Ich hatte ganz bestimmte Vorstellungen von der Geburt meines Sohnes und von der unmittelbaren Zeit danach. Ich hatte mich sehr positiv auf die Kraft der Wehen eingestimmt und darauf, wie mich dieses Ereignis als Frau stärken würde. Ich dachte, ich sei offen für alles, aber dass ich das nicht war, weiß ich jetzt. Denn es lief alles völlig anders, als ich dachte – der Fall von der erträumten Hausgeburt bis zum Kaiserschnitt und Klinikaufenthalt meines Babys war tief und hinterließ nicht nur körperlich eine Wunde, die sich nicht so leicht heilen lässt. Das Vertrauen, das ich davor in das Leben hatte, war zerstört – und es wieder aufzubauen kostet Zeit, Geduld und viel Liebe. Heute öffne ich mich dir. Ich erzähle dir von der Geburt meines Sohnes, davon, wie es mir in den Wochen danach ging und von meinem stetigen, wenn auch steinigen Weg zurück ins Vertrauen, bis ich genau diese Geburt jetzt als meine größte Stärke sehen kann. Es ist eine lange Geschichte, aber ich denke, sie ist es wert, erzählt und gelesen zu werden.

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