Ich habe in diesem Jahr schon so viele große Schritte gemacht, und jetzt kommt noch einer dazu. Er macht mir Angst und doch weiß ich, dass er der richtige ist. Implizit habe ich hier eigentlich schon immer Frauen angesprochen, es ging auch viel um Frauenthemen. Jetzt aber wird es offiziell: Ich möchte diese Seite, diesen Blog, meine Facebook-Gruppe, -Seite, meinen Instagram-Account sowie mein Coaching-Angebot ausschließlich auf Frauen ausrichten. Das hier wird zu einem Ort für Frauen, und wenn du eine Frau bist: zu einem Ort für dich. Hier erzähle ich dir, was mich zu diesem Schritt bewogen hat und wie ich dir als Frau jetzt noch besser helfen kann.

Ich kann nicht für Männer sprechen

Wenn du meinen Blog schon länger liest, dann weißt du, dass es hier um (weibliche) Rhythmen und Zyklen, Spiritualität und Gefühle geht. Dabei fällt es mir sehr leicht, für uns Frauen zu sprechen, in die Gefühlswelt von Männern hingegen habe ich nicht den Zugang, den ich vielleicht gerne hätte. Männer und Frauen sind gesellschaftlich unterschiedlich konditioniert – ob wir das wollen oder nicht. Und je tiefer ich einsinke mit meinen Klientinnen (die ausschließlich weiblich sind), desto mehr stelle ich fest, dass ich für Männer einfach nicht sprechen kann.

Das merke ich daran, dass mir immer wieder Männer schreiben, meine Antworten für sie aber oftmals nicht zu “passen” scheinen. Ich bekomme viele Antworten mit “Ja, aber…” zurück. Bei den allermeisten Frauen liege ich hingegen goldrichtig mit dem, was ich sage.

Vielleicht liest du das hier als Mann und denkst dir: “Hey, das ist gemein! Für uns Männer ist die Arbeit mit Gefühlen doch genauso wichtig!” – und du hast sowas von recht! Aber sie ist anders wichtig. Wir Frauen zeigen unsere Gefühle viel eher, haben hingegen Schwierigkeiten mit Emotionen wie Wut. Männer haben hingegen oftmals kaum oder wenig Zugang zu den Gefühlen. Sie kämpfen damit, nicht mehr als “stark” gesehen zu werden und als unmännlich betrachtet zu werden. All diese Themen erfordern einen sehr viel tieferen Zugang, als ich ihn jemals geben kann.

Ich will, dass Frauen sich trauen!

Auch ist etwas in meiner geschlossenen Facebook-Gruppe geschehen. Ich habe innerhalb von einer Woche vier private Nachrichten von Frauen bekommen, die mir alle sagten, wie wertvoll sie meine Inhalte fanden, dass sie sich aber nicht trauten, einen Kommentar zu verfassen. Eine von ihnen hatte Angst davor, den den Männern in der Gruppe Tipps zu bekommen. In mir schrillten die Alarmglocken. Ich wollte mit der Gruppe einen sicheren Ort kreieren, aber es sah nicht danach aus, als sei mir das gelungen. Ich musste etwas ändern.

Natürlich gibt es auch Frauen, die Tipps geben, obwohl sie vielleicht nicht erwünscht waren. Dennoch habe ich den Eindruck, dass Männer noch lieber eine schnelle Lösung möchten. Das merke ich auch in meinem privaten Umfeld. Und ich finde das auch toll und bewundernswert – oftmals brauchen wir schnelle Lösungen. Frauen haben jedoch noch viel mehr das Bedürfnis, einfach nur gehört und gesehen zu werden. Ich will, dass Frauen sich trauen, Kommentare bei mir zu hinterlassen. Dass sie mutig genug sind, sich verletzlich zu zeigen. Dass sie die Unterstützung von anderen Frauen spüren. Dass sie sich über Frauenthemen austauschen können.

Und genau darum soll es jetzt noch viel mehr hier auf dem Blog, auf all meinen Kanälen sowie in meiner Arbeit als Coach gehen. Es werden hier Themen Einzug halten, die dich als Frau ansprechen. Die dich stärken und ermutigen, dich zu trauen. Und das nicht nur online, sondern auch in deinem eigenen Leben.

Kollektive Wunden und: Wir müssen die Welt verändern!

Leider beobachte ich so häufig, dass unter Frauen ein sehr starkes Konkurrenz- und Neidempfinden vorherrscht. Ich glaube nicht, dass wir Frauen “so sind”. Nein, ich denke, dass dieses Verhalten sehr weit zurückreicht: bis ins Mittelalter und noch weiter darüber hinaus. Wenn Frauen über Jahrhunderte Verbrechen bezichtigt wurden, die sie niemals begangen haben, wenn sie ihre Nachbarin anklagen mussten, um selbst zu überleben – dann ist das eine kollektive Wunde, die nicht mal eben heilt. Wir erholen uns jetzt erst von Strukturen, die uns niedergedrückt und in Rollen gepresst haben, die niemals die unseren waren. Darunter leiden übrigens auch Männer. Immer der Starke sein zu müssen, sich niemals verletzlich zu zeigen – das ist mit sehr viel Druck verbunden. Druck, der durch eine von Männern dominierte Gesellschaft geschaffen wurde und die keinem der beiden Geschlechter noch guttut.

Wir Frauen müssen wieder lernen, zusammenzuhalten und einander zu unterstützen. Das Licht in der anderen zu sehen anstatt das, was man selbst “nicht hat”. Wir müssen erkennen, dass unsere Unterschiedlichkeit etwas Wunderschönes ist. Wir haben dieser Welt so viel zu geben. Sie ist in Ungleichgewicht geraten und braucht die sanfte Energie, zu der wir Frauen einen instinktiven Zugang haben (ihn jedoch oft für die männlich dominierte Gesellschaft opfern). Wir Frauen müssen diese Welt verändern – gemeinsam mit den Männern. Die Aufgabe der Männer darf es nun sein, zu erkennen, dass wahre Stärke nichts mit Kampf und Macht zu tun hat, und dass der weibliche Ansatz uns gerade jetzt in dieser Zeit der Unsicherheit helfen kann.

Ich will Frauen stärken

Ich will Frauen darin bestärken, in ihre ureigene Kraft zu kommen und aus ihr heraus “in die Welt hineinzuleben”. Ich sehe es als meine Aufgabe, Frauen dabei zu helfen, ihre jahrhundertealten Wunden zu heilen und etwas in ihrem Leben zu verändern. Denn wie oft stellen wir unser eigenes wunderschönes Licht unter den Scheffel? Ich sehe es täglich in meiner Arbeit mit meinen Klientinnen. Da ist so viel Unsicherheit. Es wurde so viel Gewalt erlebt, so viele Traumata tragen wir mit uns herum. Wenn wir den Weg in eine liebevollere Gesellschaft einschlagen wollen, dann müssen die Frauen darin eine ganz große Rolle einnehmen. Das ist mir wirklich ein Herzensanliegen.

Liebe Frauen, ich will, dass ihr strahlt. Ich will, dass ihr das Licht, das heller als jeder Stern in euch leuchtet, in diese Welt hinaustragt. Ich will, dass ihr Heilung erlebt, indem ihr lernt, euch anzunehmen, wie ihr seid. Ich will eine Welt, in der wir all unsere uns innewohnenden Qualitäten zeigen dürfen, in der wir uns nicht verstecken müssen. Ich will eine Welt, in der das Frausein gefeiert wird, anstatt dass wir uns für unsere angebliche “Schwäche” schämen. Ich will, dass unsere Sensibilität zu der neuen Superwaffe wird, mit der wir alles verändern können. Ich will, dass ihr euch gesehen und ernst genommen fühlt. Ich will – mit euch und für euch – einen Ort erschaffen, an dem ihr seht, dass all das möglich ist.

Denn das ist es. 

 

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2 Kommentare
  1. Christian
    Christian sagte:

    Wow, liebe Anna!
    Ich glaube, dass Deine Entscheidung und Dein Vorhaben so wunderbar wertvoll sind und wünsche Dir und allen Frauen, die Deinen Herzenswunsch teilen alles Gute! 🍀
    Liebe Grüße

    Antworten
    • Anna
      Anna sagte:

      Lieber Christian,
      danke dir von Herzen für deine Worte und deine Unterstützung – und dass das von dir als Mann kommt, macht es für mich umso wertvoller!
      Fühl dich lieb von mir umarmt!
      Anna

      Antworten

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