Wo ist deine Basis?

Ist dir schon mal aufgefallen, wie wichtig eine stabile Basis für uns alle ist? Mir wird gerade immer klarer, dass wir aus ihr heraus ganz von selbst mutig und kreativ handeln können. Leider bekommen nicht alle solch eine Basis mit in die Wiege gelegt, so auch ich nicht. Als Kind und Jugendliche musste ich mich in einer für mich äußerst verwirrenden Welt zurechtfinden – einer Welt voller Angst und mit wenig Grundvertrauen. Doch die gute Nachricht ist: Auch wenn wir diese Stabilität als Kinder nicht erfahren haben, ist es nie zu spät, sie selbst aufzubauen, auch wenn es natürlich mit Mühe verbunden ist. Aber ich bin bereit, sie auf mich zu nehmen, meine Basis immer wieder herzustellen. Und du? Wo ist deine Basis? 

Was braucht ein Baby wirklich?

Gerade könnte ich alle möglichen Baby-Bücher verschlingen. Am Anfang der Schwangerschaft (bei mir ist jetzt tatsächlich schon Halbzeit!) hatte ich das Gefühl, dass mich all die Informationen völlig überfordern, habe mich davon ferngehalten und mich auf mich selbst konzentriert. Doch jetzt kann ich nicht genug bekommen und lese alles über Schwangerschaft, Geburt und Kindererziehung, das mir in die Finger kommt. Na ja, nicht alles, sondern das, was sich stimmig anfühlt. Und das ist nicht zwangsläufig das, was die Nachbarin von nebenan tun würde. Nein, ich folge da sehr konsequent meinem Herzen und meiner inneren Logik. Und die sagt mir, dass ein Baby nicht in erster Linie ein eigenes, perfekt möbliertes Zimmer braucht, sondern eine stabile Basis für sein Leben. Ein Grundvertrauen in diese Welt. Ein Gefühl von „ich kann etwas bewirken“ und von „ich bin gut so, wie ich bin“.

Dabei fällt mir immer wieder auf, dass völlig normale und gängige Praktiken in unserer Gesellschaft bei mir auf starke Ablehnung stoßen. Ich will hier keine Diskussion über Kindererziehung eröffnen, ich glaube, dieses Thema kann wirklich stark zu kontroversen Meinungen führen. Nur sehe ich, dass ich mir immer wieder diese Frage stelle: Wie kann ich dem Wesen in mir das größtmögliche Grundvertrauen, die stabilste Basis für sein weiteres Leben mit auf den Weg geben? Und: Wie kann ich etwas, was ich selbst nicht in dem Maße erfahren durfte, wie ich es mir gewünscht habe, weitergeben? Wie kann ich diese Basis auch mir selbst geben, für mich selbst aufbauen, um daraus zu agieren und meinem Kind zu zeigen, was wirklich wichtig ist?

Es sind spannende Aufgaben, die da in nächster Zeit auf mich warten. Ich weiß, es wird Rückschläge geben und ich werde an mir zweifeln, weinen und nicht weiterwissen. Aber ich weiß auch, dass ich inzwischen die Werkzeuge dazu habe, diese Phasen zu überwinden und gestärkt daraus hervorzugehen. Das wichtigste Werkzeug ist dabei das Bewusstmachen und Hinterfragen von Dingen und Herangehensweisen, die vielleicht bisher als selbstverständlich galten, es jetzt aber nicht mehr sein müssen. Ich bin keine Gefangene meiner Konditionierung. Ich kann und ich werde Dinge verändern, meine eigenen Regeln aufstellen und sie auch brechen, wenn sie keinen Nutzen mehr für mich haben. Mit diesem Werkzeug und mit der Liebe, die mein Herz durchdringt, kann nichts wirklich schiefgehen. Es können Fehler passieren, ja. Aber ich werde niemals wirklich von meinem Pfad abweichen, das weiß ich.

Eine stabile Basis im Körper

Themenwechsel von Babys zum Yoga: Mit dem Konzept der Basis bin ich bereits letztes Jahr im Yogaunterricht in Berührung bekommen. Und es hat mich direkt sehr tief berührt. Ich wusste instinktiv, dass das ein Thema war, das für mich noch von großer Bedeutung sein würde. Die Yogalehrerin leitete Stellungen, bei denen es nicht ganz einfach ist, die Balance zu halten, ganz wunderbar mit folgenden Worten an: „Wir verwurzeln unsere Füße tief in der Matte, finden unsere Basis, unsere innere Mitte und völlige Stabilität. Erst wenn wir das Gefühl haben, gänzlich stabil zu stehen, können wir uns von hier aus entfalten.“ Dabei hob sie dann beispielsweise die Arme und ermutigte diejenigen, die sich bei der Übung noch nicht ganz wohlfühlten, ohne erhobene Arme ihre Mitte zu finden.

Schon da wurde mir deutlich, wie gut sich genau diese Haltung auf unser Leben übertragen lässt. Wie oft wollen wir „hoch hinaus“, ohne vorher unsere Mitte gefunden zu haben? Wie schnell machen wir Dinge nach, die gut aussehen, nur um ein schönes Foto zu haben? Was ist, wenn das Ende einer Yoga-Stellung nicht das Ziel ist, sondern das Gefühl, das man dabei empfindet? Diese Gedanken habe ich in meine eigene, tägliche Yogapraxis integriert und dabei festgestellt: Es wird mit jedem Mal einfacher, die eigene Mitte zu finden. Wenn man die Haltung dann aus dieser Position heraus erweitert, bekommt sie eine völlig andere Qualität, als wenn wir sie „schnell, schnell“ ausführen wollen. Ich fühle mich in der Haltung dann wirklich „daheim“, tief geerdet und sicher. Dass ich sie dann erweitern möchte, entsteht aus purer Freude und Neugierde und fühlt sich völlig anders an, als wenn ich die Arme sofort in die Luft gestreckt hätte.

Ein Handeln ohne Basis

In unserem Alltag nehmen wir uns viel zu selten die Zeit dafür, auf eine wirklich stabile Basis zu achten. Denn die braucht oftmals viel Aufmerksamkeit und Geduld. Bei uns muss aber alles möglichst schnell gehen, wir wollen schneller als die anderen am Ziel ankommen und gleichzeitig „besser“ als sie sein. Dabei vergessen wir völlig, dass der leiseste Windhauch ins aus dem Gleichgewicht und zu Fall bringen kann.

So fühlte ich mich den Großteil meines Lebens. Ich spürte keinen Halt, keine Wurzeln. Ich hatte den Eindruck, dass Dinge passierten, ohne dass ich einen Einfluss auf sie hatte, dass ich keine Macht über sie oder mich selbst hatte. Da war einfach keine Basis, aus der heraus ich wirklich effektiv und kraftvoll hätte handeln können. All meine Handlungen waren flüchtig und von schnellem Aufgeben geprägt. Sie trugen nur wenig Früchte. Aber wie soll man auch Früchte von einem wackeligen, dürren Baum erwarten, dessen Wurzeln keine Chance haben, sich wirklich ins Erdreich zu graben? Doch genau das wird von uns ständig erwartet. Und führt zu immer mehr Frustration.

Ein Handeln ohne stabile Basis ist „halbes Handeln“. Es entspring oft nicht aus unserem eigenen Herzen und hat dadurch nicht dieselbe Kraft, die es haben könnte, wenn es das täte. Ohne eine solche Basis sind wir aber nicht in der Lage zu unterscheiden, was unserem wirklichen Bedürfnis entspricht und was uns lediglich von außen vorgegeben wurde. Wir erkennen nicht, was wir brauchen, spüren aber eine Leere, die wir versuchen, mit allem Möglichem anderen (Karriere, Sex, Ansehen, Konsum,…) zu füllen. Dass das nicht funktioniert, wird uns immer wieder latent bewusst, aber wir haben leider oft schon früh gelernt, das zu ignorieren und einfach weiterzumachen. Das ist ein zutiefst unbefriedigendes Gefühl, schließlich wissen wir all die Zeit über, dass da noch „mehr“ sein muss. Alles in uns sehnt sich nach „ganzem Handeln“, nach einer stabilen Basis, die ein genau solches Handeln ermöglicht.

Wurde dir eine solche Basis auch nicht in die Wiege gelegt?

Ich habe liebevolle Eltern, die immer ihr Bestes gaben. Wenn sie mir nicht so viel Liebe mit auf den Weg gegeben hätten, weiß ich nicht, wo ich jetzt wäre. Mit dieser Liebe ist es mir gelungen, mich aus diesem seltsamen Sumpf zu ziehen, mein Leben zu verändern und mich neu auszurichten. Dafür bin ich meinen Eltern unfassbar dankbar, auch wenn es mir  wehtut zu beobachten, wie sie selbst dem Sumpf nicht entrinnen können. Manchmal geben wir Dinge weiter, ohne zu wissen, wieso. Da ich von Natur aus sehr sensibel bin, spürte ich umso stärker, wenn irgendetwas nicht ganz stimmte. Ich äußerte diese Unstimmigkeiten, hatte viele kreative Ideen, die jedoch niemals fruchteten. Besonders während meiner Schulzeit erlebte ich so starke Gefühle von Ohnmacht und Ausgeliefertsein, dass ich das keinem Menschen auf dieser Welt wünsche.

Ich würde nicht sagen, dass ich „keine Basis“ hatte, sie war aber alles andere als stabil. Und vielleicht geht es dir genauso. Du spürst jetzt, dass dir die Basis, wie du sie dir eigentlich gewünscht hättest, nicht „gegeben“ wurde. Das ist bei Weitem nicht bei allen Menschen so. Mein Freund zum Beispiel hat eine der stabilsten Persönlichkeiten, die ich kenne. Er handelt immer „ganz“, folgt seinem Herzen und ruht in seiner Mitte. Genau aus diesem Grund bin ich so dankbar dafür, dass er mit diesen Eigenschaften für mich da ist. Er hat niemals Dinge erlebt, die ihn so völlig aus der Bahn geworfen und ihm seiner Basis beraubt haben. So geht es vielen Menschen. Sie sind mit sich selbst im Reinen und vollbringen in unserer Gesellschaft wundervolle Dinge. Wir brauchen sie und ich will, dass mein Baby zu ihnen zählt. Aber wenn du meinen Blog – und vor allem diesen Text hier – liest, wirst du wahrscheinlich nicht zu ihnen gehören. Denn dann benötigst du das, was hier steht, überhaupt nicht.

Ich habe aber die Vermutung, dass du gerne eine stabilere Basis in deinem Leben hättest, aber – wie es mir so lange ergangen ist – einfach nicht genau weißt, wie du sie dir aufbauen kannst. Oder dir ist nicht bekannt, dass du sie überhaupt selbst aufbauen kannst und du gibst (vielleicht unbewusst) denjenigen die Schuld, die das einst verpasst haben.

„Wie baue ich eine stabile Basis auf?“

Diese Frage ist zugleich sehr leicht und sehr schwer zu beantworten. Sehr leicht, weil du das wichtigste Werkzeug schon bei dir hast. Ich habe es vorhin schon erwähnt: Bewusstsein. Alleine schon wenn du das hier liest und dir Gedanken machst, bedeutet das, dass du dir darüber bewusst bist, dass sich in deinem Leben etwas ändern darf. Das ist der wundervollste erste Schritt, den du tun kannst. Und gleichzeitig ist es auch alles, was du tun musst. Wenn du dir und deinem Körper regelmäßig Aufmerksamkeit widmest, wenn du dir bewusst Zeit einräumst, Dinge in deinem Leben und in unserer Gesellschaft infrage zu stellen, werden Handlungsimpulse in dir aufkommen, die dir den richtigen Weg zeigen werden. Du wirst mit der Zeit deinen eigenen kleinen „Methodenkoffer“ zusammenstellen, der dich erdet und stabilisiert. Und du wirst lernen, dass die Handlungen, die aus dieser Stabilität heraus entstehen, reife und volle Früchte tragen werden.

Gleichzeitig ist es die Einfachheit des Ganzen, die es so schwierig macht. Wir sind so sehr darauf programmiert, schnell zu handeln und auf das Ergebnis abzuzielen, dass wir es ständig vergessen, darauf zu achten, zuerst unsere Basis aufzubauen. Wir vergessen sozusagen, dass es auch eine andere Dimension von Handeln gibt. Wenn wir einmal im Strudels des „Funktionierens“ drin sind und darin eine halbe Handlung nach der anderen ausführen, entfällt uns völlig, dass das eigentlich komplett unbefriedigend ist. Mir passiert das nach wie vor ständig. Aber es ist nichts, worüber wir uns ärgern sollten. Vielmehr ist es etwas völlig Normales. Wenn wir so viele Jahre lang ohne Basis gehandelt haben, wie soll es dann plötzlich von einem Tag auf den anderen anders gehen?

Wir benötigen also noch eine dritte Zutat, und die lautet: Geduld. Es mag sein, dass sich schnell Fortschritte zeigen, das war bei mir gerade am Anfang der Fall und mag dazu führen, dass wir irgendwann später das Gefühl haben, völlig zu stagnieren. Aber solange wir immer wieder zu unserem Bewusstsein zurückkehren und uns immer wieder daran erinnern, dass wir eine Basis benötigen, entwickeln wir uns weiter. Aufgeben ist für mich zumindest nicht mehr drin. Die Lebensqualität, die ich habe, wenn ich nur funktioniere, ist eigentlich keine wirkliche. Und so mache ich mir immer und immer wieder die Mühe, meine Basis von Neuem aufzubauen, wenn sie eingestürzt ist. Jetzt zum Beispiel. Heute fühle ich, dass es meine Basis aufbauen wird, wenn ich den Tag ausschließlich im Bett verbringe (und u.a. diesen Beitrag schreibe). Und genau das erlaube ich mir auch. Und was ich weiß, ist: Wenn ich mir das immer wieder erlaube, wenn ich es wichtig nehme, eine stabile Basis aufzubauen, werde ich genau so auch mit meinem Baby handeln und ihm ganz genau das ermöglichen.

Wie sieht es mit deiner Basis aus? Wie wichtig ist es dir, aus ihr heraus zu handeln? Wie stellst du sie her und was bedeutet dieser Begriff für dich? Ich bin schon total gespannt auf deine Gedanken zu diesem Thema, die du gerne hier in den Kommentaren teilen darfst! 

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8 Kommentare

  1. Hallo Anna,
    dein Artikel ist wieder sehr schön. Ich bin mit der gleichen Thematik beschäftigt, ich musste mir auch meine eigene Basis aufbauen. Das war jahrelange beständige Arbeit.
    Ich kenne mittlerweile viele Menschen, die den gleichen Weg gegangen sind und es auch super hinbekommen. Mich hat aber schon immer interessiert, wie ein Mensch wohl so drauf ist, der diese Basis von Geburt an mitbekommen hat, dessen Eltern ihm das ermöglicht haben. Da kenne ich wirklich niemanden persönlich.
    Ich bin zufällig auf André Stern gestossen (auf YouTube gibt es Vortäge, Interviews uns ein ganz süßes Video über seinen Sohn). Er berichtet über sein großartiges Leben mit eben dieser Basis. Das hat mich echt fasziniert.
    Danke für deine Inspirationen und liebe Grüße

    • Hallo liebe Sabine,
      André Stern scheint sehr interessant zu sein, ich habe ihn mal in einer Doku gesehen. Das erinnert mich daran, dass ich mal was von ihm lesen wollte – danke dafür! In meiner Schulklasse gab es viele „stabile Persönlichkeiten“, ich hatte damals kaum Zugang zu ihnen, da ich mich nicht verstanden fühlte und aus einem ganz anderen Background kam. Viele von ihnen sind heute Lehrerinnen und Lehrer – und das finde ich voll schön, weil sie auf diese Weise Kindern eine Basis mitgeben können, die diesen vielleicht vom Elternhaus her fehlt. Mein „Tribe“ besteht aber auch eher aus Menschen, die entweder dabei sind, sich dieses Basis selbst aufzubauen oder das schon geschafft haben. Gleiches zieht eben Gleiches an, das scheint bei dir wohl ähnlich zu sein. 😉
      Ganz liebe Grüße auch dir!
      Anna

  2. Mich erstaunt es immer wieder, wie du auf deinem Blog (fast) „immer“ genau die Themen ansprichst, die mich grade beschäftigen, kurz zuvor beschäftigt haben oder mich grade beschäftigen „sollten“ … 😀 Krass. Danke dafür! 🙂
    Ja, Basis ist sehr wichtig. Assoziationen: Ohne Fundament kein Haus. Nur wenn ich mit mir in echtem Kontakt (bei mir) sein kann, kann ich es auch mit andern (bei ihnen) sein. Ohne Standbein kein Spielbein. In der Ruhe liegt die Kraft. 🙂
    … Muss mich jetzt mal um mich kümmern, mich in der Ruhe erden. 😉

    • Lieber Joshua,
      ja, da scheinen wir einen ähnlichen Flow zu haben, wenn das bei dir immer so passt. Das freut mich sehr! 🙂 Danke dir für die Assoziationen, die das Ganze noch einmal deutlicher machen.
      Ganz viel Freude dir beim Erden und Kümmern!
      Liebe Grüße
      Anna

  3. Hallo Anna,

    das hast du wunderbar geschrieben, vielen Dank. Besonders diese Stelle:

    „Ich spürte keinen Halt, keine Wurzeln. Ich hatte den Eindruck, dass Dinge passierten, ohne dass ich einen Einfluss auf sie hatte, dass ich keine Macht über sie oder mich selbst hatte. “ Ich glaube jeder kennt das Gefühl, man denkt nur immer, man ist ganz alleine damit :/

    Toller Post 🙂

    Liebe Grüße,
    Andrea

    http://www.mindful-mag.com

    • Liebe Andrea,
      vielen dank dir für die lieben Worte! Da hast du wohl recht, dass man immer glaubt, man sei damit alleine. Aber das sind wir nicht. Wir können uns alle gegenseitig unterstützen!
      Ganz liebe Grüße auch dir!
      Anna

  4. Danke Liebe Anna.

    Ja meine Basis. ?

    Es gibt Zeiten, in denen ich ganz genau weiß, dass das was ich jetzt mache, das Richtige ist. Und dieses Bewusstsein ist dann meine unerschütterliche Basis.

    Doch dann, in Zeiten des Umbruchs, in denen ich alles neu hinterfrage, da fehlt sie mir fast völlig.

    Darum ist es für mich ganz wichtig, einen Sinn in meinem Leben zu sehen.

    Den Sinn habe ich für mich so definiert: Ich bin ein Sonnenschein. Ich strahle. Nicht besonders heiß, aber liebevoll und beständig. Kann ich das tun, geht es mir gut.

    Dann brauche ich noch sowas wie einen Motor der mich am Leben hält. Und der ist die Lebendigkeit, die Bewegung und eine gewisse Öffentlichkeit. (Ich will ja auch jemanden anstrahlen)

    Und dann habe ich noch eine Tiefenverankerung. Das ist mein Glaube. Ich bin schon seit meiner Kindheit ein tief gläubiger Mensch. Und war dabei immer schon irgendwie konventionslos. Doch das Gefühl, dass da noch mehr ist, dass ich eingebunden bin in ein Großes Ganzes, das gibt mir Sicherheit. Verliere ich den Kontakt dazu, verliere ich auch mich selbst.

    Ja Anna, danke dass Du mir das wieder in mein Bewusstsein geholt hast.

    Alles Liebe,

    Martin

    • Lieber Martin,
      was du schreibst, finde ich wirklich fantastisch! Diese drei Dinge, die deine persönliche Basis bilden – dass du sie so genau benennen kannst, spricht von sehr viel Bewusstsein und Selbstreflexion. Strahlen, Lebendigkeit und Glaube. Das finde ich wunderschön, ich glaube, diese Begriffe kann ich auch für mich so mitnehmen, jedenfalls spüre ich, dass sie tief in mir viel Anklang finden. Vielen Dank dir für deine Inspiration und auch dir alles Liebe!
      Anna

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