Warum du deine Komfortzone nicht verlassen solltest

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Ja, du hast richtig gelesen. Ich bin absolut kein Fan dieser „Life begins at the end of your comfort zone“-Bilder, die sich gerade viral sowohl auf Facebook als auch auf sämtlichen Pinnwänden verbreiten.

Ich muss zugeben, ich habe erst letztens ein ebensolches Bildchen von meiner eigenen Wand gerissen. Denn ich habe etwas kapiert. Dieses ganze „Verlass deine Komfortzone“-Zeug frustriert mehr als dass es etwas bewirkt. Wir fühlen uns einfach nicht so wie die tollen Helden, die das empfehlen. Wir brauchen erst gar nicht damit anfangen, denn wir packen das sowieso nicht.

Schauen wir uns mal das Konzept der Komfortzone genauer an. Vielleicht kennst du Bildchen wie dieses hier:

Comfort Zone1

Was sagt es uns? Dass wir uns innerhalb einer Komfortzone befinden und darin keine Chance darauf haben, jemals etwas Großartiges oder gar Magisches zu erleben. Niemals. Solange man da drin ist, ist alles öde, nichtmagisch und sterbenslangweilig. Du bist ein Zombie, der mit geschlossenen Augen durch die Welt wandert und wirst erst zum wertvollen Mensch, wenn du deine Komfortzone endlich verlässt!

Mööp. Na toll.

Ist das Unglück beim Nichtverlassen der Komfortzone wirklich vorprogrammiert?

Es gibt Menschen, die schaffen es tatsächlich, sich absichtlich in Situationen zu begeben, die sich weit außerhalb der eigenen Komfortzone befinden, die das Abenteuer lieben und den Nervenkitzel suchen. Dass diese Menschen dabei Erstaunliches erleben und viel lernen, will ich in keinster Weise anzweifeln. Aber mal ganz ehrlich? Wie viele machen das tatsächlich? Und wie viele fühlen sich von den ganzen „Comfort-Zone-Crushern“ nur noch mehr in ihrer eigenen Mittelmäßigkeit bestätigt? Für die Abenteuer-Typen mag das Ganze ja wunderbar sein. Aber ich gehöre nicht zu ihnen. Und du vielleicht auch nicht. Und das ist auch überhaupt nicht schlimm. Denn wie ich dir gleich zeigen werde, kann man auch ohne den großen Sprung aus der Komfortzone jede Menge „Magic“ erleben!

Noch vor ein paar Monaten war ich jedoch überzeugt davon, dass das Verlassen der Komfortzone die einzige Möglichkeit darstellt, aus einem mittelmäßigen Leben ein besonderes zu machen. Aber ein Erlebnis hat mich eines Besseren belehrt:

Ich bin vor Kurzem in die Teenie-Zeit abgetaucht und habe das Konzert meiner derzeitigen Lieblingsband besucht. Dass es großartig war, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. 😉 Im Anschluss daran war das Highlight natürlich die Autogrammstunde, die ich dazu nutzen wollte, mich mal so richtig bei jedem einzelnen Bandmitglied für die geniale Musik und das wundervolle Konzert zu bedanken. Das tat ich auch in aller Ausführlichkeit. Natürlich war ich davor ein wenig aufgeregt, aber die Freude überwog bei Weitem.

Das Gespräch war noch großartiger als ich es mir vorgestellt hatte und ich bin mit einem breiten Grinsen nach Hause gefahren – und einem wundervollen Erlebnis, das mir für immer im Gedächtnis bleiben wird. Aber halt – ich habe meine Komfortzone ja gar nicht verlassen! Laut dem Bildchen oben dürfte ich das aber nicht erlebt haben, denn solche Dinge erlebt man nur außerhalb der Komfortzone! Wie kann es dann so großartig gewesen sein? Schlagartig ist mir bewusst geworden, dass es für mich früher eine große Überwindung gewesen wäre, so locker-flockig mit „Stars“ zu quatschen. Vermutlich hätte ich kaum ein Wort herausbekommen. Die Tatsache, dass es jetzt anders war, machte mich richtig happy!

Was war passiert?

Ganz einfach: Meine Komfortzone hatte sich vergrößert. Nehmen wir an, ich hätte vor 10 Jahren das Ziel gehabt, mit der Band zu quatschen. Dann hätte das Ganze so ausgesehen:

Comfort Zone2

Ich hätte das Ziel nur erreicht, wenn ich über den Graben von meiner Komfortzone zur magischen Zone gesprungen wäre. Da die meisten Menschen davor zurückschrecken (es ist ein verdammt tiefer und gefährlicher Graben – zumindest in unserer Vorstellung), verlieren sie oft ihr Ziel aus den Augen und geben auf, es jemals erreichen zu können. Sie sind frustriert.

Doch das ist nicht der einzige Weg. Ich habe einfach ein paar Jährchen gewartet, bis mein Selbstbewusstsein und somit auch meine Komfortzone gewachsen sind. Und – schwupps –  mein einstiges Problem erledigte sich plötzlich von alleine:

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Du siehst: Das Verlassen der Komfortzone ist nicht – wie so oft dargestellt – der einzige Weg, um seine Ziele und Träume zu erreichen! Schritt für Schritt lässt sich ebenso alles erreichen. Nicht jeder Mensch ist dazu geboren, mit Pauken und Trompeten in 7 Tagen zum „Erfolg“ zu fliegen. Bei  manchen dauert es 7 Jahre. Oder 70. Und ich denke, das hat seinen Grund, denn in all dieser Zeit lernst du dich selbst kennen. Du lernst, auf deine Intuition zu vertrauen und kleine Schritte auf dein Ziel zuzumachen. Und das alles ist unglaublich wichtig.

Ich bin der Meinung, dass diejenigen, die ständig behaupten, dass man aus seiner Komfortzone herausspringen soll, bereits ein sehr gut entwickeltes Selbstbewusstsein haben. Sonst würden sie auf solche Gedanken nämlich überhaupt nicht kommen. Falls dein Selbstbewusstsein gerade noch im Aufbau ist – lass dir Zeit dabei! Es ist für dich jetzt das Wichtigste. Ärgere dich nicht darüber, dass du eine Möglichkeit, die Komfortzone zu verlassen, schon wieder nicht ergriffen hast. Die Zeit war noch nicht reif dafür.

Vergrößere deine Komfortzone einfach!

Wenn ich sage, dass man auch Schritt für Schritt an sein Ziel kommt, ist das jedoch kein Freifahrtschein, vollkommen in Passivität zu versinken und sich nur noch vom Fernseher berieseln zu lassen. Aber wenn du das wölltest, wärst du vermutlich nicht hier. 😉 Ich denke, du willst nach vorne. Vielleicht bist du dir noch nicht sicher, wohin, aber dir ist klar, dass du nicht da bleiben willst, wo du dich momentan befindest. Und das wirst du auch nicht, wenn du deinen Blick auf das wirklich Wichtige richtest:

Folge dem Kribbeln. Tue häufig das, was dir Freude bereitet. Gehe liebevoll mit dir selbst um. Höre genau auf deine Intuition. Setze dich selbst zur obersten Priorität. Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben.

Und dann wird deine Komfortzone wachsen. Vielleicht wirst du – wie ich – Rückschläge erleben und frustriert sein. Aber du wirst ebenso erleben, wie dir plötzlich Dinge, die dir zuvor als unmöglich erschienen, leicht fallen. Du wirst merken, dass du dich nach vorne bewegst.

Entdecke die Wunder in deiner Komfortzone!

Übrigens: Wer sagt denn, dass dieses Magic unbedingt etwas Riesiges, Gigantisches, alles Verschlingendes sein muss? Ich beobachte die Magie meist in den kleinen Dingen: Der Sonne, die gerade jetzt auf mein Gesicht scheint; dem wundervollen Song, den ich höre; dem Lächeln eines Fremden. All das, was wir nicht wahrnehmen, wenn wir uns zu sehr darauf fixieren, aus unserer Komfortzone zu springen. Diese Dinge passieren in der Komfortzone und sie sind ebenso wertvoll – wenn nicht noch wertvoller – als die großen Erlebnisse. Wir können durch die kleinen Dinge des Alltags ebenso viel lernen, uns ebenso weiterentwickeln und wachsen. Alles, was es braucht ist Aufmerksamkeit und Dankbarkeit.

Du siehst: Nur wenn man innerhalb seiner Komfortzone bleibt, bedeutet das nicht, dass man faul ist und gar nichts tut. Man kann sehr wohl in seiner Komfortzone agieren, sie ausweiten und seine Grenzen bestimmen. Man kann sich Schritt für Schritt seinen Zielen nähern, die (noch) außerhalb der Komfortzone liegen. In der Komfortzone zu bleiben bedeutet nicht, dass man stagniert oder sich gar zurückentwickelt. Es bedeutet vielleicht nur, dass man ein wenig langsamer und bedachter vorgeht. Und das hat bisher nur Wenigen geschadet.

Also, wenn dir das nächste Mal jemand erzählst, dass du gefälligst deine Komfortzone verlassen solltest, dann streck ihm doch einfach die Zunge raus und bleibe darin! Es gibt auch in ihr jede Menge Wunderbares zu entdecken! 😉

Wie siehst du das mit der Komfortzone? Springst du aus ihr heraus, bleibst du in ihr oder dehnst du sie langsam aus?

 

Kennst du schon diese Artikel von mir?
Die Magie der Dankbarkeit
Vom etwas anderen Umgang mit Ängsten
Folge dem Kribbeln!

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53 Kommentare

  1. Hallo Anna,

    ich liebe diesen Beitrag von dir. Es scheint gerade so, als es eine „Komfortzone-Verlassen-Rennen“ gibt 🙂 und beschreibst es so herrlich, dass es innerhalb der Komfortzone auch einiges zu entdecken gibt, und versagt, dass diese Dinge nicht spannend genug sind?

    Sicher müssen wir sie manchmal verlassen, aber das ist nicht das Allheilmittel. Deine Version gefällt mir persönlich besser. 😉

    Herzliche Grüße und schön dich entdeckt zu haben
    Afschin (von 3 Strassen weiter ;-))

    • Freut mich riesig, dass dir mein Beitrag so gut gefällt, lieber Afschin! Du hast vollkommen recht – es ist zur Zeit tatsächlich wie ein Rennen. Und keiner weiß so recht wohin. Im Prinzip ist das dann auch nichts anderes wie eine Art Hamsterrad. Nur eben draußen anstatt im Büro.

      Ebenso herzliche Grüße nach 3 Straßen weiter! 😀
      Anna

  2. Hallo Anna,

    eine interessante und neue Perspektive auf dieses doch sehr breitgetretene Thema. Ich schlage eine Synthese der hier besprochenen Ansätze vor:

    – um eine neue Art von Fehlern und Erfahrungen zu machen, musst du deine Komfortzone verlassen (muss ja nicht weit außerhalb deiner Komfortzone sein)
    – dadurch setzt du dich neuen Einflüssen aus, die dein Denken verändern und dein Selbstvertrauen aufbauen
    – schlussendlich erweitert sich deine Komfortzone auf die neu ausprobierten Erfahrungen

    Ich habe solche Erfahrungen hier in Chile gemacht beim Exosphere Boot Camp (http://exosphe.re/bootcamp) und diese in meinem Post über das Ablegen von alten Gewohnheiten und Mindsets auf Scribe geschrieben (wescribe.co/t/walking-on-sand-instead-of-egg-shells).

    Ich freue mich, wenn du mich auf Facebook hinzufügst (http://facebook.de/bierlingm). Ich würde gerne ein Interview mit dir führen oder einfach sich ein bisschen austauschen.

    Beste Grüße,
    Moritz

    • Hallo Moritz,

      natürlich lässt sich ein Verlassen der Komfortzone im Leben nicht vermeiden. Ich möchte aber bewusst dafür appellieren, dass es NICHT der einzige Weg ist, um vorwärts zu kommen und Neues zu lernen. Das Lustige ist, wenn man sein Selbstbewusstsein aufgebaut hat, macht einem das Verlassen auch nicht mehr so viel Stress wie vorher. Dann kann man sehr gut das von dir beschriebene Schema anwenden.
      Die Seite klingt ziemlich interessant, die werde ich mir mal noch genauer anschauen.
      Habe dich eben hinzugefügt. 😉

      Alles Liebe
      Anna

  3. Liebe Anna,

    ich finde total spannend, was du hier geschrieben hast! Und ich bin total überrascht: ich stimme dir total zu!

    Klar … Moritz mag recht haben … außerhalb der Komfortzone warten sicherlich auch einige Abenteuer … sicher sehr viele.

    Doch ich selbst habe doch das Ruder meines Lebens – so lange ich es in der Hand halten darf – so unter Kontrolle, dass ich auch ein wenig mitentscheiden darf.

    Immerhin passiert es auch ohne aktives zutun oft genug, dass uns Kamerad Schicksal sowas von aus der Komfortzone schleudert, dass man eh genug rudern darf um wieder einen graden Blick zu bekommen.

    Danke!
    ~Tabea

    • Liebe Tabea,
      ich finde das, was du über das Schicksal schreibst, sehr spannend! Das stimmt tatsächlich, dass man da manchmal aus der Komfortzone „herausgeschleudert“ wird. Und das ist auch gut so! Und mir genügt das in meiner aktuellen Situation vollkommen ohne dass ich ein großes Bedürfnis verspüre, mich selbst herauszuschleudern. 😉

  4. Hey Anna,

    dass ich deinen Blog ziemlich abfeier, weißt du ja. Was diesen Artikel angeht, bin ich allerdings anderer Meinung.

    Das Verlassen der Komfortzone stellst du hier als etwas Überwältigendes und vor allem Überforderndes dar, aber das muss es ja gar nicht sein. Jeder noch so kleine Schritt, der von einer Routine in deinem Leben abweicht, ist ein kleiner Schritt heraus aus dieser Wohlfühlzone.

    Dein Bsp. mit dem Smalltalk mit den „Stars“ sagt doch nur folgendes aus: du hast dich im Laufe der Jahre weiterentwickelt, bist selbstbewusster geworden (und das bestimmt nicht dadurch, dass du schüchtern zuhause rumhocktest, nehme ich an, sondern dadurch, dass du dir im Laufe der Jahre immer mehr zugetraut hast und dir dieses Selbstvertrauen erarbeitet hast – durch kontinuierliches Übertreten der Komfortzone.)

    Jeder hat sein Tempo, das ist vollkommen okay.

    Ich muss sagen, ich finde dieses SichselbstinskalteWasserschmeißen ist so ein krasser euphorisierender Nervenkitzel, der dir in dem Moment einfach ein Lächeln ins Gesicht zaubert, das ist die temporäre Überforderung meistens durchaus wert und im Nachhinein nur halb so schlimm.

    Hier nochmal meine Ausführungen zu dem mehr als spannenden, wenn auch vielbehandelten Thema 😉 :

    http://generationmehr.de/komfortzone-erweitern-wie-du-deine-eigenen-grenzen-sprengst/

    Schöne Grüße nach Schwäbisch Hall und keep up the good work!

    Hendrik

    • Hey Hendrik!
      Finde ich echt gut, dass du anderer Meinung bist! Sonst wär’s ja langweilig! 😉
      Du scheinst die Komfortzone ein wenig anders zu betrachten als ich, doch so grundverschieden ist das gar nicht. Du siehst kleine Schritte als „Kleine Schritte aus der Komfortzone“ und ich seh sie als „Kleine Schritte am Rand der Komfortzone“, aber im Grunde ist das sehr ähnlich. Was ich kritisiere, ist, dass viele der Meinung sind, dass man sich ausschließlich durch diese Riesensprünge entwickeln kann – und das stimmt meiner Ansicht nach einfach nicht.
      Ich find’s auch super, dass du auf den Nervenkitzel stehst – solche Menschen finde ich sehr spannend. Ich bin (noch) nicht so weit, bzw. ist das auch nicht mein Ziel. Vielleicht finde ich auch eines Tages Gefallen daran, vielleicht nicht. Wir werden sehen, was das Leben noch so bringt! 🙂
      Anna

  5. Vielen Dank, liebe Anna, für diesen sehr wohltuenden Beitrag!

    Es kann so großartig sein, den Reichtum des Lebens innerhalb der eigenen Komfortzone zu entdecken. Und umgekehrt möchte ich nicht wissen, wie oft das Leben verpasst wird bei dem Versuch im Sinne eines „höher, schneller, weiter“ die eigene Komfortzone immer wieder zu verlassen.

    • Danke DIR, lieber Oliver, für die netten Worte! Das ist wirklich interessant, es andersrum zu sehen. Normalerweise heißt es ja, man verpasst so viel, wenn man die Komfortzone nicht verlässt. Aber wenn man ständig danach strebt, sie zu verlassen, verpasst man vielleicht die wundervollen, kleinen Momente in der Komfortzone. Eine wundervolle Ergänzung! 🙂

  6. Hallo Anna,

    ich bin heute zum ersten Mal hier und Dein Beitrag gefällt mir wirklich sehr gut.

    Denn:
    Mich haben letztes Jahr immer wieder „Freundinnen“ versucht dazu zu bringen, meine Komfortzone schnell zu verlassen, da ich ihrer Meinung nach die Welt nicht entdecken möchte und mich auf nichts einlasse.

    Eine Freundin meinte zu mir, dass man einfach bei allen Dingen, vorallem die, die man nicht machen möchte, „Augen zu und durch“ sagen muss. Man muss alles machen und darf nicht „Nein“ sagen.

    Sie macht es so und ich stelle immer mehr fest, wie unglücklich sie ist. Versucht es jedem Recht zu machen und entdeckt die kleinen Wunder der Welt überhaupt nicht mehr. Nur Action ist das, was zählt.

    Ich entdecke die Welt auf meine Art und finde dabei so wundervolle Dinge jeden Tag, dass es mich schon fast überschwemmt.

    Ich finde, dass man zu bestimmten Zeiten seine Komfortzone verlassen sollte, aber dabei nicht sich selbst vergessen darf.

    Lieber Gruß
    Nuriyya 🙂

    • Hallo liebe Nuriyya,
      freut mich sehr, dass du hierher gefunden hast und dass dir mein Beitrag so gut gefällt! 🙂
      Das ist wirklich interessant, dass deine Freundin unglücklich ist. Kann es sein, dass sie ständig das Gefühl hat, etwas zu verpassen? Das kenne ich selbst nur allzu gut, deswegen war es für mich selbst auch befreiend, diesen Artikel zu schreiben und es mir selbst zu erlauben, auch in der Komfortzone zu bleiben und dort nach Schönem zu suchen! So wie du es schreibst – mich überschwemmen die kleinen Dinge auch oft, und das genieße ich ganz bewusst. Heute früh habe ich z.B. ganz bewusst die Stille genossen; ich bin einfach nur dagesessen und habe aus dem Fenster geschaut. Und ich war total glücklich dabei!
      Dein letzter Satz ist ein wunderschönes Fazit: Man kann/sollte die Komfortzone ab und an mal verlassen, darf sich selbst aber nicht vergessen. Das hätte ich nicht besser sagen können. 🙂
      Alles Liebe dir!
      Anna

  7. Hallo Anna,

    vielen Dank für deinen Artikel, der ist richtig klasse. Viele suchen das Abenteuer im Außen und wünschen sich in ihrer Komfortzone zu landen. Doch wo landen sie? In der Fremdbestimmung und Abhängigkeit. Ist das erstrebenswert.

    Wobei für mich das wichtigste Abenteuer ist seine Komfortzone zu erkunden. Denn dort findest Du deine wahren Schätze. So rufe ich auf: Erkunde deine Komfortzone und hebe deine eigenen Schätze aus der Unwissenheit ins Licht.

    Mit Freude und Respekt
    Ulrich Teichert
    Ich helfe Dir deine Ziele endlich anzugehen

    • Lieber Ulrich,
      das mit der Fremdbestimmung muss natürlich beim Sprung aus der Komfortzone nicht sein, aber ist tatsächlich häufig der Fall, wenn ich so darüber nachdenke. Und leider wird dann oft nicht reflektiert, wo man letztendlich gelandet ist und ob das wirklich gut für einen ist. Da hast du etwas Wichtiges angesprochen, danke dir! 🙂
      Anna

  8. Hallo Anna,

    wirklich interessantes Thema. In den anderen Kommentaren ist ja auch deutlich zu erkennen, das jeder unter Komfortzone etwas anderes versteht und das jeder sehr unterschiedlich reagiert, wenn es darum geht diese verlassen zu sollen. Ich denke, der Punkt ist der, möchte ich MEINE Komfortzone verlassen oder fühle ich mich wohler, wenn ich es nicht tue. Zum Glück sind wir da alle sehr individuell. Die einen bleiben lieber drin und die anderen möchten sie verlassen. Etwas anderes tuen ,ohne immer zu wissen was passiert wenn sie sie verlassen, kann auch sehr spannend sein.
    Ich bin der Meinung, dass wenn von „verlasse deine Komfortzone “ die Rede ist, dann sollen auch nur die angesprochen werden, die das auch möchten. Die die sich über den kleinen Schups aus ihrer Komfortzone freuen und davon profitieren. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das kann wirklich eine tolle Sache sein.

    Aber schlussendlich stellt sich auch die Frage, wie definiere ich für mich selber Komfortzone ? Verlasse ich sie tatsächlich, oder wie andere hier schon geschrieben haben, vergrößere ich sie eher.
    Wirklich tolles Thema 🙂

    Liebe Grüße
    Daniela Strube

  9. Hallo Daniela,

    ich finde es auch spannend, dass darunter jeder etwas anderes versteht. Mir ist es schwer gefallen, mich von diesem „Verlasse-die-Komfortzone-Hype“ nicht anstecken zu lassen. Es ist nicht immer so einfach, sich „nicht angesprochen zu fühlen“. 😉
    Mir war wichtig, darzustellen, dass das Verlassen der Komfortzone nicht der einzige Weg ist und dass man sich nicht schlecht zu fühlen braucht, wenn man sich mal dagegen entscheidet. Denn mir ging es so, dass ich mich als Versagerin gefühlt habe, weil ich das nicht so oft mache, wie wohl manch andere.
    Aber wie du sagst: Das ist bei jedem unterschiedlich und man entwickelt sich auch weiter und wird dann vielleicht vom Kormfortzonen-Erweiterer zum Kofortzonen-Sprenger. Das ist ja das Spannende! 🙂

    Liebe Grüße
    Anna

  10. Hallo Anna,

    klasse Beitrag! Ich finde es toll, wie du den Focus auf die Erweiterung der Comfortzone legst. Darin liegt der echte Schlüssel. Denn, die Comfortzone sind wir! Unser Sein und unsere Seele. Wenn wir die verlassen, verlassen wir uns wohl selbst. Wenn wir sie erweitern, erweitern wir uns. Danke für diesen Beitrag!

    Liebe Grüße, Christian

    • Hallo Christian,
      freut mich, dass dich mein Beitrag anspricht! Dass wir uns selbst verlassen, wenn wir die Komfortzone verlassen – auf diese Art habe ich es noch nicht gesehen, aber das ist es vermutlich, was ich wohl meine. Ich habe auch über die Trennung zwischen uns und dem „Magic“ nachgedacht, die eigentlich gar nicht existiert und ein künstliches Konzept ist. Eigentlich ist doch alles eins, oder? Ich merke schon, auch ich lerne da immer weiter. 😉
      Liebe Grüße
      Anna

    • Hi Christian,

      WOW! Dein Kommentar und Sichtweise gefällt mich richtig gut. Aus der Perspektive wird Annas Ausführungen noch deutlicher: Komfortzone ist in der tat ein Teil von uns, der nicht ganz unwichtig ist. Ich mag diese Gedanken 🙂

      Herzliche Grüße
      Afschin

      • Hi Anna und Afschin,

        ja – diese Erkenntnis kam mir direkt beim Lesen. Bin selbst davon geflasht 🙂 Ich finde es toll, wie wir uns gegenseitig befruchten und voran bringen! So macht das Leben Spass.

        • Da habt ihr jetzt nochmal was in meinem Kopf losgetreten. 😀 Ich fürchte, es wird nicht bei dem einen Beitrag zur Komfortzone bleiben. 😉 Danke ALLEN Kommentatoren für die Anregungen!!!

  11. Hallo Anna,
    nachdem ich beim ersten Anlesen nicht so viel Muße hatte, habe ich heute Deinen Artikel zu Ende gelesen und er spricht mich sehr an. Ich bin mit Tabea der Meinung, dass uns das Schicksal schon mit ausreichend zwangsweisem Komfortzonenverlassen versorgt. Mich jedenfalls! Ich finde, diese Aufrufe und die Euphorie darum gehen in eine Richtung, die ich als „Glückesschmied-Religion“ bezeichne: „Du musst nur xyz tun und schon erreichst du die Erfüllung Deiner Ziele, Wünsche!“ Gerade bei dem Heer der Coaches sehr beliebt!
    Herzliche Grüße
    Sophia

    • Hallo Sophia,
      danke dir für deinen Kommentar! 🙂 „Glücksschmied-Religion“ ist manchmal tatsächlich der passende Begriff. Leider funktioniert das mit dem Glück nicht für jeden auf die selbe Art und Weise und es entwischt uns oft genug, wenn wir es uns zum Ziel machen, danach zu suchen.
      Alles Liebe dir!
      Anna

  12. Pingback: Du willst deine Komfortzone verlassen?

  13. Hallo Anna,

    bin gerade über Afschins Blog Mittwochsinspiration“ bei Deinem Beitrag gelandet.
    Gefällt mir sehr gut, besonders weil ich auch dieses ganze „Verlasse deine Komfortzone-Getue“ nicht mag, welches unterstellt, dass sich jemand nur weiterentwickeln kann, wenn er alles bisherige hinter sich läßt und ganz neue Wege geht.
    Es gibt viele Menschen, die nicht so risikofreudig und etwas vorsichtiger als andere sind und sich in ihrer Komfortzone, dem angeblich bequemen langweiligen Leben, wohl fühlen. Zum Beispiel wird oft gesagt, man solle seine bisherige abhängige Beschäftigung aufgeben und das tun, was einem Spaß macht, auch wenn man dadurch die relative Sicherheit, welche ein regelmäßiges Einkommen bietet, aufgibt. Das kann ich nicht nachvollziehen. Wenn man eine Familie zu versorgen hat, denkt man schon sehr genau darüber nach, ob es eine selbstständige/freiberuflicheTätigkeit bei der man tun kann was einem Spass macht wert ist, die vielleicht weniger freudbetonte, aber mit sicherem Einkommen verbundene Beschäftigung aufzugeben und das Risiko einzugehen, nicht zu wissen wie man seinen Lebensunterhalt bestreiten soll und „von der Hand in den Mund“ zu leben. Die meisten von uns haben m. E. gar nicht die Wahl und können es sich nicht leisten ein derartiges Risiko einzugehen.
    Ich entscheide mich da lieber für die sichere Variante. Ich fühle mich in meiner Komfortzone , die durch die alltäglichen Ereignisse nicht immer wirklich komfortabel und bequem ist, wohl. Statt großer Sprünge raus aus der Komfortzone halte ich es doch eher mit einer allmählichen Ausweitung und dem vorsichtigen Ertasten der eigenen Grenzen.
    Aber wie die Kommentare zeigen ist das Thema Komfortzone wie vieles andere Ansichtssache. Jeder darf und sollte das tun, was er für sich persönlichals richtig erachtet.

    Freundliche Grüße
    Lars

    • Hallo lieber Lars,
      freut mich sehr, dass du auf meinem Blog gelandet bist und vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! 🙂
      Du führst mit der finanziellen Verantwortung einen sehr wichtigen Aspekt an. Es mag tatsächlich Menschen geben, die von heute auf morgen alles hinter sich lassen und sich ins Abenteuer stürzen, aber die meisten sind abern doch eher von der Sorte, dass sie sich langsam und in kleinen Schritten ändern. Und Sicherheit ist ein menschliches Grundbedürfnis, das nur wenige bereit sind, zu verlassen. Es gibt eben nicht nur den einen Weg, alle Brücken hinter sich zu verbrennen. Genau deswegen habe ich diesen Artikel geschrieben. Neben dem „Alles oder Gar nichts“ gibt es auch noch andere Wege. Niemand muss aus Angst, die Komfortzone nicht verlassen zu können, für immer dort bleiben, wo er ist. Was man dann aber daraus zieht, ist natürlich Ansichtssache und genau das ist ja das Tolle daran. 🙂
      Liebe Grüße
      Anna

  14. Hallo Anna,

    Ich teile nicht ganz Deine Meinung 😉 Ich denke, Du hast mit kleinen Schritten Deine Komfortzone erweitert, bist mit kleinen Schritten immer mal wieder über die Grenze gegangen. Die Komfortzone verlassen bedeutet ja nicht immer mit einem großen Bäng etwas Riesiges zu tun, wie z.B. einen Fallschirmsprung zu wagen, es kann auch sein, einfach mal einen anderen Nachhauseweg zu wählen, mal statt immer Apfelschorle zu trinken eine Rhabarbersaftschorle auszuprobieren etc. Ich denke, Du gehst immer aus Deiner Komfortzone, wenn Du Routinen verlässt und so wird sie immer größer.

    Liebe Grüße,
    Ivana

    • Hallo Ivana,
      ich glaube, wir sind schon ähnlicher Meinung, interpretieren die Größe der Komfortzone aber anders. 😉 Du siehst es als Verlassen der Komfortzone an, etwas Neues auszuprobieren, bei mir muss es das nicht zwangsläufig sein. Ich habe dein Eindruck, dass die meisten, die über das Verlassen der Komfortzone schreiben, die großen Dinge meinen, also so etwas wie alleine in ein fremdes Land reißen oder verrückte Dinge, wie sich in der Disco auf den Boden legen. 🙂 Davor hat man vorher so richtig Bammel. Klar, mag es unbequem sein, ein anderes Getränk zu bestellen oder einen anderen Nachhauseweg zu wählen, aber für mich liegen diese Sachen noch eindeutig innerhalb der Komfortzone, weil ich keine Panik vor ihnen habe. Diese Dinge sind sehr wichtig und das ist es, was ich mit dem Erweitern der Komfortzone meine. Sie zu verlassen, bedeutet für mich persönlich eben genau dieses große Bäng von dem du sprichst. Also ich denke, dass wir das schon ähnlich meinen, aber unsere Definition von der Größe der Komfortzone eine andere ist. Ich sehe meine kleinen Schritte innerhalb meiner Komfortzone am Rand, du siehst sie bereits außerhalb. Mir geht es darum, darzustellen, dass diese kleinen Schritte eben genauso gut zum Ziel führen können und es nicht immer die Riesendinger sein müssen. Und ich denke, das sehen wir beide so. 😉 Vielen Dank für deinen Kommentar!
      Liebe Grüße
      Anna

  15. Das tut gut, Deinen Beitrag zu lesen! Wenn man „Komfortzone“ in eine Internet-Suchmaschine eingibt, dann sieht man nur raus! Raus! RAUS! aus der Komfortzone! Warum eigentlich? Warum muss man denn so zwangsweise raus aus einer Situation, in der man sich wohlfühlt? Du beschreibst sehr schön die sanfte Magie, die kleinen Wunder des Alltags, die einem auch in der Komfortzone begegnen können. Sehr schön auch das sanfte Wachsen der Komfortzone – und wenn’s 70 Jahre lang dauert, das ist organisch, das macht auf mich einen lebensechten Eindruck. Ich hatte eine sehr schwere Kindheit. Nun ist es mir mit 47 Jahren endlich gelungen, mir eine Komfortzone zu schaffen. Nein, da gehe ich nicht so schnell wieder raus!

    • Deine Art, die Komfortzone zu betrachten, finde ich wundervoll! Nicht alle bedenken, dass manche Menschen sich die Komfortzone erst schaffen müssen. Ich habe ja geschrieben, dass die Menschen, die davon sprechen, die Komfortzone zu verlassen, meist bereits ein starkes Selbstbewusstsein haben. Ich wünsche dir noch viel Spaß in deiner Komfortzone! Genieße sie – sie ist toll! 🙂
      Alles Liebe dir!
      Anna

  16. Pingback: Kneifen ausdrücklich erlaubt! - Adios Angst - Bonjour Leben

  17. Hallo Anna! Ein dickes Dankeschön für diesen wertvollen Beitrag! Für mich hast du es damit auf den Punkt getroffen! Dieses ‚Komfort-Zone‘-Verlassen erscheint mir im Moment zu einem Allgemeinplatz geworden sein und keiner denkt mehr darüber nach, was eigentlich damit gemeint ist. Und schon gar nicht, was mit diesem Begriff bei den Menschen auch an negativen Gefühlen über sich selbst ausgelöst wird. Deine Variante erscheint mir deutlich wertschätzender und leichter! Danke dafür!! Herzliche Grüße, Kiwi

    • Hallo Kiwi!
      Vielen Dank für deine lieben Worte! Es freut mich, dass mein kleiner „Gegenartikel“ zum Allgemeingut dir gefallen hat! Deine Seite finde ich auch super – werde mich gleich noch ein bisschen darauf umsehen! 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  18. Liebe Anna,
    als ich den ersten Absatz deines Artikels gelesen habe, ist mir sofort eine regelrechte Ideenkette zum Thema Komfortzone-verlassen eingefallen, die ich gleich aufgeschrieben habe. Ich war gespannt, was du dazu schreibst und ob es das gleiche ist. Ist es nicht, aber es ist ein wunderbarer Ansatz, den ich vollkommen unterschreiben möchte.
    Ich setz mich gleich hin und schreibe meine Gedanken für einen Artikel auf, so eine Gelegenheit muss ich doch nutzen! Und ich finde, es ist wichtig, weil das Raus-aus-der-Komfortzone auch einen riesigen Druck bei uns auslöst.
    LG
    Sybille

    • Liebe Sybille,
      es freut mich, dass ich dich ein wenig mit meiner Denkweise inspirieren konnte! Ich bin schon gespannt auf deinen Artikel! 🙂
      Liebe Grüße
      Anna

  19. Pingback: Geh weg, das ist meine Komfortzone! - let life be amazing

  20. Die Überschrift hat mich sehr angesprochen, weil ich diese Ansichtsweise der Komfortzonenthematik noch nirgends sonst gelesen habe 🙂 ich gehöre eher zu den Leuten, die sich gerne neuen Herausforderungen außerhalb der Komfortzone stellen. Ich bin gern die Abenteuerin und entdecke mich gerne selbst in neuen, aufregenden Situationen 😀 kommt auch immer auf die eigene Stimmung an. Manchmal ist man motiviert, manchmal eben nicht.

    Ich mag deine Ansichtsweise darüber. Du gibst den Leuten, die nicht so auf das Abenteuer und den totalen Adrenalinstoß stehen, Mut und Zuversicht, dass es auch ohne dem Verlassen der Komfortzone funktioniert 🙂 Und ich denke auch dass es funktioniert, es verläuft zwar, wie du schon gesagt hast, langsamer, aber es muss ja nicht für alle schnell gehen 🙂

    Während ich die ersten Kommentare gelesen habe, ist mir spontan etwas eingefallen, das ziemlich gut noch zu dem Thema passt. Oft befinde ich mich in Situationen, da denk ich darüber nach ob ich es tun soll oder nicht. Da geht es zB darum, einen Prominenten anzusprechen den ich bewundere, ihm um ein Autogramm oder Foto bitten, oder einfach zu quatschen. Oder jemanden auf der Straße anzusprechen, ein Kompliment machen, weil mir an der Person etwas sehr Positives aufgefallen ist. Wenn ich darüber nachdenke werd ich aufgeregt und komm leicht ins Schwitzen. Mir hilft dann immer wenn ich mir sage:“ Wenn ich das jetzt nicht tue, dann werd ich es bereuen. 1 Stunde später werd ich zurückdenken und mir sagen: oh man, wieso hast du es nicht getan?“ Das sind hauptsächlich so Situationen in denen man zu viel darüber nachdenkt, was die betreffende Person oder auch andere wohl von einem denken könnten, wenn man dies oder jenes macht. Das wichtigste ist in dich hineinzuhorchen und zu spüren: „WILL ich das UNBEDINGT oder nicht?“ Wenn ich es unbedingt will, mich aber iwie nicht ganz traue, dann war es bis jetzt immer die beste Entscheidung es zu tun. Ich mag den Spruch „Glaub nicht alles was du denkst“. 99% der Ängste treten in Wirklichkeit nicht ein und sind somit unbegründet. Tu einfach das, was du tun willst, auch wenn du total nervös bist. Das ist für mich schon außerhalb der Komfortzone. 🙂
    Wenn man es dann doch nicht tut, soll man sich dann aber auch nicht verurteilen. Man lernt vlt daraus, dass man es das nächste Mal doch tun sollte, weil man sich letztendlich ja doch darüber ärgert 😀

    So kleine Challenges innerhalb der Komfortzone find ich auch sehr wichtig für die Weiterentwicklung, da man sich wohlfühlt und unbewusst daran wächst 🙂 wie in jedem Lebensbereich finde ich den Mittelweg, eine Balance zwischen 2 Dingen, sehr wichtig. Wie auch hier.

    • Die Frage ist sehr wichtig, Linda: „Will ich das unbedingt oder nicht?“ Ich z.B. habe kein Bedürfnis, jemanden auf der Straße anzuquatschen und ihm oder ihr etwas zu sagen. Also mache ich mir in solchen Situationen über die Komfortzone keine Gedanken. Ich würde mich dementsprechend auch nicht darüber ärgern, die Person nicht angesprochen zu haben. Ich denke, die Komfortzone hat sehr viel mit den eigenen Bedürfnissen und Prioritäten zu tun. Meine haben sich eher nach innen verlagert – ich möchte im Reinen mit mir selbst sein. Das ist mir sehr wichtig. Aber ich kenne es natürlich auch, dass ich mal Dinge will, die außerhalb meiner Komfortzone liegen. Da kommt es dann auch auf meine Gemütsverfassung an, ob ich bereit für so eine Herausforderung bin oder nicht. Dennoch denke ich, dass man nicht ständig an seine Grenzen gehen muss, wenn man merkt, dass es einem selbst nicht gut tut. Erstmal um sich kümmern, dann um die Komfortzone, finde ich. Du sagst es richtig: Der Mittelweg ist wohl meist der beste Weg. 😉

  21. „Erstmal um sich kümmern, dann um die Komfortzone, finde ich.“
    Genau, das seh ich auch so 🙂

  22. Danke für diesen Beitrag, Anna!

    Ich bin richtig froh, dass mir mal jemand die „Erlaubnis“ gibt, in meiner Komfortzone bleiben zu dürfen, bis ich selbst meine, dass ich mich da rauswagen muss … 🙂

    Ich bekomme auch immer ein schlechtes Gewissen und fühle mich etwas unzulänglich, wenn ich wieder mal einen dieser „Unbedingt raus aus der Komfortzone!“ Aufrufe lese.

    Mir ist jetzt ein bisschen leichter ums Herz – vo allem deine Anregungen, die eigene Komfortzone einfach zu vergrößern (statt zu verlassen) und ihre ganz besonderen Wunder zu entdecken, finde ich toll!

    Liebe Grüße
    Michaela

    • Liebe Michaela!
      Wie schön, dass dir dieser Beitrag gut getan hat! Ich muss sagen, für mich selbst war das auch wie eine Erlaubnis, als ich ihn geschrieben habe!
      Ich wünsche dir viel Spaß beim Wunder in der Komfortzone entdecken!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

      • Wie es der Zufall (?) so will, Anna, bin ich kurz nach dem Lesen deines Artikels auf einem anderen Blog über Psychologie gelandet und was stand da? – „Warum du unbedingt raus aus deiner Komfortzone musst!“ Diesmal konnte ich aber – dank dir – sogar drüber lächeln. 🙂

  23. Interessanter Beitrag zu dem Thema. Ich würde noch etwas einwerfen: oftmals wird mit dem Heraustreten aus der Komfortzone ein physikalisches Heraustreten aus der gewohnten Umgebung assoziert z.B. Reisen oder ganz allgemein woanders hingehen, wo man noch nicht war. Wenn man genauer hinschaut und sich fragt: was passiert dabei? Wenn man woanders hingeht bekommt man schlicht neue Informationen und Anregungen und das gerade beim Reisen in großer Menge und zwangsweise. Daran muss man sich gewöhnen und nicht jeder kommt damit gleich gut klar. Gerade heute muss man nicht unbedingt seine physikalische Komfortzone verlassen um neue Informationen und Anregungen zu bekommen. Ich persönlich fange gerade erst mit dem Reisen an (bin jetzt 27) und es wird eine Weile dauern bis ich wirklich große Reisen machen werde oder kann. Allerdings habe ich seit jeher ein Hobby: ich lese viele Bücher und schaue Dokus über ferne Länder und Orte, sowie Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. Dadurch weiß ich bereits manchmal mehr über Länder oder deren Geschichte als Leute, die bereits schon dort gewesen sind. Zwar ist das nicht mit selbst gemachten Erfahrungen vergleichbar aber es bewirkt dennoch ähnliches z.B. das Verständnis anderer Kulturen.

    Das wollte ich nur mal zum Artikel unterstützend einwerfen ohne jetzt dabei so verstanden zu werden, als würde ich grundsätzlich gegen den Gedanken des Komfortzone-Verlassens sein oder diesen negativ bewerten wollen.

    • Lieber Alexander,
      ich finde den Gedenken des „Vorbereitens“ auf eine Reise oder des Verlassens der Komfortzone ganz wunderbar! Es gefällt mir, wie du beschreibst, dass du mit dem Reisen erst anfängst und es eine Weile dauern wird, bis du große Reisen machen wirst. Das ist bei vielen ja nicht selbstverständlich – die meisten schnappen sich den Rucksack und sind dann mal für ein Jahr weg. Das ist für mich auch (noch) schwer vorstellbar, aber auch ich mache immer mehr wundervolle Erfahrungen auf Reisen – auch außerhalb meiner Komfortzone und das ist auch vollkommen in Ordnung. Ich wünsche dir ebenfalls ganz viele tolle Erlebnisse – ob beim „woanders hingehen“ oder „Daheimbleiben“! 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  24. Hallo Anna,
    das ist ein sehr interessanter Artikel über die Komfortzone, den du geschrieben hast.
    Am Anfang war ich sehr skeptisch über deine Aussage man solle die Komfortzone nicht verlassen, da ich, als Coach, gerade daran arbeite Menschen dabei zu helfen ihre Komfortzone zu verlassen.
    Das Bild, indem sich „Magic“ nur außerhalb der Komfortzone befindet, ist meiner Meinung nach auch nicht ganz richtig. Erfolg, Glück und Zufriedenheit erreicht man am besten bei dem Ausbau und der Konzentration auf seine natürlichen Stärken und Talente. Das kann definitiv auch in der Komfortzone entstehen.
    Die Komfortzone in jedem Aspekt zu verlassen ist natürlich nicht nötig. Es geht primär darum zu erkennen, wann die Angst vor dem Unbekannten Jemanden daran hindert glücklich zu werden. Beispielsweise eine Bewerbung für den Traumjob zu schreiben aus Angst vor Ablehnung oder eine Beförderung abzuschlagen aus Angst vor dem Versagen oder den nächsten Schritt in der Beziehung nicht zu wagen aus Angst vor einer Trennung. Dann ist es wichtig sich persönlich weiter zu entwickeln.
    Vielleicht ist die Therminologie „Die Komfortzone zu verlassen“ etwas missverständlich. Meine Coachings zielen darauf ab die Angst vor dem Unbekannten zu analysieren, sie zu visualisieren und diese Handlung so oft zu wiederholen, bis sie zur Routine wird. Also im Grunde genommen nichts anderes, als die Komfortzone wachsen zu lassen. Dies ist ein Prozess der von Mensch zu Mensch unterschiedlich lange dauern kann.
    Aber die Komfortzone zu verlassen und sie dadurch wachsen zu lassen gehört zum Leben dazu.
    Vielleicht hattest du als Kind auch Angst vor dem dunklen Keller und warst überzeugt, dass dort Monster auf dich warten. Der Keller war damals nicht in deiner Komfortzone. Je öfter du mit deinen Eltern den Keller betreten hast (einen großen Schritt aus der Komfortzone ausgetreten bist), desto deutlicher wurde dir, dass er ungefährlich ist. Deine Komfortzone ist gewachsen.
    Seine Ängste und Blockaden zu überwinden gehört zur persönlichen Entwicklung, sollten aber, da gebe ich dir absolut Recht, nicht unter emotionalen Druck geschehen, sondern seinem eigenen Tempo angepasst werden.

    • Hallo Alexander,
      vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Kommentar! Wie du siehst, ist der Beitrag schon ein wenig älter und ich habe mich weiterentwickelt. 😉
      Inzwischen mache ich mir keine Gedanken mehr um die Komfortzone und um irgendwelche Definitionen. Das sind alles Dinge, die unser analytisches Gehirn so gerne hat, die uns aber im Endeffekt weiter von der Stimme unseres Herzens entfernen. Also habe ich diese Konzepte fallengelassen. Was ich mit diesem Beitrag bezwecken wollte, war, die gängigen Vorstellungen und Bildchen einfach mal zu hinterfragen. Mir war aufgefallen, dass alle sie einfach übernommen und als „absolute Wahrheit“ gepriesen haben, ohne wirklich darüber zu reflektieren. Insofern hat dieser Beitrag sein Ziel erreicht: Zum Nachdenken anregen.
      😉
      Ich glaube, unser beider Denken, was dieses Thema betrifft, ist sehr ähnlich. Entwicklung ist super wichtig, aber meiner Meinung nach nicht um jeden Preis. 🙂
      Ich wünsche dir ganz viel Erfolg bei denen Coachings – mögen sich bei deinen Klienten ganz viele dunkle Keller „lichten“!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  25. Liebe Anna,

    du sprichst in deinem Artikel einen ganz wichtigen Punkt an – nämlich dass das Springen aus der Komfortzone gar nicht so viel bringt.

    Denn die Komfortzone erweitert sich nicht dadurch, dass wir meilenweit aus ihr herausspringen, sondern indem wir langsam an ihren Rand gehen und einen Schritt heraus machen. Wenn wir nur bei dem bleiben, was wir schon immer gemacht haben, entwickeln wir uns nicht weiter – aber genauso wenig, wenn wir etwas tun, das zu herausfordernd ist.

    Denn was oft vergessen wird: Es gibt neben der Komfortzone die Lernzone, aber auch die Panikzone – und da wollen wir nicht hin. Dieses klassische Bild vo „This is wehrer the magic happens“ ist nur eine Vereinfachung, die aber irreführt. Wie das Modell komplett aussieht, habe ich übrigens hier beschrieben: http://lebe-ohne-grenzen.de/komfortzone

    Von daher sehr cool, dass du (mal wieder) einen andern Blickwinkel auf das Thema bietest und die Leute so davon abhälst, in einen Bereich zu springen, der ihnen gar nicht gut tut.

    Ganz liebe Grüße, Steffi

    • Liebe Steffi,
      du hast es mit deinem Modell wirklich auf den Punkt gebracht! Ich meine ganz genau diese Lernzone mit „Komfortzone ausdehnen“. Das Fehlen der Panikzone ist nämlich oft genug der Grund, weswegen das Modell so missverstanden wird. Vielen Dank dir für diese tolle Ergänzung!
      Ganz liebe Grüße
      Anna

  26. Hallo, Anna, ein sehr schöner Artikel, wirklich! Fordert man jemanden auf, die sogenannte Komfortzone zu verlassen, sagt man ihm ja in Wirklichkeit, sein Leben ist laaangweilig und da drüben ist es doch viel besser. Aber – darauf muss man erst mal kommen – die Komfortzone zu vergrößern – gefällt mir wirklich gut! Kompliment, Dich abonnoniere ich gerne!

    • Hallo lieber Lothar,
      hey, danke dir für dein Lob! Es freut mich total, dass dir mein Artikel gefällt und dass du dich für meinen Newsletter entschieden hast! 🙂 Viel Spaß beim Komfortzonenvergrößern dir! 😉
      Ganz liebe Grüße
      Anna

    • Hallo Mory,
      leider ist es mir nicht möglich, in der Kürze eines Blogartikels tiefer ins Detail zu gehen. Aber Verwirrung ist nicht einmal das Schlechteste, denn sie regt zum Nachdenken an. Und vielleicht magst du auf diese Weise ja deine eigene Definition der Komfortzone aufstellen? 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Anna

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