Ich sitze hier in meinem eigenen Garten und quelle über vor Dankbarkeit. Ich muss es noch einmal wiederholen: In meinem eigenen Garten. Noch vor einem Jahr hätte ich das nicht für möglich gehalten. Und dennoch habe ich mich getraut, ihn mir im Detail auszumalen. Und jetzt ist er Realität. Und nicht nur er, sondern das dazugehörige Haus, die Gegend sowie der beste Job der Welt mit den genialsten Klientinnen, die es gibt. Wie ich das geschafft habe? Ich bin zu der Person geworden, die ich immer sein wollte. Und die hat all diese Dinge einfach möglich gemacht. Heute erfährst du von mir, welche Schritte nötig sind, damit das auch dir gelingt.

Wer ist die Person, die du sein willst?

Bist du bereit für eine Transformation? Spürst du, dass du gerade mit deinen altbewährten Strategien in deinem Leben nicht weiterkommst? Sehnst du dich danach, dein Leben nach deinen Vorstellungen zu gestalten? Heutzutage haben wir oft sehr viele Wünsche, die wir mental oder auch auf Papier sammeln und dann nach und nach abhaken. Oftmals lässt uns dieses Abhaken aber erstaunlich leer zurück. Woran liegt das? Wir verpassen es, uns damit zu beschäftigen, wer wir sein wollen. Stattdessen sind wir sehr fokussiert darauf, was wir haben/erreichen/machen wollen. Wir vergessen es, uns in die Person hineinzufühlen, die wir am liebsten wären. Die Person, die Dinge möglich macht. Die stark und sanft zugleich ist. Die sich für ihre Träume einsetzt. Die in Kontakt mit ihrer Intuition steht. Die mutig ist, Unnötiges hinter sich zu lassen und Neues zu kreieren. Die sich nicht aufhalten lässt und die weiß, wieso sie hier ist.

Es ist unglaublich wichtig, diese Person glasklar vor sich zu sehen. Du musst wissen, wer du sein willst. Du musst dir vorstellen können, wie dieses zukünftige Ich von dir aussieht, welche Ausstrahlung es hat, wie es geht, was es anhat, wie genau es handelt, wie es spricht, wie es sich verhält. Und dann damit beginnen, dieses Ich immer mehr in deinen jetzigen Alltag zu integrieren. Das ist die Basis jeder Transformation. Wenn du eine völlig klare Vorstellung von dir selbst hast, wird dir alles andere mit Leichtigkeit gelingen Denn diese Person wird es sein, die dann automatisch die richtigen Entscheidungen trifft, um das Leben zu kreieren, das du dir wünschst.

1. Klarheit schaffen: die Perfect-Day-Übung

Ich möchte dir eine unglaublich wirkungsvolle Übung vorstellen, mit der es dir gelingen wird, nicht nur die Person, die du sein willst, so richtig zu spüren, sondern auch die Lebenssituation, die du dir am meisten wünschst. Sie ist sehr einfach, du brauchst jedoch etwas Zeit und ein ungestörtes Umfeld dafür. Nimm dir dein Journal oder öffne ein Word-Dokument – ganz, wie es sich für dich richtig anfühlt – und beginne damit, deinen absolut perfekten Tag zu beschreiben. Alles ist möglich. Stell dir das perfekteste Szenario vor und habe richtig Spaß beim Schreiben. Fange mit dem Aufstehen an und beende die Übung mit dem Schlafengehen.

Um die volle Wirksamkeit dieser Übung zu entfalten, ist es essentiell, dass du nicht nur stumpf die Abfolge der Ereignisse und Handlungen beschreibst, sondern in großem Detail, wie du dich dabei fühlst. Lass diesen Schritt auf keinen Fall aus, sondern geh voll und ganz in die Gefühle hinein. Spüre die Freude. Die Dankbarkeit. Die Lebenslust. Spüre all das und lass dich davon berühren. Gehe tief hinein in deinen ganz perfekten Tag und weine vor Freude, wenn dir danach ist. Je mehr du bei dieser Übung fühlst, desto tiefer wird sich diese Situation in dein Unterbewusstsein einbrennen und desto stärker wirst du in den nächsten Wochen und Monaten so handeln, dass dieser Tag schließlich Wirklichkeit wird.

Wie mein Perfect Day Wirklichkeit wurde

Ich habe die Übung um den Jahreswechsel herum gemacht und nun ist so gut wie alles in Erfüllung gegangen. Kein Witz. In ein paar Tagen ziehe ich in mein Traumhaus mit dem wunderschönsten Garten. Es ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Von der Aufteilung der Räume über die bodentiefen Fenster bis zur exakten Ausrichtung der Terrasse und den Pflanzen in meinem Garten. Es liegt sogar in einer Gegend, die ich bisher nicht kannte, aber genau so beschrieben habe. Es sind nur wenige Minuten bis zum Waldrand, es ist ruhig und gleichzeitig ist man fix in der Stadt. Ich habe mir auch vorgestellt, wie viel Freude es mir bereitet, als Coach zu arbeiten, wie sehr es mich erfüllt, andere bei ihrer Transformation zu begleiten. Auch das ist wahr geworden. Ich könnte glücklicher mit meiner Tätigkeit nicht sein. Auch habe ich meine Familie voller Freude, Glück und Gesundheit vor mir gesehen. Es ist Realität. Mein Sohn ist mein persönliches kleines Wunder. Jeden Tag lehrt er mich etwas über das Leben und ich nehme die Lektionen dankbar an. Ich habe Freunde, mit denen ich lachen und weinen kann, die mich unterstützen und mich verstehen. Es ist zum Heulen schön, wirklich. Eine Sache fehlt noch: der Hund. Aber der wird auch noch seinen Weg zu mir finden. 🙂

2. Gefühle und Persönlichkeitsanteile annehmen

Der zweite Schritt darf auch unter keinen Umständen ausgelassen werden. Hierin liegt genau der Punkt, der von vielen Coaches und Programmen ausgelassen wird, aber absolut entscheidend ist. Wir müssen die innere Arbeit machen, in unsere eigene Tiefe hineinsteigen und endlich jeden verdammten Persönlichkeitsanteil in uns kennen- und lieben lernen, anstatt ihn von uns zu stoßen. Wir dürfen die Tiefe nicht umgehen, unsere eigenen Schatten nicht wegdrängen, unsere Tränen nicht verbergen und stattdessen eine lachende Maske aufsetzen. Denn ich verrate dir mal ein Geheimnis: Die Person, die du sein willst, bist du bereits jetzt. Auch wenn ich davon spreche, sie zu werden, geht es vielmehr darum, Schichten, mit der wir von der Gesellschaft wie mit einem klebrigen Ton bedeckt wurden und die inzwischen so hart geworden sind, dass wir uns unter ihnen kaum bewegen können, abzuschälen. Und darunter steckt bereits die Person, die du sein willst.

Die Person ist nicht immer gut drauf, nein. Sie ist auch mal wütend, wenn diese Energie benötigt wird, denn sie treibt uns zum Handeln an. Die Person ist auch mal traurig, wenn sie etwas loslassen muss, das ihr einst viel bedeutet hat. Sie hat auch mal Angst, doch sie findet Wege, mit ihr zu handeln anstatt gegen sie. Sie weiß mit ihrer Scham umzugehen und sie anzunehmen. Und sie strahlt ihre Freude in die Welt hinaus. Wir lernen, unsere Gefühle anzunehmen. Und mit ihnen uns selbst in unserer Ganzheit. Wir müssen erfahren (und nicht nur theoretisch mal gehört haben), dass die Ecken unserer Persönlichkeit, die wir nicht sehen wollen, wertvolle Lektionen für uns bereithalten, die uns stärken werden. Wir müssen erleben, dass wir keine Angst mehr vor uns selbst haben müssen. 

Wenn uns das gelingt, sehen wir ganz klar und deutlich unser wahres Selbst, unseren inneren Kern. Wir sehen die Person, die wir sein wollen, in völliger Klarheit, denn es gibt nun nichts mehr, das uns den Blick auf sie versperrt. Wir spüren sie in unserem Körper. Durch gelöste Blockaden wird Energie frei, um zu handeln wie diese Person. Und Tag für Tag verwandeln wir uns, verwandelt sich unser Leben. Es ist nichts, was über Nacht geschieht und womöglich wirst du zunächst enttäuscht sein, wieso es so lange dauert, aber wenn ich nun auf die acht Monate dieses Jahres zurückblicke, sehe ich, wie tiefgreifend und nachhaltig die Veränderung bei mir war.

3. Handle entsprechend

Wenn du die ersten beiden Schritte gegangen bist, wenn du Licht und Schatten vereinst, wenn du dein wahres Selbst deutlich vor dir siehst und nun die Kapazität hast, dich entsprechend zu verhalten, wirst du von ganz alleine ins Handeln kommen. Denn dein wahres Selbst liebt das Handeln, es will etwas in dieser Welt bewirken. Das kann auch auf sehr subtiler, aber nicht weniger wirkungsvoller Ebene sein. Du wirst mit Leichtigkeit ins Handeln kommen und wirst keine Probleme mehr mit deinem inneren Schweinehund haben. Denn du wirst spüren, wie natürlich sich Handeln anfühlt, du wirst deinen eigenen Flow fühlen und du lernst, deiner Intuition und dem Leben zu vertrauen. Du weißt nun, wie du mit deinen Ängsten umgehen kannst. Du spürst tief in dir, dass alles möglich ist. 

Und du beginnst. Mit kleinen Schritten, die mutiger und größer werden. Manchmal fühlt es sich an, als würdest du feststecken. Das ist normal. Du weißt, wie du damit umzugehen hast. Du bleibst dran, änderst die Richtung, verbesserst deine Strategie. Und handelst weiter. Das Handeln wird etwas völlig Natürliches werden. Du spürst die Freude in dir, wenn du siehst, dass dir etwas gelingt, dass du deinen Träumen und deinem Perfect Day immer näher kommst.

4. Lehn dich zurück und vertraue

Und wenn du die Schritte gegangen bist, die für dich nötig sind, um dein Leben zu verändern, dann lehne dich zurück. Nimm einen tiefen Atemzug. Und vertraue. Du musst nicht alles selber machen. Du musst nicht ständig im Stress sein, um dir das Leben deiner Träume zu erschaffen. Du musst nicht hetzen oder hart arbeiten. Gehe mutig deine Schritte und dann ruhe dich aus. Schau, was geschieht. Sieh dir genau die Dinge an, die von ganz alleine passieren. Nutze die Chancen, die sich dir bieten. Habe Vertrauen, dass alles zum genau richtigen Zeitpunkt kommen wird. Vielleicht auf eine völlig andere Art und Weise, wie du erwartet hattest. Bleib offen für Überraschungen, das Leben liebt sie. Bleib auch offen dafür, dass sich dir vielleicht noch eine viel bessere Chance bietet. Bleib offen dafür, dass etwas nicht ganz so läuft, wie du es dir vorgestellt hast, aber es letztendlich nur zu deinem Besten geschieht (das sehen wir sehr oft erst im Nachhinein). Bleibe im Vertrauen.

Und sieh zu, wie du dich verwandelst.

Wie sich dein Leben verwandelt.

Sieh zu, wie du zu der Person wirst, die du sein willst. 

 

 

 Wenn du bereit bist für eine Transformation, aber in dir spürst, dass du sie nicht alleine vollziehen willst, dann schreib mir. Es wäre mir eine Ehre, dich bei diesem Prozess zu begleiten. Bitte tu uns beiden den Gefallen und ignoriere ein “Ja!” deiner Intuition nicht. Es ist kein Zufall. Ich glaube nicht an Zufälle. Lass es uns gemeinsam möglich machen.

 

 

4 Kommentare
  1. Steffen Becher
    Steffen Becher sagte:

    Ich glaube, dass viele Menschen auch gar nicht wissen, wer sie sein wollen und sie probieren dann herum und haben eine labile Haltung zu sich und ihrer Einstellung.

    Mit den Tipps von dir sollte es wohl klappen. Ich selbst war damals auch sehr unsicher, was sicher bei jedem Menschen mehr oder weniger ausgeprägt ist oder war und einfach menschlich ist.

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    • Anna
      Anna sagte:

      Ja, das Herumprobieren ist auch erst einmal ein guter Anfang, ich fand das eine Zeit lang mal ganz angenehm und vielleicht kommt auch wieder eine Zeit, in der ich einfach ein bisschen vor mich hinlebe. Und das ist auch okay. Aber auf lange Zeit macht es einen eben doch unzufrieden und man möchte “voran”. Das ist zumindest meine Erfahrung. 🙂

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  2. Franziska Arndt
    Franziska Arndt sagte:

    Das liest sich wirklich toll und ich lese das nicht zum ersten Mal . Bei mir ist es das Problem, dass ich immer tausend Dinge mache aber oft unzufrieden bin . Und ehrlich gesagt, kann ich mir nicht mal wirklich vorstellen wie mein perfekter Tag sein sollte . Das ist eher traurig .

    Antworten
    • Anna
      Anna sagte:

      Liebe Franziska,
      ich kann dich sehr gut verstehen, mir ging es lange Zeit ganz genauso. Hast du denn einfach mal angefangen zu schreiben? Das Spannende ist, dass dann oft eins zum anderen führt und unser Unterbewusstsein beim Schreiben das Ruder übernimmt. Das weiß meist ganz genau, wie der perfekte Tag aussieht. Wenn dir das dennoch schwerfällt, versuche doch einfach mal während deines Tages den Fokus auf das zu richten, wovon du gerne mehr hättest, und das zu notieren. Vielleicht kommst du so deinem perfekten Tag Schritt für Schritt näher?
      Ganz liebe Grüße dir!
      Anna

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