Heute möchte ich mit dir eine Geschichte der Transformation teilen. Ich möchte dir erzählen, dass sie nicht dann geschieht, wenn uns alle zujubeln und wir die ganze Zeit gut drauf sind. Nein, eine Transformation geschieht in der Dunkelheit. Wenn wir alleine sind. Wenn all der Schein und der Glanz von uns abfallen und nur noch das übrig bleibt, was wirklich wichtig ist. Wenn wir uns nackt und ausgeliefert fühlen und merken, dass wir mit unseren gängigen Methoden nicht mehr weiterkommen. Wenn unser Verstand nachgibt. Dann geschieht eine Öffnung für wirklich Neues. Neue Erkenntnisse, Möglichkeiten und Fähigkeiten finden endlich einen Boden, auf dem sie wachsen können. Und dieser völlig neue Samen wird in der dunkelsten Nacht gesät, die gleichzeitig auch das wiederkehrende Licht mit sich bringt.

Wenn man etwas zu sehr will…

Das letzte Jahr war für mich eins der ereignisreichsten. Wir haben unser Traumhaus gefunden und sind umgezogen, ich habe einen wunderschönen Heiratsantrag bekommen, war dank meiner Mentorin endlich in der Lage, jahrelange Traumata und Blockaden aufzulösen, habe meine Ausbildung zur Yogalehrerin begonnen und: Ich habe bei meinem alten Arbeitgeber (wo ich bisher in Elternzeit war) gekündigt und eine Selbstständigkeit angemeldet, von der ich schon sehr lange träume. Klingt wunderschön? Ist es auch. Ich kann kaum in Worte fassen, wie dankbar ich für diese Veränderungen bin, wie glücklich sie mich machen. Und doch war das alles ziemlich viel für mich. Alles aufzubauen, energetisch zu stemmen, zu arbeiten und parallel auch noch Mama eines Zweijährigen zu sein, ist nichts, was man “mal eben so macht”. 

Meine Selbstständigkeit als Coach hat wunderschön begonnen. Die Arbeit mit meinen Klientinnen, die ich auf ihrer Reise hin in die eigene Kraft begleiten durften, erfüllte mich mit tiefem Glück und Dankbarkeit. Ich spürte in jeder Faser meines Körpers, dass ich endlich das gefunden habe, das mir von Herzen Spaß macht und was ich auch richtig gut kann. Endlich hatte ich “den” Job für mich, bei dem es wirklich “klick” gemacht hat. Ich kreierte aus diesen Coachings heraus ein absolut einmaliges 1:1-Programm mit dem Namen “Emotion 4 Flow” (hier erfährst du mehr darüber) und machte mich darauf gefasst, dass die Frauen mir die Türen einrennen.

Doch das geschah nicht.

Und das war hart für mich, denn es wurde ein Glaubenssatz von mir reaktiviert, den ich irgendwie vergessen hatte: “Ich bin es nicht wert, gesehen oder gehört zu werden.” Aber ich weigerte mich, aufzugeben. Stattdessen überlegte ich mir mehr und mehr. Ich tat und machte und probierte neue Möglichkeiten, nur, um mich immer mehr in meinem Denken zu verstricken. Ich wollte es so sehr. Zu sehr.

Die Pause ist dann am nötigsten, wenn wir sie uns nicht geben wollen

Es war sehr herausfordernd, damit umzugehen, dass mein Ego so unbedingt weiter und vorwärts wollte, meine Seele sich aber nach Ruhe sehnte. Ich hatte die Selbstständigkeit angemeldet und hatte nicht genug Einnahmen. Ich wurde panisch. Jetzt galt es doch, weiterzumachen. Aber meine Seele sehnte sich nach Ruhe. Ich wusste nicht mehr weiter, mir fiel nichts mehr ein, was ich noch ausprobieren konnte. Meine Seele sehnte sich nach Ruhe. Ich ruderte vorwärts und rückwärts und kam nicht von der Stelle. Meine Seele sehnte sich nach Ruhe.

Und endlich gab ich nach.

In dem Moment, als ich begriff, dass ich mit meinem Verstand, der mir sonst so ein ausgezeichneter Helfer ist, nicht mehr weiterkomme, fiel ein Gewicht von mir ab. Tränen der Erleichterung stiegen mir in die Augen. Ja, wir dürfen uns ausruhen, auch wenn es sich unverdient anfühlt. Ja, wir dürfen Pause machen, auch wenn es gerade scheinbar so ein schlechter Zeitpunkt ist. Weißt du was? Ich glaube, dass gerade dann der perfekte Zeitpunkt ist. Bevor wir uns noch mehr verstricken und schlechte Entscheidungen treffen, weil wir uns selbst überhaupt nicht mehr fühlen.

Mitten im Alleinsein spüren wir, dass wir niemals alleine sind

In dem Moment, als ich losließ, trat erstaunlicherweise nicht das ein, was ich befürchtet hatte. Ich fiel nicht in ein bodenloses Loch. Ich fiel überhaupt nicht. Ich wurde gehalten. Ich bin ein spiritueller Mensch, ich spüre das Universum, ich fühle mich mit ihm verbunden. Ich höre auf die Stimme meines Herzens, auf meine Intuition. Normalerweise. Zum Jahresende hin habe ich mich aber viel zu sehr von meinem Verstand leiten lassen. Und das fühlt sich für mich inzwischen sehr befremdlich an. Zu spüren, dass da mehr ist, wenn ich das Zerdenken sein lasse, kam für mich einer kleinen Erleuchtung gleich.

Es war Mitte Dezember und ich spürte deutlich, dass es an der Zeit war, in die Dunkelheit hineinzutreten, anstatt ihr durch mein ständiges Tun auszuweichen. Ich musste mitten hinein in das Alleinsein, um dort zu spüren, dass ich niemals alleine bin. Ich musste mitten hinein in die Natur und den Tod, der in ihr vorherrscht, um zu merken, dass gerade dann alles voller Leben ist. Ich musste stehen bleiben, um zu sehen, wie ich weitergehen kann.

Ich lerne es jedes Jahr aufs Neue: Es hat keinen Zweck, entgegen dem Jahresrhythmus zu leben. Wenn die Tage kürzer werden, ist es für uns an der Zeit, mehr zu sein und weniger zu tun. Ich meinte wohl irgendwie, dass ich das diesmal umgehen könnte. Aber es hat nicht funktioniert. Zum Glück. Denn das, was ich gelernt habe, hätte ich nicht lernen können, wäre ich weiterhin total beschäftigt gewesen. Und ich sag dir mal was: Das ist Selbstfürsorge. Selbstfürsorge ist nicht, hin und wieder eine Kerze in der Badewanne anzumachen und sich eine Massage zu gönnen. Klar, ist das auch schön. Aber wahre Selbstfürsorge ist viel radikaler und zu Beginn total unbequem. Wir wollen sie nicht haben, und daran merken wir, dass wir sie am dringendsten brauchen. Wir müssen Nein sagen zu Menschen und Dingen und drastisch alles reduzieren, was uns von unserem wahren Kern ablenkt.

Ich begann also damit, mich selbst wieder zur Priorität zu machen. Ich schrieb täglich in mein Journal, vertiefte meine Meditationspraxis, machte lange Spaziergänge – und war zweimal hintereinander krank. Mein Körper sehnte sich so sehr nach Erholung, und ich gab sie ihm. Wenn der Körper nicht so mitmacht, wie wir wollen, sind wir gezwungen, andere Wege zu erforschen. Ich feierte die Wintersonnenwende und die Raunächte. Und jetzt fühle ich mich wie neu geboren und habe so viel Lust darauf, für dich zu kreieren und dir den Raum zu geben, den du brauchst!

Was ich lernte, als ich mich selbst zur Priorität machte

Ich möchte dir noch gerne von meinen Erkenntnissen berichten, denn in all dieser Zeit lernte ich vier unglaublich wichtige Dinge:

  1. Wir manifestieren nicht. Wir co-kreieren.
  2. Die nach außen und die nach innen gekehrte Energie sind beide gleich wertvoll.
  3. Wir sind hier, um Liebe in die Welt zu bringen.
  4. Alles ist in uns. Wir müssen uns nur erinnern.

Jede dieser Lektionen ist einen eigenen Beitrag wert. Wirklich neu und für mich völlig revolutionär war für mich die erste Lektion. Nach der Geburt meines Sohnes, die völlig ungeplant verlaufen war und mich wirklich traumatisch prägte, war ich zunächst nicht mehr in der Lage, dem Universum zu vertrauen. Ich fühlte mich machtlos und ausgeliefert. Und das Schlimmste: Ich dachte, ich wäre daran schuld. Und ja, ich weiß, dass es beim Gesetz der Anziehung oder beim Manifestieren nicht um Schuld geht, dass es eine neutrale Energie ist, aber in meinem Zustand der ständigen Angst war ich nicht in der Lage, das so zu sehen. Ich gab mir die Schuld für das, was passiert ist, schließlich hatte ich gelernt, dass wir für alles im Leben selbst verantwortlich sind, oder?

Das sehe ich inzwischen anders. Schlimme Dinge passieren. Gewalt, Traumata, Verlust, Verletzung, Depressionen – wenn du das erlebt hast oder gerade erlebst, will ich dir etwas sagen: Du kannst nichts dafür. Ich wiederhole: DU KANNST NICHTS DAFÜR. Es spielt so viel mehr rein als ein “geradliniges Manifestieren”. Diese Dinge sind nicht geschehen, weil du “negative Gedanken” hattest. Wir alle haben Muster und Konditionierungen in uns, die ständig in das hineinspielen, wie unser Leben verläuft. Aber du hast sie dir nicht ausgesucht. Sie sind geschehen. Ob wir diesen Ereignissen Sinn geben und sie tatsächlich auch für uns transformieren können, um sie letztendlich als unsere Stärke nutzen zu können, das liegt an uns. Aber dass sie geschehen sind, nicht.

Und andererseits: Wenn wir etwas Positives in unserem Leben erschaffen wollen, erschaffen wir niemals alleine. Da ist etwas oder jemand (Universum, Gott, das Leben, der große Geist – wie auch immer du dazu sagen magst), der uns beisteht. Ich habe das noch nie so stark gefühlt wie gerade. Während der Raunächte habe ich jeden Tag eine Innenweltreise gemacht. Intuitiv war mir das aus meiner Kindheit total bekannt, aber irgendwann habe ich damit aufgehört. Doch ich spürte, es ist Zeit, zurückzukehren und auf eine Ebene zu reisen, die unsere Körper nicht erreichen können, zu der aber jeder von uns Zutritt hat. Ich begann, die Bilder, die sich mir dabei zeigten, ernst zu nehmen. Und in diesem Moment wurde ich von Weisheiten und Erkenntnissen nur so überschüttet. Ich habe vor Rührung geweint, gelacht oder war einfach nur ergriffen. Mein Unterbewusstsein wurde zum Tor hinein in eine Welt, in der alle Antworten bereits da sind. Und die Antworten, die ich erhielt, waren völlig unerwartet. Mit dem Verstand hätte ich auf sie keinen Zugriff gehabt.

Dieses unerschütterliche Wissen darüber, dass ich niemals wirklich alleine bin, dass ich immer das habe, was ich brauche, dass ich beschützt werde – das ändert für mich gerade alles. Es wird meine Arbeit als Coach verändern und es verändert mich als Person. Es ist, als sei das letzte Jahr nur ein Vorgeschmack auf das gewesen, was für mich möglich ist. Und es geht noch weit über mich hinaus. Ich habe Visionen von einer veränderten Welt – so klar, wie niemals zuvor. Denn ich weiß: Wenn wir uns selbst transformieren, transformieren wir automatisch auch die gesamte Gesellschaft. Es ist unsere wichtigste Aufgabe im Leben, uns selbst in der Liebe, die wir sind, zu erleben und die Erinnerung daran niemals zu verlieren. Das ist es, wozu ich hier bin: Ich will gemeinsam mit dir die Welt verändern. Ich will Liebe hineinbringen, wo zuvor Angst war. Ich will deine Schatten sehen und sie in Licht verwandeln. Ich will, dass du dasselbe Vertrauen in das Leben spürst, wie ich es gerade tue.

Ich will, dass du deine eigene Dunkelheit siehst und in ihr sein kannst, anstatt vor ihr wegzulaufen. Dass du genau da siehst, dass du niemals alleine bist. Und dass dieser Gedanke dein Leben völlig transformiert.

Bist du dabei?

 

(Schreibe mir gerne über dieses Formular eine Nachricht, wenn du dir Unterstützung wünschst und wir ein Gespräch oder eine Probe-Session miteinander vereinbaren sollen. Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen!)

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2 Kommentare
  1. Peter Kraus
    Peter Kraus sagte:

    Liebe Anna,

    deine Worte berühren mich sehr. Ich freue mich, dass du deinen Weg gefunden hast und auch weiter gehen wirst. Dazu wünsche ich dir, dass du deine Erfüllung in deinem Sein und in deinem Tun finden kannst.
    Eine sehr weise Erkenntnis: „Wenn wir uns selbst transformieren, transformieren wir automatisch auch die gesamte Gesellschaft.“

    Alles Liebe
    Peter

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