Bleib zu Hause! 10 gute Gründe, NICHT auf Reisen zu gehen

Hör auf zu reisen

Das Wetter draußen ist nicht gerade einladend: Regen, Schneeregen, Matsch, Wind, Kälte. Manch einer mag jetzt von fernen Südseeinseln träumen, sich seufzend mit geschlossenen Augen zurücklehnen und den letzten Urlaub Revue passieren lassen. Und hoffen, dass der Februar schnell vorbei geht, damit es endlich wieder Frühling und dann verdammt noch mal so schnell wie möglich Sommer wird. Und wenn man schon darüber nachdenkt: Die Stadt, und erst recht das Loch, in dem man wohnt, hat gar nichts Neues mehr zu bieten. Es ist langweilig und definitiv Zeit für einen Ortswechsel! Die Malediven sollen ja bald untergehen – da muss man schnell noch hin. Und wenn schon Winter, dann richtig: Die Antarktis hat mit dem Klimawandel sicher auch nicht mehr lange Bestand.

Aber – oh Schreck – Kinder wolltest du ja auch noch! Aber erst, nachdem du endlich diese blöde Weltreise gemacht hast, von der alle immer so begeistert schwärmen. Tina hat schon wieder Fotos aus Australien hochgeladen – dort wolltest du doch auch noch Koalas streicheln, bevor es an die Familienplanung geht. Zu blöd nur, dass die große Gehaltserhöhung ausgeblieben ist und die Lottozahlen schon wieder jemand anderen beglückt haben.

Zu Hause bleiben ist keine Option mehr

Wenn sich in deinem Lebenslauf nicht mindestens 5 Auslandssemester und -praktika befinden, siehst du inzwischen ganz schön alt aus. In unserer vernetzten Welt ist es so normal geworden, durch die Weltgeschichte zu jetten, dass du ein ganz schöner Freak bist, wenn du dem Reisewahn nicht folgst. Zu Hause bleiben ist einfach sowas von out! Wenn du nicht regelmäßig Beachpartys in Thailand und Travel & Work in Neuseeland machst, wirst du als eine schrullige und störrische Person abgestempelt, die sich den Einflüssen der Welt entziehen will, nichts Neues lernen mag und überhaupt ein wenig hinterher ist. Schließlich hat die Welt da draußen so viel zu bieten!

Immer wieder springt mir im Buchhandel der fette Buchrücken von „1000 Places to see before you die“ ins Auge. Inzwischen gibt es das Ding ja in unzähligen Versionen und ich habe jedes Mal das Gefühl, mein Leben zu verpassen, wenn ich die Listen in diesen Büchern nicht abhaken kann. Doch eines Tages schlich sich ein kleiner, grausamer Gedanke in meinen Kopf: Was passiert eigentlich, wenn ich diese Plätze nicht sehe und vorher sterbe?

Ich muss zugeben, ich habe eine ganze Weile darüber gegrübelt. Die Antworten reichten von: „Ich werde ein langweiliges, elendiges Dasein führen“ bis: „Ich werde auf dem Sterbebett aufschreien und meine Freunde darum bitten, meine Überreste auf dem Mount Everest zu verstreuen, damit wenigstens die etwas Majestätisches erleben“. Und dann war da noch dieses eine Wörtchen, das ich immer wieder wegschob, wenn es auftauchen wollte. Doch wie das meistens so ist, hüpfte es mir so lange im Kopf herum, bis ich ihm Beachtung schenkte:

Nichts.

Es wird nichts geschehen, wenn ich all die Orte nicht sehe und vorher sterbe. Ich werde mich nicht gequält hin und her wälzen. Ich werde nicht das Gefühl haben, mein Leben vergeudet zu haben. Ich werde nicht aufschreien und meine Freunde darum bitten, meine Überreste in Nepal zu vergraben.

Nachdem du vielleicht schon meinen Artikel darüber, die Komfortzone nicht zu verlassen, gelesen hast, kannst du dir vielleicht schon denken, worauf ich hinaus will. Ich will dir zeigen, dass du dich ebenso weiterentwickeln kannst, wie ein Weltenbummler. Ich möchte, dass du weißt, dass es vor deiner eigenen Haustür ebensoviel zu entdecken gibt wie in Papua-Neuguinea. Mir ist wichtig, dass du siehst, dass es nicht bedeutet, dass du todunglücklich sterben wirst, wenn du es verpasst hast, Berggorillababys in freier Wildbahn zu beobachten.

Vorher sollte ich vielleicht noch was klären: Ich liebe das Reisen. Mir gefällt das Entdecken neuer Landschaften und Kulturen. Ich bin vollkommen fasziniert von fremden Sprachen, fremden Menschen und fremden Tieren. Und unglaublich neugierig. Was ich sagen möchte, ist, dass Reisen kein Allheilmittel ist und dass du nicht als vollkommen veränderte Person zurückkehren wirst, solange du nicht bereit bist, Veränderung zu umarmen. Das Reisen ist kein Garant für sofortiges Glück! Ich beobachte immer mehr Menschen, die reisen, um vor ihren Problemen zu flüchten, welche währenddessen jedoch geduldig zu Hause auf sie warten.

Wenn es deine Leidenschaft ist, immer wieder neues Terrain zu entdecken – setze alle Hebel in Bewegung und reise! Wenn es sich für dich nicht gut anfühlt – bleib zu Hause! So einfach ist das! 😉

Falls du es satt hast, dir ständig anzuhören, wie genial es dort und dort war und dass du uuuunbedingt das und das gesehen haben musst bevor du stirbst, kommt hier dein absoluter Rettungsanker:

10 Gründe, nicht auf Reisen zu gehen:

1. Das Glück kannst du auch ohne Reisen finden

Ich kann aus meiner Erfahrung sagen: Das Glück liegt nicht auf einer unbewohnten Insel vergraben. Du musst nicht Tausende von Meilen zurücklegen, um es zu finden. Es ist genau hier. Gerade jetzt. In dir. Du brauchst nicht zu warten, bis irgendetwas geschieht, um es zu spüren. Manchmal, wenn ich doch ein wenig neidisch auf die Reisen anderer bin, denke ich darüber nach, ob sie wohl ebenso glücklich sind wie ich und die Antwort ist: Nicht zwangsläufig! Vielleicht drückt Annika der Schuh ja ganz heftig, während sie für die Kamera ihr strahlendstes Lächeln auspackt? Vielleicht war die letzte Unterkunft so siffig, dass sie jetzt das Bedürfnis hat, fünfmal täglich zu duschen? Nur, weil jemand auf einem Foto glücklich aussieht, bedeutet das nicht, dass er oder sie das tatsächlich ist.

2. Du lernst, dich mit dem zufriedenzugeben, was du schon hast

Es ist für mich eines der schönsten Gefühle: Hier auf meinem Sofa zu sitzen, zu beobachten, wie die Sonnenstrahlen durch das Fenster fallen und zu wissen, dass dies hier ganz genau der Ort und die Zeit ist, in der ich sein möchte. Ich würde mit niemand anderem tauschen wollen! Dann schließe ich die Augen und genieße dieses Gefühl – koste es aus, führe mir all die Privilegien vor Augen, die ich habe, denke an all die Dinge, für die ich so dankbar bin. Ich kenne dieses Gefühl auch auf Reisen, wenn ich eine besondere Landschaft oder einen Sonnenuntergang genieße. Aber ich kann es ebenso genau hier und jetzt haben.

3. Du sparst Geld

Ein ganz pragmatischer Punkt, der dir vor allem dann gefallen dürfte, wenn du aus dem Schwabenland kommst. 😉 Für mich ist das ein wichtiger Punkt, da ich sehr minimalistisch lebe und dafür Zeit anstatt Geld habe. Denn so kann ich quasi zu Hause Urlaub machen! Manchmal finde ich es seltsam, mit anzusehen, wenn Menschen sich in einem unliebsamen Beruf abrackern, um dann für zwei Wochen in Ägypten am Strand zu liegen, weil sie sich von ihrer Arbeit erholen müssen. Sie reisen dann nicht, um etwas Neues kennenzulernen, sondern, um von ihrem furchtbaren Alltag wegzukommen. Das ist ganz schön traurig.

4. Du kannst dich zu Hause oft besser entspannen

Natürlich ist allein schon die Tatsache, dass man von seinen alltäglichen Pflichten weggkommt, etwas, was das Reisen erholsam macht, aber ich persönlich möchte auf Reisen gerne etwas vom Ort und der Landschaft sehen, was bedeutet: Fahren, Wandern, Laufen. Für mich als Hochsensible sind neue Reize immer anstrengend, auch wenn ich es trotzdem liebe, welche zu bekommen. Ich kann mich erst in einer vertrauten Umgebung wirklich gut entspannen. Dafür ist es natürlich wichtig, dass du dir feste Zeiten einplanst, in denen du keinerlei Verpflichtungen hast und annimmst. Und das ist reine Übungssache. 😉

5. Du kannst die Schritte gehen, die für dich notwendig sind

Das Reisen stellt uns manchmal vor Herausforderungen, denen wir noch nicht gewachsen sind. Für mich bedeutet das immer Stress pur. Ein ungültiges Bahnticket und ich bin die nächsten Stunden nicht mehr zu beruhigen. Auch wenn ein gelegentliches Herausschleudern aus der Komfortzone uns manchmal zeigt, dass wir viel mehr können als geahnt, ist es oft auch so, dass wir unangemessen reagieren und uns später unendlich lange darüber den Kopf zerbrechen. Daheim bestimme ich selbst meine Entwicklungsschritte, die mich langsam aber sicher vorwärts führen.

6. Du kannst das neu entdecken, was dein Wohnort zu bieten hat

Vor einem halben Jahr habe ich diese wunderschöne Stelle an einem Bach ganz unweit von meinem Haus gefunden, die ich zuvor noch nie wirklich beachtet hatte. Jetzt ist sie mein Lieblingsort. Jedes Mal, wenn ich dort bin, sehe ich ihn mit anderen Augen. Die Bäume verändern sich mit den Jahreszeiten, der Bach führt mal mehr, mal weniger Wasser. Ich schaue mir alle Pflanzen und jeden Stein genau an, höre, was das Wasser mir zu sagen hat und sauge die Gerüche der Natur ein. Es gibt so viel Neues um uns herum – wir haben nur verlernt, richtig hinzusehen! Stell dir das nächste Mal, wenn du spazieren gehst, doch einfach mal vor, dass du aus einem weit entfernten Land kommst und zum ersten Mal hier bist. Was fällt dir auf? Was fasziniert dich?

7. Du kannst dich an den Jahreszeiten erfreuen

Ich finde es immer wieder schön, in einem Land zu leben, in dem der Wechsel der Jahreszeiten so deutlich zu beobachten ist. Die Natur verändert sich vollkommen! Und genau das ist wirklich spannend und lässt sich auch auf unser Leben anwenden, das auch in einem ständigen Wandel ist. Durch die Jahreszeiten bekommen wir alle 3 Monate etwas Neues geliefert, ohne dafür in ein Flugzeug steigen zu müssen!

8. Du schonst die Umwelt

Ein weiterer pragmatischer Grund. Dass Autofahren und Fliegen viel CO2 ausstoßen, wissen wir inzwischen alle. Entdecke deine Gegend doch einfach mal zu Fuß – kostet nichts, ist umweltfreundlich,  macht fit und auch noch sehr viel Spaß!

9. Reisen wird zu etwas Besonderem

Auch das Reisen kann zu einer Gewohnheit werden. Es ist ganz normal, dass das menschliche Gehirn ab einer bestimmten Reizschwelle nicht mehr empfänglich für Neues ist und in einen „Gleichgültigkeitsmodus“ verfällt. Für mich ist Reisen immer etwas Besonderes, etwas Magisches. Ich liebe das Kribbeln in meinem Bauch, wenn ich meinen Koffer packe; Flughäfen, Bahnhöfe und Autoraststätten sind für mich besondere Orte, an denen ich mich (normalerweise) sehr gerne aufhalte. Reisen ist für mich ein absolutes Highlight – für jemanden, der das ständig macht, ist es Alltag.

10. Du brauchst keinen Anreiz von außen, um dich zu verändern

Manche Menschen rennen allem hinterher, das ihnen Glück verspricht, ohne es jemals zu finden. Sie reisen von einem Land ins andere, machen einen Workshop nach dem nächsten, gehen auf Retreats und fühlen sich dennoch leer. Wenn man – wie ich – nicht die finanzielle Möglichkeit hat, das alles ständig zu machen, erfährt man irgendwann, dass man all das gar nicht braucht, um zu seinen Leidenschaften (zurück) zu finden. Man braucht nur ein wenig Zeit für sich.

Du siehst also: Um zu deinen Leidenschaften zu finden, musst du es nicht wie so viele machen und ständig auf Reisen gehen. Auch zu Hause hat das Leben sehr viel Wunderbares zu bieten, wenn du mit offenen Augen durch die Welt gehst! Lass dich nicht verrückt machen von all den Leuten, die behaupten, dass das Reisen der einzige Weg zur Weiterentwicklung ist. Das stimmt nicht. Es gibt immer viele Wege und einer davon ist dein eigener, ganz persönlicher. Vielleicht gehört Reisen dazu. Es muss aber nicht. 😉

Hast auch du das Gefühl, dass ein Druck, die Welt zu sehen, auf dir lastet? Wie gehst du damit um?

Schau doch auch mal hier rein:
Warum du deine Komfortzone nicht verlassen solltest
Hochsensiblität – 12 Gründe, warum sie ein Segen ist
Warum du aufhören solltest, zu kämpfen

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9 Kommentare

  1. Hi Anna,

    ich stimme Dir bei Punkt 1 völlig zu, man kann vor vielem flüchten/davonreisen, aber nicht vor sich selbst.
    Aber Reisen kann manchmal etwas zum Vorschein bringen, was man weggepackt hat, ging mir zumindest so. Ich habe einige Sachen ziemlich verdrängt, die dann nach 2,5 Jahren in Nepal wieder hoch kamen und das war auch gut so, hat mich in meinen Entscheidungen noch einmal bestärkt und dazu geführt, mich auch mal mit den nicht so angenehmen Gedanken auseinanderzusetzen. Zuhause konnte ich es gut wegpacken, unterwegs war ich mit mir konfrontiert und konnte nicht aus.

    Liebe Grüße,
    Ivana

    • Hallo Ivana,

      ich stimme dir auch vollkommen zu, dass das Reisen sehr viel mit einem machen kann. Das möchte ich gar nicht leugnen. Manche Menschen haben an einem bestimmtem Zeitpunkt das todsichere Gefühl, jetzt “weg zu müssen”. Und ich bin der Meinung, dass sie diesem dann folgen sollten. Dabei kann Erstaunliches gestehen. Doch mir ist es auch zu Hause gelungen, mich mit mir selbst zu konfrontieren und ich glaube, dass es auch anderen gelingen kann – dass man nicht reisen MUSS, wenn man gar nicht so viel Lust darauf hat.

      Liebe Grüße
      Anna

  2. Liebe Anna,

    welch wahre Worte Du da aufgeschrieben hast! Erst neulich las ich den Artikel von jemandem, der sehr verächtlich auf seine Mitmenschen schaut, die noch nicht groß in der Welt herumgekommen sind. Natürlich können die sich in seinen Augen nicht weiterentwickelt haben – dabei sehe ich das so wie Du auch. Ich habe meine Entwicklung sozusagen auf meiner Couch im Wohnzimmer begonnen – und dadurch sehr tiefe Einblicke in Muster und Mechanismen erhalten und mich sehr viel auch über andere Menschen und natürlich mich selbst, meine eigene Rolle im Gefüge gelernt.

    Ich denke, wenn das Reisen einem inneren Impuls entspringt, man es einfach möchte, weil es sich richtig anfühlt, dann ist es auch richtig für einen selbst! Aber wie bei allem, kann man es halt nicht verallgemeinern. Jeder muss seinen eigenen Weg finden.

    Liebe Grüsse
    Clara

    • Liebe Clara,
      genau solche Artikel lese ich auch hin und wieder. Ich lese aber auch wirklich tolle Blogs oder Artikel über das Reisen – ich möchte nichts verallgemeinern, da ich es ja selbst liebe, zu reisen.
      Willkommen im Club der „Couchentwickler/innen“! Ich glaube, da draußen gibt es noch sehr viel mehr von uns, aber im Gegensatz zu den „Reiseentwicklern“ sagen wir das vielleicht nicht so offen. Dabei ist unser Weg genauso wunderbar! Du sagst es sehr schön: Jeder muss seinen Weg finden – ob in die Ferne oder auf die Couch ist dabei vollkommen egal! 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  3. Liebe Anna,
    Ich bin heute auf deinem Blog gelandet und finde deinen Lebensstil mutig und bewundernswert! Ich kann mir gut vorstellen, dass du befreiter lebst, als die meisten reichen Leute. Nun zum Reisen. Ich reise sehr gerne, aber einen gesellschaftlichen Zwang daraus zu machen, finde ich traurig. Natürlich kämpfe auch ich mit dem Gefühl etwas zu verpassen, aber habe auch die größte persönliche Entwicklung gemacht, indem ich ein Buch las. Darin ging es um Introversion und zum ersten Mal habe ich da wirklich begriffen, welche Bedürfnisse ich eigentlich habe und erst danach war ich von meiner Persönlichkeit her soweit, auch aus Reisen etwas für mich mitnehmen zu können. Also denke ich auch jeder sollte tun, was einem gut tut und nur dann hat man auch ein erfülltes Leben, wie auch immer das aussehen mag. Also danke für den tollen Artikel!
    Liebe Grüße
    Eileen

    • Liebe Eileen,
      wie schön, dass du auf meinem Blog gelandet bist! 🙂 Da sind wir ja tatsächlich einer Meinung. Habe mir gerade deinen Blog angeschaut und werde noch länger darauf verweilen! Einfach wunderschöne Fotos – du weißt wirklich, wie man Alltägliches zu etwas Besonderem macht! Und genau das ist es ja, was ich auch am Zuhausebleiben so fantastisch finde. Diese grandiosen Dinge, diese Bilder und Momente, die findet man überall auf der Welt – wenn man nur richtig hinsieht. Und genau das tust du! 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Anna

      • Hallo Anna,
        vielen Dank für das liebe Kompliment! Ja, gerade in dieser schnellen Gesellschaft übersieht man wirklich leicht, was es eigentlich alles in der eigenen Umgebung zu entdecken gibt! So etwas festzuhalten ist für mich der Reiz am Fotografieren, wie schön, dass dir das dann so aufgefallen ist! 😀

  4. Hallo Anna,
    ich bin erst vor zwei Tagen auf deinen Blog gestoßen und finde ihn sehr ansprechend – entdecke außerdem viele Gemeinsamkeiten zu mir und meinem eigenen Leben!
    Mit diesem Beitrag sprichst du mir so sehr aus der Seele! Besser hätte ich es selbst nicht ausdrücken können.
    Ich interessiere mich zwar sehr für andere Länder und Kulturen, bin aber noch nie reiselustig gewesen – was viele Menschen nicht verstehen können. Dass man unbedingt dies und jenes „gesehen haben muss“, konnte ich noch nie wirklich nachvollziehen. Es wird immer eine Menge geben, das ich auf dieser Welt nicht gesehen, nicht probiert, nicht erlebt habe.
    Ich bewundere die Menschen, die aus dem, wo und was sie sind und was sie haben, das Beste machen, es wirklich genießen können.
    Es ist so schade, dass es viele Menschen ständig in die Ferne zieht und sie all das Schöne in ihrer eigenen Nachbarschaft überhaupt nicht (mehr) wahrnehmen. Du hast gerade diesen Aspekt in deinem Artikel so wunderbar beschrieben.
    Vielen Dank und liebe Grüße! 🙂
    Michaela

    • Liebe Michaela!
      Wie schön, dass du bei mir gelandet bist! Das freut mich sehr! 🙂 Und es freut mich noch mehr, dass dir mein Artikel so gut gefällt. Ich kann dir nur recht geben: „Es wird immer eine Menge geben, das ich auf dieser Welt nicht gesehen, nicht probiert, nicht erlebt habe.“ Das hast du sehr schön gesagt. Selbst Menschen, die in jedem Land dieser Welt waren, haben diese Länder meist „nicht richtig“ gesehen. Und nur für die eigene Statistik irgendwohin zu reisen ist für mich vollkommen unlogisch. Einfach schön, dass es Menschen wie dich gibt, die auch die wundervollen Dinge in unserer unmittelbaren Umgebung genießen können! Danke dir für deinen tollen Kommantar – er hat mir gerade ein großes Lächeln aufs Gesicht gezaubert!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

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