Buch schreiben à la Anna: Meine Erkenntnisse der letzten Wochen

Ich habe sie. Ich habe die Rohfassung meines Buches, an dem ich seit einigen Monaten schreibe. Währenddessen habe ich diesen Blog bewusst vernachlässigt, aber jetzt halte ich es nicht länger aus, meine Erkenntnisse mit dir zu teilen. Denn diese „blogfreie“ Zeit war für mich unglaublich intensiv und lehrreich. Ich habe das Gefühl, währenddessen 10 000 Lektionen gelernt zu haben – manche von ihnen waren Wiederholungen, andere habe ich bereits vergessen. Aber einige sind mir bereits in Fleisch und Blut übergegangen, und indem ich sie hier aufschreibe, möchte ich dafür sorgen, dass das auch so bleibt. 

1. Es geht um Liebe

Ich habe im Dezember immer ein kleines Ritual, bei dem ich das Jahr passieren lasse und mich auf das neue einstimme. Das bedeutet nicht, dass ich mir Ziele setze, vielmehr sammle ich Ideen, bin mir dabei aber stets bewusst, dass 50% von ihnen bis zum Ende des jeweiligen Jahres völlig irrelevant werden, weil etwas Großes und Überraschendes in mein Leben getreten ist. Was ich aber wundervoll finde, ist ein Wort für das neue Jahr zu finden, an dem man sich orientieren und von dem man sich inspiriert fühlen darf.

Mein Wort für 2016 war „Bewusstsein“ und es hat mich unglaublich weitergebracht. Ich habe ganz bewusst auf all meine Gedanken, Verhaltensweisen und Muster geachtet, ich habe meine Gefühle gefühlt, anstatt vor ihnen wegzulaufen und ich habe so einigen alten Schmerz zugelassen. Ganz bewusst. Es war ein wundervolles Wort, doch ich habe schon seit einer Weile gespürt, dass das Wort für 2017 einfacher, aber zugleich auch größer sein darf. Ich habe das letzte Jahr damit verbracht, mehr und mehr Liebe zuzulassen. Und genau das will ich weiterhin machen, weil ich spüre, dass es etwas Großartiges in mir bewirken wird. Und genau deswegen wurde sie zu meinem Wort: LIEBE.

Ich weiß, dass ich die Dinge aus der Liebe heraus tun möchte, denn ich spüre (und musste oftmals schmerzlich lernen), dass etwas, das nicht aus der Liebe entsteht, sich oft als „nicht so das Wahre“ entpuppt. Ich spüre das Wort in mir jeden einzelnen Tag, ich setze mich auf mein Meditationskissen und die Liebe bricht über mich hinweg wie eine Welle. Ich kann es die meiste Zeit überhaupt nicht in Worte fassen, aber ich weiß, dass ich mein Leben darauf ausrichten will: auf die Liebe. Ich will die lieblosen Momente sanft aufspüren und sie verwandeln. Ich kann das, ich habe das schon so oft getan – und es ist jedes Mal ein kleines Wunder.

Ich weiß jetzt: Ich will nie wieder einen Blogartikel schreiben, der nicht aus der Liebe entsteht. Und ich will auch kein Buch schreiben, das aus einem Pflichtgefühl heraus geboren wurde. Ich sage es immer wieder: Der Flow folgt nicht jeden Tag demselben Muster. An manchen Tagen reißt er uns mit und schenkt uns die pure Begeisterung, und anderen Tagen ist absolute Flaute. Das zu akzeptieren gehörte in den letzten Jahren zu meinen Aufgaben, aber ich stehe hier immer noch vor Herausforderungen. Zu laut waren mein Leben lang die Stimmen, die mir eingebläut haben durchzuhalten, zu kämpfen, diszipliniert zu sein und nicht aufzugeben.

2. Wenn es nicht aus dem Herzen kommt, ist es nicht das Beste, was ich kann

Aber ich bin nicht länger bereit, faule Kompromisse zu schließen. Ich will, dass du das Beste liest, das ich schreiben kann, wenn das Buch fertig ist. Und damit meine ich keinen Perfektionismus, denn etwas objektiv Perfektes kann es unmöglich geben. Ich meine damit, dass ich das schreibe, was wirklich aus meinem Herzen kommt und von dem ich unbedingt möchte, dass du es erfährst, damit du genauso viel Freude daran hast wie ich.

Wenn ich mir vornehme, mich jeden Abend eine Stunde lang an meinen Laptop zu setzen, so mache ich das vielleicht eine Woche lang, aber dann spüre ich, wie mein Flow absinkt und ich keine Lust mehr habe. Sehr viele Menschen würden mir jetzt raten, trotzdem weiterzumachen, aber ich weigere mich. Wenn ich ein Buch über den Flow, die Liebe und die Klarheit schreibe, wie kann ich daran dann schreiben, während ich selbst müde bin oder nicht mehr auf einen Bildschirm starren mag? Wie kann ich Begeisterung durch die Zeilen springen lassen, wenn ich sie selbst nicht empfinde?

Wie kann ich dich dazu ermutigen, authentischer zu sein, zu dir selbst zu stehen und deine Wahrheit zu leben, wenn ich es selbst nicht tue? Ein solches Buch muss zwangsläufig schlecht werden! Und ich meine „schlecht“ in dem Sinne, dass es nur eine leere Botschaft wiedergibt, die dich in der Tiefe nicht berührt und die du deswegen schnell wieder vergisst. Ich weiß, dass ich in der Lage bin, mit den Worten, die ich schreibe, Menschen zu berühren. Aber nur, wenn ich aus der Liebe und Begeisterung heraus schreibe, wenn ich mit Leidenschaft in die Tastatur haue (wie jetzt gerade). Und nichts Geringeres wirst du von mir bekommen!

3. Ich bin gut genug und werde es niemals allen recht machen können

Doch bis ich zu dieser Erkenntnis kam, vergingen einige Wochen, in denen ich unbewusst Angst davor hatte, etwas falsch zu machen. Erst nach einer Weile bemerkte ich, dass ich im Leben bisher immer eine Grundangst hatte: nicht gut genug zu sein. Sie hindert mich daran, aus dem Herzen zu schreiben, blockiert mich von vornherein. In dem Moment, als ich sie erkannt und mir eingestanden habe, in meinem eigenen Flow-Rhythmus zu schreiben, lief die Sache gleich schon viel besser.

Ich weiß, dass ich diesen Punkt noch nicht vollständig „geheilt“ habe und dass ich ihm noch viele, viele Male in meinem Leben begegnen werde, aber er wird niemals mehr dieselbe Macht mehr auf mich ausüben, wie er es zu meinen dunkelsten Zeiten getan hat. Das ist vorbei. Wenn ich mich dabei erwische, wie ich denke, ich sei nicht gut genug, weiß ich inzwischen, dass das nur ein Gedanke ist – völlig bedeutungslos.

Und vielleicht muss ich auch nicht „gut genug“ sein. Für wen denn? Für mich bin ich das doch schon längst! Ich wurde gut genug geboren! Ich muss niemandem etwas beweisen, die Menschen, die mich lieben, kann ich nicht enttäuschen. Es wird Menschen da draußen geben – vielleicht gehörst du dazu -, denen mein Buch nicht gefallen wird. Das liegt daran, weil wir alle unterschiedlich sind. Und genau das ist wunderschön. Wir alle sprechen eine etwas andere Sprache, und genau deswegen ist es wichtig, dass Menschen Bücher und Blogs schreiben und Reden halten, selbst wenn dieselbe Sache bereits tausend Mal gesagt wurde. Aber sie wurde es nicht auf meine Art gesagt, sie wurde nicht auf deine Art geschrieben. Wir alle haben unterschiedliche Zugänge. Wenn jemand mit einem sehr ähnlichen Zugang wie ich mein Buch liest, wird er die Begeisterung, die darin steckt, spüren, jemand anderen wird es kalt lassen, dafür leuchten seine Augen bei einem anderen Werk.

4. Die Rohfassung ist erst der Anfang

Um überhaupt mit dem Schreiben voranzukommen, ohne mich von vornherein auszubremsen, musste ich mir immer wieder selbst sagen, dass das nur die Rohfassung ist. Damit habe ich meine innere Perfektionistin sehr gut in Schach halten können. Ist es nicht wundervoll, dass wir in einer Welt leben, in der wir nicht mehr ein komplettes Blatt abtippen oder sogar von Hand nochmal schreiben müssen, wenn uns etwas nicht ganz gefällt? Okay, vielleicht schreibt Eckhart Tolle seine Bücher aus einem Guss, aber mir erscheint das unmöglich. Bei mir schaltet sich dann sofort diese Stimme in meinem Kopf ein, die 100 Mal überlegen muss, bevor sie das nächste Wort schreibt. Wenn ich mich immer wieder sage, dass ich das alles noch sauber überarbeiten kann, hält sie die Klappe.

Ich während dem Schreiben meines Romans bereits gelernt, dass die Rohfassung nur die halbe Miete ist. Mindestens die Hälfte der Zeit, wenn nicht  noch mehr, habe ich mit der Überarbeitung und dem sorgfältigen Redigieren zugebracht. Auch wenn ich aus dem Herzen und der Liebe heraus schreibe, bedeutet das nicht, dass mein Herz nicht an einer bestimmten Stelle beim zweiten Durchlauf noch etwas Wichtiges einfügen will, oder dass ich erkenne, dass ein Abschnitt überhaupt nicht aus dem Herzen heraus geschrieben wurde und gelöscht werden muss.

Ich bin zufrieden mit meiner Rohfassung, aber wäre das bereits das fertige Buch, wäre ich keineswegs zufrieden damit. Ich weiß, dass es noch besser wird, dass ich dich noch besser ansprechen kann, dass ich noch deutlicher sagen kann, was mich bewegt. Wie bereits erwähnt: Das kann ich nur, wenn der Flow mich ruft. Und genau deswegen wird es noch seine Zeit brauchen, bis das Buch fertig ist. Es wird selbst dann nicht perfekt sein, aber dann kann ich sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt mein Bestes gegeben habe.

5. Ich kann nicht den ganzen Tag lang schreiben und muss das auch nicht tun

Als ich meinen Roman geschrieben habe, ging das ganz schnell, weil ich zu diesem Zeitpunkt keinen Job hatte und mehrere Stunden am Tag schreiben konnte. Jetzt habe ich einen Teilzeitjob und hätte theoretisch immer noch genügend Zeit, mehrere Stunden täglich zu schreiben. Das ist aber schlicht und einfach unmöglich. Und ich will damit nicht sagen, dass mein Job mich am Schreiben hindert, denn ich tue es ja trotzdem. Aber ich kann (und will) es nicht in derselben Intensität tun, wie ich es ohne Job getan habe.

Ich sitze über den halben Tag am Schreibtisch und wenn ich aufstehe, habe ich Hüftschmerzen und meine Augen sind müde. Ich bin nicht energielos, ganz und gar nicht. Oft bin ich davor und danach sogar voller Elan, aber der will sich dann nicht im Schreiben ausdrücken, sondern in Bewegung oder einer gegensätzlichen Beschäftigung. Ich will raus an die frische Luft, ich will Yoga machen, ich will kochen, eine gute Serie angucken. Ich kann schlichtweg nicht 10 Stunden am Tag dahocken und sehr ähnliche Tätigkeiten machen. Da werde ich richtig kirre. Und dann ist da nix vom Flow – und ohne Flow kein Buch. Deswegen hat Bewegung bei mir Priorität, wenn ich den Drang danach verspüre. Oft kann ich danach noch ein wenig am Buch schreiben, manchmal mag ich aber einfach nicht. Und das ist okay.

6. Das Bloggen macht mir (bisher) mehr Spaß

Ich habe auch gelernt, dass es wichtig war, dass ich mir ein „Blogverbot“ während der Schreibphase auferlegt habe, denn ein Buch zu schreiben ist etwas ganz anderes als einen Blogbeitrag zu verfassen. Blogbeiträge entstehen bei mir meist sehr spontan und aus dem Flow heraus. Ich denke nicht lange über sie nach, schnappe mir den Laptop – und los geht’s. Alle Beiträge der letzten Monate sind genau so entstanden, haben mir genau so am meisten Spaß gemacht und ich glaube, dass du von ihnen am allermeisten profitierst. Anders will ich nicht mehr bloggen.

Und genau dieses Spontane und Kreative funktioniert bei einem Buch leider nicht in der Art. Ich habe eine Gliederung, an die ich mich halten muss, eine logische Abfolge, die ich mir vorab überlegt habe. Habe ich über ein Thema ein Kapitel geschrieben, folgt das nächste. Wenn ich an diesem Tag etwas Wichtiges über die Meditation gelernt habe, aber gerade beim Kapitel Ernährung bin, flutscht es eben nicht so, als würde ich etwas über Meditation schreiben. Ich habe versucht, in den Themen je nach Flow zu springen, aber das hat nur dazu geführt, dass das Ding nicht „rund“ wurde. Ein Buch soll dich aber an die Hand nehmen und führen. Das ist okay und ich glaube, es ist mir halbwegs gelungen – genau das gilt es jetzt auch beim Überarbeiten sicherzustellen -, aber die spontane Kreativitätsentladung beim Bloggen macht mir einfach mehr Spaß. Und genau aus diesem Grund sehe ich es gerade überhaupt nicht, dass ich in naher Zukunft damit aufhöre.

7. Es ist alles nicht so wichtig und furchtbar ernst

Es geht hier um Liebe, so viel habe ich verstanden. Ein Buch muss mit Liebe geschrieben werden, aus der Liebe entstehen. Und nicht aus Zwang, aus Disziplin und Schwere. Ich bin mir sicher, dass viele Bücher genau daraus entstanden sind – aber ich würde meine eigenen Werte verraten, wenn ich so vorgehen würde. Und dann wäre ich dir ein denkbar schlechtes Vorbild und erst recht keine Inspiration. Im Flow zu sein bedeutet für mich, die Dinge leicht zu nehmen. Sie sind nicht so furchtbar wichtig und ernst, wie wir uns manchmal einreden.

Selbst wenn ich das Buch jetzt noch einfach aufgeben würde, würde ich dich vielleicht enttäuschen, aber – so what? Wäre das wirklich so ein Weltuntergang? Wem will ich hier etwas beweisen? Ich will Spaß an der Sache und ich will, dass genau diese Spaß als Funke zu dir überspringt. Das ist meine Motivation – nicht, das Ding so schnell wie möglich rauszuhauen und zu verkaufen. Nein, ehrlich gesagt interessiert mich sowas überhaupt nicht mehr. Und das ist so unglaublich befreiend! Die Dinge können leicht sein, sie können Spaß machen – und ich bin der festen Überzeugung, dass daraus das Beste entsteht, was wir erschaffen können!

Wie siehst du das? Findest du auch, dass das Beste aus der Freude heraus entsteht oder bist du eher der Typ Mensch, der Disziplin bevorzugt? Ich freue mich über deine Meinung in den Kommentaren oder per E-Mail! 

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15 Kommentare

  1. Hey Anna, wie schön, dass du zurück bist. Bei mir ist es genauso. Wenn ich energielos bin und mich an den Laptop zwinge, kommt in der Regel nicht viel Gutes dabei rum. Manchmal löst sich aber auch etwas beim Schreiben und nach einer Weile bin ich im Flow. Wie schaffst du es dich so unabhängig von Erwartungen und äußerem Erfolg zu machen? Ich falle ja immer noch von Zeit zu Zeit aus diesem Modus raus ;).

    • Hallo lieber Paul,
      stimmt, manchmal löst sich was beim Schreiben, aber wenn das so ist, hab ich das ganz vage auch schon vorher im Gefühl und dann setze ich mich dran, obwohl ich momentan noch nicht viel Lust habe. Aber ich weiß dann schon vorher, dass sie kommen wird. 😉
      Ich falle auch noch oft genug rein und will Erwartungen entsprechen. Das Einzige, was hilft: Übung, Übung, Übung. Und ganz viel Bewusstsein. Während ich morgens auf meiner Yogamatte bin und meditiere oder auch beim Spazierengehen oder schreiben, reflektiere ich ganz bewusst, wo ich mich im Leben befinde und wessen Erwartungen ich entspreche. Irgendwann wird das zu einer Selbstverständlichkeit, sodass ich meist schon in Situationen, in denen ich die Erwartungen anderer erfüllen will, das merke und innehalte. Man muss das aber wirklich wollen und ganz bewusst und kritisch mit seinen eigenen Gedanken und Verhaltensweisen umgehen.
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  2. Pingback: Ich bin wieder da - Adios Angst - Bonjour Leben

  3. Liebe Anna,

    wieder so ein wunderbarer Artikel. Du bringst die Dinge so beseelt auf den Punkt, dass ich voller Bewunderung im tiefsten Innern immer wieder vor Freude hüpfe.

    Wer regelmäßig meditiert kann gar nicht anders. Er spürt diese warme Decke, die sich um ihn legt, während er der Stille zugewandt ist. Hier sind wir dann irgendwann an einem Punkt, wo sich die reine Liebe über uns ergießt. Ich finde deine Worte so treffend:


    …die Liebe bricht über mich hinweg wie ein Welle.

    Wie ein großartiges Wunder können wir dann gar nicht mehr anders, als diese Liebe dann in möglichst vielen Situationen des Lebens zu suchen und weiter zu geben. Einfach unglaublich dieses Gefühl der Geborgenheit und inneren Führung. Bewahre dir dieses Geschenk. Es führt dich zu echter, primärer Größe. Werde immer mehr du selbst und teile deine Liebe mit denen, die dieses Geschenk annehmen. Das ist wahrer Reichtum.

    Auch folgender Abschnitt von dir ist wieder genau so treffend wie umwerfend:

    Und vielleicht muss ich auch nicht „gut genug“ sein. Für wen denn? Für mich bin ich das doch schon längst! Ich wurde gut genug geboren! Ich muss niemandem etwas beweisen, die Menschen, die mich lieben, kann ich nicht enttäuschen.

    Ich hoffe, dass du viele Menschen mit deinem Buch glücklich machst. Mich macht jeder Blog-Artikel von dir glücklich und manchmal berührt mich die Klarheit deiner Worte so sehr, dass ich sogar Tränen in den Augen habe. Es ist so schön, dass du dieses Talent hast und es nutzt, um dir und anderen damit magische Momente zu schenken.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Freude beim Schreiben deines Buches und freue mich schon sehr darauf.

    Herzliche Grüße
    Michael

    • Lieber Michael,
      wow, vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Er zeigt mir, dass ich wirklich auf dem richtigen Weg bin und Menschen berühren kann, wenn ich nur aus dem Herzen heraus schreibe. (Und bin das dann noch ich, die die anderen berührt, oder nur etwas, das durch mich hindurchfließen kann, wenn ich zur Seite trete? ;-)) Genauso will ich damit weitermachen! Danke dir für dein Feedback und die lieben Worte!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  4. Liebe Anna,

    wieder bringst du die Dinge auf den Punkt. Und erneut so wunderbar und klar, dass mein Herz vor Freude hüpft:


    ..die Liebe bricht über mich hinweg wie eine Welle…

    Eine wärmende Decke, die sich um uns legt und uns das erfahren lässt, was sich doch so schwer in Worte fassen lässt. Aber du schaffst es immer wieder, diesen Gefühlen kraftvoll Ausdruck zu verleihen. Ich bin von deinen Worten manchmal so überwältigt, dass mir einfach vor Dankbarkeit die Tränen kommen, weil ich diese Zeilen von dir lesen darf. Wie schön zu sehen, wenn ein Mensch (allen Ängsten zum Trotz) immer mehr zu dem wird, der er sein möchte und die dabei empfundene Liebe mit den Menschen teilt, die dieses wunderbare Geschenk hoffentlich annehmen. Das ist echte, primäre Größe und wahrhaftiger Reichtum.


    Und vielleicht muss ich auch nicht „gut genug“ sein. Für wen denn? Für mich bin ich das doch schon längst! Ich wurde gut genug geboren! Ich muss niemandem etwas beweisen, die Menschen, die mich lieben, kann ich nicht enttäuschen.

    Du bist so einzigartig und hast diese wundervolle Begabung, die Liebe in Worte fassen zu können. Ich freue mich für dich und auf dein Buch…

    Herzliche Grüße
    Michael

    P.S.: Bitte hör dir noch an, wie John-Boy (Die Waltons) das Buchstabenwunder umschreibt.
    https://drive.google.com/open?id=0B6oIt_XkgJ58QjlFOF8tekVIYUU (Datei bis 1.3.2017 abrufbar)

    • Lieber Michael,
      dein anderer Kommentar kam an, ich hatte ihn nur noch nicht freigeschaltet, entschuldige. Aber vielen Dank dir für den Link, ich werde mal reinschauen.
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  5. Sorry, ich dachte, dass der vorherige Kommentar nicht angekommen ist. Aber doppelt hält ja bekanntlich auch besser 😉

  6. Ja, sehr schön liebe Anna, wieder von Dir zu lesen.

    Zuerst einmal Anna, glaube ich, dass es sehr sehr gut war, Dir Zeit zu lassen für Dein Buch. Schon der Volksmund meint: „Gut Ding braucht Weile.“ Und ein schöner Spaziergang kann für ein kreatives Projekt ein sehr wesentlicher Bestandteil sein. Lass Dir weiterhin die Zeit, die Dein Buch braucht, um gut zu werden. Gut – nicht perfekt.

    Ich freu mich schon sehr auf Dein Werk.

    Ja, Flow vs. Disziplin … auch ein großes Thema für mich. Doch ich glaube, dass Disziplin gar nicht den Flow verhindern will. Sie ist mehr der Takt, in dem der Fluss plätschern will.

    Ich denke dass uns ein gewisser Rhythmus, eine Struktur in unserem Leben schon ein wenig helfen kann.

    Letzte Woche kamen mir die 5 Elemente aus dem Chinesischen Taoismus in den Sinn. Ich habe festgestellt wie ich in der Musik das Zusammenspiel dieser Elemente sehr gut beobachten kann. Der durchsetzungsstarke Solist, die auflodernden ausschmückenden Melodien und Beckenschläge, die Grundharmonien die das Stück tragen und einbetten, der Rhythmus der dem Stück eine Struktur verleit, und Passagen die leise und ruhig wieder nach innen und zur Ruhe führen …

    Ja, und wenn ich an mich denke, dann falle ich doch sehr oft aus meinem Rhythmus. Doch in einem lockeren Takt eingebettet fühle ich mich wohler. Und – ein gutes Schlagzeug macht auch mal eine Pause, schlägt einen Zwischentakt und macht einen Rhythmuswechsel. Doch der Rhythmus erschafft uns innere Ruhe.

    Innere Ruhe erschafft Durchsetzungstkraft. Auf- und Durchbruch erschaffen die Begeisterung und die Freude, aus dieser heraus können wir uns einen guten Nährboden (Job, Schreiben, Beziehung, Freunde, Hobbies, Schlaf …) erschaffen. Bringen wir Diese nun in eine gewisse Ordnung, erschaffen wir uns so unseren ureigenen Takt, der uns wiederum eine innere Ruhe verschafft.

    Auch können sich die 5 Elemente gegenseitig kontrollieren: Mit Meditation können wir zu stark auflodernden Enthusiasmus der uns zu verbrennen droht, etwas abkühlen. In dem wir uns um unserem Nährboden (Arbeit, Freunde etc…) kümmern, können wir, falls wir zu sehr in Meditation und Co hängen bleiben, wieder in den Aufbruch gelangen. ….
    Ich glaube dass wir den Flow, als Tanz dieser 5 Elemente sehen können. Wir fühlen, wann es Zeit ist für einen Juhuschrei, oder für Meditation.

    Sch… das klingt staubtrocken. Mit der Musik kann ich dies viel leichter und fühlbarer erklären.

    Ja, dies ist mein momentanes Projekt. Interaktiv – offline. Schon der Gedanke daran erfüllt mich mit Leben und Energie. Fast habe ich ein wenig Angst davor, aber da muss ich eben durch.

    Oh, jetzt ist es ein wenig lang geworden.

    Alles Liebe, Frohe, Schöne und Erfüllende,

    Martin

    • Hallo liebe Martin,
      dein Kommentar ist überhaupt nicht staubtrocken, im Gegenteil: Ich fühle die Musik darin! Ich war erst letztens auf einem wundervollen Konzert, und daran musste ich jetzt denken. Du hast sehr recht mit den unterschiedlichen Elementen – alles ist ein Tanz der Banance, der ein harmonisches Miteinander sowohl in der Musik als auch im Leben erzeugt. Disziplin als Wort finde ich immer noch furchtbar, das hat für mich etwas unglaublich Strenges, vielleicht kann man hier „Regelmäßigkeit“ verwenden? Ja, etwas das den Rhythmus vorgibt, brauchen wir alle. Aber das fühlt sich für mich völlig natürlich und nicht von außen auferlegt an.
      Ich wünsche dir alles Wundervolle mit deinem Projekt und in deinem Leben!
      Anna

  7. Hallo Anna,
    danke für diesen „flüssigen“ Artikel! 🙂
    Genau diese Themen sind gerade auch meine. Krasser „Zufall“. 😉
    Liebe Grüße
    Joshua

  8. Hallo Anna,
    ich finde nichts verwerfliches daran einen Blogeintrag zu schreiben lieber zu mögen als ein Buch zu schreiben. Vielleicht solltest du auch diese Unterscheidung gar nicht machen, du bringst zwar was zu Papier, aber möglicherweise ist die Intention eine völlig andere. Zum Beispiel könnte es ja sein, dass du den Blog eher dazu nutzt, um Dinge für dich klar zu kriegen oder etwas zu verarbeiten und auch noch davon überzeugt bist, dass für andere deine Gedanken auch hilfreich sein könnten. Ich habe zwar keinen Blog, aber führe seit einigen Jahren ein Journal und manchmal müssen die Dinge einfach auf Papier, weil mein Kopf nicht in der Lage ist alles von vorne bis hinten und am besten in Reihenfolge zu bedenken. John Green sagte einmal „writing is crucial for my mental health“ und das fasst es für mich ziehmlich gut zusammen. Die Intention eines Buches ist wahrscheinlich viel klarer, nämlich primär vor allem den Leser zu erreichen und ihm etwas mit auf den Weg zu geben. Also mach dir nicht so viele Gedanken ob Blog oder Buch und was mehr Spaß bereitet, ich werde deine Einträge auch weiterhin lesen und bin auch gespannt auf dein Buch. Und Letzteres wird sich bestimmt noch viel besser anfühlen, wenn du es fertig gestellt hast, Resonanz bekommst und auf die vielen Dinge die du dabei gelernt hast zurückblickst.
    Zum Perfektionismus will ich noch sagen, dass dieser auch für mich auch ein besonderes Thema ist und dieser mich ebenfalls plagt, aber man kann ihn auch etwas positiver sehen als eigentlich immer bisher dargestellt. Denn dieser dient uns ja immer wieder als Triebfeder und lässt uns wachsen. Pedanterie dagegen, also übertriebene Genauigkeit, ist viel treffender. Wenn einem das klar wird kann man den Perfektionismus besser annehmen und kann besser dort ansetzen wo es eigentlich gerade wirklich hakt und dort kann man dann auch mal fünfe gerade sein lassen. Denn die Kleinigkeiten an denen wir uns manchmal aufhalten sind i.d.R. unwichtig.
    Liebe Grüße

    • Hallo lieber Michael,
      vielen Dank für das tolle Zitat von John Green, das trifft voll auf mich zu. Du hast völlig recht, was die beiden unterschiedlichen Herangehensweisen – Blog und Buch – angeht. Vielleicht tue ich mich dem Buch auch ein wenig schwerer, weil den Eindruck habe, dass ICH doch diejenige bin, die lerne. Wie soll ich dann anderen ganz gezielt etwas mit den Weg geben? Im Blog bin ich jetzt mehr und mehr dazu übergegangen über meine Lernfortschritte zu schreiben und sie dadurch zu ordnen, wie du so schön sagst. Und auch das mit dem Perfektionismus finde ich gut. Ich denke, ich habe ihn ganz gut im Griff und er rutscht nicht in Richtung Pedanterie. 😉
      Ganz liebe Grüße
      Anna

      • Ich bin mir nicht sicher ob ich dich richtig verstehe, aber dennoch.

        Ich glaube viele, wahrscheinlich nahezu alle Autoren schreiben doch, weil sie versuchen die Welt besser zu verstehen, also eine Erkenntnis zu erlangen. Doch bis dorthin kann es ein langer Weg sein, von Rohfassung zu Rohfassung bis schlussendlich etwas dabei herauskommt, dass so etwas wie Erkenntnis zum Ausdruck bringt.

        Ich merke allerdings gerade selber, dass eine zielgerichtete Herangehensweise gar nicht immer möglich ist, gerade wenn es sich nicht um Belletristik handelt. Schließlich kann das Schreiben ja auch ein sich verselbstständigender Prozess sein, der uns zu einer anderen Erkenntnis bringt als die die wir angenommen hatten.
        „Ein Ziel ist nicht immer zum Erreichen da, oft dient es nur zum richtigen Zielen“ (Bruce Lee).

        Vertrau dir 🙂

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