewusst mitbekomme. Viele Dinge macht man so automatisch und ist mit dem Gedanken oft schon bei den nächsten Dingen. Zur Zeit habe ich in meinem Leben auch eine Wandlungsphase in der ich mehr Selbstgemachtes aus Grundnahrungsmitteln essen will, aus meinem Schlafbereich die Elektrogeräte verbanne, mehr Naturheilmedizin nehmen möchte und mir eine Meditationsecke eingerichtet habe, um im Laufe des Tages immer wieder mal dort runterzukommen und still zu werden.
      Gerade aus der Waldorfpädagogik weiß ich wie hilfreich Rituale für Kinder und Erwachsene sind. Sie geben uns einfach wieder ein Stück Beständigkeit zurück und helfen uns wieder auf die Dinge zu konzentrieren, die uns wichtig sind. Ich stimme Dir insofern in vielen Dingen zu. Nur richte ich meine Bitten direkt an Jesus bzw. Gott und richte so auch mein Dankesgebet direkt an ihn. Gott hört uns nämlich sehr gut 🙂

      • Hallo liebe Jozy!
        Schön, dass auch du die Kraft der Rituale schon kennst! Ich muss mich mal ein wenig eingehender mit der Waldorf-Pädagogik beschäftigen, vieles, was ich bisher mitbekommen habe, finde ich total schön. In meiner Herkunftsfamilie wird kaum Wert darauf gelegt, aber ich fände es sehr schön, wenn das in meiner jetzigen Familie anders wäre. Da muss ich mir noch ein paar gemeinsame Sachen einfallen lassen, bisher entdecke ich Rituale eher für mich alleine. Ich finde es wundervoll, dass du dein Dankesgebet an Gott richtest. Auch ich mache das sehr gerne, gerade habe ich aber eher das Gefühl, dass Gott eine Frau ist bzw. Gott und die Natur ein- und dasselbe sind. Das fühlt sich für mich zur Zeit sehr richtig an und ich finde es wunderschön, mich mit dieser Kraft zu verbinden. 🙂
        Ganz liebe Grüße dir!
        Anna

    • Lieber Peter,
      ja, der Vollmond scheint mir immer hier durchs Fenster und lässt mich etwas schlaflos (oder ist das mein Baby, hehehe?). Ich habe da immer das Gefühl, dass das eine ganz besondere Nacht ist – die natürlich super für Rituale aller Art fantastisch geeignet ist! Mal sehen, was ich mir heute einfallen lasse! 🙂
      Liebste Grüße dir!
      Anna

  2. Liebe Anna danke für diesen Beitrag.

    Du hast hier ein interessantes Thema angesprochen. Als Mann ist es garn nicht so einfach mit der Spiritualität. Da es da so gut wie gar keine Scene gibt. Doch auch Männer hatten ihre Rituale. In Naturvölkern haben sie diese heute noch.

    Doch wir Männer heute bräuchten solche Rituale mehr denn je. Und zwar solche speziell für Männer. Wir sind so weit weg, von unserer Urkraft, dass wir eigentlich nur noch „schlechte Frauen“ sind.

    Ich bin schon lange auf der Suche nach guter Lektüre.

    Auf jeden Fall gefällt es mir, dass Du zu Deinen Ritualen und Deiner Weiblichkeit stehst. Ich wünsch Dir weiterhin viel Freude und Segen damit.

    Alles Liebe für Dich,

    Namaste

    Martin

    • Lieber Martin!
      Du sprichst so ein wichtiges Thema an! Beim Schreiben dieses Artikels ist mir immer wieder aufgefallen, dass sich wohl eher Frauen angesprochen fühlen werden. Doch das soll Männer nicht ausschließen, nur habe ich als Frau einen schlechten Zugang dazu, was ihr Männer denn bräuchtet und wie das aussehen sollte. Da muss ich das Feld euch überlassen! 🙂 Ja, ihr Männer braucht auch dringend solche Rituale, das sehe ich genauso, und ihr solltet auch dazu stehen dürfen! Hast du denn eine Idee, wie man das ändern könnte? Vielleicht gibt es Männergruppen, die so etwas schon praktizieren oder du startest selbst eine? Wieso nicht selbst die Veränderung sein, die man in der Welt sehen möchte? Wie könnte denn für dich so ein „Männerritual“ aussehen?
      Liebste Grüße dir!
      Anna

  3. Liebe Anna,

    vielen Dank für deinen schönen Artikel – der hat mir so aus der Seele gesprochen!
    Ich bin schon länger (und im Moment gerade auch intensiv) auf der Suche nach Ritualen und Menschen, die sie praktizieren.

    Als du in deinem Artikel um Weihnachten herum davon erzählt hast, wie du einen Teil dieser Zeit mit deinen Freundinnen im Wald verbringst, war ich ganz neidisch.

    Jahreskreisfeste, Raunächte – das alles übt auch auf mich eine große Anziehung aus und ich möchte das gerne mehr und mehr auch in mein Leben holen…

    Ich habe mir aus der Zeit der Raunächte die Zettel mit inspirierenden Worten aufgehoben – fand es damals so schön, jeden Morgen einen zu ziehen und mich von dem Wort durch den Tag begleiten zu lassen, dass ich mich nicht trennen konnte und das immer noch gelegentlich mache.

    Die Worte, die ich mir damals ausgesucht habe, sind so schön und aufbauend und tun mir total gut. Dass es immer wieder die gleichen sind, stört mich gar nicht – im Gegenteil – sie passen nach wie vor perfekt zu meinen momentanen Lebensumständen.

    Neben Yoga und inzwischen täglichen Meditationen ist das mein kleines Dauerritual im Moment 🙂

    Ach ja – zum Thema Männer und Rituale: Ich glaube, inzwischen gibt es immer mehr Männer, die dieses Bedürfnis nach Ritualen, Natur & Co auch verspüren. Zumindest hier in und um Berlin finden sich immer mehr auch Männerkreise zusammen. Ein anderes total schönes (und auch eher männliches) Ritual ist, finde ich, das Bauen von Trommeln – dazu findet sich auch einiges im Internet…

    So, ich muss jetzt mal in die Wanne. Freue mich schon auf Kerzenschein und Räucherstäbchen…

    Love & Light und ganz herzliche Grüße
    Katrin

    • Ohhh, liebe Katrin!
      Das klingt ja so fantastisch, deine kleinen Rituale! Kennst du denn jemanden in deinem Umfeld, der auch mal Lust hätte, im Wald zu feiern? 😉 Du schreibst, du bist aus Berlin – da müsste sich doch jemand finden lassen! Stimmt, das mit den Trommeln ist ein sehr schönes Männerritual!
      Sei ganz lieb gegrüßt und umarmt!
      Anna

      • Ja liebe Anna, meine Suche trägt schon Früchte. Ich suche derzeit so einiges, unter anderem auch etwas zum Mitgärtnern und bin da auch schon fündig geworden – bisher noch nicht persönlich, das Date ist morgen, klingt aber total gut 🙂
        Darüber bin ich auf eine Wildnispädagogin gestossen, die Frauenkreise auf dem Gartengelände anbietet – auch da hab ich den Kontakt schon hergestellt, Ende März ist es soweit…

        Die Wildnispädagogin schreibt einen total schönen Blog und ist auch ziemlich ritualaffin 🙂 Und sie bietet da immer mal wieder was an.
        Ausserdem haben sie und ihr Partner tolle Angebote in der Natur – Survivaltrainings, Übernachtungen im Wald – ich bin gerade Feuer und Flamme und schon sehr gespannt, wie all das sich weiterentwickelt…

        Ich grüße dich ganz herzlich und wünsche dir einen wunderschönen (und baldigen) Frühlingsanfang!

        Katrin

  4. Hallo Anna,

    wirklich schöner und ansprechender Artikel!
    Das Thema beschäftigt mich als Philosophiestudent besonders, da man ja immer wieder darauf zu sprechen kommt, wo man die Grenze zwischen „Esoterik“ und „Nicht-Esoterik“ ziehen muss. Ich finde, dass dieses ganze Thema hinsichtlich der Symbolik, der Rituale und so weiter im falschen Licht dargestellt wird, so ähnlich wie du es andeutest.

    In diesem Bereich spielt zum Beispiel die Archetypenlehre von Carl Jung eine zentrale Rolle, die mehr als nur fundiert und in den psychologischen Disziplinen akzeptiert ist. Das Unbewusste (was nicht durch die Vernunft erreicht werden kann) ist eine grundlegende Komponente der menschlichen Psyche, die von ALLEN geteilt wird und die immer dieselben Muster hat. Dies erklärt auch, warum es zu allen möglichen Zeiten und an allen verschiedenen Orten immer ähnliche Gottesvorstellungen, Mythen, Symboliken und so weiter gegeben hat. Dieses Thema wird viel zu sehr unterschlagen!

    Joseph Campbell schreibt dazu sogar, dass nur die Wiederentdeckung des Unbewussten (das, was durch unsere verkopfte Kultur verdrängt wurde) zur wahren Menschwerdung beitragen kann. Sein Werk The Hero with a Thousand Faces hat mein Leben nachhaltig verändert.

    Deshalb stimme ich dir zu und sage: auch ich bin ein Hexer 😉
    Authentisch erlebte Rituale haben einen tiefen Nutzen, der vielen Menschen entgeht, weil sie zu sehr von ihrem Verstand gefesselt sind, der jedoch nur einen winzigen Teil der menschlichen Psyche ausmacht.

    Damit herzliche Grüße und nochmals vielen Dank für den Artikel!

    Lukas

    • Lieber Lukas, du Hexer! 😀
      Vielen Dank dir für deinen tollen Kommentar! Du hast recht, Jung war da ziemlich clever, an den hatte ich gar nicht gedacht. Von dem Buch von Joseph Campbell habe ich schon gehört, ich sollte es mal lesen! Ich finde es auch toll, dass du als Mann schreibst, wie wichtig solche Rituale sind. Ich habe den Eindruck, dass Frauen da noch eher einen Zugang haben und Männer sich etwas schwerer tun. Leider sind viele machtvolle Rituale heute durch Dinge ersetzt worden, die uns nicht unbedingt gut tun – sich unter den Tisch trinken beispielsweise.
      Liebste Grüße dir!
      Anna

  5. Hallo Anna,

    du hast es geschaffst, mit deinen sehr schönen und warmen Worten, mein Interesse für das Thema zu wecken. Ich bin per Zufall auf deine Seite gestoßen, werde aber ab und an wieder mal reinschauen.
    VG
    Milan

    • Hallo lieber Milan!
      Das freut mich sehr, ass ich dein Interesse wecken durfte! Ich bin gespannt, wohin dich das führt und freue mich natürlich sehr, dich als meinen Leser begrüßen zu dürfen! 🙂
      Die liebsten Grüße dir!
      Anna

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